Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 586310 times)

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1845 am: 05.02.2020 07:39 »
Haben wir dann bei den Informatikern dann nicht ein Henne-Ei-Problem? Keine Informatiker, keine Digitalisierung, keine Digitalisierung, keine Informatiker.
Sehe ich nicht so:
Keine eigenen Informatiker, Digitalisierung wird durch externe Fremdfirmen gesteuert.

Wird dann evtl. teurerer und man lässt sich vielleicht mal ein X für nen U verkaufen.
oder besser gesagt: Keine Kompetenz in den eigenen Reihen, Abhängigkeit von externen Beratern.

Ich bin zwar kein Informatiker, sehe es aber (ähnlich) wie du. Ich meine bei Stepstone(?) gelesen zu haben, dass die pW im Schnitt 23% mehr in der IT zahlt als der öD. Den Gehälter"Kampf" gg die pW sollte der öD gar nicht erst führen. Zumindest nicht in der Breite. Irgendwann werden sonst astronomische gehälter für den letzten Bildschirmtauscher bezahlt werden müssen.

Ob's zwingend teurer wird ? Der Dienstleister ist nach dem Zeitraum x für die zu erledigende Aufgabe weg, ein vgl. AN ist sicher ein paar Jahre länger da...

Sie haben hier einen Denkfehler. Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess. Die Wertschöpfung wird von den Fachabteilungen zum Teil in die IT verschoben. Da kommt keiner stellt Ihnen Digitalisierung hin und das war’s. Es geht immer weiter und wenn sie dauernd jemanden für 1,5-2,5k Euro am Tag holen wollen, dann geht das sehr schnell ins Geld. Bei uns turnen seit 6 Jahren regelmäßig mehre externe durch die IT und verdienen sich eine goldene Nase. Es ist zwar immer mal eine IT Stelle ausgeschrieben, aber es kommt halt keiner für eine E10. Sollte eigentlich einleuchten wenn man am freien Markt und auch selbst für die Person 1,5k pro Tag zahlt....

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1846 am: 05.02.2020 07:39 »

Zitat
“Heißes Jahr für den Öffentlichen Dienst”

Zitat
Das gerade angebrochene Jahr werde im Zeichen weiterer Arbeitskämpfe stehen und vor allem für den Öffentlichen Dienst wichtig werden.

Quelle: https://www.behoerden-spiegel.de/2020/01/17/heisses-jahr-fuer-den-oeffentlichen-dienst/

ich würde eher sagen: viel heisse Luft beim verdi-Schaumschläger
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

MaxMustermann90

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1847 am: 05.02.2020 07:43 »
Erzieher werden bei uns, wenn sie als Fachkraft im Anstellungsschlüssel eingesetzt werden, in E8 eingestellt. Wenn sie die Leitungsfunktion in ihrer Einrichtung übernehmen haben sie derzeit die Möglichkeit, je nach Größe der Einrichtung, bis E12 zu kommen. Dieses Einstiegsgehalt, die Aufstiegsmöglichkeiten ohne Weiterbildungen wie ALII und eine Quasi-Jobgarantie halte ich für Anreiz genug die Ausbildung in Teilen selbst zu finanzieren.

In Bayern sind ja die drei der fünf Jahre mit dem größten Praxisteil bereits eh bezahlt. Die übrigen beiden Jahre sind rein schulisch und werden von der Person selbst getragen.

Meine bessere Hälfte ist Erzieherin. In der Realität sieht es so aus, dass man 5 Jahre lang eine Ausbildung absolviert und dafür noch "Schulgeld" bezahlt. Die Entlohnung ist bis auf das letzte halbe Jahr, was in der Praxis stattfindet, gleich null. Hat man da nicht den elterlichen Background, der einen finanziell unterstützt, hängt man fix am Bafög-Tropf. Bezogen auf Thüringen.

Nach den 5 Jahren hat man dann zwar auf Grund der aktuellen Lage im Erzieherbereich die freie Jobauswahl, aber dann kommt eigentlich gleich der nächste Hammer. Vollzeitstellen sind die absolute Ausnahme. Die Entlohnung erfolgt ja zumeist nach der S8a SuE. Von den Stunden her sind irgendwas zwischen 20 und 30 Stunden die absolute Normalität. Man steigt dann also nach 5 Jahren kostspieliger Ausbildung im besten Fall irgendwo mit 1000-1500 Euro netto ein. Selbst in der Endstufe steht man bei gut gemeinten 30h/Woche bei "nur" 1.800 netto.

Wo ist da jetzt konkret der Anreiz? Thematisch hat das aber, dass ist schon richtig, mit Tarifverhandlungen nichts zu tun und natürlich kann man jetzt auch das Totschlagargument bringen "Augen auf bei der Berufswahl", aber den Erzieherjob mit seinen aktuellen Rahmenbedingungen als finanziell reizvoll darzustellen, empfinden ich als etwas realitätsfern.

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1848 am: 05.02.2020 07:54 »
Haben wir dann bei den Informatikern dann nicht ein Henne-Ei-Problem? Keine Informatiker, keine Digitalisierung, keine Digitalisierung, keine Informatiker.
Sehe ich nicht so:
Keine eigenen Informatiker, Digitalisierung wird durch externe Fremdfirmen gesteuert.

Wird dann evtl. teurerer und man lässt sich vielleicht mal ein X für nen U verkaufen.
oder besser gesagt: Keine Kompetenz in den eigenen Reihen, Abhängigkeit von externen Beratern.

Ich bin zwar kein Informatiker, sehe es aber (ähnlich) wie du. Ich meine bei Stepstone(?) gelesen zu haben, dass die pW im Schnitt 23% mehr in der IT zahlt als der öD. Den Gehälter"Kampf" gg die pW sollte der öD gar nicht erst führen. Zumindest nicht in der Breite. Irgendwann werden sonst astronomische gehälter für den letzten Bildschirmtauscher bezahlt werden müssen.

Ob's zwingend teurer wird ? Der Dienstleister ist nach dem Zeitraum x für die zu erledigende Aufgabe weg, ein vgl. AN ist sicher ein paar Jahre länger da...

Sie haben hier einen Denkfehler. Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess. Die Wertschöpfung wird von den Fachabteilungen zum Teil in die IT verschoben. Da kommt keiner stellt Ihnen Digitalisierung hin und das war’s. Es geht immer weiter und wenn sie dauernd jemanden für 1,5-2,5k Euro am Tag holen wollen, dann geht das sehr schnell ins Geld. Bei uns turnen seit 6 Jahren regelmäßig mehre externe durch die IT und verdienen sich eine goldene Nase. Es ist zwar immer mal eine IT Stelle ausgeschrieben, aber es kommt halt keiner für eine E10. Sollte eigentlich einleuchten wenn man am freien Markt und auch selbst für die Person 1,5k pro Tag zahlt....
Kannst ruhig Du schreiben... ;)
Hmm, ich dnke, dass du meine These eher stützt als wiederlegst. Die Preisspirale dreht sich doch sonst immer weiter.

Hat einer mal KGSt "Kosten eines Arbeitsplatzes" für IT sagen wir mal EG 10 oder 11 zur Hand? So als Richtwert...

edit: Ich gebe aber zu, dass meine These etwas oberflächlich war

MrRossi

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1849 am: 05.02.2020 07:58 »
Selbst in der Endstufe steht man bei gut gemeinten 30h/Woche bei "nur" 1.800 netto.
Ich sehe das so:
Da das Bedürfniss nicht Vollzeit zu arbeiten eher von den Erziehern ausgeht, ist es ein Problem das selbstgemacht ist, was dazu führt das einem der Lohn zu gering erscheint.
Viele bekommen in Vollzeit weniger wie 1800€ netto.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1850 am: 05.02.2020 08:03 »
Haben wir dann bei den Informatikern dann nicht ein Henne-Ei-Problem? Keine Informatiker, keine Digitalisierung, keine Digitalisierung, keine Informatiker.
Sehe ich nicht so:
Keine eigenen Informatiker, Digitalisierung wird durch externe Fremdfirmen gesteuert.

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Ich bin zwar kein Informatiker, sehe es aber (ähnlich) wie du. Ich meine bei Stepstone(?) gelesen zu haben, dass die pW im Schnitt 23% mehr in der IT zahlt als der öD. Den Gehälter"Kampf" gg die pW sollte der öD gar nicht erst führen. Zumindest nicht in der Breite. Irgendwann werden sonst astronomische gehälter für den letzten Bildschirmtauscher bezahlt werden müssen.

Ob's zwingend teurer wird ? Der Dienstleister ist nach dem Zeitraum x für die zu erledigende Aufgabe weg, ein vgl. AN ist sicher ein paar Jahre länger da...

Sie haben hier einen Denkfehler. Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess. Die Wertschöpfung wird von den Fachabteilungen zum Teil in die IT verschoben. Da kommt keiner stellt Ihnen Digitalisierung hin und das war’s. Es geht immer weiter und wenn sie dauernd jemanden für 1,5-2,5k Euro am Tag holen wollen, dann geht das sehr schnell ins Geld. Bei uns turnen seit 6 Jahren regelmäßig mehre externe durch die IT und verdienen sich eine goldene Nase. Es ist zwar immer mal eine IT Stelle ausgeschrieben, aber es kommt halt keiner für eine E10. Sollte eigentlich einleuchten wenn man am freien Markt und auch selbst für die Person 1,5k pro Tag zahlt....
Kannst ruhig Du schreiben... ;)
Hmm, ich dnke, dass du meine These eher stützt als wiederlegst. Die Preisspirale dreht sich doch sonst immer weiter.

Hat einer mal KGSt "Kosten eines Arbeitsplatzes" für IT sagen wir mal EG 10 oder 11 zur Hand? So als Richtwert...

edit: Ich gebe aber zu, dass meine These etwas oberflächlich war

Was man natürlich auch sagen muss: es ist kein Problem wenn man aufgrund eines Kapazitätenmangels mal was extern einkauft, aber das ist keine dauerhafte Lösung. Gleiches gilt für Innovationen. Man muss auch intern das Know-how aufbauen und halten. Das sehe ich auch, als Bauingenieur, in unserem Bereich. Da werden für eine Ausschreibung Berater geholt, da man intern nicht mehr das Wissen für die Ausschreibung hat. Es ist an Erbärmlichkeit nicht zu überbieten. Man macht sich als Staat abhängig. Und hier im Freistaat mangelt es nun wirklich nicht an Geld. Die Konkurrenz aus der Wirtschaft ist (was eigentlich positiv ist) zu stark.


Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1852 am: 05.02.2020 09:52 »
Bürokratie ist großartig und sorgt dafür, daß in Rechtsstaaten überhaupt etwas funktioniert. Mutmaßlich ist Bürokratismus gemeint.

Phineas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1853 am: 05.02.2020 09:56 »
Sie haben hier einen Denkfehler. Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess. Die Wertschöpfung wird von den Fachabteilungen zum Teil in die IT verschoben. Da kommt keiner stellt Ihnen Digitalisierung hin und das war’s. Es geht immer weiter und wenn sie dauernd jemanden für 1,5-2,5k Euro am Tag holen wollen, dann geht das sehr schnell ins Geld. Bei uns turnen seit 6 Jahren regelmäßig mehre externe durch die IT und verdienen sich eine goldene Nase. Es ist zwar immer mal eine IT Stelle ausgeschrieben, aber es kommt halt keiner für eine E10. Sollte eigentlich einleuchten wenn man am freien Markt und auch selbst für die Person 1,5k pro Tag zahlt....

Aus meiner Sicht haben wir hier ein grundsätzliches Strukturproblem. Der Bund hat u.a. den ITZ Bund als seine IT. Die Länder haben auch noch eine eigene IT, in Hessen z.B. die HZD, darunter auch noch gerne ein kommunales RZ und dann ggf. noch in größeren Städten wie Frankfurt einen eigenen IT-Apparat.

Im Grunde ist das ökonmischer Wahnsinn. Große Konzerne lagern ihre IT oft auch in eine eigene Gesellschaft aus, die dann die IT gebündelt für alle Konzernteile übernimmt. Genauso müsste es im öffentlichen Sektor auch stringenter verfolgt werden. Dadurch würden meiner Meinung nach schon aufgrund zu hebender Synergien einige Stellenbedarfe entfallen und zusätzlich kleiner Städte/Kommunen entlastet.

Aber das wird wohl niemals passieren.

2strong

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1854 am: 05.02.2020 09:57 »
Hat einer mal KGSt "Kosten eines Arbeitsplatzes" für IT sagen wir mal EG 10 oder 11 zur Hand? So als Richtwert...
Als Richtwert helfen Dir vielleicht auch die aktuellen Personalkostensätze des Bundes für Tarifkräfte:

E 10
rd. 54.000 €
rd. 69.000 € einschl. Personalnebenkosten
rd. 91.000 € einschl. Sachkosten
rd. 117.000 € einschl. Gemeinkostenzuschlag

E 11
rd. 59.000 €
rd. 74.000 € einschl. Personalnebenkosten
rd. 97.000 € einschl. Sachkosten
rd. 124.000 € einschl. Gemeinkostenzuschlag

2strong

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1855 am: 05.02.2020 10:01 »
Es ist zwar immer mal eine IT Stelle ausgeschrieben, aber es kommt halt keiner für eine E10. Sollte eigentlich einleuchten wenn man am freien Markt und auch selbst für die Person 1,5k pro Tag zahlt....
Dir ist aber schon klar, dass von den 1,5k, wenn Sie bei öffentlichen Auftraggebern für 0815-Senior Consultants denn erzielt werden können, allenfalls 20-25% bei dem Arbeitnehmer ankommen? Da wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel.

2strong

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1856 am: 05.02.2020 10:08 »
Im Grunde ist das ökonmischer Wahnsinn. Große Konzerne lagern ihre IT oft auch in eine eigene Gesellschaft aus, die dann die IT gebündelt für alle Konzernteile übernimmt. Genauso müsste es im öffentlichen Sektor auch stringenter verfolgt werden. Dadurch würden meiner Meinung nach schon aufgrund zu hebender Synergien einige Stellenbedarfe entfallen und zusätzlich kleiner Städte/Kommunen entlastet.

Aber das wird wohl niemals passieren.
Derartige Konsolidierungen geht man ja sehr wohl an. Mit den kommunalen Rechenzentren und dem ITZ führst Du selbst zwei Beispiele an. Aber "der Staat" ist halt ein ziemlich großer Konzern mit zahlenreichen Außen- und Nebenstellen sowie Insellösungen. Das zu vereinheitlichen, ist schlicht eine Mammutaufgabe.

WasDennNun

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« Antwort #1857 am: 05.02.2020 10:12 »
Aus meiner Sicht haben wir hier ein grundsätzliches Strukturproblem. Der Bund hat u.a. den ITZ Bund als seine IT. Die Länder haben auch noch eine eigene IT, in Hessen z.B. die HZD, darunter auch noch gerne ein kommunales RZ und dann ggf. noch in größeren Städten wie Frankfurt einen eigenen IT-Apparat.

Im Grunde ist das ökonmischer Wahnsinn. Große Konzerne lagern ihre IT oft auch in eine eigene Gesellschaft aus, die dann die IT gebündelt für alle Konzernteile übernimmt. Genauso müsste es im öffentlichen Sektor auch stringenter verfolgt werden. Dadurch würden meiner Meinung nach schon aufgrund zu hebender Synergien einige Stellenbedarfe entfallen und zusätzlich kleiner Städte/Kommunen entlastet.

Aber das wird wohl niemals passieren.
Was du forderst, das gibt es schon! z.B. die Dataport im norddeutschen Verbund.
Und die Auslagerung ist ja so etwas wie ITZ BUnd.
Oder meinst du BMW und VW lagern gemeinsam aus?

Der Föderalismus ist da sicherlich auch noch ne Hemmschwelle.
Und ich denke das die Masse der Verwaltung nicht ihre Serverfarmen bei Hetzner oder Strato ... auslagern mag (darf?), weil Angst vor Datenschutz..

leider sind diese sogenannten IT Dienstleister, aber nur was ihre Preise angeht "konkurrenzfähig" - die Leistung die sie liefern ist sehr unterdurchschnittlich.
und
Der Effekt, der durch dieses "outsourcing" jedoch eingetreten ist, noch mehr Verwaltungsebenen und minderperfomante Umsetzung von Anforderungen.
Da wäre der "kurze" Dienstweg schon 5mal schneller bei der Umsetzung.

Leider muss man sagen.
Aber was erwartet man, diese Dienstleister zahlen ja auch nicht wirklich mehr als der öD....also bekommen sie auch grösstenteils nur unterdurchschnittliche ITler.

WasDennNun

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« Antwort #1858 am: 05.02.2020 10:15 »
Ob's zwingend teurer wird ? Der Dienstleister ist nach dem Zeitraum x für die zu erledigende Aufgabe weg, ein vgl. AN ist sicher ein paar Jahre länger da...

Ja stimmt schon, aber der AN bewältigt ja auch andere Aufgaben und bedient ein breiteres Spektrum.
Oftmals muss man trotzdem auf gewisse Dienstleister zurückgreifen, da man auf die Fachverfahren angewiesen ist und gewissse Bereiche nur durch den Anbieter selbst realisiert werden können.
Das gesunde Mittelmaß muss man finden und der Laden muss laufen! Geld kostet es so oder so.
Ja, gesundes Mittelmaß würde eben bedeuten, dass ein bessere IT Fachlichkeit in den Behörden lokal aufgebaut wird, die dann zielgerichtet die externen Dienstleister steuert, anfordert und begleitet.
Ich höre oft genug in den Gremien, dass die Entscheider (immerhin) in der Retrospektive erkennen, dass sie vor Jahren über den Tisch gezogen wurden.

Phineas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1859 am: 05.02.2020 10:25 »

 Was du forderst, das gibt es schon! z.B. die Dataport im norddeutschen Verbund.
Und die Auslagerung ist ja so etwas wie ITZ BUnd.
Oder meinst du BMW und VW lagern gemeinsam aus?

Der Föderalismus ist da sicherlich auch noch ne Hemmschwelle.
Und ich denke das die Masse der Verwaltung nicht ihre Serverfarmen bei Hetzner oder Strato ... auslagern mag (darf?), weil Angst vor Datenschutz..

leider sind diese sogenannten IT Dienstleister, aber nur was ihre Preise angeht "konkurrenzfähig" - die Leistung die sie liefern ist sehr unterdurchschnittlich.
und
Der Effekt, der durch dieses "outsourcing" jedoch eingetreten ist, noch mehr Verwaltungsebenen und minderperfomante Umsetzung von Anforderungen.
Da wäre der "kurze" Dienstweg schon 5mal schneller bei der Umsetzung.

Leider muss man sagen.
Aber was erwartet man, diese Dienstleister zahlen ja auch nicht wirklich mehr als der öD....also bekommen sie auch grösstenteils nur unterdurchschnittliche ITler.

BMW und Daimler schaffen es eigene IT's für einen weltumspannenden Konzern zu schaffen. Wobei ich das bei den beiden genannten gar nicht weiß. Bei anderen Unternehmen weiß ich es definitiv. Insofern halte ich es schon für nicht unrealistisch, eine IT für den gesamten öffentlichen Sektor zu unterhalten. Ja, das ist eine Mammutaufgabe.

Ich weiß von der Dataport und Co. nur gibt es sowas eben nicht flächendeckend. Genau das wäre allerdings aus meiner Sicht angebracht. Wir müssen angesichts des demographischen Wandels ohnehin dahin kommen, dass der Überschuss an SB in Ballungszentren den Mangel in strukturschwachen Regionen ausgleicht. Das aber nur durch entsprechende Vernetzung und die wird schwieriger je diverser die Struktur ist.

Den kurzen Dienstweg finde ich auch charmant. Er ist nur nicht mehr zeitgemäß. Ich sehe es genau andersrum. Ohne das bereits stattgefundene Outsourcing, wären die Zustände noch viel schlimmer.

Aber das führt schon wieder meilenweit weg vom Thema  :-X