Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 561677 times)

AndreasG

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6090 am: 08.10.2020 22:57 »
Das Problem ist, dass er im öD zwar mit der E11 ca. 67k bekommt, aber erst in 9 Jahren (wenn er jetzt in Stufe 3 ist). In der freien Wirtschaft geht er dann nicht mehr mit 60+10 bzw. +15 nach Hause, sondern mit 80-100k. Mit Führungsverantwortung noch mehr. Das ist der Knackpunkt. Im öD gibt es (außer bei Fachbehörden) keine Karrierepfade für Informatiker.

Das ist einer der Punkte.
Momenten (E11 S3) reden wir über 51k bis zur nächsten Erhöhung dauert es 3 Jahre (bzw bei mir jetzt knapp 2,5 Jahre). E11 S6 wäre ich bei 65k.

Ich springe also durch den Wechsel in die fW wo ich direkt 70k bis 75k bekommen würde mehr als 9 Jahre nach vorne.

Dazu kommen ja noch die ganzen Goodies die mir bares Geld sparen.

Firmenwagen
Übernahme der Vereins und Fitnesstudiokosten
Privat nutzbares Firmenhandy - dadurch kann ich meinen Handytarif kündigen. Spart 240€ im Jahr.
20€ Zuschuss zum Internetanschluss

Durch das Homeoffice kann ich mein häusliches Arbeitszimmer das ich bisher nur im Fernstudium absetzen konnte auch weiter für die Arbeit absetzen.


Dazu die gesparte Zeit durch das Homeoffice das mir in öD mit der Begründung "der kaufmännische Direktor mag das nicht" abgelehnt wurde. 3x pro Woche wären bei 220 Arbeitstagen im Jahr 5,5 komplette Tage (24h) die ich nicht im Auto sitzen muss.

Vor allem habe ich dort wirklich den Eindruck dass man einem Wertschätzung entgegenbringt.
Im öD hatte ich eher den Eindruck ich könnte froh sein den Job zu haben.


Und auch was die Weiterentwicklung angeht. Und damit meine ich noch nicht mal Schulungen. Nebenher will ich noch den Masterabschluss machen. Im öD bekam ich gesagt ich soll das lassen, "bringt mir eh nichts".

Im Vorstellungsgespräch auf die Stelle in der fW war man bei dem geplanten Thema der Abschlussarbeit begeistert und hat sogar vorgeschlagen Kontakt zur hiesigen Uni herzustellen (ich studiere in Hagen an der Fernuni). Urlaub für die Klausuren wäre absolut kein Problem und man würde mich da unterstützen. Was auch immer das heist.

Einfach Unterschiede wie Tag und Nacht.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6091 am: 09.10.2020 07:12 »
Wie viele Mitarbeiter hat denn das Unternehmen?

Texter

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6092 am: 09.10.2020 07:25 »
In welchem Bereich von Kommunen hat man denn Kunden, die so weit weg wohnen, daß man am Vortag anreisen muß?

Die Kommunen, die ich kenne, haben gar keine Kunden. Aber Du hast recht, meine Frage bezog sich auf einen anderen Sachverhalt, der für mich aber ähnlich gelagert ist, da ich als AN auf Veranlassung des AG Sonntags zu einem Ort fahre, der nicht meinem Arbeitsort entspricht:


Sonntags auf eigene Zeit anreisen, damit man Montag um 9:00 beim Kunden ist in der Fortbildung sitzen kann


Ist das nicht eher ein Problem der tarifgebundenen Kommunen?


AndreasG

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6093 am: 09.10.2020 08:39 »
Wie viele Mitarbeiter hat denn das Unternehmen?

Weltweit knapp 100k. In Deutschland 23k.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6094 am: 09.10.2020 08:44 »
Und Dein AG im öD war von der Zahl der Beschäftigten her in etwa vergleichbar?

AndreasG

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6095 am: 09.10.2020 08:52 »
Und Dein AG im öD war von der Zahl der Beschäftigten her in etwa vergleichbar?

Das würde ja schon an "Weltweit" scheitern.

Wobei es auch in Deutschland ÖD Arbeitgeber gibt die entsprechende Mitarbeiterzahlen haben.

Bei der Bundeswehr zb arbeiten knapp 180 Tsd Personen.


Wobei das keine Frage der Größe ist.
Ähnliche Konditionen bieten auch Firmen mit um die 200 bis 300 Mitarbeitern in der Branche.

Mein jetziger Arbeitgeber im öD hat knapp 5 Tsd Mitarbeiter.

RisikoNRW

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6096 am: 09.10.2020 09:06 »

Dazu kommen ja noch die ganzen Goodies die mir bares Geld sparen.

Firmenwagen
[...]

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie darüber philosophiert wird. Wie soll ein Firmenwagen denn Geld sparen? In erster Linie kostet ein Firmenwagen erstmal jede Menge Geld, sowohl beim AG, als auch beim AN. Manchmal habe ich das Gefühl, dass dieses Argument immer nur von Menschen gebracht wird, die entweder noch nie einen Firmenwagen hatten, oder aber für die ein Auto ein Statussymbol ist.

Der einzige Firmenwagen, der "Geld spart", ist der Verzicht auf selbigen.

AndreasG

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6097 am: 09.10.2020 09:12 »
Hier in der Gegend ist man auf ein Auto angewiesen da der ÖPNV unter aller Kanone ist.

Firmenwagen kostet mich den geldwerten Vorteil per 1% Regelung und mehr nicht.

Privater PKW kostet mich die Anschaffungskosten, ggf Kapitalkosten, Reparaturen, TÜV, Versicherung, Tanken, Reifenwechsel.


Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6098 am: 09.10.2020 09:14 »
Und bei den Kommunen - in dem Forum bewegen wir uns ja - sehe ich keinen vergleichbaren AG. Das Problem, an dem die meisten Diskussionen hier kranken, ist, daß diejenigen, die sich den öD schönrechnen möchten, am liebsten ein Flächenland als AG mit der 3-Mann-Hinterhof-Klitsche am Hagener Hauptbahnhof vergleichen, währen die, die sich den öD schlechtrechnen wollen, die Gemeindeverwaltung Gutenborn mit Google vergleichen.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6099 am: 09.10.2020 09:15 »
Der einzige Firmenwagen, der "Geld spart", ist der Verzicht auf selbigen.
Wohl war.
Aber für einen persönlich kann ein Firmenwagen Geld sparen, wenn man damit z.B. 3x im Jahr in den Urlaub nach Itlalien oder sonstwo weit weg fährt und der Sprit vom AG bezahlt wird.
Ansonsten ist es oftmals für den Angestellten teurer, er merkt es nur nicht.
Und - ach ja - privat würde er sich so einen grossen Wagen nicht leisten, weil er ihn privat ja nicht braucht, aber er so tut als ob er sich den privat leisten würde, damit er in der Milchmädchenrechnung sich das ganze schön rechnen kann.

Ein Freund von mir hat nach einem AG Wechsel, wo er in der Probezeit noch keinen Dienstwagen hatte, nach der Probezeit erstmalig wirklich verstanden, dass er monatlich 400€ Netto für den Dienstwagen selber zahlt.

Für Ihn rechnet es sich trotzdem, da er obiges machten kann und es auch durchzieht.

WasDennNun

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« Antwort #6100 am: 09.10.2020 09:18 »
Und bei den Kommunen - in dem Forum bewegen wir uns ja - sehe ich keinen vergleichbaren AG. Das Problem, an dem die meisten Diskussionen hier kranken, ist, daß diejenigen, die sich den öD schönrechnen möchten, am liebsten ein Flächenland als AG mit der 3-Mann-Hinterhof-Klitsche am Hagener Hauptbahnhof vergleichen, währen die, die sich den öD schlechtrechnen wollen, die Gemeindeverwaltung Gutenborn mit Google vergleichen.
Sehr Richtig, und das wird auch in den Nachbar Foren so gemacht.
Ebenso wenn man nur auf die Unternehmensgröße als Vergleich abzielt und nicht auf auf das Gewerk, in dem man arbeitet.

AndreasG

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« Antwort #6101 am: 09.10.2020 09:24 »
Der einzige Firmenwagen, der "Geld spart", ist der Verzicht auf selbigen.
Wohl war.
Aber für einen persönlich kann ein Firmenwagen Geld sparen, wenn man damit z.B. 3x im Jahr in den Urlaub nach Itlalien oder sonstwo weit weg fährt und der Sprit vom AG bezahlt wird.
Ansonsten ist es oftmals für den Angestellten teurer, er merkt es nur nicht.
Und - ach ja - privat würde er sich so einen grossen Wagen nicht leisten, weil er ihn privat ja nicht braucht, aber er so tut als ob er sich den privat leisten würde, damit er in der Milchmädchenrechnung sich das ganze schön rechnen kann.

Ein Freund von mir hat nach einem AG Wechsel, wo er in der Probezeit noch keinen Dienstwagen hatte, nach der Probezeit erstmalig wirklich verstanden, dass er monatlich 400€ Netto für den Dienstwagen selber zahlt.

Für Ihn rechnet es sich trotzdem, da er obiges machten kann und es auch durchzieht.

Das ist eben oft der Grund der Firmenwagen teuer macht.

Die Leute konfigurieren sich ein Auto das sie sich privat nie kaufen würden und dann geht der Spaß letztlich richtig ins Geld.

Für mich wird sich beim Firmenwagen nichts zu meinem jetzigen Wagen ändern nur dass zukünftig der Arbeitgeber sich um alles drum herum kümmert und das Tanken übernimmt.

Da fahre ich mit der 1% Regelung definitiv günstiger als wenn ich selbst Geld für ein Auto in die Hand nehmen würde.

Würde ich natürlich im Übermut mir einen schicken BMW oder Audi konfigurieren würde ich bei den Kosten auch mit Firmenwagen deutlich über meinen jetzigen Kosten landen.

RisikoNRW

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« Antwort #6102 am: 09.10.2020 09:34 »
Hier in der Gegend ist man auf ein Auto angewiesen da der ÖPNV unter aller Kanone ist.

Firmenwagen kostet mich den geldwerten Vorteil per 1% Regelung und mehr nicht.

Privater PKW kostet mich die Anschaffungskosten, ggf Kapitalkosten, Reparaturen, TÜV, Versicherung, Tanken, Reifenwechsel.

Der erste Satz lässt darauf schließen, dass man sich im ländlichen Raum befindet und der Anfahrtsweg mutmaßlich deutlich über 20km liegen muss. Damit erhöht dich die 1% Regel schon auf 1,6% und mehr.

Firmenwagen dürfen teilweise auch nur aus einem vorgegebenen Pool an Fahrzeugen bezogen werden. Selbst wenn der VW up! als Pendlerfahrzeug für 20 km mehr als ausreichend ist, muss es der Ordnung halber aber mindestens ein VW Passat sein.

Ich bleibe dabei, ein Firmenwagen kostet in nahezu allen Fällen mehr Geld, als für die Mobilität eigentlich notwendig ist. Dafür habe ich mich in den letzten 5 Jahren viel zu viel mit den Themen von Mobilitätskonzepten beschäftigt.

AndreasG

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« Antwort #6103 am: 09.10.2020 09:47 »
Richtig ländlich nicht aber schlicht schlechter ÖPNV.
Spätestens wenn es ans Thema Einkauf am Wochenende geht ist ÖPNV hier keine Option mehr.

Es sind knapp 18km und es wird wahrscheinlich ein Zoe.
Die Reichweite ist vollkommen ausreichend da wir längere Strecken eh lieber mit der Bahn zurücklegen.


Laden kann ich beim Arbeitgeber kostenlos.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #6104 am: 09.10.2020 10:08 »
Ich sehe viele hier auf dem Land, die mit so kleinen Blechbüchsen wie Zoe, Polo, Golf und Co. durch die Gegend fahren. Ich halte solche Fahrzeuge in Bezug auf die Sicherheit nicht landstraßenfähig.