Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 141236 times)

Kaffeetassensucher

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2010 am: 13.02.2020 10:50 »
Ist ein Mensch der aus der Christlichen Kirche ausgetreten ist noch immer ein Christ?

Die Frage könnte man auch umdrehen: Ist ein Mensch, der in der christlichen Kirche ist in jedem Fall ein Christ?

Also, ich war's schon einige Jahre nicht mehr, bevor ich den Schritt letztlich vollzogen habe und ausgetreten bin.

Insofern hat Spid Recht: Individuelle Glaubensvorstellungen und Kirchenzugehörigkeiten müssen nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2011 am: 13.02.2020 10:50 »

Das ist damals bei der Umstellung wohl vergessen worden und die AG lachen sich bis heute ins Fäustchen, das sie am höchsten Feiertag der Christen (für die Ungläubigen: An Ostern wurde der Mensch Jesus durch das Wunder der Wiederauferstehung zu Christus) nur die Sonntagszuschläge und nicht die Feiertagszuschläge zahlen müssen.

Natürlich leben wir in einem überwiegend durch Christen beherrschten Land, aber bekommen dann auch die sogenannten Ungläubigen den Feiertagszuschlag? Oder werden diese an deren jeweiligen höchsten Feiertagen mit Zuschlägen motiviert?   

Was ist das für eine Dumme Frage? Natürlich bekommt jeder den Zuschlag...

MrRossi

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2012 am: 13.02.2020 11:30 »
....sonst fühlt sich noch jemand benachteiligt.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2013 am: 13.02.2020 11:33 »
Auch die Termine der weltlichen Feiertage haben nur am Rande mit christlichen Feiertagen etwas zu tun.

Der Ansatzpunkt sind nicht christliche Feiertage!

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2014 am: 13.02.2020 11:36 »
Dann ist das alljährliche Zusammenfallen von Osterfest und Pfingsten mit den sehr ähnlich klingenden gesetzlichen Feiertagen eine bloße Koinzidenz?

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2015 am: 13.02.2020 11:42 »
Dann ist das alljährliche Zusammenfallen von Osterfest und Pfingsten mit den sehr ähnlich klingenden gesetzlichen Feiertagen eine bloße Koinzidenz?

Dafür braucht es überhaupt die Existenz von kirchlichen Hochfesten an diesen Tagen. Pfingst- und Ostermontag sind kein solchen, ebenso wenig wie Heiligabend oder der 2. Weihnachtstag keine mir bekannten katholischen Hochfeste sind. Etc. pp...

Ein genaues Zusammenfallen von weltlichen und damit tariflichen Feiertagen scheidet auch dadurch aus, daß kirchliche Feiertage nicht von 0 bis 24 Uhr zu verorten sind.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2016 am: 13.02.2020 11:50 »
Sind die christlichen Hochfeste nicht zweitägig ausgelegt, weil irgendwann einem Papst die eigentlich achttägige Festdauer zu lang war? Und wer hätte Bezug zum Heiligabend hergestellt?

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2017 am: 13.02.2020 12:00 »
Sind die christlichen Hochfeste nicht zweitägig ausgelegt, weil irgendwann einem Papst die eigentlich achttägige Festdauer zu lang war? Und wer hätte Bezug zum Heiligabend hergestellt?

Die Oktav zu den Hochfesten wurde bereits vor Urzeiten abgeschafft. Den Bezug zu Heiligabend stelle ich hier, weil auch dieser Tag sehr oft fälschlicherweise als christlicher Feiertag angesehen wird.

Es verbleibt dabei, daß christliche Feiertage und deren Umsetzung im Tarif nichts miteinander zu tun haben. Die Orientierung erfolgt vielmehr an gesetzlichen Feiertagen, die den Eindruck erwecken, sich an christlichen Feiertagen zu orientieren.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2018 am: 13.02.2020 12:09 »
Unabhängig davon geht es aber doch um die jeweilen Sonntage, also z.B. Pfingstsonntag. Dieser ist nur in Brandenburg gesetzlicher Feiertag.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2019 am: 13.02.2020 12:17 »
Unabhängig davon geht es aber doch um die jeweilen Sonntage, also z.B. Pfingstsonntag. Dieser ist nur in Brandenburg gesetzlicher Feiertag.

Ja und auch die sind nicht decklungsgleich. Der christliche Sonntag beginnt am Samstag um 17 Uhr und hat nichts mit weltlichen Kalendertagen zu tun.

Aber das ist ja auch in Ordnung. Hat sich historisch so entwickelt und ist auch nicht das große Thema für den Tarifvertrag. Die Streichung der Vorfesttage im Tarif vielleicht doch, deren Existenz halte ich nun für völligen Unfug. Wäre ebenso wie JSZ und LOB auf das Jahr umzulegen.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2020 am: 13.02.2020 12:26 »
Dem Forderungssteller oder Wunschformulierer gibt es - mit welcher Motivation auch immer - also um die kirchlichen Hochfesttage, die - außer vielleicht in Brandenburg - keine gesetzlichen Feiertage sind und für die er gerne den höheren Zuschlag hätte. Ich denke, seinem Wunsch würde durchaus entsprochen, wenn der Beginn der feiertagszuschlagpflichtigen Zeit jeweils der Samstag um 17:00 wäre.

Kat

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2021 am: 13.02.2020 13:02 »
Hallo,
ich habe die 100 Seiten nicht durchgelesen, aber falls noch nicht vorgeschlagen:
Die Gewerkschaft soll bitte fordern das, wie damals im BAT, der Oster- und Pfingstsonntag wie gesetzliche Feiertage behandelt werden.

Das ist damals bei der Umstellung wohl vergessen worden und die AG lachen sich bis heute ins Fäustchen, das sie am höchsten Feiertag der Christen (für die Ungläubigen: An Ostern wurde der Mensch Jesus durch das Wunder der Wiederauferstehung zu Christus) nur die Sonntagszuschläge und nicht die Feiertagszuschläge zahlen müssen.

Oster- und Pfingssonntag sind aber keine Feiertage und im übrigen muß man märchengläubige nicht auch noch monetär für ihre Naivität belohnen.

Mond6

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2022 am: 13.02.2020 13:08 »
Bravo
Interpunktion und Orthographie dieser Beiträge ist frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt

Kaffeetassensucher

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2023 am: 13.02.2020 13:13 »
Hallo,
ich habe die 100 Seiten nicht durchgelesen, aber falls noch nicht vorgeschlagen:
Die Gewerkschaft soll bitte fordern das, wie damals im BAT, der Oster- und Pfingstsonntag wie gesetzliche Feiertage behandelt werden.

Das ist damals bei der Umstellung wohl vergessen worden und die AG lachen sich bis heute ins Fäustchen, das sie am höchsten Feiertag der Christen (für die Ungläubigen: An Ostern wurde der Mensch Jesus durch das Wunder der Wiederauferstehung zu Christus) nur die Sonntagszuschläge und nicht die Feiertagszuschläge zahlen müssen.

Oster- und Pfingssonntag sind aber keine Feiertage und im übrigen muß man märchengläubige nicht auch noch monetär für ihre Naivität belohnen.

Ich halte "weil x der höchste Feiertag der y ist" in einem (naja, zu einem guten Teil jedenfalls) säkularisierten Staat auch nicht für einen überzeugenden Grund, irgendwas mit irgendwas gleichzustellen.

Kat

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2024 am: 13.02.2020 13:13 »
Ist ein Mensch der aus der Christlichen Kirche ausgetreten ist noch immer ein Christ?

Ja ist er. Die Taufe bleibt bestehen. Man ist bloß nicht mehr katholisch bzw. evangelisch.  Die Konfession hat ja nichts mit der Religion an sich zu tun sondern ist einfach nur ein Verein.