Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion

Begonnen von Admin, 06.06.2020 20:50

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Otto1


"Ganz wichtig wäre jetzt ein kurzfristiges Zeichen der Wertschätzung gewesen, über alles Weitere hätte man später reden können", stellte Herrmann klar. "Doch nach dem Klatschen kommt nun die Klatsche! Die Beschäftigten jetzt in eine Auseinandersetzung zu nötigen, zeugt von einer Doppelzüngigkeit, die wir in dieser Deutlichkeit nicht erwartet hätten. All die Lippenbekenntnisse zu den systemrelevanten Beschäftigten, den 'Heldinnen und Helden des Alltags' - alles Schall und Rauch. Das Motto lautet wieder mal Wertschätzung nach Kassenlage, aber da spielen wir nicht mit", betonte die dbb jugend Chefin, die auch Mitglied der dbb Bundesleitung ist. "Wir werden für die Kolleginnen und Kollegen, die das Land am Laufen und das Leben und die Gesundheit der Menschen geschützt haben und dies auch in diesem Moment und künftig tun, kämpfen. Wir sind überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dabei hinter uns steht, und die Arbeitgeber sollten nicht auf die Idee kommen, sie jetzt in das billige populistische Bashing gegen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes hineinzuziehen. Wenn der Verweis auf vermeintliche Arbeitsplatzsicherheit und leere Kassen ihre einzige Antwort auf die Herausforderungen ist, vor denen Staat und Verwaltung stehen, ist das ziemlich armselig, rückwärtsgewandt und spalterisch. Diese Masche kennen wir zur Genüge, und sie ist out. Damit braucht den jungen Beschäftigten niemand mehr zu kommen, dann gehen die nämlich. So einfach ist das. Deutschland verdient einen leistungsfähigen, krisen- und zukunftsfesten öffentlichen Dienst. Und der hat seinen Preis", so Herrmann.

MrRossi

Wird sicher wieder  in der ersten Verhandlungsrunde im September nicht mal ein Angebot der Arbeitgebervereinigung vorgelegt das diskutiert werden könnte......... Soviel Mühe macht man sich bestimmt wieder nicht, sind doch nur knappe 3 Monate sich vorzubereiten. So ernst wurden die Arbeitnehmer bei der letzten Verhandlung bereits genommen.

Otto1

Sollte das passieren müssten die Gesundheitsämter und Kliniken einfach geschlossen bleiben.

Admin

Sowohl die Arbeitgeberseite als auch die Gewerkschaftsseite berichten übereinstimmten, letztere habe eine "Einmalzahlung" gefordert, die Arbeitgeberseite sprach sogar von einer "unverhältnismäßig hohen Einmalzahlung".

Nun interessiert sich die Arbeitnehmerseite natürlich brennend für die Höhe dieser Forderung. Konnte jemand hier den genannten Betrag herausfinden? (am besten bitte mit Quellenangabe)

Egon12

ich könnte mir vorstellen, 400 Euro wird verrechnet mit der Pendlerpauschale *duckundweg*

Kaiser80

,,Der  Vorschlag  der Gewerkschaften hätte die  kommunalen Arbeitgeber mehrere Milliarden Euro gekostet."

Mehrere Milliarden sind ja mind. 2.000.000.000
Dividiert durch die "betroffenen" TB rd. 2.000.000
= mind. 1.000€

Spid

Sollte es sich um eine Forderung nach einer Einmalzahlung gehandelt haben, die sich nicht an der Höhe des Tabellenentgelts bemißt, ist es gut, daß die AG so einen sozialistischen Mist zurückgewiesen haben.

Kat

Du meinst, die unteren Gehaltsgruppen sollen mal wieder mehr profitieren als die oberen?

Kaiser80

Zitat von: Spid in 19.06.2020 06:41
Sollte es sich um eine Forderung nach einer Einmalzahlung gehandelt haben, die sich nicht an der Höhe des Tabellenentgelts bemißt, ist es gut, daß die AG so einen sozialistischen Mist zurückgewiesen haben.
Ja,  wenn es so wäre ist das korrekt.
Wenn ich die AN Seite richtig verstanden habe, war es doch erklärtes Ziel mit einem "Budget x" die Verhandlungen mind. 6 Monate rauszuschieben. Warum man dann mit einer Einmalzahlung anstatt 'ner pauschalen % Erhöhung um die Ecke kommt erschließt sich mir nicht. Aus Gewerkschaftssicht hätte ich ja noch nachvollziehen können wenn man Einmalzahlungen verlangt hätte a la Krankenpflege x, (Kern)Verwaltung y, Kita z. Aber pauschal mind. nen Tausi für ne Aufschiebung ist schon...frech.

Bastel

Zitat von: Egon12 in 19.06.2020 06:24
ich könnte mir vorstellen, 400 Euro wird verrechnet mit der Pendlerpauschale *duckundweg*

Was haben Kommunen mit der Pendlerpauschale zu tun?

superbraz

Zitat von: Kaiser80 in 19.06.2020 06:59
Aber pauschal mind. nen Tausi für ne Aufschiebung ist schon...frech.

nen Tausi für E3 und nen Tausi genau so für E15 - das finde ich viel frecher ^^

Schokobon

Irgendeine Zahlung muss her - wurde doch von Verdi am 01.04.2020 propagiert:

ZitatWir setzen uns dafür ein, dass Sie monatlich in Zeiten der Krise 500,00 € mehr am Monatsende haben! Gerade im öffentlichen Dienst wurde lange gespart, so dass es jetzt an der Zeit wäre, dass den lobenden Worten aus Politik und von Arbeitgeberseite Taten folgen.

Für SIE alle 500,00 € mehr monatlich – und DANKE für den Einsatz jeden Tag!!!

Wenn jetzt gar nichts kommt macht sich Verdi ja völlig lächerlich...Moment mal...

Kryne

Die ganzen Statements vom VKA kann ich mir nicht durchlesen, denn so viel könnte ich gar nicht essen wie ich da kotzen müsste.


Kleingeist

Wäre es denn nicht möglich die Einmalzahlung im November bis 1500€ steuerfrei zu machen
.. Damit wäre einem Teil zumindest geholfen. Das steht aber. Anscheinend gar nicht zu Debatte.

Kaiser80

Zitat von: Kleingeist in 19.06.2020 08:45
Wäre es denn nicht möglich die Einmalzahlung im November bis 1500€ steuerfrei zu machen
.. Damit wäre einem Teil zumindest geholfen. Das steht aber. Anscheinend gar nicht zu Debatte.
Wie soll das den TP möglich sein?