Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 537752 times)

MalZu

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2430 am: 22.02.2020 13:20 »
Du bist an Deiner Situation ganz allein selbst schuld, weil Du die Probleme des AG zu Deinen machst!

Was soll denn die Alternative sein?

Man geht einfach heim. AG-Probleme sind AG-Probleme sind AG-Probleme. Der AN braucht daran keinen Gedanken zu verschwenden. Er wird für Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte im vereinbarten Umfang bezahlt.

In der Gesamtheit teile ich oft Ihre Ansichten! jedoch gibt es "Dienste", welche unmittelbar mit "belasteten Menschen " arbeiten.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2431 am: 22.02.2020 13:29 »
Und? Wenn die länger Hilfe brauchen, muß der AG Überstunden anordnen oder die Konsequenzen verantworten.

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2432 am: 22.02.2020 13:53 »
Inwiefern wäre das geeignet, der kritischen Nachfrage von @Kaiser80 entgegenzutreten?

Ja, das war unhöflich.

Entschuldige @Kaiser80.


Davon abgesehen denke ich nicht das es aufgrund der Demografie zu einer Verkürzung kommen wird. Vielmehr wird man die Forderung danach in eine sozialen Komponente ummünzen und eine Arbeitsgruppe gründen.

Kein Ding, alles gut!

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2433 am: 22.02.2020 14:17 »


Mein Ansatz ist. Marktgerechte Vergütung um Chancen auf den Arbeitsmarkt zu haben. Mit entsprechend besetzten Stellen ergibt sich dann auch die work Life balance

Vielleicht ist eine 35 - Stunden - Woche marktgerechter? Warum sollte ich als Ingeniur in den öD gehen, wenn z. B. VW 35 Stunden hat und direkt nebenan in S-A hat man 40 Stunden. Die Unterschiede sind zumindest zu groß. Wobei es mich ganz am Rande auch wundert, warum die IG Metall nicht weiter gemacht hat mit der Stundenkürzung.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2434 am: 23.02.2020 09:22 »
Wer aus dem technischen Bereich kommt, der hat es momentan im öD schwer. Man sieht selbst woran die Misere liegt, aber es ist keine Lösung für das Problem in Sicht. Daher hoffen wir mehr als die anderen auf Besserung und dabei geht es nicht nur um 1-2 % mehr oder weniger...

Ich sprech mal aus meiner Sicht.
Alle reden von Digitalisierung, aber konkrete einheitliche Lösungen gibt es nicht.
Erstmal sind Statistiken wichtig... und wenn man sich dann diverse Förderrichtlinien anschaut,
dann lässt man es lieber alt und unnütz oder versucht es selbst mit Haushaltsmitteln zu bewältigen.
Mit 1-2% mehr Gehalt, lockt man da auch keinen, der da Bock drauf hat.

In der Realität sieht es aber so aus: Bewerber sieht die Anzeige: oh tolle Aufgabengebiete, Personalverantwortung etc. Bewerber schaut in die Tabelle: lacht sich kaputt und bewirbt sich nicht. Da bringt auch keine „Zulage“ etwas. Hier werden nur niedrige dreistellige Summen geboten (für 5 Jahre) etc.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2435 am: 23.02.2020 09:30 »


Mein Ansatz ist. Marktgerechte Vergütung um Chancen auf den Arbeitsmarkt zu haben. Mit entsprechend besetzten Stellen ergibt sich dann auch die work Life balance

Vielleicht ist eine 35 - Stunden - Woche marktgerechter? Warum sollte ich als Ingeniur in den öD gehen, wenn z. B. VW 35 Stunden hat und direkt nebenan in S-A hat man 40 Stunden. Die Unterschiede sind zumindest zu groß. Wobei es mich ganz am Rande auch wundert, warum die IG Metall nicht weiter gemacht hat mit der Stundenkürzung.

„Aus Sicht des Betriebsrates (VW) ist es fraglich, ob die etablierten Haustarifverträge ausreichen werden, um die teuren IT-Experten angemessen zu bezahlen.“

Wenn selbst VW Probleme hat... und die zahlen 5.000 € + Bonus + vergünstigtes KFZ zum Einstieg und die können im Tarif bis 120k im Jahr bezahlen...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2436 am: 23.02.2020 09:34 »
Und die Sicht des BR wäre jetzt inwiefern in irgendeiner Weise fachlich fundiert?

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2437 am: 23.02.2020 10:19 »
Wer aus dem technischen Bereich kommt, der hat es momentan im öD schwer. Man sieht selbst woran die Misere liegt, aber es ist keine Lösung für das Problem in Sicht. Daher hoffen wir mehr als die anderen auf Besserung und dabei geht es nicht nur um 1-2 % mehr oder weniger...

Ich sprech mal aus meiner Sicht.
Alle reden von Digitalisierung, aber konkrete einheitliche Lösungen gibt es nicht.
Erstmal sind Statistiken wichtig... und wenn man sich dann diverse Förderrichtlinien anschaut,
dann lässt man es lieber alt und unnütz oder versucht es selbst mit Haushaltsmitteln zu bewältigen.
Mit 1-2% mehr Gehalt, lockt man da auch keinen, der da Bock drauf hat.

In der Realität sieht es aber so aus: Bewerber sieht die Anzeige: oh tolle Aufgabengebiete, Personalverantwortung etc. Bewerber schaut in die Tabelle: lacht sich kaputt und bewirbt sich nicht. Da bringt auch keine „Zulage“ etwas. Hier werden nur niedrige dreistellige Summen geboten (für 5 Jahre) etc.

Bestimmt hilft, eine 35 Tunden Woche weiter um den qualifizierten Bewerber zu überzeugen, sich doch noch zu bewerben. Der verzichtet bestimmt gerne auf 20% Gehalt.
*Ironie aus*
Zumindest nach Ansicht einiger Poster, wird es wohl so sein.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2438 am: 23.02.2020 10:20 »
Und die Sicht des BR wäre jetzt inwiefern in irgendeiner Weise fachlich fundiert?

Naja, ich habe es etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Herbert Diess hat das auch gesagt. Als Chef von der Pommesbude wird er es schon wissen.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2439 am: 23.02.2020 10:22 »
Herbert Diess weiß aber, daß er keinen Tarifvertrag braucht, um Mitarbeiter zu bezahlen.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2440 am: 23.02.2020 10:53 »
Herbert Diess weiß aber, daß er keinen Tarifvertrag braucht, um Mitarbeiter zu bezahlen.

Naja, aber der Laden möchte 11.000 Informatiker einstellen und der Laden gehört gefühlt zur Hälfte dem Staat und der Gewerkschaft...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2441 am: 23.02.2020 10:56 »
Und?

HerrKaeseberg

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2442 am: 23.02.2020 12:23 »
Wer aus dem technischen Bereich kommt, der hat es momentan im öD schwer. Man sieht selbst woran die Misere liegt, aber es ist keine Lösung für das Problem in Sicht. Daher hoffen wir mehr als die anderen auf Besserung und dabei geht es nicht nur um 1-2 % mehr oder weniger...

Ich sprech mal aus meiner Sicht.
Alle reden von Digitalisierung, aber konkrete einheitliche Lösungen gibt es nicht.
Erstmal sind Statistiken wichtig... und wenn man sich dann diverse Förderrichtlinien anschaut,
dann lässt man es lieber alt und unnütz oder versucht es selbst mit Haushaltsmitteln zu bewältigen.
Mit 1-2% mehr Gehalt, lockt man da auch keinen, der da Bock drauf hat.

In der Realität sieht es aber so aus: Bewerber sieht die Anzeige: oh tolle Aufgabengebiete, Personalverantwortung etc. Bewerber schaut in die Tabelle: lacht sich kaputt und bewirbt sich nicht. Da bringt auch keine „Zulage“ etwas. Hier werden nur niedrige dreistellige Summen geboten (für 5 Jahre) etc.

Bestimmt hilft, eine 35 Tunden Woche weiter um den qualifizierten Bewerber zu überzeugen, sich doch noch zu bewerben. Der verzichtet bestimmt gerne auf 20% Gehalt.
*Ironie aus*
Zumindest nach Ansicht einiger Poster, wird es wohl so sein.

Ja, warum denn nicht? Wenn ich mich bei meinem aktuellen Arbeitgeber umschaue wem "mehr Geld" wichtiger ist und wem eine Wochenarbeitszeitreduzierung, dann sind im Schnitt die mit der Studenreduzierung die produktiveren Mitarbeiter. Sicher gibts Ausnahmen, aber auch wenn ich mir meinen Bekanntenkreis anschaue, deckt sich das mit meinen Beobachtungen...

Otto1

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« Antwort #2443 am: 23.02.2020 16:21 »
Wer aus dem technischen Bereich kommt, der hat es momentan im öD schwer. Man sieht selbst woran die Misere liegt, aber es ist keine Lösung für das Problem in Sicht. Daher hoffen wir mehr als die anderen auf Besserung und dabei geht es nicht nur um 1-2 % mehr oder weniger...

Ich sprech mal aus meiner Sicht.
Alle reden von Digitalisierung, aber konkrete einheitliche Lösungen gibt es nicht.
Erstmal sind Statistiken wichtig... und wenn man sich dann diverse Förderrichtlinien anschaut,
dann lässt man es lieber alt und unnütz oder versucht es selbst mit Haushaltsmitteln zu bewältigen.
Mit 1-2% mehr Gehalt, lockt man da auch keinen, der da Bock drauf hat.

In der Realität sieht es aber so aus: Bewerber sieht die Anzeige: oh tolle Aufgabengebiete, Personalverantwortung etc. Bewerber schaut in die Tabelle: lacht sich kaputt und bewirbt sich nicht. Da bringt auch keine „Zulage“ etwas. Hier werden nur niedrige dreistellige Summen geboten (für 5 Jahre) etc.

Bestimmt hilft, eine 35 Tunden Woche weiter um den qualifizierten Bewerber zu überzeugen, sich doch noch zu bewerben. Der verzichtet bestimmt gerne auf 20% Gehalt.
*Ironie aus*
Zumindest nach Ansicht einiger Poster, wird es wohl so sein.

Ja, warum denn nicht? Wenn ich mich bei meinem aktuellen Arbeitgeber umschaue wem "mehr Geld" wichtiger ist und wem eine Wochenarbeitszeitreduzierung, dann sind im Schnitt die mit der Studenreduzierung die produktiveren Mitarbeiter. Sicher gibts Ausnahmen, aber auch wenn ich mir meinen Bekanntenkreis anschaue, deckt sich das mit meinen Beobachtungen...

Ja, aber wenn Sie gleichzeitig 20% weniger verdienen würden wohl eher wieder nicht mehr. Genau das ist der Punkt!
Wenn man das gleiche verdient und im öD weniger lang arbeiten muss, dann kommen die Leute sicher, aber mal eben so auf 20% Gehalt verzichtet? Wer macht das? Wer kann sich das leisten? In der Regel hat man im gefragten Alter Familie, Haus und sonstiges am Hacken. Da kann schlichtweg keiner sagen: so ich schieb jetzt ne ruhige Kugel und verzichte auf Urlaube und auf die Freizeitangebote im hohen Maße. Denn das würde es im Endeffekt bedeuten.

Gehen Sie mal von einem Standard-Ingenieur im öD aus. In mittlerer Stufe E11 bekommt er um 4.500 Euro im Monat. Wenn man dann woanders 5.400 Euro und mehr + Bonus/ausgezahlte Überstunden bekommt, dann weiß man ja was man macht... noch dazu ist die Entwicklung eine wesentlich bessere. Im öD gibts für die Bachelors und Diplom (FH) eine magische Mauer (E12).... egal wie gut und talentiert man ist.

Es muss schlichtweg eine bessere Bezahlung/Struktur in den EGs 9-15 geben. Erst danach kann eine Attraktivitätssteigerung durch Absenkung der Arbeitszeit kommen.

Otto1

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« Antwort #2444 am: 23.02.2020 16:41 »
Und?

Es ist die Konsequenz, die daraus folgt, die für den öD problematisch ist.

Der öD muss mit dem Mittelstand, der Industrie und den Konzernen in Zeiten der Hochkonjunktur für die fraglichen Branchen konkurrieren. Hinzu kommt der demographische Wandel, sodass eine Besserung für die Arbeitgeber nicht in Sicht ist.

Was zum Henker soll denn einen Ingenieur/Informatiker/Techniker etc. in den öD locken? Die Privatwirtschaft hegt und pflegt seine Fachkräfte mittlerweile auch sehr gut ohne sie zu verbrennen, da sie die Lage schlichtweg begriffen haben und sich der Markt in diesem Bereich vom Arbeitgeber- hin zum Arbeitnehmermarkt gewendet hat.

Das Hauptargument „Sicherheit“ (was es nach deiner Aussage nach gar nicht gibt) zieht nicht mehr, wenn mehrere offene Stellen auf einen Arbeitnehmer kommen.

Also lieber spid, was tun? Wie kann der öD attraktiv für die gefragten Fachkräfte werden, ohne dass es für jeden eine Extrawurst gibt? Der öffentliche Dienst muss erstmal ins Bewusstsein der Menschen als Arbeitgeber kommen. Die großen und engagierten Unternehmen setzten schon direkt an den Hochschulen an. Nach dem 4ten Semster wissen die Nachwuchskräfte schon wo sie ihr Praxissemester machen und danach halten Sie schon den Arbeitsvertrag in den Händen. Der öD kommt erst gar nicht zum Zug.