Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion

Begonnen von Admin, 06.06.2020 20:50

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Rene

Sichere Arbeitsplätze? Dann kann man sich ja auf einen Kündigungsschutzparagraphen- bzw. Verbot von befristeten Verträgen in den verhandelten Tarifverträgen freuen.

Momentan ist die tarifvertragliche Kündigungsschwelle genauso hoch, wie in jedem >20 Mitarbeiter Betrieb, oder täusche ich mich da?

Ich finde es auch traurig zu lesen, dass der öffentliche Dienst in den Kommentarspalten der berichtenden Medien, immer noch den Ruf hat, den er sich in den 70er-90er Jahren größtenteils berechtigterweise erworben hat.
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD), aber mit den Zahlen in der Entgelttabelle, kann man sich im technischen Bereich nur auf der Resterampe des Arbeitsmarktes bedienen.

Eigentlich ist auch der Zug schon abgefahren, den Abstand zur PW kann und will niemand mehr aufholen und dementsprechend hält sich auch mein Mitleid für die arme, von Kündigungswellen bedrohte PW in Grenzen.
Sein wir doch mal ehrlich, welche Firma wird ihr gutes technisches Personal in den Arbeitsmarkt entlassen, nur wegen dieser mutmaßlich 1-3 Jahre andauernden Delle? Wenn die Firmen clever sind, nutzen sie die Chance (so sie sich denn gibt) um das weniger gute technische Personal (endlich) loszuwerden. Dort kann sich dann der öffentliche Dienst dann bedienen.

TV-Ler

Zitat von: Rene in 02.09.2020 07:00
...
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD) ...
Da der TV-V im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, der TVöD jedoch erst im Jahr 2005, ist es - wenn überhaupt - wohl eher so, das der TVöD ein Downgrade des TV-V darstellt ...

xirot

Zitat von: Spid in 01.09.2020 15:21
Die Frage steht doch dort. Du hast doch sogar wahrheitswidrig behauptet, sie beantwortet zu haben. Also?

Moment mal, du behauptest doch, dass Berlin-Ost nicht zum Beitrittsgebiet gehört. Wie rechthaberisch kann man sein? Du kannst ja deine Meinung haben - ist dann halt nur eine andere als von allen anderen  :o

xirot

Zitat von: Spid in 01.09.2020 21:05
Zitat von: Otto1 in 01.09.2020 20:43
Zitat von: Spid in 01.09.2020 20:33
Ich habe die Diskussion zum Begriff ,,Beitrittsgebiet" nicht losgetreten. Ich habe lediglich gefragt, was denn überproportionale Entgelterhöhungen im Beitrittsgebiet rechtfertigen sollte - eine Frage, die bislang unbeantwortet blieb.

Gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es nun keine Unterschiede mehr geben sollte. Vielleicht ist es auch nur Verhandlungsmasse?

Einen solchen Konsens gibt es nicht - und selbst wenn es ihn gäbe, inwiefern wäre er als Rechtfertigung geeignet?

Natürlich gibt es den. Die Behauptung ist genauso wahr oder falsch wie deine.

Spid

Zitat von: xirot in 02.09.2020 08:00
Zitat von: Spid in 01.09.2020 15:21
Die Frage steht doch dort. Du hast doch sogar wahrheitswidrig behauptet, sie beantwortet zu haben. Also?

Moment mal, du behauptest doch, dass Berlin-Ost nicht zum Beitrittsgebiet gehört. Wie rechthaberisch kann man sein? Du kannst ja deine Meinung haben - ist dann halt nur eine andere als von allen anderen  :o

Das ist auch so - im Gegensatz zu Deiner offenkundigen Lüge.

Kaiser80

Zitat von: TV-Ler in 02.09.2020 07:49
Zitat von: Rene in 02.09.2020 07:00
...
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD) ...
Da der TV-V im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, der TVöD jedoch erst im Jahr 2005, ist es - wenn überhaupt - wohl eher so, das der TVöD ein Downgrade des TV-V darstellt ...
Sehr schön...

Spid

Zitat von: xirot in 02.09.2020 08:01
Zitat von: Spid in 01.09.2020 21:05
Zitat von: Otto1 in 01.09.2020 20:43
Zitat von: Spid in 01.09.2020 20:33
Ich habe die Diskussion zum Begriff ,,Beitrittsgebiet" nicht losgetreten. Ich habe lediglich gefragt, was denn überproportionale Entgelterhöhungen im Beitrittsgebiet rechtfertigen sollte - eine Frage, die bislang unbeantwortet blieb.

Gesellschaftlicher Konsens darüber, dass es nun keine Unterschiede mehr geben sollte. Vielleicht ist es auch nur Verhandlungsmasse?

Einen solchen Konsens gibt es nicht - und selbst wenn es ihn gäbe, inwiefern wäre er als Rechtfertigung geeignet?

Natürlich gibt es den. Die Behauptung ist genauso wahr oder falsch wie deine.

Nein, den gibt es nicht. Das würde ja bedeuten, es gäbe keinen, der diesem widerspräche. Das tue ich. Q.E.D.

Warumdendas

Zitat von: armerknecht in 01.09.2020 20:48
Zitat von: Dienstbeflissen in 01.09.2020 20:43
Hier ein Statement von Frank Werneke zur 1. Runde:

https://unverzichtbar.verdi.de/

Was machen die jetzt bis zum 19.Sept. ?

PS: meine "Kassenlage" ist auch angespannt

Der erste Abschnitt scheint aus dem Statement des Verhandlungsauftaktes der Tarifverhandlungen 2018 kapiert zu sein. Fehlt nur der Hinweis darauf das dies dem Steuerzahler nicht verständlich zu machen ist.

Bis zum 19.09 können die Verhandlungspartner gut in Urlaub fahren. Oder sie treffen sich abends zum Bier und machen sich über Beschäftigte lustig die Erwartungen haben.

TV-Ler

Zitat von: Kaiser80 in 02.09.2020 08:06
Zitat von: TV-Ler in 02.09.2020 07:49
Zitat von: Rene in 02.09.2020 07:00
...
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD) ...
Da der TV-V im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, der TVöD jedoch erst im Jahr 2005, ist es - wenn überhaupt - wohl eher so, das der TVöD ein Downgrade des TV-V darstellt ...
Sehr schön...
Ob schön oder nicht sei mal dahingestellt, der TV-V kann allein aufgrund der Chronologie kein Upgrade des TVöD sein.

Rene

Zitat von: TV-Ler in 02.09.2020 08:17
Zitat von: Kaiser80 in 02.09.2020 08:06
Zitat von: TV-Ler in 02.09.2020 07:49
Zitat von: Rene in 02.09.2020 07:00
...
Bei uns gilt der TV-V (ist ja definitiv schon ein Upgrade zum TVÖD) ...
Da der TV-V im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, der TVöD jedoch erst im Jahr 2005, ist es - wenn überhaupt - wohl eher so, das der TVöD ein Downgrade des TV-V darstellt ...
Sehr schön...
Ob schön oder nicht sei mal dahingestellt, der TV-V kann allein aufgrund der Chronologie kein Upgrade des TVöD sein.

Falls sich jemand fragen sollte, weshalb Diskussionen hier selten im Topic bleiben, ich glaube ich weiß warum.
Da wir uns nicht im Jahr 2005 befinden (die Meisten jedenfalls nicht), würde ich tatsächlich davon ausgehen den IST-Zustand zu vergleichen. tv-v > tvöd. ok?

Spid

Dann hättest Du schreiben sollen, daß der TV-V "besser" als der TVÖD sei. Hinsichtlich des gewählten Begriffes "Upgrade" gilt das von @TV-Ler ausgeführte hinsichtlich der zeitlichen Reihenfolge und der Unmöglichkeit eines Upgrades zu einem zum Entstehungszeitpunkt noch nicht existierenden Regelungswerks.

Schokobon

Finde die Begrifflichkeit "Upgrade" an sich auch schon falsch, da ja TV-V und TVÖD unterschiedliche Sachverhalte regeln. Das ist dann kein Upgrade sondern schlicht was anderes.

KeuleMS

Ich finde das Vorgehen im Allgmeinen immer sehr ärgerlich. Ich weiß wohl, dass es Tarifverhandlungen sind und dass jede Seite ihr Gesicht wahren muss aber es ist doch immer das gleiche. Die Seite des VKA kann ich so gar nicht nachvollziehen. Das kommt mir so vor, als wenn sie sich im Vorfeld gar keine Gedanken machen. Angebot brauchen wir nicht, wir haben ja genug Zeit und in der dritten Runde schmeißen wir dannmal ne Zahl in den Raum. Ich weiß, dass es sicher nicht so ist aber so kommt es zumindest rüber. Mitarbeiter sind auch das Kapital eines Unternehmens und hier keine Angebot zu machen ist auch schon frech den Arbeitnehmern gegenüber. Die Forderungen der Gewerkschaft sind gerade zur jetzigen Zeit sicher auch hoch aber letztendlich ist es doch klar, dass es nie zu den Abschlüssen kommen wird, die gefordert werden. In anderen Runden ist man mit über 6 % für ein Jahr ins Rennen gegangen. Jetzt sind es "nur" 4 %, mit dem Wissen, dass man sich wahrscheinlich bei knapp unter 2 % trifft. Das wäre auch meine Vorstellung und wäre wahrscheinlich zur jetzigen Zeit auch fair. Ein Abschluss zwischen 1,7 - 2,0 % jährlich für 24 Monate und die Anpassung der Arbeitszeit. Letzteres ist für mich schon lange überfällig und auch nicht begründbar warum AN in den neuen Bundesländern mehr arbeiten als AN in den alten. Das kann doch keiner vernünftig argumentieren. Alle 39 Stunden ist sicher optimal aber wenn es dann so kommt, dass alle 40 Stunden arbeiten dann muss man damit auch leben aber für Unterschiede ist die Zeit ja nun lange vorbei.

Spid

Die AG machen aber nicht ihren AN ein oder kein Angebot - sondern lediglich den Gewerkschaften und damit den paar Hanseln, die in ihnen organisiert sind. Sollte also aus dem Verhalten der AG eine Geringschätzung gegenüber dem Verhandlungsgegenüber ableitbar sein, bezöge es  sich lediglich auf diesen Personenkreis - und wäre damit verständlich, ich halte es ebenso.

MrRossi

bashing-modus immer noch an?

Natürlich bezieht es sich nicht nur auf die "paar Hanseln" Sonst wären die genannten Summen ja nicht so hoch, wie immer genannt.