Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion

Begonnen von Admin, 06.06.2020 20:50

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TMP

Das bedeutet also jeder Kompromiss ist ein Versagen?

Spid macht es sich ganz einfach, zu einfach.

MrRossi

Zitat von: TMP in 03.09.2020 14:31
Das bedeutet also jeder Kompromiss ist ein Versagen?

Spid macht es sich ganz einfach, zu einfach.
reccourcenschonend ;)

Dean

Zitat von: MrRossi in 03.09.2020 14:28
Wer verhandelt ist zum Versagen verurteilt, wenn es um Tarifverhandlungen geht.
Die andere Seite versagt ja ebenso. Die AG-Seite möchte ja auch nichts hergeben, also versagen Sie regelmäßig.
Jedoch ist es nicht unüblich die Ziele höher zu stecken als erreichbar wäre.

Also zusammengefasst:
- wenn der AN bei Verhandlungen weniger erreicht, ist er ein Versager. Welcher AG will Versager einstellen?
- wenn der AG mehr zahlt wie er wollte, ist er ein Versager. Welcher AN will für einen Versager arbeiten?

Spid

Wer mit einer Zielsetzung verhandelt und sie nicht durchsetzt, hat versagt. Ja, das ist so einfach. Kompromisse sind was für konsensbesoffene Versager.

MrRossi

Sehr naiv zu glauben dass die Zielsetzung ernstgemeint ist. Alles Fake! Das weis doch JEDER!

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: daseinsvorsorge in 03.09.2020 13:38
Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 03.09.2020 13:27

Es gab in allen Bereichen nur Verschlechterungen und dies weil das Jahrhundertwerk TVÖD auf Wunsch der Gewerkschaft eingeführt werden musste.

... welche Quellen gibt´s dazu ?

Etliche.
Jeder der seit Einführung des TVÖD dabei ist und die Inszenieruzng von Bsirske noch vor seinen Augen hat, weiß wovon ich spreche.
Es gibt etliche Vergleichsberechnungen im Netz.
Vor allem Familien und Mitarbeiter mit Kindern sind die Verlierer.

Saggse

Zitat von: Dean in 03.09.2020 14:38
- wenn der AN bei Verhandlungen weniger erreicht, ist er ein Versager. Welcher AG will Versager einstellen?
Jeder, bei dem fehlende Qualität bereits erwartet wird, und der sich nur für gestiegene Kosten rechtfertigen muss.

Zitat- wenn der AG mehr zahlt wie er wollte, ist er ein Versager. Welcher AN will für einen Versager arbeiten?
Wenn der Arbeitgeber seinen Irrtum nicht bemerkt, ich!

Spid

Mir geht es da nicht um die konkrete Forderung - unzweifelhaft hat aber Verdi für diese Tarifrunde das Ziel ausgegeben, daß Balkonklatschen nicht genügt. Mithin ist jedes Ergebnis ohne materiellen Zuwachs ein Versagen. Materieller Zuwachs beginnt über der Inflationsrate für Güter des täglichen Bedarfs. Daran wird Verdi sich messen lassen müssen - und erwartbar versagen.

TMP

Ganz offensichtlich haben die Mitglieder in den vergangenen Tarifrunden (ich erinnere an die EG 1-8) einen überdurchschnittlichen materiellen Zuwachs erhalten als die restlichen AN.

Demnach kann von Versagen keine Rede sein.

Spid

Doch, durchaus, wenn man sich zuvor andere Ziele gesetzt hat - aber es bleibt weiterhin bei: wen interessiert das Versagen oder Nichtversagen von Verdi?

MrRossi


Spid


Warumdendas

Zitat von: TMP in 03.09.2020 15:20
Ganz offensichtlich haben die Mitglieder in den vergangenen Tarifrunden (ich erinnere an die EG 1-8) einen überdurchschnittlichen materiellen Zuwachs erhalten als die restlichen AN.

Demnach kann von Versagen keine Rede sein.

Gefordert waren 2018 6% auf 12 Monate. Erreicht wurde, außer in den beiden unteren Gruppen, nicht mal die Hälfte. Da kann man schon von Versagen sprechen. Zumal das nicht der einzige Schwachpunkt in den Letzten Jahren war.
Vor allen aber ist es keinesfalls ein Erfolg.

MonkeyBiz

Ich bitte um Nachsicht, falls die folgende Frage in dem Thread bereits gestellt wurde. 130 Seiten durchzulesen kostet wirklich sehr viel Zeit...

Angesichts der ersten "Verhandlungs"runde und der Äußerung von Verdi, man plane keine Streiks, kann man wohl davon ausgehen dass auch bei der zweiten Runde nicht viel passieren wird. Die dritte Runde ist bereits erst Ende Oktober angesetzt. Was passiert nun eigentlich gehaltstechnisch für TVöD'ler in dieser Übergangszeit, wenn bis Ende September kein neuer Vertrag ausgehandelt werden kann? Der alte Vertrag hat ja seine Gültigkeit zum 31. August verloren, ganz unabhängig von dessen Aufkündigung.

Vor dem Hintergrund fände ich es auch interessant, wie das mit Stellenneubesetzungen in dieser Zeit laufen soll. In meiner Kommune wurde zwar trotz Personalmangel aufgrund von Steuermindereinnahmen bereits ein vorläufiger Einstellungsstopp verhängt, aber der gilt nur für Neuausschreibungen. D.h. da dürfte noch ein Rattenschwanz von gut einem halben Jahr an Personaleinstellungen existieren, die noch nicht abgeschlossen sind, und einige Stellenausschreibungen die noch vor Verkündung des Stopps eingebracht wurden.
"Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein." -- Jiddu Krishnamurti

Spid

Die Prämisse ist bereits falsch.