Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 559659 times)

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4470 am: 26.05.2020 23:06 »
Die SPD bekennt sich zum „demokratischen Sozialismus“ - mal abgesehen davon, daß das ein ähnliches Oxymoron ist wie „demokratischer Faschismus“, ist Sozialismus keine freie Wirtschaftsordnung und widerlegt entweder Deine Prämisse oder die SPD ist keine demokratische Partei. Davon ab sehe ich nicht, wie er angesichts der Pervertierung seiner Schöpfung stolz sein würde noch daß ihn das Bekenntnis anderer Parteien zu Stolz animieren würde, da man seinerzeit noch nicht zum konsensbesoffenen Weicheiertum neigte.
Die SPD bekennst sich dazu seit Liebknecht und in der CDU steht das C schon immer für Christlich. Wichtig ist was gelebt und umgesetzt wird und ich wüsste jetzt nicht, das die SPD mehrheitlich den Sozialismus einführen  wollte.."konsensbesoffener Weicheiertum" finde ich gut.

Oh, ist das nicht die Partei mit Saskia Esken und Kevin Kühnert?
Und auch die Partei von Scholz, Tschentscher, die ich persönlich für ziemlich integer und kompetent halte, oder auch dem Seeheimer Kreis; Relativ vielfältig hält. Meine ist es allerdings nicht.

Wenn Du am Parteinmarkt aktuell nichts brauchbares finden kannst, dann mische doch selber mit.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4471 am: 26.05.2020 23:30 »
Von denen ist aber keiner im Vorstand - die beiden von mir genannten hingegen schon. Scholz konnte sich als GS damals nicht mit seinem Vorschlag durchsetzen, den Sozialismus aus dem Grundsatzprogramm zu streichen. Esken ist sogar Parteivorsitzende eben jener Partei, die sich in ihrem aktuellen Grundsatzprogramm zum demokratischen Sozialismus bekennt und diesen als Richtlinie für ihre Arbeitsgemeinschaften festgelegt hat.

yamato

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4472 am: 27.05.2020 06:52 »
Der Sozialismus ist so ein Stehaufmännchen der Gutmenschen.

Dabei erfüllen sie ganz gut Einsteins Definition von Wahnsinn:
Immer wieder dasselbe versuchen und andere Ergebnisse erwarten.

armerknecht

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4473 am: 27.05.2020 09:30 »
Gibt es Neuigkeiten (Datum?) ,

wann beginnen die Verhandlungen,
wird eine Nullrunde gefordert, wenn ja von wem*hüstl?
wird diesmal Lachs , Mett-Igel , Käsewürfel auf Weintraube oder Keks auf Untertasse das geschehen begleiten?

LeKai

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4474 am: 27.05.2020 10:08 »
Die SPD bekennt sich zum „demokratischen Sozialismus“ - mal abgesehen davon, daß das ein ähnliches Oxymoron ist wie „demokratischer Faschismus“, ist Sozialismus keine freie Wirtschaftsordnung und widerlegt entweder Deine Prämisse oder die SPD ist keine demokratische Partei. Davon ab sehe ich nicht, wie er angesichts der Pervertierung seiner Schöpfung stolz sein würde noch daß ihn das Bekenntnis anderer Parteien zu Stolz animieren würde, da man seinerzeit noch nicht zum konsensbesoffenen Weicheiertum neigte.
Die SPD bekennst sich dazu seit Liebknecht und in der CDU steht das C schon immer für Christlich. Wichtig ist was gelebt und umgesetzt wird und ich wüsste jetzt nicht, das die SPD mehrheitlich den Sozialismus einführen  wollte.."konsensbesoffener Weicheiertum" finde ich gut.

Oh, ist das nicht die Partei mit Saskia Esken und Kevin Kühnert?

Franziska Giffey, Andrea Nahles, Gesine Schwan  und Sawsan Chebli nicht zu vergessen ^^


Bastel

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4475 am: 27.05.2020 11:00 »
Die Islamistin kann man sich zumindest optisch anschauen.

Der Rest ist kein Pfifferling wert.

LeKai

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4476 am: 27.05.2020 11:21 »
Die Islamistin kann man sich zumindest optisch anschauen.

Der Rest ist kein Pfifferling wert.

Ihre Tweets kann man sich dafür umso weniger anschauen  :D

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4477 am: 27.05.2020 11:28 »
Der Berufsstatus hat die alten Herren auch eher weniger interessiert. Eher das Geschlcht, die Hautfarbe und der Migrationshintergrund.
Kann sein. M.E. ist auf die Qualität der Person im Amt abzustellen. Mir ist Wurscht ob sie grün, weiss, braun ist, Damenbart trägt, Sonntags mit den Füßen häkelt oder ehrenamtlich Gutes tut.

Aber ich behaupte mal kess, hätte ein weisser, mitfünfziger männlicher Beamter "Wir sind zu wenig radikal" und zwar egal zu welchem politischem Thema getweetet, wäre dieser mit GROßER Sicherheit heute kein Staatssekretär mehr in Berlin oder gaaaanz weit in den Hintergrund gerutscht.



Ist schon Weile her, wollte bezüglich dieser für den Staatsdienst ungeeigneten Person obiges gerne nochmal hervorholen...

Keeper83

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4478 am: 27.05.2020 11:49 »
Die SPD bekennt sich zum „demokratischen Sozialismus“ - mal abgesehen davon, daß das ein ähnliches Oxymoron ist wie „demokratischer Faschismus“, ist Sozialismus keine freie Wirtschaftsordnung und widerlegt entweder Deine Prämisse oder die SPD ist keine demokratische Partei. Davon ab sehe ich nicht, wie er angesichts der Pervertierung seiner Schöpfung stolz sein würde noch daß ihn das Bekenntnis anderer Parteien zu Stolz animieren würde, da man seinerzeit noch nicht zum konsensbesoffenen Weicheiertum neigte.

Gibt es denn für dich überhaupt noch eine wählbare Partei? Frage ich mich gerade.   :D

Die SPD stellte eine solche ja nie da. Derzeit bietet der Parteienmarkt nichts brauchbares.

Ok. Zustimmung bei der SPD. Aber ist dir denn egal ob Rot-Rot-Grün ab 2021 übernimmt? Das Risiko gehst du dann ja ein, wenn du keine Alternativen wählen möchtest. Puh.
Ich fürchte die Tatsache, dass sich die Meinung festgesetzt hat, wir würden seit Jahren von einer Sozialdemokratin regiert, lässt uns den Blick dafür verlieren, was eine tatsächlich stramm Linke Regierung für dieses Land bedeuten würde. Statt "Wohlstand für die allermeisten" "Wohlstand für keinen, dafür alle gleich." Das kann ja nun nicht die Alternative sein.

Philipp

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4479 am: 27.05.2020 11:54 »
„Bei uns“ ist Deutschland - und trotz der unnötigen und politisch gewollten Verknappung durch Kapazitätsstilllegungen in der Vergangenheit und einer anhaltenden Dürre war Wasser nicht wirklich knapp. Die Einschränkung, Trinkwasser in einigen wenigen Regionen unter den geschilderten ungewöhnlichen Umständen nicht mehr zum Auffüllen von Gartenpools verwenden zu dürfen, ist nun wirklich keine Knappheit. Und all das erklärt nicht den hohen Wasserpreis!

Die waren nicht umfassend - und wir haben nicht zu wenig Kapazitäten. Sonst hätten wir schon längst Bereiche in denen kein Wasser mehr aus dem Hahn käme.

Der Vorteil der aktuellen staatlichen Versorgung ist schlichtweg, dass keine Rendite im Raum steht die den Preis zusätzlich beeinflusst. Auch wenn manche das Wasser als zu teuer empfinden - der Großteil des Wasserpreises ist die Gebühr zur Entsorgung.
Die Gestaltung der Gebühren kann jeder Bürger einsehen und nachvollziehen.

Man zahlt hier schlichtweg für die vorhandene Kapazität - der finanzielle Aufwand gibt vor, was am Ende der Kunde zahlt. 1:1.

Wenn sich ein DAX-Konzern mit der Versorgung beschäftigt wird der Zeithorizont auf das nächste Quartal gekürzt, die Rendite gibt den Preis vor, und alles was Geld kostet ist schlecht.

Spid

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« Antwort #4480 am: 27.05.2020 12:03 »
Und wo genau liegt der Vorteil in den als „Vorteil“ beschriebenen Umständen? Oder der „Vorteil“ daran, den Versorger für die vielleicht gar nicht erfolgende Entsorgung zu bezahlen? Oder überhaupt Versorger, Infrastrukturgesteller und Entsorger in einer Hand und dann noch in staatlicher Hand, die nichts besonders gut kann, zu haben? Und was ist falsch an Rendite? Oder Kostenbewußtsein? Oder wirtschaftlichem Handeln? Und wer behauptet, der Planungshorizont eines DAX-Konzerns läge bei einem Quartal? Dann wären die nämlich pleite - im Gegensatz zu staatlichen Gebilden geht das nämlich.

Keeper83

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« Antwort #4481 am: 27.05.2020 12:16 »
„Bei uns“ ist Deutschland - und trotz der unnötigen und politisch gewollten Verknappung durch Kapazitätsstilllegungen in der Vergangenheit und einer anhaltenden Dürre war Wasser nicht wirklich knapp. Die Einschränkung, Trinkwasser in einigen wenigen Regionen unter den geschilderten ungewöhnlichen Umständen nicht mehr zum Auffüllen von Gartenpools verwenden zu dürfen, ist nun wirklich keine Knappheit. Und all das erklärt nicht den hohen Wasserpreis!

Die waren nicht umfassend - und wir haben nicht zu wenig Kapazitäten. Sonst hätten wir schon längst Bereiche in denen kein Wasser mehr aus dem Hahn käme.

Der Vorteil der aktuellen staatlichen Versorgung ist schlichtweg, dass keine Rendite im Raum steht die den Preis zusätzlich beeinflusst. Auch wenn manche das Wasser als zu teuer empfinden - der Großteil des Wasserpreises ist die Gebühr zur Entsorgung.
Die Gestaltung der Gebühren kann jeder Bürger einsehen und nachvollziehen.

Man zahlt hier schlichtweg für die vorhandene Kapazität - der finanzielle Aufwand gibt vor, was am Ende der Kunde zahlt. 1:1.

Wenn sich ein DAX-Konzern mit der Versorgung beschäftigt wird der Zeithorizont auf das nächste Quartal gekürzt, die Rendite gibt den Preis vor, und alles was Geld kostet ist schlecht.

Trinkwassergebühr (Wasserpreis) und Abwassergebühr sind 2 unterschiedliche Dinge und werden getrennt von einander ermittelt und berechnet.

Und das was du hier beschrieben hast, ist doch ein Monopol in Reinform, oder vertue ich mich da? Einer legt den Preis fest, günstiger geht´s nicht. Fertig. Dass die Gebühren korrekt berechnet werden bestreite ich erstmal nicht und das ist auch einsehbar für jeden. Aber wer sagt mir denn, dass der Aufwand der hinter diesen Gebühren steckt, auch tatsächlich "gerechtfertigt" ist, oder ob es nicht auch einfacher, und damit kostengünstiger geht? Können wir nicht wissen, da Monopol. 

Feidl

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #4482 am: 27.05.2020 12:53 »
Und was ist falsch an Rendite? Oder Kostenbewußtsein? Oder wirtschaftlichem Handeln?
Unternehmen handeln aber nur dann kostenbewusst und wirtschaftlich, auch zum Vorteil des Kunden, wenn sie im Wettbewerb stehen. Und genau das ist im Bereich der Infrastruktur selten gegeben. Deswegen muss zumindest die Infrastruktur in öffentlicher Hand verbleiben oder so rigeros scharf überwacht werden, dass es sowieso kaum einen Unterschied macht, ob staatlich oder privat.

Spid

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« Antwort #4483 am: 27.05.2020 13:04 »
Unternehmen handeln immer wirtschaftlich oder versuchen dies zumindest, sonst hat es sie die längste Zeit gegeben. Bei Infrastruktur gibt es doch Konkurrenz: bei der Vergabe konkurrieren Wettbewerber miteinander, die Rahmenbedingungen für die Vergabe bestimmt die Ausschreibung, in der Bedingungen wie Störungsreaktion, Verlustraten und Erhaltungsstände definiert werden.

Keeper83

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« Antwort #4484 am: 27.05.2020 13:12 »
Unternehmen handeln immer wirtschaftlich oder versuchen dies zumindest, sonst hat es sie die längste Zeit gegeben. Bei Infrastruktur gibt es doch Konkurrenz: bei der Vergabe konkurrieren Wettbewerber miteinander, die Rahmenbedingungen für die Vergabe bestimmt die Ausschreibung, in der Bedingungen wie Störungsreaktion, Verlustraten und Erhaltungsstände definiert werden.

Also verkaufe (privatisiere) ich (Kommune) mein Abwassernetz nun (einmalig möglich), oder behalte ich (Kommune) es und suche mir über eine Vergabe einen Betreiber für einen zeitlich begrenzten Zeitraum? Dann muss ich weiter Personal für die Vergaben und die Überwachung meines Eigentums vorhalten.