Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 587776 times)

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1875 am: 05.02.2020 14:30 »
alle beide AG's hätten das Mädel mit Handkuss behalten.
Und waren beide nicht in der Lage eine 40h Stelle zu formen? ::)

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1876 am: 05.02.2020 15:05 »
Je nach Vertragsgestaltung kann ich für 10k/mtl Pauschal aber ne menge IT Dienstleistung einkaufen, die mir EIN IT-Ler in EG10 vermutlich in der Breite nicht bieten kann.

Kannst du probieren - bei einem entsprechenden Dienstleister wartest du aber gern auch mal auf freie Termine und bis die Technik wieder läuft, steht die Arbeit still. Da sparst du die 10k mit einem eigenen IT´ler gern auch mal locker an einem Tag. Kann man sich, wie so vieles, schön oder schlecht rechnen ;)

Klar, keine Frage. Schön oder schlecht rechnen ist halt oft Teil eines Abwägungsprozesses.

Einer unserer beiden IT'ler ist seit 12 Wochen krank; die "Technik" läuft stabil. Liefe sie nicht müsste ich auch Leistung von draussen kaufen. Nennen wir es Unternehmerrisiko. In nem Vertrag nimmste dann halt Konventionalstrafen auf,  wenn innerhalb von xy Stunden kein Support erfolgt.

Aber darum ging es mir nicht. Z.b. WasDennNun hat es bereits zutreffend geschrieben, es braucht einen gesunden Mix und individuelle Lösungen (Öffnungsklauseln). Den Gehalts-/preiskampf um IT-Fachkräfte wird "der ÖD" in der Breite nicht gewinnen können!



Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1877 am: 05.02.2020 15:09 »
Je nach Vertragsgestaltung kann ich für 10k/mtl Pauschal aber ne menge IT Dienstleistung einkaufen, die mir EIN IT-Ler in EG10 vermutlich in der Breite nicht bieten kann.

Kannst du probieren - bei einem entsprechenden Dienstleister wartest du aber gern auch mal auf freie Termine und bis die Technik wieder läuft, steht die Arbeit still. Da sparst du die 10k mit einem eigenen IT´ler gern auch mal locker an einem Tag. Kann man sich, wie so vieles, schön oder schlecht rechnen ;)

Klar, keine Frage. Schön oder schlecht rechnen ist halt oft Teil eines Abwägungsprozesses.

Einer unserer beiden IT'ler ist seit 12 Wochen krank; die "Technik" läuft stabil. Liefe sie nicht müsste ich auch Leistung von draussen kaufen. Nennen wir es Unternehmerrisiko. In nem Vertrag nimmste dann halt Konventionalstrafen auf,  wenn innerhalb von xy Stunden kein Support erfolgt.

Aber darum ging es mir nicht. Z.b. WasDennNun hat es bereits zutreffend geschrieben, es braucht einen gesunden Mix und individuelle Lösungen (Öffnungsklauseln). Den Gehalts-/preiskampf um IT-Fachkräfte wird "der ÖD" in der Breite nicht gewinnen können!

Von Gewinnen spricht ja keiner, aber ein Abstand von über 30 % ist zu viel.10-15 % sind vertretbar.Also gefühlt.

superbraz

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1878 am: 05.02.2020 15:15 »
Von Gewinnen spricht ja keiner, aber ein Abstand von über 30 % ist zu viel.10-15 % sind vertretbar.Also gefühlt.

15% mehr nehme ich natürlich gern :)

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1879 am: 05.02.2020 15:21 »
Von Gewinnen spricht ja keiner, aber ein Abstand von über 30 % ist zu viel.10-15 % sind vertretbar.Also gefühlt.

15% mehr nehme ich natürlich gern :)
Gönn ich dir auch.
Aber wir sind halt meistens Steuer-/Gebühren-/Beitragsfinanziert.Ne ganze menge Menschen gönnt es dir also zumindest indirekt nicht ;)

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1880 am: 05.02.2020 15:41 »
Von Gewinnen spricht ja keiner, aber ein Abstand von über 30 % ist zu viel.10-15 % sind vertretbar.Also gefühlt.
Und den haben wir ja zum Teil diesen Abstand von "nur" 10-15% und in anderen Regionen kommst du auf einen Abstand von weit mehr als 30%.
Also was ist zu tun?

Phineas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1881 am: 05.02.2020 15:49 »
Ist es etwa nicht so? Wie soll man sich denn pädagogisch wertvoll mit den Kindern beschäftigen wenn man 2 Erzieher und 20 Kinder hat. Hauptsache die kleinen überleben und sind an einem Stück wenn die Eltern sie nach 10h abholen.

Das, was du beschreibst ist definitiv so. Der Betreuungsschlüssel ist zu niedrig, um sich adäquat um die Kinder zu kümmern und sie pädagogisch zu fördern. Da bin ich komplett bei dir.

Aber das habe ich nicht als den Grundtenor des zitierten Posts verstanden. Ich hab den zitierten Teil als äußerst geringschätzend ggü. der Arbeit von Erziehern interpretiert. So sehr, dass 5 ungelernte ja für die Kids reichen. Dabei sind die Gelernten schon oft ziemlich mies zu den Kindern. Nur deshalb habe ich so geantwortet.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1882 am: 05.02.2020 16:12 »
„Mies” zu den Kindern zu sein, ist aber kein Ausbildungsmangel, sondern ein Erziehungsmangel.

Schokobon

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« Antwort #1883 am: 05.02.2020 16:26 »
Geringschätzung sehe ich nicht, wenn behauptet wird, dass Erzieher 90% des Arbeitstages mit Dingen beschäftigt sind, die genauso eine Ungelernte erledigen könnte.
Jeder Elternteil erledigt das naturgemäß zu Hause bei der Betreuung der eigenen Kinder.
Und da würde niemand eine ellenlange und selbst zu bezahlende Ausbildung vorschalten wollen (was mitunter aber auch kein Fehler wäre).

Eher sollte das so gesehen werden, dass die Erzieher entlastet werden und tatsächlich die Dinge ausüben könnten, für die sie mal eine Ausbildung gemacht haben.

Die KITA's bei uns würden den Betrieb alle 2 Tage einstellen müssen wenn sie nicht die Unterstützung von Praktikanten hätten (die ja per Definition ungelernt sind), weil der Personalkörper an Gelernten eben nicht ausreicht um tagtäglich einen verlässlichen Betrieb sicherzustellen.

Warum also nicht gleich diese Tatsache zum Anlass nehmen und den Zugang zu KITA's wesentlich weiter öffnen und erleichtern?

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1884 am: 05.02.2020 16:45 »
Warum also nicht gleich diese Tatsache zum Anlass nehmen und den Zugang zu KITA's wesentlich weiter öffnen und erleichtern?
Am Anderen Ende der Lebenszeit wird das ja schon gemacht, da dürfen ja ungelernte die Senioren überwachen.
kA wie da der Schlüssel ist, aber von 10 Pflegern sind wahrscheinlich die hälfte ungelernte Kräfte.

Alien1973

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« Antwort #1885 am: 05.02.2020 16:58 »
alle beide AG's hätten das Mädel mit Handkuss behalten.
Und waren beide nicht in der Lage eine 40h Stelle zu formen? ::)

Klar wären sie das gewesen. Aber vor Anstellung zuerst die Ausbildung, denn sonst weniger Geld da der "Titel" Heilerziehungspflegerin fehlt...  ;)

Spid

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« Antwort #1886 am: 05.02.2020 17:00 »
Warum also nicht gleich diese Tatsache zum Anlass nehmen und den Zugang zu KITA's wesentlich weiter öffnen und erleichtern?
Am Anderen Ende der Lebenszeit wird das ja schon gemacht, da dürfen ja ungelernte die Senioren überwachen.
kA wie da der Schlüssel ist, aber von 10 Pflegern sind wahrscheinlich die hälfte ungelernte Kräfte.

Regelmäßig wird es sich nicht um Un- sondern um Angelernte handeln.

WasDennNun

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« Antwort #1887 am: 05.02.2020 17:33 »
Warum also nicht gleich diese Tatsache zum Anlass nehmen und den Zugang zu KITA's wesentlich weiter öffnen und erleichtern?
Am Anderen Ende der Lebenszeit wird das ja schon gemacht, da dürfen ja ungelernte die Senioren überwachen.
kA wie da der Schlüssel ist, aber von 10 Pflegern sind wahrscheinlich die hälfte ungelernte Kräfte.

Regelmäßig wird es sich nicht um Un- sondern um Angelernte handeln.
Hoffen wir es.

superbraz

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1888 am: 06.02.2020 07:05 »
Einer unserer beiden IT'ler ist seit 12 Wochen krank; die "Technik" läuft stabil. Liefe sie nicht müsste ich auch Leistung von draussen kaufen. Nennen wir es Unternehmerrisiko. In nem Vertrag nimmste dann halt Konventionalstrafen auf,  wenn innerhalb von xy Stunden kein Support erfolgt.

Aber darum ging es mir nicht. Z.b. WasDennNun hat es bereits zutreffend geschrieben, es braucht einen gesunden Mix und individuelle Lösungen (Öffnungsklauseln). Den Gehalts-/preiskampf um IT-Fachkräfte wird "der ÖD" in der Breite nicht gewinnen können!

Stimme ich dir auch zu! Wir sind zB eine Verwaltung mit ca 60 MA innen sowie 3 Grundschulen, paar Kitas, paar freiwillige FW - hier bin ich der einzige und selbstverständlich bediene ich mich noch eines externen Dienstleisters. Da ist das ganze überschaubar und das "Mittelmaß" spielt sich so ein.
Bei einem Landkreis oder einer größeren Stadt sicher alles im größeren Umfang, für einen zu viel, für 3 MA zu wenig...aber dazu kommt dann meist noch der Vertretungsfall.

Das Thema an sich ist auch so komplex, da könnte man immer einen mehr oder einen weniger beschäftigen.
Ist man gern "modern" und möchte sich weiter entwickeln, braucht man fähige Leute - aber eben in ausreichender Menge. Denn die alltäglichen Probleme dürfen ja auch nicht auf der Strecke bleiben.
Hat man eine IT Abteilung, die nur das nötigste macht und versucht, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, nichts investiert und nur die "veraltete Technik" am laufen hält, dann braucht man nicht viele Spezialisten.

...und dass der öD nicht an die Gehälter der fW heran kommt, daran wird sich auch nichts ändern.
Ein gewinnorientiertes Unternehmen hat einfach die besseren Möglichkeiten, mehr zu zahlen.
Wobei es sich dabei meist um IT Dienstleister etc. handelt....
In einem HKS Betrieb beispielsweise betreut die IT entweder ein externes Unternehmen, was dann entsprechende Stundensätze verlangt, oder der hauseigene IT´ler kommt noch schlechter weg, als im öD...da hier das Hauptaugenmerk ganz woanders liegt. (Beispiel aus der Region)

Otto1

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« Antwort #1889 am: 06.02.2020 09:03 »
Einer unserer beiden IT'ler ist seit 12 Wochen krank; die "Technik" läuft stabil. Liefe sie nicht müsste ich auch Leistung von draussen kaufen. Nennen wir es Unternehmerrisiko. In nem Vertrag nimmste dann halt Konventionalstrafen auf,  wenn innerhalb von xy Stunden kein Support erfolgt.

Aber darum ging es mir nicht. Z.b. WasDennNun hat es bereits zutreffend geschrieben, es braucht einen gesunden Mix und individuelle Lösungen (Öffnungsklauseln). Den Gehalts-/preiskampf um IT-Fachkräfte wird "der ÖD" in der Breite nicht gewinnen können!

Stimme ich dir auch zu! Wir sind zB eine Verwaltung mit ca 60 MA innen sowie 3 Grundschulen, paar Kitas, paar freiwillige FW - hier bin ich der einzige und selbstverständlich bediene ich mich noch eines externen Dienstleisters. Da ist das ganze überschaubar und das "Mittelmaß" spielt sich so ein.
Bei einem Landkreis oder einer größeren Stadt sicher alles im größeren Umfang, für einen zu viel, für 3 MA zu wenig...aber dazu kommt dann meist noch der Vertretungsfall.

Das Thema an sich ist auch so komplex, da könnte man immer einen mehr oder einen weniger beschäftigen.
Ist man gern "modern" und möchte sich weiter entwickeln, braucht man fähige Leute - aber eben in ausreichender Menge. Denn die alltäglichen Probleme dürfen ja auch nicht auf der Strecke bleiben.
Hat man eine IT Abteilung, die nur das nötigste macht und versucht, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, nichts investiert und nur die "veraltete Technik" am laufen hält, dann braucht man nicht viele Spezialisten.

...und dass der öD nicht an die Gehälter der fW heran kommt, daran wird sich auch nichts ändern.
Ein gewinnorientiertes Unternehmen hat einfach die besseren Möglichkeiten, mehr zu zahlen.
Wobei es sich dabei meist um IT Dienstleister etc. handelt....
In einem HKS Betrieb beispielsweise betreut die IT entweder ein externes Unternehmen, was dann entsprechende Stundensätze verlangt, oder der hauseigene IT´ler kommt noch schlechter weg, als im öD...da hier das Hauptaugenmerk ganz woanders liegt. (Beispiel aus der Region)

Für den Status Quo reicht das aus, aber wir wollen ja die Digitalisierung zur Effizienzsteigerung der Fachabteilungen, da aufgrund des demographischen Wandels nicht mehr so viele Arbeitnehmer vorhanden sind und die Aufgaben, die sich aus den Gesetzen ergeben erledigt werden müssen.

Weiterhin dient die Digitalisierung der Attraktivitätssteigerung. Erklären sie mal einem heute 15 jährigen was die „Alten“ da mit dem Papier und den vergilbten Akten machen. Da hat er sicher keinen Bock drauf, er geht dann woanders arbeiten.

Hinzu kommt natürlich der öD als Standortfaktor im internationalen Wettbewerb.

Es reicht eben nicht aus nur in den bisherigen Bahnen zu denken.