Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 614188 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5295 am: 15.07.2020 09:03 »
Zumal bei öffentlichen AG der Ausschluß von Bewerbern aus einer niedrigeren Entgeltgruppe rechtswidrig sein dürfte.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5296 am: 15.07.2020 09:05 »
Aber es bringt ja einem nichts, wenn man sich dann ins Verfahren einklagt, weil dann andere Gründe gefunden werden, dass man einen nicht nimmt.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5297 am: 15.07.2020 09:07 »
Ich bin seit 20 Jahren im öD und in Stufe 4 durch Höhergruppierungen. Das letzte mal bei der Einführung der 9c. Mir war klar, dass ich da einen Verlust mache
Du machst durch HG Verluste? Glaube ich nicht.

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5298 am: 15.07.2020 09:14 »
Ich bin seit 20 Jahren im öD und in Stufe 4 durch Höhergruppierungen. Das letzte mal bei der Einführung der 9c. Mir war klar, dass ich da einen Verlust mache jedoch haben beide Arbeitgeber bei denen ich gearbeitet habe bzw. arbeite klar signalisiert, dass man von 9 b nicht nach 10 kommt und immer erst 9c mitgenommen werden muss. Demnach habe ich in den fast sauren Apfel gebissen. Ich mache übrigens seit 18 Jahre die selbe Tätigkeit und würde mich mehr als eingearbeitet ansehen. Aber eine Neiddebatte hilft ja nicht weiter. Bin froh, dass es jetzt den stufengleichen "Aufstieg" gibt. Alles andere war einfach nicht richtig.

Ich wäre im übrigen noch immer für ein Abschluss mit Stundenreduzierung. Mit meinem jetzigen Gehalt kann ich alles zahlen was ich möchte aber Freizeit ist unerschwinglich.
Da mein Arbeitgeber auch bei einer von mir herbeigeführten Stundenreduzierung meine Arbeitsmenge nicht verringert wird (wurde mir bereits mitgeteilt), kostet ihm das fast gar nichts.


Stufen sind verhandelbar. Ich werde seit 10 Jahren nach TvöD bezahlt bin 3 mal in höhere Gruppen gekommen und war ab dem 1 Tag in Stufe 6.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5299 am: 15.07.2020 09:20 »
Aber es bringt ja einem nichts, wenn man sich dann ins Verfahren einklagt, weil dann andere Gründe gefunden werden, dass man einen nicht nimmt.

Wenn der AG seine Stellen jahrelang nicht besetzt bekommt, weil er sie wegen Konkurrentenklagen nicht besetzen darf und ständig erneut ausschreiben muß, setzt mutmaßlich ein Lernprozess ein.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5300 am: 15.07.2020 09:25 »
Stufen sind verhandelbar. Ich werde seit 10 Jahren nach TvöD bezahlt bin 3 mal in höhere Gruppen gekommen und war ab dem 1 Tag in Stufe 6.
Hattest also vorher schon 15 Jahre förderliche Zeiten angesammelt? Ansonsten bist du übertariflich eingestellt worden.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5301 am: 15.07.2020 09:28 »
Es genügen 3 Jahre förderliche Berufserfahrung zur Einstellung in Stufe 3, die Verkürzung der Stufenlaufzeiten in Stufe 3-5 auf jeweils 0 und die Übernahme der Stufe 6 beim nächsten AG, um innerhalb der tariflichen Regelungen zu bleiben - also etwas mehr als 3 Jahre.

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5302 am: 15.07.2020 09:34 »
Stufen sind verhandelbar. Ich werde seit 10 Jahren nach TvöD bezahlt bin 3 mal in höhere Gruppen gekommen und war ab dem 1 Tag in Stufe 6.
Hattest also vorher schon 15 Jahre förderliche Zeiten angesammelt? Ansonsten bist du übertariflich eingestellt worden.

Ja, in der fW.

PaulUwe

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5303 am: 15.07.2020 10:11 »
Ich wünsche mir, dass im neuen Tarif ein Zuschlag für spontane Dienstübername (z.B. wenn Kollege erkrankt) oder Änderungen im beschlossenen Dienstplan erfolgen.
Aktuell wird die Personaldecke so dermaßen ausgedünnt, dass sich der Arbeitgeber auf dem Pflichtgefühl der Angestellten ausruht, die jederzeit ihre Freizeitplanung ändern (müssen), wenn die Planung nicht hinhaut oder keine Ersatzkapazitäten vorhanden sind. Da wir in vielen Häusern häufig Einzelschichten haben, häuft sich das Problem und monatlich rund zwei Mal wird im Team rum telefoniert, wer einspringen könnte. Selbst Doppelschichten sind dann leider schon mal vom AG 'freudig geduldet'.
Mit den Zuschlägen wird den Umständen ein Ausgleich geschaffen und der Anreiz für den AG erhöht, die Personaldecke zu erhöhen.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5304 am: 15.07.2020 10:21 »
Dem AG ist eine einseitige Änderung eines einmal veröffentlichten Dienstplanes ohnehin  grundsätzlich verwehrt. Sollte ihm die Änderung ausnahmsweise gestattet sein, hat er eine angemessene Ankündigungsfrist zu wahren. Er ist also grundsätzlich ohnehin auf Dein Einverständnis angewiesen. Auch muß man für den AG in seiner Freizeit nicht telefonisch erreichbar sein - es sei denn, der AG hätte Rufbereitschaft angeordnet. Die ist dann entsprechend zu vergüten.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5305 am: 15.07.2020 10:36 »
Ich bin seit 20 Jahren im öD und in Stufe 4 durch Höhergruppierungen. Das letzte mal bei der Einführung der 9c. Mir war klar, dass ich da einen Verlust mache
Du machst durch HG Verluste? Glaube ich nicht.

Natürlich kann und konnte man im TVÖD - im Gegensatz zum BAT - perspektivische "Verluste" durch eine HG zur Unzeit manifestieren. Das teils bis in den fünfstelligen Bereich im Vergleich zum Verbleib in der vorherigen Entgeltgruppe.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5306 am: 15.07.2020 10:39 »
Da eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung ist eine Vertragsänderung ist und des Einverständnisses des AN bedarf, ist da jeder seines Glückes Schmied. Ebenso läßt sich die Stufenlaufzeit von Stufe 3 auf 6 auf 0 Tage verkürzen.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5307 am: 15.07.2020 10:41 »
Ich bin seit 20 Jahren im öD und in Stufe 4 durch Höhergruppierungen. Das letzte mal bei der Einführung der 9c. Mir war klar, dass ich da einen Verlust mache
Du machst durch HG Verluste? Glaube ich nicht.

Natürlich kann und konnte man im TVÖD - im Gegensatz zum BAT - perspektivische "Verluste" durch eine HG zur Unzeit manifestieren. Das teils bis in den fünfstelligen Bereich im Vergleich zum Verbleib in der vorherigen Entgeltgruppe.
Ja, wenn man zu nah an der Rente ist, meistens jedoch nicht, wenn noch genug Zeit in der höheren EG verbringt.
Und beim obigen Fall (jetzt 9cS4 nach 20 Jahren im öD) glaube ich nicht, dass man einen Verlust gegenüber seinen EinstiegsEG macht (oder bisher gemacht hat)

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5308 am: 15.07.2020 10:57 »
Da eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung ist eine Vertragsänderung ist und des Einverständnisses des AN bedarf, ist da jeder seines Glückes Schmied. Ebenso läßt sich die Stufenlaufzeit von Stufe 3 auf 6 auf 0 Tage verkürzen.

Nur nach aktuellem Stand.  ;)

shenja

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5309 am: 15.07.2020 11:18 »
Verlust in dem Sinne, dass ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber mit EG 9 Stufe 4 eingestellt wurde. Hier hatte mein neuer Arbeitgeber die Stufe sowie die bereits zurückgelegte Stufenlaufzeit meines alten AG übernommen. Es gab also hier noch gar kein Verlust.
Dann wurde die EG Ordnung überarbeitet und es gab in EG 9 drei Unterteilungen. Ich musste daher ein Antrag auf EG 9c stellen bzw. ich durfte. Damit fing die Stufenlaufzeit 4 wieder von vorne an zu laufen. Ich habe in dieser Zeit natürlich Jahre verloren. Bis zur Rente fange ich das natürlich wieder auf, habe ja noch 23 Jahre Zeit aber nichts destotrotz habe ich erstmal ein Verlust erlitten.

Hätte ich jedoch den Antrag nicht gestellt, hätte ich mir die Möglichkeit auf EG 10 vorerst genommen. Warum das so ist habe ich ja bereits einmal ausgeführt.