Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 337117 times)

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1275 am: 20.01.2020 14:33 »
"Gute Schule 2020" , "Gute KITA Gesetz", "Regionale 20trötenflöt", "Digitalpakt" und und und...

Alleine für diese Namen gehören die verantwortlichen Politiker abgesägt. Grausam...

Texter

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1276 am: 20.01.2020 14:38 »
"Gute Schule 2020" , "Gute KITA Gesetz", "Regionale 20trötenflöt", "Digitalpakt" und und und...

Kohle ist doch ohne Ende ist im "System ÖD". Es gibt doch bei Kommunen schlicht nicht genug (vllt auch nicht genug fähige) Leute, die die ganzen Fördermittelverfahren abarbeiten können. Sollen der Bund und besonders die Länder doch ihre fähigen Leute raus in die Kommunen schicken und die MA dort "an die Hand nehmen" damit die Projekte zumindest verwaltungsseitig mal angestoßen werden. Von den fehlenden Kapazitäten im Baubereich möcht ich gar nicht anfangen.

Man sollte diesen ganze Wahnsinn einstampfen und die Kohle direkt an die Kommunen zahlen...

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1277 am: 20.01.2020 14:49 »
Direkt an die Kommunen? Das ist ja schon eine ketzerische Forderungen... Ja, aber dann fallen doch bestimmt Abwassergebührenhilfen, Sportpauschalen und andere GFG-Zuwendungen weg. Was sollen denn dann die zuständigen Sachbearbeiter im mhkbg  Düsseldorf machen/berechnen?

Zudem würden die Kreise und Bezirksregierungen doch im Umlageverfahren ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Also jehüpt wie jesprunge wie man bei uns im Rheinland sagt

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1278 am: 20.01.2020 14:50 »
Ich würde mich ja über das „Gute-Stellenaufforstungs- und Besetzungsgesetz“ freuen...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1279 am: 20.01.2020 14:55 »
...diese Erkenntnis hilft demjenigen, der zwar ohne Verkehrsunfall nach Hause gekommen wäre, aber trotzdem ein Messer im Bauch hat, relativ wenig...

Wer hätte behauptet, sie tue dies? Und warum sollte das wichtig sein?

Texter

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1280 am: 20.01.2020 14:55 »
Zudem würden die Kreise und Bezirksregierungen doch im Umlageverfahren ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Also jehüpt wie jesprunge wie man bei uns im Rheinland sagt

Die Bezirksregierungen gehören ebenfalls abgeschafft. Insbesondere im Rheinland.


Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1281 am: 20.01.2020 15:03 »
Zuständigkeiten bspw der BezReg Köln:
 - Kommunalaufsicht und Katasterwesen
 - Regionalentwicklung und Braunkohle
- Ländliche Entwicklung und Bodenordnung
 - EU-Förderung - Europäischer Sozialfonds und Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, regionale Wirtschaftsförderung, INTERREG
 - Städtebau, Bauaufsicht und Bau-, Wohnungs- und Denkmalangelegenheiten sowie -förderung

Zum Beispiel müssen bei der Entscheidung über den Standort einer Chemieanlage oder einer Abfallentsorgungsanlage Belange u.a. des Baurechts, des Straßenverkehrs, der Wasserwirtschaft, des Umweltschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, das Genehmigungsinteresse des Investors, aber auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Statt einer Vielzahl einzelner Genehmigungen trifft die Bezirksregierung nur eine Entscheidung. Zuvor hat sie Kommunen und Bürger beteiligt, die einzelnen Belange bewertet und gewichtet und nach Möglichkeit auf einen gemeinsamen Nenner gebracht.

@Texter: WER ausser einer Bezirksregierung soll sowas überhaupt können? ;)

LeKai

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1282 am: 20.01.2020 15:16 »
Zuständigkeiten bspw der BezReg Köln:
 - Kommunalaufsicht und Katasterwesen
 - Regionalentwicklung und Braunkohle
- Ländliche Entwicklung und Bodenordnung
 - EU-Förderung - Europäischer Sozialfonds und Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, regionale Wirtschaftsförderung, INTERREG
 - Städtebau, Bauaufsicht und Bau-, Wohnungs- und Denkmalangelegenheiten sowie -förderung

Zum Beispiel müssen bei der Entscheidung über den Standort einer Chemieanlage oder einer Abfallentsorgungsanlage Belange u.a. des Baurechts, des Straßenverkehrs, der Wasserwirtschaft, des Umweltschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, das Genehmigungsinteresse des Investors, aber auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. Statt einer Vielzahl einzelner Genehmigungen trifft die Bezirksregierung nur eine Entscheidung. Zuvor hat sie Kommunen und Bürger beteiligt, die einzelnen Belange bewertet und gewichtet und nach Möglichkeit auf einen gemeinsamen Nenner gebracht.

@Texter: WER ausser einer Bezirksregierung soll sowas überhaupt können? ;)

Wenn man einfach das Geld direkt an die Kommunen verteilt bzw. das System entschlackt, bräuchte es viele dieser Geldverteiler Bullshit-Jobs nicht.

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #1283 am: 20.01.2020 15:34 »
Fazit: Ein dickes fettes Plus für Personalgewinnung, -bindung, -fortbildung/-ausbildung. Gerne und inbesondere in den EG die über der meinigen (EG9c) liegen.

Und dafür auch gerne seitens der Länder (auch wenn nicht an der Tarifrunde beteiligt)/des Bundes mal umfassend an einer Gebiets und Aufgabenreform garbeitet werden.

Es ist stellenweise so aberwitzig, aber ich gebe mal ein kleines Beispiel:
Bei einer unserer Gemeindestraße drohte ein Hangrutsch, eine Fahrbahnabsackung war bereits eingetreten. Hierzu war es notwendig, dass unsere Abwasserleitung auf einer Länge von knapp 15(!) Meter um 3 Meter in einen neuen Leitungsgaraben gelegt werden musste. Die Entfernung des hangs (ca. 2 Meter Höhe) zu einem Fließgewässer (Bach) betrug etwa 25 Meter. Im Bach: Unken; in unmittelbare Umgebung: Feldlerchen, Bachstelzen sogar Steinkautze im gegenüberliegendem Hang.
Zu beteiligen waren:
Gemeinde: 3 Personen
Gem.Werke: 2 Personen
Untere Wasserbehörde: 2
Obere Wasserbehörde: 2
Landschaftsschutzbehörde: 3(!)

Zusammen mit der Baufirma Standen dann je 15 Leute je 2-4 Stunden in 3 Terminen vor ort, ohne den ganzen Schreibtischscheiß.

Die Ganze Maßnahme war bautechnisch in knapp 2 Wochen (trotz Frost!) für knapp 50k abgeschloßen. Bis gebaut werden durfte dauerte kanpp 8 Monate, solang wurde die Straße halt gesperrt und jeden Tag hat einer kontrolliert obs schlimmer wurde. Wir verwalten uns selbst zu Tode

Kryne

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« Antwort #1284 am: 21.01.2020 07:16 »
...diese Erkenntnis hilft demjenigen, der zwar ohne Verkehrsunfall nach Hause gekommen wäre, aber trotzdem ein Messer im Bauch hat, relativ wenig...

In unserem Wohnungsamt wurde mal ein Kollege bedroht, mit der Aussage der Wohnungssuchende hätte ein Messer dabei und würde ihn abstechen, wenn er Heute keine Wohnung bekommt.

Seitdem wird das dortige "Klientel" nur noch über eine Plexiglas Scheibe hinweg bedient. Persönliche Termine gibt es nur noch, wenn mindestens zwei Kollegen da sind. Sprechzeiten wurden massiv reduziert und ALLES was kein persönliches Vorsprechen erfordert wird nur noch schriftlich abgewickelt.

Wird Zeit, dass in den Jobcentern mal ähnlich gehandelt wird. Wenn es nach mir ginge würden die Sozialfälle nur noch wie am Nachtschalter durch Scheiben hinweg "bedient" werden, so dass gar kein physischer Kontakt zum Sachbearbeiter stattfinden kann. Ob das Bürgerfreundlich ist, wäre mir auch komplett egal.

Otto1

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« Antwort #1285 am: 21.01.2020 07:16 »
Fazit: Ein dickes fettes Plus für Personalgewinnung, -bindung, -fortbildung/-ausbildung. Gerne und inbesondere in den EG die über der meinigen (EG9c) liegen.

Und dafür auch gerne seitens der Länder (auch wenn nicht an der Tarifrunde beteiligt)/des Bundes mal umfassend an einer Gebiets und Aufgabenreform garbeitet werden.

Es ist stellenweise so aberwitzig, aber ich gebe mal ein kleines Beispiel:
Bei einer unserer Gemeindestraße drohte ein Hangrutsch, eine Fahrbahnabsackung war bereits eingetreten. Hierzu war es notwendig, dass unsere Abwasserleitung auf einer Länge von knapp 15(!) Meter um 3 Meter in einen neuen Leitungsgaraben gelegt werden musste. Die Entfernung des hangs (ca. 2 Meter Höhe) zu einem Fließgewässer (Bach) betrug etwa 25 Meter. Im Bach: Unken; in unmittelbare Umgebung: Feldlerchen, Bachstelzen sogar Steinkautze im gegenüberliegendem Hang.
Zu beteiligen waren:
Gemeinde: 3 Personen
Gem.Werke: 2 Personen
Untere Wasserbehörde: 2
Obere Wasserbehörde: 2
Landschaftsschutzbehörde: 3(!)

Zusammen mit der Baufirma Standen dann je 15 Leute je 2-4 Stunden in 3 Terminen vor ort, ohne den ganzen Schreibtischscheiß.

Die Ganze Maßnahme war bautechnisch in knapp 2 Wochen (trotz Frost!) für knapp 50k abgeschloßen. Bis gebaut werden durfte dauerte kanpp 8 Monate, solang wurde die Straße halt gesperrt und jeden Tag hat einer kontrolliert obs schlimmer wurde. Wir verwalten uns selbst zu Tode

https://www.fotocommunity.de/photo/neulich-auf-der-baustelle-herber-kaiser-aus-lautern/43202976  8)


Kryne

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« Antwort #1286 am: 21.01.2020 07:22 »
"Gute Schule 2020" , "Gute KITA Gesetz", "Regionale 20trötenflöt", "Digitalpakt" und und und...

Kohle ist doch ohne Ende ist im "System ÖD". Es gibt doch bei Kommunen schlicht nicht genug (vllt auch nicht genug fähige) Leute, die die ganzen Fördermittelverfahren abarbeiten können. Sollen der Bund und besonders die Länder doch ihre fähigen Leute raus in die Kommunen schicken und die MA dort "an die Hand nehmen" damit die Projekte zumindest verwaltungsseitig mal angestoßen werden. Von den fehlenden Kapazitäten im Baubereich möcht ich gar nicht anfangen.

Ich bin heilfroh über jedes Projekt was in keinster Weise förderfähig ist.

Wenn wir von den politischen Gremien gezwungen werden Fördermittel zu beantragen und ich mir die Bearbeitung selbiger anschaue, dann platzt mir wieder die Hutschnur. In der Regel ist die Bearbeitung solch glorreicher Förderanträge neben meiner sonstigen Arbeit gar nicht ableistbar, weil alles viel zu kompliziert und aufwändig ist.

Beim letzten Projekt mussten wir ein Büro beauftragen was den Förderantrag für uns stellt und das dadurch notwendige EU Weite Ausschreibungsverfahren abwickelt (bei uns im Haus existiert keine Möglichkeit der E-Vergabe, weil es dafür kein, oh Wunder, Personal gibt). Ende vom Lied war, dass uns Förderantrag und EU Ausschreibung am Ende mehr "extra" gekostet haben, als es Fördermittel gab  ::)


Bastel

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« Antwort #1287 am: 21.01.2020 07:38 »
Fazit: Ein dickes fettes Plus für Personalgewinnung, -bindung, -fortbildung/-ausbildung. Gerne und inbesondere in den EG die über der meinigen (EG9c) liegen.

Und dafür auch gerne seitens der Länder (auch wenn nicht an der Tarifrunde beteiligt)/des Bundes mal umfassend an einer Gebiets und Aufgabenreform garbeitet werden.

Es ist stellenweise so aberwitzig, aber ich gebe mal ein kleines Beispiel:
Bei einer unserer Gemeindestraße drohte ein Hangrutsch, eine Fahrbahnabsackung war bereits eingetreten. Hierzu war es notwendig, dass unsere Abwasserleitung auf einer Länge von knapp 15(!) Meter um 3 Meter in einen neuen Leitungsgaraben gelegt werden musste. Die Entfernung des hangs (ca. 2 Meter Höhe) zu einem Fließgewässer (Bach) betrug etwa 25 Meter. Im Bach: Unken; in unmittelbare Umgebung: Feldlerchen, Bachstelzen sogar Steinkautze im gegenüberliegendem Hang.
Zu beteiligen waren:
Gemeinde: 3 Personen
Gem.Werke: 2 Personen
Untere Wasserbehörde: 2
Obere Wasserbehörde: 2
Landschaftsschutzbehörde: 3(!)

Zusammen mit der Baufirma Standen dann je 15 Leute je 2-4 Stunden in 3 Terminen vor ort, ohne den ganzen Schreibtischscheiß.

Die Ganze Maßnahme war bautechnisch in knapp 2 Wochen (trotz Frost!) für knapp 50k abgeschloßen. Bis gebaut werden durfte dauerte kanpp 8 Monate, solang wurde die Straße halt gesperrt und jeden Tag hat einer kontrolliert obs schlimmer wurde. Wir verwalten uns selbst zu Tode

https://www.fotocommunity.de/photo/neulich-auf-der-baustelle-herber-kaiser-aus-lautern/43202976  8)

Und Herbert bekommt von dem Haufen am wenigsten Gehalt ;)

Pädi07

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« Antwort #1288 am: 21.01.2020 10:54 »
Ich vermute, es wird in irgendeiner Form eine Wahlmöglichkeit zwischen Gehalt und Zeit geben.

Kühlschrank

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« Antwort #1289 am: 21.01.2020 11:23 »
Hallo,

meine Wunschvorstellung wäre:

- Laufzeit max. 24 Monate
- die oftmals angekündigte Wahlmöglichkeit zwischen Arbeitszeitreduzierung oder Gehaltssteigerung in einem spürbaren Umfang -> Arbeitszeit max. 37 Std./Woche oder Steigerung Gehalt (im Bereich E8-E9b eine deutliche Steigerung von mind. 7-8% hinsichtlich Personalentwicklung Techniker/Meister)
(eher unrealistisch: Arbeitszeitreduzierung UND Gehaltssteigerung)
- Anzahl Stufen reduzieren oder Stufenlaufzeit reduzieren
- alternativ: Änderung im § 17 II S. 1, Leistungen der/des Beschäftigten "sollen/haben" in die Stufenlaufzeit einfließen/einzufließen, sodass die Stufenlaufzeit entsprechend verkürzt werden soll
- JSZ-Anhebung auf 100%

- Vlt. eher organisatorische Maßnahmen: Digitalisierung voranbringen (wenn ich sehe, dass Kollegen hier morgens erstmal ALLE E-Mails ausdrucken...), Home-Office usw.