Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 475007 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5310 am: 15.07.2020 10:39 »
Da eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung ist eine Vertragsänderung ist und des Einverständnisses des AN bedarf, ist da jeder seines Glückes Schmied. Ebenso läßt sich die Stufenlaufzeit von Stufe 3 auf 6 auf 0 Tage verkürzen.

WasDennNun

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« Antwort #5311 am: 15.07.2020 10:41 »
Ich bin seit 20 Jahren im öD und in Stufe 4 durch Höhergruppierungen. Das letzte mal bei der Einführung der 9c. Mir war klar, dass ich da einen Verlust mache
Du machst durch HG Verluste? Glaube ich nicht.

Natürlich kann und konnte man im TVÖD - im Gegensatz zum BAT - perspektivische "Verluste" durch eine HG zur Unzeit manifestieren. Das teils bis in den fünfstelligen Bereich im Vergleich zum Verbleib in der vorherigen Entgeltgruppe.
Ja, wenn man zu nah an der Rente ist, meistens jedoch nicht, wenn noch genug Zeit in der höheren EG verbringt.
Und beim obigen Fall (jetzt 9cS4 nach 20 Jahren im öD) glaube ich nicht, dass man einen Verlust gegenüber seinen EinstiegsEG macht (oder bisher gemacht hat)

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5312 am: 15.07.2020 10:57 »
Da eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung ist eine Vertragsänderung ist und des Einverständnisses des AN bedarf, ist da jeder seines Glückes Schmied. Ebenso läßt sich die Stufenlaufzeit von Stufe 3 auf 6 auf 0 Tage verkürzen.

Nur nach aktuellem Stand.  ;)

shenja

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5313 am: 15.07.2020 11:18 »
Verlust in dem Sinne, dass ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber mit EG 9 Stufe 4 eingestellt wurde. Hier hatte mein neuer Arbeitgeber die Stufe sowie die bereits zurückgelegte Stufenlaufzeit meines alten AG übernommen. Es gab also hier noch gar kein Verlust.
Dann wurde die EG Ordnung überarbeitet und es gab in EG 9 drei Unterteilungen. Ich musste daher ein Antrag auf EG 9c stellen bzw. ich durfte. Damit fing die Stufenlaufzeit 4 wieder von vorne an zu laufen. Ich habe in dieser Zeit natürlich Jahre verloren. Bis zur Rente fange ich das natürlich wieder auf, habe ja noch 23 Jahre Zeit aber nichts destotrotz habe ich erstmal ein Verlust erlitten.

Hätte ich jedoch den Antrag nicht gestellt, hätte ich mir die Möglichkeit auf EG 10 vorerst genommen. Warum das so ist habe ich ja bereits einmal ausgeführt.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5314 am: 15.07.2020 12:02 »
Also bezeichnest du es als Verlust, dass du länger auf die Endstufe deiner aktuellen EG warten musst, obwohl du mehr Geld bekommst (bekommen wirst) als wenn du es nicht machen würdest.
 :o

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5315 am: 15.07.2020 12:05 »
Wenn ich Shenja richtig verstehe, ist sie in E9c - nur um intern auch die Möglichkeit einer E10 zu haben - in der Stufe 4. Diese nicht rechtmäßige - für mich aber nachvollziehbare - Vorgehen diverser Arbeitgeber die Gruppen vollständig durchzulaufen, ist für viele "Karrieren" ein großes Hindernis. Da nun mal Fakt in vielen Behörden. Insofern war die Einführung der 9c seinerzeit ein unnötiger Hemmschuh für viele Kollegen.

Wenn Shenja nun auf die E10 kommt und noch nicht Stufe 5 in 9c erreicht hat, fällt sie wieder auf Stufenlaufzeit 0 in Stufe 4 zurück.

Diese Stufen - Geschichte hätte gar nicht Eingang in den TVÖD finden sollen...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5316 am: 15.07.2020 12:07 »
Ich habe weder Verständnis für rechtswidriges Tun von öffentlichen AG noch dafür, sich derlei gefallen zu lassen.

Schokobon

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5317 am: 15.07.2020 12:10 »
Ich kenne viele TB die sich auf interessante und höherwertige auszuübende Tätigkeiten beim gleichen AG nur deshalb nicht bewerben, weil sie dann die Stufenlaufzeit von vorne beginnen müssten und damit die nächsten Jahre schlechter fahren würden als einfach auf der aktuellen Stelle kleben zu bleiben.
Sorry TVP - aber das ist  :-X

WasDennNun

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« Antwort #5318 am: 15.07.2020 12:14 »
Wenn ich Shenja richtig verstehe, ist sie in E9c - nur um intern auch die Möglichkeit einer E10 zu haben - in der Stufe 4. Diese nicht rechtmäßige - für mich aber nachvollziehbare - Vorgehen diverser Arbeitgeber die Gruppen vollständig durchzulaufen, ist für viele "Karrieren" ein großes Hindernis. Da nun mal Fakt in vielen Behörden. Insofern war die Einführung der 9c seinerzeit ein unnötiger Hemmschuh für viele Kollegen.

Nun, das Verhalten des AGs nicht E10er Tätigkeiten jemanden zu übertragen, der nicht vorher 9c Tätigkeiten gemacht hat ist natürlich (höchstwahrscheinlich) einem Beamtenquadratschädel entsprungen, hat aber ja nichts mit Tarif zu tun.
Doof, wenn sie damit durchkommen, weil möglicherweise die AN die höherwertigen Tätigkeiten machen, aber sich nicht entsprechend bezahlen lassen.
Aber wenn der AG so mit seinen Tätigkeiten jonglieren kann, dass er diese auf 9cler verteilen kann und es nicht 10er Stellen dabei rauskommen, ok. Geschickt.
Zitat
Wenn Shenja nun auf die E10 kommt und noch nicht Stufe 5 in 9c erreicht hat, fällt sie wieder auf Stufenlaufzeit 0 in Stufe 4 zurück.
Und wo ist jetzt der Verlust?
Selbst wenn sie 1 Monate vor Stufenaufstieg von 9b zur Stufe 5 gewesen wäre, dann ist der monetäre Verlust ja nach ~4,5 Jahren egalisiert und man fährt den Gewinn ein.

Zitat
Diese Stufen - Geschichte hätte gar nicht Eingang in den TVÖD finden sollen...
Jipp, ist halt die Möhre die man dem MA vorhält.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5319 am: 15.07.2020 12:15 »
Ich habe weder Verständnis für rechtswidriges Tun von öffentlichen AG noch dafür, sich derlei gefallen zu lassen.

"Gefallen lassen" insuniert einen Nachteil durch eine nicht erfolgte HG wegen interner Regelungen. Die Matrix lässt jedoch teils höhere Gehaltssprünge durch das Verweilen in der bisherigen Entgeltgruppe zu.

Daher ist die Haltung in dieser Pauschalität Unfug.

WasDennNun

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« Antwort #5320 am: 15.07.2020 12:21 »
Ich kenne viele TB die sich auf interessante und höherwertige auszuübende Tätigkeiten beim gleichen AG nur deshalb nicht bewerben, weil sie dann die Stufenlaufzeit von vorne beginnen müssten und damit die nächsten Jahre schlechter fahren würden als einfach auf der aktuellen Stelle kleben zu bleiben.
Dann sind sie in der Regel auch nicht für die höherwertigen Stellen geeignet, weil sie  den zwischenzeitlichen Monetärenverlust (sofern er überhaupt eintritt) und den Beginn der Gewinnzone nicht errechnen können.


Spid

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« Antwort #5321 am: 15.07.2020 12:23 »
Ich habe weder Verständnis für rechtswidriges Tun von öffentlichen AG noch dafür, sich derlei gefallen zu lassen.

"Gefallen lassen" insuniert einen Nachteil durch eine nicht erfolgte HG wegen interner Regelungen. Die Matrix lässt jedoch teils höhere Gehaltssprünge durch das Verweilen in der bisherigen Entgeltgruppe zu.

Daher ist die Haltung in dieser Pauschalität Unfug.

Nein, Dein Einwand ist Unfug. Wie üblich.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5322 am: 15.07.2020 12:37 »

Nein, Dein Einwand ist Unfug. Wie üblich.

Nun, wenn Du das Wörtchen "derlei" nachträglich entfernt, braucht man nicht weiter diskutieren.

Schokobon

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« Antwort #5323 am: 15.07.2020 12:39 »
Ich kenne viele TB die sich auf interessante und höherwertige auszuübende Tätigkeiten beim gleichen AG nur deshalb nicht bewerben, weil sie dann die Stufenlaufzeit von vorne beginnen müssten und damit die nächsten Jahre schlechter fahren würden als einfach auf der aktuellen Stelle kleben zu bleiben.
Dann sind sie in der Regel auch nicht für die höherwertigen Stellen geeignet, weil sie  den zwischenzeitlichen Monetärenverlust (sofern er überhaupt eintritt) und den Beginn der Gewinnzone nicht errechnen können.
Eigentlich ja genau umgekehrt: Gerade weil sie die Gewinnzone errechnen können bewerben sie sich nicht bzw. erst dann wenn der eigene Stufenaufstieg vollzogen wurde. Gibt ja auch die TB, die sich bewerben und erst danach bemerken, dass die Stufenlaufzeit ja wieder von vorne anfängt...

Aber dadurch, dass die Entgeltgruppen so enorme Gehaltsunterschiede zueinander bedeuten, ist der Drang zur Bewerbung natürlich trotzdem ungebrochen... ;D

Spid

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« Antwort #5324 am: 15.07.2020 12:40 »

Nein, Dein Einwand ist Unfug. Wie üblich.

Nun, wenn Du das Wörtchen "derlei" nachträglich entfernt, braucht man nicht weiter diskutieren.

Nein.