Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 323925 times)

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3585 am: 09.04.2020 14:31 »
Tja, aber den 11er bekommt man aber leider nicht, da er woanders eben deutlich mehr bekommt.
Natürlich bekommst du den E11er (was immer das sein soll) wenn du ihm E13/E14er Entgelt gibst.
Musst es ja nicht dem Fachdienstleiter sagen  8)

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3586 am: 09.04.2020 17:23 »
Tja, aber den 11er bekommt man aber leider nicht, da er woanders eben deutlich mehr bekommt.
Natürlich bekommst du den E11er (was immer das sein soll) wenn du ihm E13/E14er Entgelt gibst.
Musst es ja nicht dem Fachdienstleiter sagen  8)

Theoretisch habt ihr ja alle recht und ich sehe esse ja auch genauso, aaaaber dann kommt die Realität und es ist nunmal oftmals so, dass die Stellen genau nach diesen Gesichtspunkten ausgeschrieben werden.

Spannend ist das auch bei Datenschutzbeauftragten, mal als E10, dann wieder mit E11 oder E13... verstehen kann ich das nicht...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3587 am: 09.04.2020 17:52 »
Was genau hat die Ausschreibung einer Stelle mit dem TVÖD zu tun?

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3588 am: 09.04.2020 19:01 »
Tja, aber den 11er bekommt man aber leider nicht, da er woanders eben deutlich mehr bekommt.
Natürlich bekommst du den E11er (was immer das sein soll) wenn du ihm E13/E14er Entgelt gibst.
Musst es ja nicht dem Fachdienstleiter sagen  8)

Theoretisch habt ihr ja alle recht und ich sehe esse ja auch genauso, aaaaber dann kommt die Realität und es ist nunmal oftmals so, dass die Stellen genau nach diesen Gesichtspunkten ausgeschrieben werden.

Spannend ist das auch bei Datenschutzbeauftragten, mal als E10, dann wieder mit E11 oder E13... verstehen kann ich das nicht...
Ja, die Realität ist, das nicht das Tarifsystem per se Schuld ist, sondern zu einem großen Teil, der Neid und Missgunst der einen und das Versagen der Anderen, wenn Stellen nicht besetzt werden können, in Bereichen wo die Ware Mensch knapp ist.

Und du verstehst nicht, das es Personaler gibt, die erkannt haben, das sie den DSB höher ansiedeln müssen, damit die Stellen mit guten Menschen besetzt werden kann?

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3589 am: 09.04.2020 19:58 »
Tja, aber den 11er bekommt man aber leider nicht, da er woanders eben deutlich mehr bekommt.
Natürlich bekommst du den E11er (was immer das sein soll) wenn du ihm E13/E14er Entgelt gibst.
Musst es ja nicht dem Fachdienstleiter sagen  8)

Theoretisch habt ihr ja alle recht und ich sehe esse ja auch genauso, aaaaber dann kommt die Realität und es ist nunmal oftmals so, dass die Stellen genau nach diesen Gesichtspunkten ausgeschrieben werden.

Spannend ist das auch bei Datenschutzbeauftragten, mal als E10, dann wieder mit E11 oder E13... verstehen kann ich das nicht...
Ja, die Realität ist, das nicht das Tarifsystem per se Schuld ist, sondern zu einem großen Teil, der Neid und Missgunst der einen und das Versagen der Anderen, wenn Stellen nicht besetzt werden können, in Bereichen wo die Ware Mensch knapp ist.

Und du verstehst nicht, das es Personaler gibt, die erkannt haben, das sie den DSB höher ansiedeln müssen, damit die Stellen mit guten Menschen besetzt werden kann?

Meine persönliche Erfahrung ist, dass es genauso gemacht wird wie es da steht. Gemäß EGO ist das eine E11 und man braucht einen Bachelor. Bis zur Stufe 3 kann man gehen und fertig. Mehr gibt es nie. „Man kann nicht einfach mal so ne Schippe drauflegen.“ Würde man das nämlich machen, so würde man intern von seiner E11er Stelle bspw. auf eine E11er Stelle mit Zulagen wechseln, wo kämen wir denn da hin...das würde eine Dynamisierung ohne gleichen erzeugen wenn sich die Leute alle intern darauf bewerben nur um eine Zulage rauszuschlagen...daran hat niemand Interesse.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3590 am: 09.04.2020 20:10 »
Die EGO legt keine Voraussetzungen für Stellen fest.

Otto1

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« Antwort #3591 am: 09.04.2020 23:47 »
Die EGO legt keine Voraussetzungen für Stellen fest.

Theorie und Praxis.


Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3592 am: 10.04.2020 07:13 »
Ganz genau: die EGO legt in Theorie und Praxis keine Voraussetzungen für Stellen fest.

WasDennNun

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« Antwort #3593 am: 10.04.2020 10:04 »
Meine persönliche Erfahrung ist, dass es genauso gemacht wird wie es da steht. Gemäß EGO ist das eine E11 und man braucht einen Bachelor. Bis zur Stufe 3 kann man gehen und fertig. Mehr gibt es nie. „Man kann nicht einfach mal so ne Schippe drauflegen.“ Würde man das nämlich machen, so würde man intern von seiner E11er Stelle bspw. auf eine E11er Stelle mit Zulagen wechseln, wo kämen wir denn da hin...das würde eine Dynamisierung ohne gleichen erzeugen wenn sich die Leute alle intern darauf bewerben nur um eine Zulage rauszuschlagen...daran hat niemand Interesse.
Natürlich kann man jederzeit, wenn man will, eine Schippe drauflegen, man muss nur entsprechende Tätigkeiten übertragen.
Das ist bei uns gelebte Praxis, wenn man Menschen haben will, die nur mit einem mehr an Geld (und Inhalten) bei uns arbeiten wollen.Denn bei uns besteht ein grosses Interesse gut Mitarbeiter zu bekommen.

Und wenn einer auf den Trichter kommt, das ein andere besser verhandelt hat, dann verhandelt man mit diesem Mitarbeiter, oder sagt ihm: Pech gehabt, zu spät, mehr gibt es nicht, was sollen wir in dein Zwischenzeugnis schreiben. Die Mehrheit zuckt dann die Schulter und sagt sich, naja probieren konnte man ja und sind nach ne kleinen Trotzphase wieder voll dabei, bzw. strengen sich an, damit beim nächsten Gespräch gesagt wird: Du bist uns so wichtig geworden, hier haste ne Zulage.
Und, du wirst es mir nicht glauben, es gibt sogar Mitarbeiter die dann sagen, naja er ist ja auch wirklich Rakete und hat es verdient.

Und das ihr ein so Neidzerfressene Führungs/Mitarbeiterstruktur habt, dass wird auch eine Änderung der EGO des TV-Ls nicht verbessern.

Ergo: Bei euch besteht also kein aktives Interesse daran gute Mitarbeiter zu bekommen, also wartet ihr ab bis mal ein Vögelchen vorbeiflattert, was mit eurem Angebot zufrieden ist.


(BTW: Ich wüßte nicht, dass in der EGO steht, dass man in der IT für die E11 einen Bachelor braucht, dass zeigt die Qualität eurer Personaler, falls die das behaupten)

Otto1

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« Antwort #3594 am: 11.04.2020 17:30 »
Meine persönliche Erfahrung ist, dass es genauso gemacht wird wie es da steht. Gemäß EGO ist das eine E11 und man braucht einen Bachelor. Bis zur Stufe 3 kann man gehen und fertig. Mehr gibt es nie. „Man kann nicht einfach mal so ne Schippe drauflegen.“ Würde man das nämlich machen, so würde man intern von seiner E11er Stelle bspw. auf eine E11er Stelle mit Zulagen wechseln, wo kämen wir denn da hin...das würde eine Dynamisierung ohne gleichen erzeugen wenn sich die Leute alle intern darauf bewerben nur um eine Zulage rauszuschlagen...daran hat niemand Interesse.
Natürlich kann man jederzeit, wenn man will, eine Schippe drauflegen, man muss nur entsprechende Tätigkeiten übertragen.
Das ist bei uns gelebte Praxis, wenn man Menschen haben will, die nur mit einem mehr an Geld (und Inhalten) bei uns arbeiten wollen.Denn bei uns besteht ein grosses Interesse gut Mitarbeiter zu bekommen.

Und wenn einer auf den Trichter kommt, das ein andere besser verhandelt hat, dann verhandelt man mit diesem Mitarbeiter, oder sagt ihm: Pech gehabt, zu spät, mehr gibt es nicht, was sollen wir in dein Zwischenzeugnis schreiben. Die Mehrheit zuckt dann die Schulter und sagt sich, naja probieren konnte man ja und sind nach ne kleinen Trotzphase wieder voll dabei, bzw. strengen sich an, damit beim nächsten Gespräch gesagt wird: Du bist uns so wichtig geworden, hier haste ne Zulage.
Und, du wirst es mir nicht glauben, es gibt sogar Mitarbeiter die dann sagen, naja er ist ja auch wirklich Rakete und hat es verdient.

Und das ihr ein so Neidzerfressene Führungs/Mitarbeiterstruktur habt, dass wird auch eine Änderung der EGO des TV-Ls nicht verbessern.

Ergo: Bei euch besteht also kein aktives Interesse daran gute Mitarbeiter zu bekommen, also wartet ihr ab bis mal ein Vögelchen vorbeiflattert, was mit eurem Angebot zufrieden ist.


(BTW: Ich wüßte nicht, dass in der EGO steht, dass man in der IT für die E11 einen Bachelor braucht, dass zeigt die Qualität eurer Personaler, falls die das behaupten)

Was macht ihr, wenn das marktübliche Gehalt bei ca. 85k-110k für eine dringend benötigte Person liegt und die Stelle seit Jahren erfolglos ausgeschrieben wird? Extern eingekauft würde man pro Tag 1.700€ zahlen. Das möchte man auch nicht, da man nur E11 zahlen will/kann.

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« Antwort #3595 am: 12.04.2020 00:24 »
Was macht ihr, wenn das marktübliche Gehalt bei ca. 85k-110k für eine dringend benötigte Person liegt und die Stelle seit Jahren erfolglos ausgeschrieben wird? Extern eingekauft würde man pro Tag 1.700€ zahlen. Das möchte man auch nicht, da man nur E11 zahlen will/kann.
Zunächst sei festgestellt, dass 85-110k € eine ziemlich breite Spanne sind und man sich mit derlei Bandbreiten regelmäßig nicht zu befassen hat. Das verdient das Gros der IT-Berater nicht.

Wenn die Funktion tatsächlich nicht besetzt werden kann, die Leistung aber erforderlich ist, wird, ein entsprechendes Sachmittelbudget vorausgesetzt, externe Leistung eingekauft. Darin erkenne ich keinen grundsätzlichen Nachteil. Für IT-Sachverstand, der mit E 11 bewertet ist, hast Du mit 1.700 €/d m. E. auch eher hoch gegriffen.

WasDennNun

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« Antwort #3596 am: 12.04.2020 08:41 »
Was macht ihr, wenn das marktübliche Gehalt bei ca. 85k-110k für eine dringend benötigte Person liegt und die Stelle seit Jahren erfolglos ausgeschrieben wird? Extern eingekauft würde man pro Tag 1.700€ zahlen. Das möchte man auch nicht, da man nur E11 zahlen will/kann.
Die Stellen, die du mit marktüblichen Gehalt bei 85-110k, ansiedelst, haben wir bisher immer besetzt bekommen. Die werden bei uns marktgerecht bei E13 Stufe 5 angeboten.
Und externe für 1700€ habe ich bisher immer vermeiden können, weil ich da ganz klar kommuniziere, dass wir halt nur die lächerlichen 1700€ pro Monat mehr zahlen müssen, um diese Tätigkeiten mit willigen Menschen besetzt zu bekommen.
Diese Rechnungen haben sogar unsere Beamten in der Personalverwaltung verstanden, wie gesagt musste aber auch erstmal einige Zeit Überzeugungsarbeit leisten. Die Grundhaltung die du beschreibst, habe ich natürlich auch schon erlebt, aber auch diese Menschen sind und waren lernfähig.

Ach ja, und wenn ihr Positionen zu vergeben habt, die mit 1700€ täglich abgerechnet werden würden, dann muss man doch nur eine Risikoanalyse machen, sieht dann was es kostet, wenn diese Stelle nicht besetzt ist (und die Arbeit nicht gemacht wird), und dann kann man sich ausrechnen, was man zahlen sollte oder ob es halt nur heiße Luft, ist, dass diese Stellen dringend besetzt werden muss.
So etwas als Bericht verschriftlicht und den Personalern zu Zeichnung (und damit in die Verantwortung) zu geben öffnet durchaus Augen.
(Und im kommunalen Bereich wartet doch die Opposition auf solche Steilvorlagen)
Wie heißen die guten alten Sprüche: Wer schreibt der bleibt und Verwaltung schlägt man mit Verwaltung.

JahrhundertwerkTVÖD

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« Antwort #3597 am: 12.04.2020 17:12 »
E13/5 entspricht aber nicht 85- 110k, oder ihr habt da andere Tabellen.
Da müsstest du schon zumindest im tv-v sein um dies zu erreichen.

Max

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« Antwort #3598 am: 12.04.2020 17:45 »
Die wenigsten streben nach dem Porsche in der Einfahrt und dem Pool im Garten. Ich kenne viele,  die ein geringeres Gehalt in Kauf nehmen im Gegenzug zu z. B. flexiblere Arbeitszeiten, mehr Freiraum,  weniger Stress oder Überstunden,  weniger Reisetätigkeit,  mehr Gestaltungsmöglichkeiten usw.

Wobei E13/5 alleine noch zu wenig erscheint um nicht mehr durch Geld motiviert zu sein.
Wenn ich mich umsehe scheint das auch nicht der Fall zu sein. Lukrativen Nebentätigkeiten wird nachgegangen.  Die älteren haben oft bereits geerbt,  Einkünfte aus Vermietung und abbezahlte Eigenheime.
Die jüngeren sind Doppelverdiener, oft mit Partnerin oder Partner in besser bezahlten Jobs.

Oft machen also netto 500, 1000 oder 1500 Euro mehr keinen spürbaren Unterschied im Lebensstandard.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #3599 am: 12.04.2020 17:52 »
Das wäre die Frage, welche Leistungen erwarten die Leute von Ihrem Arbeitgeber. Und ich denke schon, es ist keineswegs das Gehalt, sondern die weichen Faktoren. Geringe bzw. flexible Arbeitszeiten, Work-Life-Balance - Modelle.

Wenn selbst eine Umfrage unter - den eher stocksteifen ÖDlern - zum massiven Wunsch von Arbeitszeitverkürzung führt, sehe ich hier nicht nur das größte, sondern das einzige Potential für die Verhandlungen.

Viele könne ja jetzt die Erfahrung mit der halben wöchentlichen Arbeitszeit machen. Mal schauen, wie die Erfahrungen sind. Ich würde mich - zumindest im Sommerhalbjahr - bei 25 Wochenstunden wohl fühlen.