Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 184721 times)

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1785 am: 01.09.2020 20:50 »
Wenn die Angleichung tatsächlich durchgesetzt wird , könnte man im darauffolgenden Jahr für den TVL auch eine Angleichung der WAZ nach Vorbild SH anstreben

Nur bedingt sinnvollen Pressewirbel erzeugen...

Unknown

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1786 am: 01.09.2020 20:55 »
Streben Bund und Kommunen einen gleichen Abschluss an? Ich würde einfach mal behaupten, dass der Bund ein wenig finanzkräftiger als die Kommune ist und könnte demnach einen viel besseren Abschluss erzielen.

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1787 am: 01.09.2020 21:02 »
Finanzkräftiger ist der Bund sicherlich, aber welches Interesse sollte er haben die Kommunen auszuboten? So kann  der Bund in Verhandlungen die immer klammen Kommunen als Vorwand für niedrigere Abschlüsse vorschieben. Ich weiß nicht ob der Bund ähnliche Schwierigkeiten hat Stellen zu besetzen wie es in Kommunen der Fall ist?

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1788 am: 01.09.2020 21:05 »
Ich habe die Diskussion zum Begriff „Beitrittsgebiet“ nicht losgetreten. Ich habe lediglich gefragt, was denn überproportionale Entgelterhöhungen im Beitrittsgebiet rechtfertigen sollte - eine Frage, die bislang unbeantwortet blieb.

Gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es nun keine Unterschiede mehr geben sollte. Vielleicht ist es auch nur Verhandlungsmasse?

Einen solchen Konsens gibt es nicht - und selbst wenn es ihn gäbe, inwiefern wäre er als Rechtfertigung geeignet?

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1789 am: 01.09.2020 21:06 »
Der Bund hat eher erkannt, dass er Fachkräfte benötigt.
Finanzkräftiger ist der Bund sicherlich, aber welches Interesse sollte er haben die Kommunen auszuboten? So kann  der Bund in Verhandlungen die immer klammen Kommunen als Vorwand für niedrigere Abschlüsse vorschieben. Ich weiß nicht ob der Bund ähnliche Schwierigkeiten hat Stellen zu besetzen wie es in Kommunen der Fall ist?

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1790 am: 01.09.2020 22:37 »
Die Arbeitgeberseite brachte nach Angaben des Beamtenbundes dbb eine Nullrunde ins Spiel und strebt dazu noch eine lange Laufzeit an. Ulrich Silberbach, Chef des dbb, dazu: "Leider setzen zumindest die Kommunen lieber aufs Mauern. [...] Die wollen eine Nullrunde mit langer Laufzeit."

Selbst wenn die vka keine Nullrunde gefordert jat, ist die Richtung doch klar:Man will maximal 1% jährlich bei einer Laufzeit von 36 Monaten.Skurril ist schon, dass die vka die Forderungen der Gewerkschaften z.T. als vage empfunden hat. Dabei sind sie es, die stets erst in der jeweils dritten Verhandlungsrunde - so nach ca. zwei Monaten - in der Lage sind, ein "Angebot" zu machen.

Und für alle die, die trotzdem noch auf die vka hoffen, bleibt ja noch deren Hinweis auf die "Modernisierung des Tarifrechtes". Da darf man echt gespant sein, welche Verbesserungen sie für die Beschäftigten im Blick haben.

alfaromeofahrer

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1791 am: 01.09.2020 22:50 »
Die Position des Bundes

https://www.bmi.bund.de/DE/themen/oeffentlicher-dienst/tvoed/tarifverhandlungen/tarifverhandlungen-2020-node.html

liest sich meiner Meinung nach nicht nach "Nullrunde", sondern eher nach "sinnvoller Erhöhung".

Novus

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1792 am: 01.09.2020 23:11 »
n Zeiten, in denen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Kurzarbeit notwendig wurde, darf aber auch nicht vergessen werden, dass Entgelte und Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst sicher sind.

Ah, da zählen wohl die 178 Kommunen mit Kurzarbeit nicht dazu?

Rene

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1793 am: 02.09.2020 07:00 »
Sichere Arbeitsplätze? Dann kann man sich ja auf einen Kündigungsschutzparagraphen- bzw. Verbot von befristeten Verträgen in den verhandelten Tarifverträgen freuen.

Momentan ist die tarifvertragliche Kündigungsschwelle genauso hoch, wie in jedem >20 Mitarbeiter Betrieb, oder täusche ich mich da?

Ich finde es auch traurig zu lesen, dass der öffentliche Dienst in den Kommentarspalten der berichtenden Medien, immer noch den Ruf hat, den er sich in den 70er-90er Jahren größtenteils berechtigterweise erworben hat.
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD), aber mit den Zahlen in der Entgelttabelle, kann man sich im technischen Bereich nur auf der Resterampe des Arbeitsmarktes bedienen.

Eigentlich ist auch der Zug schon abgefahren, den Abstand zur PW kann und will niemand mehr aufholen und dementsprechend hält sich auch mein Mitleid für die arme, von Kündigungswellen bedrohte PW in Grenzen.
Sein wir doch mal ehrlich, welche Firma wird ihr gutes technisches Personal in den Arbeitsmarkt entlassen, nur wegen dieser mutmaßlich 1-3 Jahre andauernden Delle? Wenn die Firmen clever sind, nutzen sie die Chance (so sie sich denn gibt) um das weniger gute technische Personal (endlich) loszuwerden. Dort kann sich dann der öffentliche Dienst dann bedienen.

TV-Ler

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1794 am: 02.09.2020 07:49 »
...
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD) ...
Da der TV-V im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, der TVöD jedoch erst im Jahr 2005, ist es - wenn überhaupt - wohl eher so, das der TVöD ein Downgrade des TV-V darstellt ...

xirot

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1795 am: 02.09.2020 08:00 »
Die Frage steht doch dort. Du hast doch sogar wahrheitswidrig behauptet, sie beantwortet zu haben. Also?

Moment mal, du behauptest doch, dass Berlin-Ost nicht zum Beitrittsgebiet gehört. Wie rechthaberisch kann man sein? Du kannst ja deine Meinung haben - ist dann halt nur eine andere als von allen anderen  :o

xirot

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« Antwort #1796 am: 02.09.2020 08:01 »
Ich habe die Diskussion zum Begriff „Beitrittsgebiet“ nicht losgetreten. Ich habe lediglich gefragt, was denn überproportionale Entgelterhöhungen im Beitrittsgebiet rechtfertigen sollte - eine Frage, die bislang unbeantwortet blieb.

Gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es nun keine Unterschiede mehr geben sollte. Vielleicht ist es auch nur Verhandlungsmasse?

Einen solchen Konsens gibt es nicht - und selbst wenn es ihn gäbe, inwiefern wäre er als Rechtfertigung geeignet?

Natürlich gibt es den. Die Behauptung ist genauso wahr oder falsch wie deine.

Spid

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« Antwort #1797 am: 02.09.2020 08:04 »
Die Frage steht doch dort. Du hast doch sogar wahrheitswidrig behauptet, sie beantwortet zu haben. Also?

Moment mal, du behauptest doch, dass Berlin-Ost nicht zum Beitrittsgebiet gehört. Wie rechthaberisch kann man sein? Du kannst ja deine Meinung haben - ist dann halt nur eine andere als von allen anderen  :o

Das ist auch so - im Gegensatz zu Deiner offenkundigen Lüge.

Kaiser80

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« Antwort #1798 am: 02.09.2020 08:06 »
...
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD) ...
Da der TV-V im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, der TVöD jedoch erst im Jahr 2005, ist es - wenn überhaupt - wohl eher so, das der TVöD ein Downgrade des TV-V darstellt ...
Sehr schön...

Spid

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« Antwort #1799 am: 02.09.2020 08:06 »
Ich habe die Diskussion zum Begriff „Beitrittsgebiet“ nicht losgetreten. Ich habe lediglich gefragt, was denn überproportionale Entgelterhöhungen im Beitrittsgebiet rechtfertigen sollte - eine Frage, die bislang unbeantwortet blieb.

Gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es nun keine Unterschiede mehr geben sollte. Vielleicht ist es auch nur Verhandlungsmasse?

Einen solchen Konsens gibt es nicht - und selbst wenn es ihn gäbe, inwiefern wäre er als Rechtfertigung geeignet?

Natürlich gibt es den. Die Behauptung ist genauso wahr oder falsch wie deine.

Nein, den gibt es nicht. Das würde ja bedeuten, es gäbe keinen, der diesem widerspräche. Das tue ich. Q.E.D.