Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 559266 times)

Philipp

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4305 am: 19.05.2020 15:37 »
Man muss nur in die großen Behörden mit den ganzen Förderprogrammen schauen. Die haben z.T. Quoten von 25%.

Da trifft die Schuld zur Abwechslung auch mal den Bund.

Letztes Jahr eine Stelle für Klimaschutz geschaffen - der Bund fordert hier klar eine Befristung der Stelle auf zwei Jahre, weil sonst keine Fördermittel fließen. Will man die Stelle unbefristet besetzen, gibt es vom Bund 0€ Fördermittel. Paradox, zumal Klimaschutz nichts ist, was man in zwei Jahren erledigt hat.


dass die Behörden das Arbeitspensum vom 39 Stunden auch in 35 Stunden erledigen können.

Wissen das auch Ämter wie Zulassungsstelle, Asyl, Jobcenter und Grusi? Ich glaube, denen ist das nicht bekannt. Die schaffen ihre Arbeit oft nicht in 39 Stunden.

Dann hat das Personalamt dort schlecht geplant. Ein ungleiches Verhältnis zwischen Arbeitsaufkommen und Personal kann nicht dem Personal angelastet werden.

Die Arbeit auf mehr Köpfe zu verteilen entlastet dann zusätzlich, führt zu weniger Stress und zu weniger Ausfall. Win-Win-Situation.

Das mag sein. ABer man muß auch das Personal bekommen.
[...]

Klar muss man das Personal bekommen. Dann sollte man sich aber bei verdi mal gezielt mit der Frage auseinandersetzen, warum denn niemand in den öffentlichen Dienst möchte? Was macht die Wirtschaft attraktiv?
Sicherlich nicht nur das Gehalt - Geld ist zwar sicher für den ein oder anderen der Benchmark für einen guten Job, aber nicht für alle.

Wenn ich aber in der freien Wirtschaft mit allerlei Boni gelockt werde (Jobticket oder Firmenwagen, Firmenhandy, Corporate Benefits, Flexible Zeiteinteilung, Flexibles Homeoffice ohne ausführlichen Antrag der erst in zig Gremien vorgelegt werden muss....) dann sieht die Lage schon anders aus.

Das wären - um die Kurve zum Thema zu kriegen - Punkte über die man bei verdi nachdenken sollte.

Organisator

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4306 am: 19.05.2020 15:47 »

Da trifft die Schuld zur Abwechslung auch mal den Bund.

Letztes Jahr eine Stelle für Klimaschutz geschaffen - der Bund fordert hier klar eine Befristung der Stelle auf zwei Jahre, weil sonst keine Fördermittel fließen. Will man die Stelle unbefristet besetzen, gibt es vom Bund 0€ Fördermittel. Paradox, zumal Klimaschutz nichts ist, was man in zwei Jahren erledigt hat.


Ich sehe da nicht unbedingt ein Paradoxum. In zwei Jahren könnte z.B. ein Konzept erstellt und umgesetzt werden, wie eine Behörde klimaschonender handeln könnte. Dies hätte auch Auswirkungen über den zweijährigen Zeitraum hinaus.

Im Sinne eines sparsamen Einsatzes von Steuermitteln muss man auch im Blick haben, welche Aufgaben Daueraufgaben sind und welche in Form von Projekten zum gewünschten Ziel führen. Anders ists auch nicht in der Wirtschaft.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4307 am: 19.05.2020 17:33 »
Man muss nur in die großen Behörden mit den ganzen Förderprogrammen schauen. Die haben z.T. Quoten von 25%.

Da trifft die Schuld zur Abwechslung auch mal den Bund.

Letztes Jahr eine Stelle für Klimaschutz geschaffen - der Bund fordert hier klar eine Befristung der Stelle auf zwei Jahre, weil sonst keine Fördermittel fließen. Will man die Stelle unbefristet besetzen, gibt es vom Bund 0€ Fördermittel. Paradox, zumal Klimaschutz nichts ist, was man in zwei Jahren erledigt hat.


dass die Behörden das Arbeitspensum vom 39 Stunden auch in 35 Stunden erledigen können.

Wissen das auch Ämter wie Zulassungsstelle, Asyl, Jobcenter und Grusi? Ich glaube, denen ist das nicht bekannt. Die schaffen ihre Arbeit oft nicht in 39 Stunden.

Dann hat das Personalamt dort schlecht geplant. Ein ungleiches Verhältnis zwischen Arbeitsaufkommen und Personal kann nicht dem Personal angelastet werden.

Die Arbeit auf mehr Köpfe zu verteilen entlastet dann zusätzlich, führt zu weniger Stress und zu weniger Ausfall. Win-Win-Situation.

Das mag sein. ABer man muß auch das Personal bekommen.
[...]

Klar muss man das Personal bekommen. Dann sollte man sich aber bei verdi mal gezielt mit der Frage auseinandersetzen, warum denn niemand in den öffentlichen Dienst möchte? Was macht die Wirtschaft attraktiv?
Sicherlich nicht nur das Gehalt - Geld ist zwar sicher für den ein oder anderen der Benchmark für einen guten Job, aber nicht für alle.

Wenn ich aber in der freien Wirtschaft mit allerlei Boni gelockt werde (Jobticket oder Firmenwagen, Firmenhandy, Corporate Benefits, Flexible Zeiteinteilung, Flexibles Homeoffice ohne ausführlichen Antrag der erst in zig Gremien vorgelegt werden muss....) dann sieht die Lage schon anders aus.

Das wären - um die Kurve zum Thema zu kriegen - Punkte über die man bei verdi nachdenken sollte.

Es fängt aber auch bei der Arbeitsweise an. Wir vom Amt sitzen mit einem Haufen Papier am Tisch und die Jungs aus dem Planungsbüro sitzen mit ihrem iPad da und machen ihre Notizen, die dann gleich synchronisieren...

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4308 am: 19.05.2020 21:00 »
Ganz klar:
...

2) Angemessene Erhöhung zwischen EG12 und EG13, bzw. aufheben der Senkung der Jahressonderzuzahlungen ab EG13

...

Du meinst aber sicher, dass E12er ein höheres Entgelt beziehenen sollten als E13er. Immerhin handelt es sich bei E12 um besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten, wohingegen E13-Stellen oft 0815 Tätigkeiten beinhalten für die ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss für notwendig befunden wird. Bemerkenswert, das für E13 überhaupt ein höheres Entgelt gibt als für E12.
« Last Edit: 19.05.2020 21:12 von Dienstbeflissen »

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4309 am: 20.05.2020 01:17 »
Ganz klar:
...

2) Angemessene Erhöhung zwischen EG12 und EG13, bzw. aufheben der Senkung der Jahressonderzuzahlungen ab EG13

...

Du meinst aber sicher, dass E12er ein höheres Entgelt beziehenen sollten als E13er. Immerhin handelt es sich bei E12 um besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten, wohingegen E13-Stellen oft 0815 Tätigkeiten beinhalten für die ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss für notwendig befunden wird. Bemerkenswert, das für E13 überhaupt ein höheres Entgelt gibt als für E12.

Eigentlich kann ja auch der vielzitierte E6, die Aufgaben übernehmen. So nebenbei bei der Postverteilung.

Würde Verdi und seiner Klientel in die Karten spielen.

Wer braucht schon E13 Stellen mit 0815 Tätigkeiten?
Immerhin hat Verdi erkannt dass diese 0815 Stellen Kürzungen in der Vergütung benötigen und bereits vor Jahren die JSZ gekürzt und die wichtigen E5 bis E8 Stellen aufgewertet.


Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4310 am: 20.05.2020 06:03 »
Ganz klar:
...

2) Angemessene Erhöhung zwischen EG12 und EG13, bzw. aufheben der Senkung der Jahressonderzuzahlungen ab EG13

...

Du meinst aber sicher, dass E12er ein höheres Entgelt beziehenen sollten als E13er. Immerhin handelt es sich bei E12 um besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten, wohingegen E13-Stellen oft 0815 Tätigkeiten beinhalten für die ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss für notwendig befunden wird. Bemerkenswert, das für E13 überhaupt ein höheres Entgelt gibt als für E12.

Eigentlich kann ja auch der vielzitierte E6, die Aufgaben übernehmen. So nebenbei bei der Postverteilung.

Würde Verdi und seiner Klientel in die Karten spielen.

Wer braucht schon E13 Stellen mit 0815 Tätigkeiten?
Immerhin hat Verdi erkannt dass diese 0815 Stellen Kürzungen in der Vergütung benötigen und bereits vor Jahren die JSZ gekürzt und die wichtigen E5 bis E8 Stellen aufgewertet.

Naja, das ist der „Hass“ der Leute von der zitierten „Bushaltestelle“...Warum sollte jemand mehr bekommen nur weil er länger in der Schule war, sein Abitur abgelegt hat und danach mindestens 5 Jahre unentgeltlich an einer Universität womöglich noch ein naturwissenschaftliches Studium absolviert hat....es ist ja auch vollkommen unverständlich warum nicht die Küchenhilfe die Aufgaben der Ingenieure übernimmt...

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4311 am: 20.05.2020 06:40 »
Selbst der Bundesverband der Deutschen Industrie fordert das gleiche wie der DBB bzw. DGB:

4. Öffentliche Investitionen hochfahren. Die von der deutschen Industrie geforderte Investitionsoffensive der öffentlichen Hand wird immer wichtiger. Gerade in einer mehrjährigen Phase weltweit schwacher privater Nachfrage müssen Bund und Länder die Defizite in der öffentlichen Infrastruktur zur Modernisierung des Landes mit einem Zehn-Jahres-Programm verlässlich angehen. Diese öffentlichen Investitionen wären ein Türöffner für die private Investitionstätigkeit.

5. Innovationskraft sichern. Eine gesteigerte Innovationskraft ist Voraussetzung für eine schnelle Überwindung der Rezession. Staat und Wirtschaft müssen auch in der Krise das Ziel im Blick behalten, 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren. Selbst wenn das Ziel gerade aufgrund des wirtschaftlichen Einbruchs schneller erreichbar scheint, muss es bei absoluten Steigerungen bleiben. Dazu ist der Ausbau der steuerlichen Forschungszulage unerlässlich.

6. Bürokratie abbauen. Die Politik muss ab sofort größeres Augenmerk auf den Abbau von Bürokratie richten. Dies ist eine Entlastung der Wirtschaft, die den Staat kein Geld kostet. Bürokratieabbau spart sowohl in den Unternehmen wie in der öffentlichen Hand Mittel. Für den wirtschaftlichen Wiedereintritt und den Aufbau von Vertrauen in den Standort ist ein spürbarer Abbau bürokratischer Lasten zentrale Voraussetzung. Die Bundesregierung sollte den Nationalen Normenkontrollrat beauftragen, die 100 größten bürokratischen Lasten bei einem Neustart zu identifizieren, um diese kurzfristig auszusetzen und mittelfristig im parlamentarischen Verfahren abzubauen.“

https://bdi.eu/position/news/bundesregierung-muss-unverzueglich-mit-sofortmassnahmen-beginnen/


Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4312 am: 20.05.2020 07:52 »
Ganz klar:
...

2) Angemessene Erhöhung zwischen EG12 und EG13, bzw. aufheben der Senkung der Jahressonderzuzahlungen ab EG13

...

Du meinst aber sicher, dass E12er ein höheres Entgelt beziehenen sollten als E13er. Immerhin handelt es sich bei E12 um besonders verantwortungsvolle Tätigkeiten, wohingegen E13-Stellen oft 0815 Tätigkeiten beinhalten für die ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss für notwendig befunden wird. Bemerkenswert, das für E13 überhaupt ein höheres Entgelt gibt als für E12.

Eigentlich kann ja auch der vielzitierte E6, die Aufgaben übernehmen. So nebenbei bei der Postverteilung.

Würde Verdi und seiner Klientel in die Karten spielen.

Wer braucht schon E13 Stellen mit 0815 Tätigkeiten?
Immerhin hat Verdi erkannt dass diese 0815 Stellen Kürzungen in der Vergütung benötigen und bereits vor Jahren die JSZ gekürzt und die wichtigen E5 bis E8 Stellen aufgewertet.

Naja, das ist der „Hass“ der Leute von der zitierten „Bushaltestelle“...Warum sollte jemand mehr bekommen nur weil er länger in der Schule war, sein Abitur abgelegt hat und danach mindestens 5 Jahre unentgeltlich an einer Universität womöglich noch ein naturwissenschaftliches Studium absolviert hat....es ist ja auch vollkommen unverständlich warum nicht die Küchenhilfe die Aufgaben der Ingenieure übernimmt...

Es ist nunmal so:
E12 ist eine auszuübende Tätigkeit, die auf gründlichen, umfassenden Fachkenntnissen aufbaut und deren Verantwortung, Schwierigkeit und Bedeutung keiner Steigerung mehr zugänglich ist. E13 ist einfach nur eine Tätigkeit mit akademischem Zuschnitt ohne jedwede Heraushebung.

Gegen diese Tatsache hilft auch keine polemische Überspitzung.

Britta2

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4313 am: 20.05.2020 10:09 »
@Otto1:  das Wort "Hass" ist ein mächtiges Wort. Aber auch ich war so blöd und Abitur und Staatsexamen hinter mir und darf bis knapp vor 67 berufstätig sein als Bestrafung. Einzahlungen zu div Rentenansprüchen werden steuerlich nicht berücksichtigt weil bla-bla-bla "verfügbarer Betrag bereits durch bla-bla-bla ausgeschöpft". Sobald es später und etliche erzwungene Jahre später aber um die Auszahlung geht, halten sämtliche Kassen freudig die Hand auf und kassieren ab. Alles nur Verarsche und trotzdem Neid statt Anerkennung von Leistungen. Ich warte auf die Aufforderung zu Lohnverzicht wegen Corona.

Philipp

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« Antwort #4314 am: 20.05.2020 11:22 »
Es fängt aber auch bei der Arbeitsweise an. Wir vom Amt sitzen mit einem Haufen Papier am Tisch und die Jungs aus dem Planungsbüro sitzen mit ihrem iPad da und machen ihre Notizen, die dann gleich synchronisieren...

Auch das ist leicht zu ändern. Dazu fehlt nur bei vielen Arbeitgebern der Wille. Das ändert sich wohl erst, wenn in den entsprechenden Positionen junges Personal nachrückt.

Ich kenne genügend Papiertiger, die aus jedem Vorgang erstmal Duplikate machen und drei Ordner Papier produzieren bevor sie zu einer Entscheidung kommen.

Ich würde sehr gerne mit einem Tablet arbeiten - Vorgänge rein digital handhaben, Mails überall abrufen und statt drei Ordnern + Ausdrucke lieber nur das Tablet mit in Besprechungen nehmen.
Scheitert im Hause hier schon am fehlenden Wlan.

Auf Nachfrage schiebt man mir die DSG-VO unter die Nase - die erstmal mit nicht personenbezogen Daten überhaupt nichts zu tun hat. Für den Umgang mit sensiblen Daten kann man eine Dienstvereinbarung "Datenschutz" verwenden - auch die gibt es in dem Zusammenhang nicht.

Man wird aktiv gebremst bei der Digitalisierung.

Würde Verdi hier einen Schritt weitergehen und Homeoffice und flexible Wahl des Arbeitsplatzes vorantreiben, würde das einen Zugzwang auslösen. Aktuell geht bei mir nur über sperrige Anträge "Telearbeit" wo mir der Arbeitgeber ein vollständiges Büro zuhause einrichten muss.
Meine bessere Hälfte kann spontan zuhause arbeiten und sitzt mit Laptop und Headset im Garten und konferiert.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4315 am: 20.05.2020 12:57 »
Würde Verdi hier einen Schritt weitergehen und Homeoffice und flexible Wahl des Arbeitsplatzes vorantreiben, würde das einen Zugzwang auslösen. Aktuell geht bei mir nur über sperrige Anträge "Telearbeit" wo mir der Arbeitgeber ein vollständiges Büro zuhause einrichten muss.
Meine bessere Hälfte kann spontan zuhause arbeiten und sitzt mit Laptop und Headset im Garten und konferiert.
Toll. Das hat bei deiner besseren Hälfte Ihre Gewerkschaft durchgesetzt?
Ver.di ist jetzt also auch noch für das Versagen der ausführenden IT Dienstleister bei der flexiblen Bereitstellung von VPN und Laptops verantwortlich?

Ich finde es putzig wie hier tarifliche Forderungen und das Versagen einzelner Arbeitgeber bzw. deren Leitungsebenen vermischt wird.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4316 am: 20.05.2020 13:09 »
Würde Verdi hier einen Schritt weitergehen und Homeoffice und flexible Wahl des Arbeitsplatzes vorantreiben, würde das einen Zugzwang auslösen. Aktuell geht bei mir nur über sperrige Anträge "Telearbeit" wo mir der Arbeitgeber ein vollständiges Büro zuhause einrichten muss.
Meine bessere Hälfte kann spontan zuhause arbeiten und sitzt mit Laptop und Headset im Garten und konferiert.
Toll. Das hat bei deiner besseren Hälfte Ihre Gewerkschaft durchgesetzt?
Ver.di ist jetzt also auch noch für das Versagen der ausführenden IT Dienstleister bei der flexiblen Bereitstellung von VPN und Laptops verantwortlich?

Ich finde es putzig wie hier tarifliche Forderungen und das Versagen einzelner Arbeitgeber bzw. deren Leitungsebenen vermischt wird.

Man darf ja noch hoffen, dass der Staat nun passend zum Tarifvertrag „Digitalisierung“ massiv in die Digitalisierung investiert.  ;D

Spid

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« Antwort #4317 am: 20.05.2020 13:12 »
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Und mit dem Unterthema hier?

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4318 am: 20.05.2020 13:22 »

Man darf ja noch hoffen, dass der Staat nun passend zum Tarifvertrag „Digitalisierung“ massiv in die Digitalisierung investiert.  ;D
Man darf hoffen, dass einige Versager jetzt kapiert haben, dass sie versagt haben und andere es besser gemacht haben.

Zumindest haben diverse Führungskräfte kapiert, dass sie auch mit Telefon und Email führen können und die Menschen (oh wunder) weiterhin produktiv ihrer Arbeit (im Homeoffice) nachgehen.

BATKFMaui

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« Antwort #4319 am: 20.05.2020 13:40 »

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Naja, das ist der „Hass“ der Leute von der zitierten „Bushaltestelle“...Warum sollte jemand mehr bekommen nur weil er länger in der Schule war, sein Abitur abgelegt hat und danach mindestens 5 Jahre unentgeltlich an einer Universität womöglich noch ein naturwissenschaftliches Studium absolviert hat....es ist ja auch vollkommen unverständlich warum nicht die Küchenhilfe die Aufgaben der Ingenieure übernimmt...
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Wenn es der Küchenhilfe gelingen mag, Teller über 1 Meter hoch zu stapeln, könnte diese ein Ingenieur -Diplom / M.A. sich "Statikerin" aus stellen lassen.