Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung

Begonnen von armerknecht, 08.10.2019 07:42

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Mond6

Zitat von: MrRossi in 20.02.2020 15:31
Zitat von: Mond6 in 20.02.2020 14:31
Weil die meisten Autos mit Wertverlust, Fixkosten, Kraftstoff Wartung etc. deutlich mehr als 0,35 € pro km kosten.
Die Sowiesokosten sind ja eh da, das Auto wird ja nicht wegen den Dienstfahrten angeschafft. Anders als beim reinen Dienstwagen. Mit der Erhöhung der KM werden die Kosten insgesamt geringer KM bezogen.
Mehrkilometer z.B. beim Leasing liegen zwischen 5 und 15 Cent und der Sprit so bei 10 Cent wenns schlecht läuft.  bleiben noch 10-20 Cent für Wartung und so, was aus meiner Erfahrung ausreichend sein dürfte.

Natürlich können sich 35 ct rechnen wenn das Auto alt oder klein genug ist. Allerdings verringert sich die private Nutzungszeit mit jedem Dienstlich gefahrenen km. Wenn man dann jeweils 1-2 Jahre früher ein neues Fahrzeug benötigt kann man die Mehrkosten mit den zuvor eingesparten 5 - 10 ct finanzieren?
Wenn hin und wieder ein paar km gefahren werden müssen Kann das sicherlich mit einer Fahrkostenabrechnung und privaten PKW gemacht werden. Bei regelmäßigen Fahrten muß der AG ein Dienstfahrzeug zur Verfügung stellen.
Ansonsten haben wir dieses Szenario:
Zitat von: Spid in 20.02.2020 16:13
Zitat von: was_guckst_du in 20.02.2020 16:09
..also die normalen Beschäftigten im öD... ;)

Dann ist es wenig verwunderlich, welche Frechheiten bis hin zum Betrug sich AG herausnehmen, Gegenwehr haben sie ja nicht zu befürchten.

Arno-Nühm

Zitat von: Spid in 21.02.2020 07:30
Es zwingt den AN ja niemand, sein Kfz einzusetzen oder überhaupt eines zu besitzen.

Richtig! Also was soll diese sinnlose Diskussion?!
Jeder, der sich von seinem AG so "abzocken" lässt, ist selbst Schuld. Also hört auf zu jammern!

Kaiser80

Mein Vater hat 2,5 Dekaden in der Vollstreckung geschafft. Und IMMER seinen privaten PKW genutzt. Sauber Fahrtenbuch geführt. Mithin waren die beruflich bedingten Kosten die die damaligen 0,30€ überstiegen Werbungskosten. War für ihn jetzt nicht wirklich ein Minus.

Dennoch: sinnlose Diskussion. Wer sich dazu verpflichten und mit sich machen lässt, der muss halt damit klar kommen

Hr. Gesheimer

Zitat von: Arno-Nühm in 21.02.2020 07:34
Zitat von: Spid in 21.02.2020 07:30
Es zwingt den AN ja niemand, sein Kfz einzusetzen oder überhaupt eines zu besitzen.

Richtig! Also was soll diese sinnlose Diskussion?!
Jeder, der sich von seinem AG so "abzocken" lässt, ist selbst Schuld. Also hört auf zu jammern!

Nun, offensichtlich ist nicht jedem klar, dass er bei Verwendung seines privaten Fahrzeugs in der Regel draufzahlt, da er der Kilometerpauschale halt nicht nur die Kraftstoffkosten gegenüberstellen sollte. Somit merkt so manch einer vielleicht gar nicht, dass er "abgezockt" wird. Sinnlos ist das meiner Meinung nach daher nicht, aber es entfernt sich zugegeben von ursprünglichen Thema.

Mond6

Zitat von: Kaiser80 in 21.02.2020 07:49
Mein Vater hat 2,5 Dekaden in der Vollstreckung geschafft. Und IMMER seinen privaten PKW genutzt. Sauber Fahrtenbuch geführt. Mithin waren die beruflich bedingten Kosten die die damaligen 0,30€ überstiegen Werbungskosten. War für ihn jetzt nicht wirklich ein Minus.

Dennoch: sinnlose Diskussion. Wer sich dazu verpflichten und mit sich machen lässt, der muss halt damit klar kommen

Wer hätte denn die Kosten eines Unfallschadens auskömmlich übernommen? Im Laufe der Lebensarbeitszeit kann bei privaten PKW nur der AG gewinnen.
Rumgejammer und sinnlose Diskussion nennen das nur die Duckmäuser.

MrRossi

Zitat von: superbraz in 21.02.2020 07:27
fakt ist, dass ein privater pkw, der nicht gerade 15 jahre alt ist und für 2.000€ von der verwandtschaft abgeworben wurde, mehr kostet, als 0,35€ / km.
ob ich nun die fixkosten, wie versicherung / steuer etc. so oder so habe, spielt dabei keine rolle.
Das entscheide ich ja selbst, was ich mir leiste, und was nicht.

Hier nun den Vorteil für den AG zu ziehen und zu behaupten "die kosten hast du ja eh, da kannst du auch dienstlich damit fahren" ist absoluter Nonsens!

zumal wir ja die doppische haushaltsführung haben und alle tatsächlichen kosten in betracht gezogen werden,
warum also beim privat pkw nicht aus sicht des MA?

natürlich, wieder wohnortabhängig alles...wohnst du im ballungsgebiet und pendelst schön mit der bahn, alles schick! bissl am stadtrand, da reicht dir auch der twingo oder ford ka.
wenns nen vorgängermodell vom golf werden soll, da kommst du mit den 0,35€ jedenfalls nicht hin und für den MA ist es, wie erwähnt, ein minusgeschäft.

Nur Fallbezogen wie ich bereits ausführte. Und in den Fällen handelt der MA sowieso nicht wirtschaftlich.
Nur als Beispiel:
Auto wird nach 2 Jahre verkauft mit 10000km oder nach 30000km macht gerade mal ca. 1000€ Unterschied beim A4 also 5ct/Km mehr Wertverlust
Quelle ist zwar aus Österreich, sollte aber auch hier gelten.

Kaiser80

Zitat von: Mond6 in 21.02.2020 08:05
Zitat von: Kaiser80 in 21.02.2020 07:49
Mein Vater hat 2,5 Dekaden in der Vollstreckung geschafft. Und IMMER seinen privaten PKW genutzt. Sauber Fahrtenbuch geführt. Mithin waren die beruflich bedingten Kosten die die damaligen 0,30€ überstiegen Werbungskosten. War für ihn jetzt nicht wirklich ein Minus.

Dennoch: sinnlose Diskussion. Wer sich dazu verpflichten und mit sich machen lässt, der muss halt damit klar kommen

Wer hätte denn die Kosten eines Unfallschadens auskömmlich übernommen? Im Laufe der Lebensarbeitszeit kann bei privaten PKW nur der AG gewinnen.
Rumgejammer und sinnlose Diskussion nennen das nur die Duckmäuser.
Das wäre darauf angekommen. Wenn der Arbeitnehmer den Unfall nur leicht fahrlässig verursacht, trägt nicht er, sondern sein Arbeitgeber den Schaden an seinem Pkw. Nicht jedoch in der Regel der sog. Rückstufungsschaden, den der Arbeitnehmer bei seiner Kfz-Versicherung erleidet.
Im Gegenteil, Rumgejammer und sinnlos nennen es diejenigen die auch mal bereit sind ihrem AG den symbolischen Mittelfinger zu zeigen. Die Duckmäuser fahren im Zweifel.

Otto1

Zitat von: armerknecht in 20.02.2020 19:21
was genau für ein Verhandlungserfolg wäre es für denjenigen der jetzt schon 39h/Woche hat, wenn die Gewerkschaft eine 39h Woche für alle "rausholt" ?

Hier in Bayern muss man 40 Stunden ran. Kann ja nicht jeder in Schleswig-Holstein wohnen....

Arno-Nühm

Zitat von: Otto1 in 21.02.2020 09:15
Zitat von: armerknecht in 20.02.2020 19:21
was genau für ein Verhandlungserfolg wäre es für denjenigen der jetzt schon 39h/Woche hat, wenn die Gewerkschaft eine 39h Woche für alle "rausholt" ?

Hier in Bayern muss man 40 Stunden ran. Kann ja nicht jeder in Schleswig-Holstein wohnen....

Nicht nur in Bayern... Aber mal ernsthaft, eine 39 h Woche wäre - zumindest für mich, mit Sicherheit KEIN Erfolg!

Spid

Seit wann gehört Bayern nicht mehr zum Tarifgebiet West?

Mond6

Zitat von: Otto1 in 21.02.2020 09:15
Zitat von: armerknecht in 20.02.2020 19:21
was genau für ein Verhandlungserfolg wäre es für denjenigen der jetzt schon 39h/Woche hat, wenn die Gewerkschaft eine 39h Woche für alle "rausholt" ?

Hier in Bayern muss man 40 Stunden ran. Kann ja nicht jeder in Schleswig-Holstein wohnen....

Arbeitszeitverkürzung ist i. d. R. gleichbedeutend mit Arbeitsverdichtung. Ich finde es auch relativ uninteressant ob man tägl.. 12-15 Min. mehr oder weniger arbeitet.
Übrigens arbeitet man in Bayern nicht mehr als in SH. Das gleicht sich durch die zusätzlichen Feiertage aus.

Hr. Gesheimer

Zitat von: Mond6 in 21.02.2020 09:29

Arbeitszeitverkürzung ist i. d. R. gleichbedeutend mit Arbeitsverdichtung. Ich finde es auch relativ uninteressant ob man tägl.. 12-15 Min. mehr oder weniger arbeitet.


Arbeitszeitverkürzung ist i.d.R. gleichbedeutend mit Freizeitverlängerung. Ich finde es relativ interessant, mehr Freizeit zur Verfügung zu haben.

DiVO

Zitat von: Arno-Nühm in 21.02.2020 09:20
Zitat von: Otto1 in 21.02.2020 09:15
Zitat von: armerknecht in 20.02.2020 19:21
was genau für ein Verhandlungserfolg wäre es für denjenigen der jetzt schon 39h/Woche hat, wenn die Gewerkschaft eine 39h Woche für alle "rausholt" ?

Hier in Bayern muss man 40 Stunden ran. Kann ja nicht jeder in Schleswig-Holstein wohnen....

Nicht nur in Bayern... Aber mal ernsthaft, eine 39 h Woche wäre - zumindest für mich, mit Sicherheit KEIN Erfolg!

Für mich wären 39 Stunden ein erster Schritt in die richtige Richtung.

IG Metall hat - je nach Branche - bei uns in der Gegend zwischen 35 und 37 Wochenstunden. Da ist der TVöD mit seinen 40 Stunden richtig abgehängt und es wundert mich auch nicht wieso Stellenbesetzungen so schwierig sind.

Otto1

Zitat von: DiVO in 21.02.2020 09:55
Zitat von: Arno-Nühm in 21.02.2020 09:20
Zitat von: Otto1 in 21.02.2020 09:15
Zitat von: armerknecht in 20.02.2020 19:21
was genau für ein Verhandlungserfolg wäre es für denjenigen der jetzt schon 39h/Woche hat, wenn die Gewerkschaft eine 39h Woche für alle "rausholt" ?

Hier in Bayern muss man 40 Stunden ran. Kann ja nicht jeder in Schleswig-Holstein wohnen....

Nicht nur in Bayern... Aber mal ernsthaft, eine 39 h Woche wäre - zumindest für mich, mit Sicherheit KEIN Erfolg!

Für mich wären 39 Stunden ein erster Schritt in die richtige Richtung.

IG Metall hat - je nach Branche - bei uns in der Gegend zwischen 35 und 37 Wochenstunden. Da ist der TVöD mit seinen 40 Stunden richtig abgehängt und es wundert mich auch nicht wieso Stellenbesetzungen so schwierig sind.

Vielleicht gibts wieder 30+ Monate bis zum nächsten Wiedersehen, da kann man ja pro Jahr -1h machen^^ zusätzlich zu den 2,3% und der sozialen Komponente...

venue

Vor gefühlten 50 Seiten waren wir doch schon bei der Diskussion, dass eine Anpassung der Wochenarbeitszeit für viele wünschenswert ist.

Und da war nicht die Rede von 39h (was doch sowieso bei vielen schon Standard ist). Für mich sollte es sich eher stufenweise in drei Jahren auf 38h, 36,5h, 35h bewegen. DAS wäre ein Erfolg.