Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 141394 times)

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1590 am: 29.01.2020 11:36 »
Aber dann hast du irgendwann genug Stunden für'n 450€ Job an der Tanke oder als Reinigungsfachkraft im Rathaus zusammen. Is doch auch was...
jipp und das auch noch fast brutto für Netto.
Man kann aber auch qualifizierte 450€ Jobs machen (15h Buchhaltung im Monat z.B.)
Das kann ich als Bilanzbuchhalter und bei "anlassbezogener" Freistellung als Personalrat nur bestätigen. Manchmal gibt's für 15h sogar 9c  ;D

Kaffeetassensucher

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1591 am: 29.01.2020 11:36 »
naja eine Stunde weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich ist doch auch schon ordentlich Geld

sehe ich nicht so...
dann gibts die nächsten Verhandlungsrunden einfach immer eine Stunde weniger...

ich gehe dann eine h weniger arbeiten, aber wenn sprit / lebensmittel und co teurer werden, bringt mir die stunde "freizeit" nichts.

Die wenigsten Dinge, die man zum Leben braucht, werden so sprunghaft teurer, dass gleich eine Entgelterhöhung dafür notwendig wird. Ich könnte z. B. mit einer Stunde weniger Arbeit und dafür keine Entgelterhöhung noch prima ein oder zwei Jahre leben, vielleicht sogar über die darauffolgende Tarifrunde hinaus, aber das werde ich erst dann beurteilen können, wenn diese ansteht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jetzt in jeder Tarifrunde eine Stunde weniger bei rauskommt. Und selbst wenn, war ja auch nicht umsonst die Rede davon, die Wahlmöglichkeit zu haben. Wer mit einer Stunde weniger und dafür ohne Lohnerhöhung weiterhin gut über die Runden kommt, kann das machen, wer meint, er braucht die Erhöhung, kann es ebenfalls tun.

Ja, doch, eine Stunde weniger Arbeit bei vollem Lohnausgleich ist schon was, die finanzielle Schmerzgrenze bis zu der es für einen selber möglich ist, kann ja jeder selbst bestimmen. Es wird ja schließlich nicht auf alle Zeiten festgeschrieben, dass es dann bei jeder Tarifrunde eine Stunde weniger gibt (und in 78 Jahren dann gar nicht mehr arbeiten gehen? Okay … wir eh nicht …).

JC83

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1592 am: 29.01.2020 11:57 »
Ich kann die Jammertaldurchquerer auch nicht verstehen.

Hier wird teilweise so getan, als ob die Tariferhöhungen der letzten Jahre nie etwas gebracht hätten, weil ja "alles" teurer wird... Das ist mMn grober Unfug. Was ich teilweise bei z.B. Aldi für 20 € raustrage, ist pervers in Bezug auf Günstigkeit der Lebensmittel; und ich rede hier sogar von den "teureren" Produkten auf rein pflanzlicher Basis.

Von Technik brauchen wir gar nicht anfangen. Wobei das ist ohnehin eher eine Prekariatsfalle, trotz der günstigen Preise.

Ich (E11/4) würde z.B. 50 € netto oder mehr ohnehin nicht mehr sinnvoll konsumieren können, außer in Aktien ;), von daher würde ich auch eine Arbeitszeitverringerung bevorzugen.

armerknecht

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1593 am: 29.01.2020 11:59 »
Eine Stunde weniger von was?
Wochenarbeitszeit oder Tagesarbeitszeit?

Eine Stunde weniger in der Woche ist doch ein Witz.
Manche haben 39 Stunden weniger in der Woche wenn sie gar nicht arbeiten.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1594 am: 29.01.2020 12:31 »
Wenn die Bevölkerung neue/sanierte Krankenhäuser, Schulen, Schwimmbäder, Straßen etc. und die Digitalisierung zur Optimierung der Abläufe in der Verwaltung sowie zur Verbesserung des Bürger-Services möchte, dann muss man eben auch das dafür benötigte und entsprechend qualifizierte Personal einstellen.
Aufgrund des signifikant steigenden Fachkräftemangels in den genannten Bereichen steht man in massiver Konkurrenz mit dem gesamten Arbeitsmarkt. Damit der öD hier überhaupt etwas Brauchbares abbekommt, muss gerade in den oberen Entgeltgruppen etwas passieren.

Oder weiter denken:
Mehr Geld, mehr Leute; überhaupt mehr Ressourcen ist immer die übliche Forderung, wenns hakt.

Macht doch den noch vorhandenen Fachkräften die Arbeit leichter: Weniger Vorschriften, schlankere Prozesse. Dann klappts auch mit dem vorhandenen Personal

Es muss eine Kombination von beidem sein, aber man benötigt für die baldigen Ruheständler und die Digitalisierung trotzdem fähiges Personal. Man kann es sich einfach nicht mehr schönreden, ansonsten fliegt einem der Laden irgendwann um die Ohren.

RsQ

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1595 am: 29.01.2020 12:43 »
Eine Stunde weniger in der Woche ist doch ein Witz.

In der Tat. Bei allem, was nicht spürbar den Arbeitstag verkürzt (also bspw. >= 1/2 h pro Tag) macht sich das faktisch nicht bemerkbar.

venue

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1596 am: 29.01.2020 12:52 »
Ich würde die Stunde weniger trotzdem auf jeden Fall nehmen. Macht ja letztendlich 4h im Monat, also mehr als 6 Tage zusätzlicher bezahlter Urlaub im Jahr.

Oder man geht nicht jeden Tag etwas eher sondern Freitag eine Stunde. Also ist es faktisch bemerkbar.

nichtnocheinbenutzername

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1597 am: 29.01.2020 12:53 »
Realistisch betrachtet:

24 Monate Laufzeit
Anhebung der JSZ Ost auf Westniveau im ersten Jahr auf 94% im zweiten Jahr auf 100%.
Erhöhung von 5,5% auf zwei Jahre gestaffelt, 3% und 2,5% (effektiv etwas über 5,5%).


Wenn man sich mit der Laufzeit wieder übers Ohr hauen lässt:

30 Monate Laufzeit
Anhebung der JSZ Ost nicht jeweils um 6% sondern 3% pro Jahr mit gleichzeitiger Absenkung der JSZ West insgesamt.
Erhöhung von 6% auf 30 Monate gestaffelt nach EGs.


Da wir hier im Wünschethema sind:

12 Monate Laufzeit bei 4% über alle EGs und Anhebung der JSZ auf 100%.
Alternativ 24  Monate Laufzeit mit 7-8% über alle EGs und Anhebung der JSZ auf 100%.

Die Angleichung Ost/West ebenfalls entsprechend der Laufzeit auf 100%.
Die Erhöhung des Tabellenentgelt könnte zu einer Arbeitszeitverkürzung umgerechnet werden.


WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1598 am: 29.01.2020 12:59 »
Hier wird teilweise so getan, als ob die Tariferhöhungen der letzten Jahre nie etwas gebracht hätten, weil ja "alles" teurer wird... Das ist mMn grober Unfug.
voll meine Meinung!

Außerdem kann man mit der Stunde durchaus im dreistelligen Bereich Geld sparen, durch Angebotsvergleich.

WasDennNun

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« Antwort #1599 am: 29.01.2020 13:01 »
Eine Stunde weniger von was?
Wochenarbeitszeit
Natürlich, denn davon wird in der Regel ja deine Monats/Tagesarbeitszeit abgeleitet.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1600 am: 29.01.2020 13:04 »
Ich würde die Stunde weniger trotzdem auf jeden Fall nehmen. Macht ja letztendlich 4h im Monat, also mehr als 6 Tage zusätzlicher bezahlter Urlaub im Jahr.

Oder man geht nicht jeden Tag etwas eher sondern Freitag eine Stunde. Also ist es faktisch bemerkbar.
6,5 Tage wohl eher, der Monat hat mehr als 4 Wochen  8) ???

JC83

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« Antwort #1601 am: 29.01.2020 13:06 »
Eine Stunde weniger von was?
Wochenarbeitszeit
Natürlich, denn davon wird in der Regel ja deine Monats/Tagesarbeitszeit abgeleitet.

Ist zwar OT, aber allein eine Arbeitswegverkürzung von nur 10 Min one way bringt mir schon viel.
Aber meckern ist ja immer erstmal viel cooler^^.

Kaffeetassensucher

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1602 am: 29.01.2020 13:07 »
Ich würde die Stunde weniger trotzdem auf jeden Fall nehmen. Macht ja letztendlich 4h im Monat, also mehr als 6 Tage zusätzlicher bezahlter Urlaub im Jahr.

Oder man geht nicht jeden Tag etwas eher sondern Freitag eine Stunde. Also ist es faktisch bemerkbar.

Sehe ich auch so. Selbst wenn ich Mo-Do jeden Tag eine Viertelstunde früher gehen würde, als ich es heute würde, wäre das immerhin eine Viertelstunde eher. Und das macht unter Umständen den Unterschied zu Bus verpassen und 10 Minuten dahocken und auf den nächsten warten und dann die Bahn verpassen und noch mal 10 Minuten auf die nächste warten aus. Pro Tag also ggf. 20 Minuten, die man eher zu Hause ist … oder sonst was machen kann, 80 Minuten in der Woche, 320 im Monat. (Es ging natürlich um Wochenstunden.)

Noch früher nach Hause gehen könnte ich freitags leider nicht, aber ich hätte mehr Puffer, falls ich unter der Woche mal früher raus muss oder will als sonst.

Eine Stunde pro Woche weniger ist auf jeden Fall besser als nichts, man muss sie nur entsprechend nutzen, damit sie nicht zum "Witz" wird.


Organisator

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« Antwort #1603 am: 29.01.2020 13:09 »
Eine Stunde pro Woche weniger ist auf jeden Fall besser als nichts, man muss sie nur entsprechend nutzen, damit sie nicht zum "Witz" wird.

Ich finde sechs Tage mehr Urlaub im Jahr (also eine Steigerung um 20%) nicht wirklich wenig!

WasDennNun

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« Antwort #1604 am: 29.01.2020 13:14 »
Ist zwar OT, aber allein eine Arbeitswegverkürzung von nur 10 Min one way bringt mir schon viel.
Aber meckern ist ja immer erstmal viel cooler^^.
Da kann ich nur meckern, denn das geht bei mir nicht mehr!!!
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Dann müsste ich ja im Büro wohnen. (oder zu Fuß gehe, da brauch ich 20 min  ;D)