Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung

Begonnen von armerknecht, 08.10.2019 07:42

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Schokobon

Zitat von: Kaiser80 in 04.06.2020 08:49
[...] werden die besonders von den Einschränkungen betroffenen
Familien unterstützt.

Ja ganz schlimm...Der arme Kollege von Porsche im Neubau Reiheneckhaus, der eine furchtbare Zeit in Kurzarbeit verbracht hat bei 4000,- Kurzarbeitergeld pro Tag Monat, dem helfen die 300,- ungemein.
Der hat endlich mal seine Kinder kennengelernt! Eigentlich müsste er dem Staat 300,- zahlen für diese wertvolle Erfahrung!

Gut, dass die besonders von den Einschränkungen betroffenen Familien unterstützt werden.
Also alle.

Weiß die Regierung was eigentlich ein KITA-Platz pro Monat kostet?

Wurstberg

Zitat von: Schokobon in 04.06.2020 08:59

Ja ganz schlimm...Der arme Kollege von Porsche im Neubau Reiheneckhaus, der eine furchtbare Zeit in Kurzarbeit verbracht hat bei 4000,- Kurzarbeitergeld pro Tag Monat, dem helfen die 300,- ungemein.
Der hat endlich mal seine Kinder kennengelernt!

Bei den unmenschlichen Bedingungen von 34 bzw. 35 Wochenstunden(Fertigung) kann man ja auch wohl mal Zugeständnisse vom Staat erhalten.

Kaiser80

Zitat von: Schokobon in 04.06.2020 08:59


Weiß die Regierung was eigentlich ein KITA-Platz pro Monat kostet?
Glaube ich kaum.
Du meinst Kosten eines KITA-Platzes oder die aufzuwendenen Elternbeiträge?

FGL

Zitat von: Kat in 04.06.2020 06:58
Dumm nur, dass es nicht günstiger wird oder glaubt irgendjemand, daß die MWSt-Senkung bei dem ankommt, der die MWSt zahlt?
Da im Standardfall von Lieferungen und Leistungen gegen Entgelt der Unternehmer der Steuerschuldner der Umsatzsteuer ist und nicht der Käufer (§ 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG), kommt die USt-Senkung definitiv bei denjenigen an, die die USt auch zahlen. Nämlich bei den Unternehmern.

Schokobon

Zitat von: Kaiser80 in 04.06.2020 09:19
Zitat von: Schokobon in 04.06.2020 08:59


Weiß die Regierung was eigentlich ein KITA-Platz pro Monat kostet?
Glaube ich kaum.
Du meinst Kosten eines KITA-Platzes oder die aufzuwendenen Elternbeiträge?
In dem Beitrag meinte ich den aufzuwendenen Elternbeitrag.
Aber jetzt wo du es sagst: Sie wissen wohl beides nicht.

Bei uns im Landkreis ist die Arbeitslosenquote um 0,3 % gestiegen.
Da muss dringend ein Konjunkturprogramm der Marke "Gießkanne" her.
Super!

Kaiser80

@FGL: Die USt ist für den Unternehmer (i.d.R.) schlicht nur ein durchlaufender Posten. Scheißegal ob er 100€ +19€(=19%)=119€ einnnimt oder 100€+16€(=16%)=116. Netto hat er 100, eben weil er Steuerschuldner ist.

Spannend ist ja schlicht die frage, ob er  im Rahmen der 3€ (=3% Punkte) den Nettopreis für seine Ware/Dienstleistung erhöhöt...

Kaiser80

Zitat von: Schokobon in 04.06.2020 09:36
In dem Beitrag meinte ich den aufzuwendenen Elternbeitrag.
Aber jetzt wo du es sagst: Sie wissen wohl beides nicht.

Bei uns im Landkreis ist die Arbeitslosenquote um 0,3 % gestiegen.
Da muss dringend ein Konjunkturprogramm der Marke "Gießkanne" her.
Super!
Zu 1: Ach, ich hab p.a. ca. 3.600€ Elternbeitrag bezahlt, 7 km weiter in Rheinlandpfalz war seit eh und je Beitragsfreihiet. Jetzt wurden bei uns die letzten beiden jahre vor Einschulung beitragsfrei, statt nur das Letzte... Ein Flickenteppich und Föderalismus Bund/Land/Kommune vom Feinsten!
Dennoch sollte durchaus ermittelbar sein, was ein KITA-Platz kostet. Hab nit recherchiert, vermute es gibt Erhebungen dazu.

kommunalhesse

https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-03-tarifverhandlungen-im-oeffentlichen-dienst-vka-verweist-auf-aeusserst-schwierige-rahmenbedingungen-861

"Auch dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass die kommunalen Arbeitgeber in diesem Jahr bereits seit März noch die dritte Entgelterhöhung aus der letzten Tarifrunde zu schultern haben – wohlgemerkt für immerhin mehr als zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Dies müssen die Gewerkschaften bei den anstehenden Gesprächen berücksichtigen. Sie dürfen die kommunalen Arbeitgeber in diesen Krisenzeiten nicht überfordern."

Bastel

Zitat von: kommunalhesse in 04.06.2020 09:46
https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-03-tarifverhandlungen-im-oeffentlichen-dienst-vka-verweist-auf-aeusserst-schwierige-rahmenbedingungen-861

"Auch dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass die kommunalen Arbeitgeber in diesem Jahr bereits seit März noch die dritte Entgelterhöhung aus der letzten Tarifrunde zu schultern haben – wohlgemerkt für immerhin mehr als zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Dies müssen die Gewerkschaften bei den anstehenden Gesprächen berücksichtigen. Sie dürfen die kommunalen Arbeitgeber in diesen Krisenzeiten nicht überfordern."

Trockener Stock ins Popöchen.

FGL

Zitat von: Kaiser80 in 04.06.2020 09:38
@FGL: Die USt ist für den Unternehmer (i.d.R.) schlicht nur ein durchlaufender Posten. Scheißegal ob er 100€ +19€(=19%)=119€ einnnimt oder 100€+16€(=16%)=116. Netto hat er 100, eben weil er Steuerschuldner ist.
Für den Unternehmer sind die von ihm zu zahlenden Steuern natürlich Gestehungskosten, die er in die Preiskalkulation einstellt. Genauso wie er auch die Personalkosten für seine Mitarbeiter dort hinein kalkuliert. Dass der Käufer einen Preis bezahlt, in den auch die Gestehungskosten eingerechnet sind, macht den Käufer genauso wenig zum Steuerzahler der Umsatzsteuer wie es ihn zum Arbeitgeber des vom Unternehmer eingesetzten Personals macht.

Schokobon

Zitat von: Kaiser80 in 04.06.2020 09:46
Zu 1: Ach, ich hab p.a. ca. 3.600€ Elternbeitrag bezahlt, [...] Ein Flickenteppich und Föderalismus Bund/Land/Kommune vom Feinsten!
Hier 4.900,- für 2
Mitarbeiter vom Großkonzern in der Nachbargemeinde bekommen die Gebühren voll vom Arbeitgeber übernommen, wenn die Kinder nicht im eigenen Betriebskindergarten unterkommen (warum auch immer: Einrichtung voll, ungeschickter Fahrweg o.ä.)

Insoweit ergänze ich deinen Flickenteppich noch um den Punkt: /Private




Kaiser80

Zitat von: FGL in 04.06.2020 09:58
Zitat von: Kaiser80 in 04.06.2020 09:38
@FGL: Die USt ist für den Unternehmer (i.d.R.) schlicht nur ein durchlaufender Posten. Scheißegal ob er 100€ +19€(=19%)=119€ einnnimt oder 100€+16€(=16%)=116. Netto hat er 100, eben weil er Steuerschuldner ist.
Für den Unternehmer sind die von ihm zu zahlenden Steuern natürlich Gestehungskosten, die er in die Preiskalkulation einstellt. Genauso wie er auch die Personalkosten für seine Mitarbeiter dort hinein kalkuliert. Dass der Käufer einen Preis bezahlt, in den auch die Gestehungskosten eingerechnet sind, macht den Käufer genauso wenig zum Steuerzahler der Umsatzsteuer wie es ihn zum Arbeitgeber des vom Unternehmer eingesetzten Personals macht.
Aha, Selbskosten- und Listenverkaufspreise kalkuliert man aber Netto. Umsatzsteuer ist und bleibt eine Verbrauchssteuer und eben (mit Ausnahmen) keine Aufwandssteuer. Kapitalbindungseffekte und -kosten lassen wir mal aussen vor.

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: kommunalhesse in 04.06.2020 09:46
https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-03-tarifverhandlungen-im-oeffentlichen-dienst-vka-verweist-auf-aeusserst-schwierige-rahmenbedingungen-861

"Auch dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass die kommunalen Arbeitgeber in diesem Jahr bereits seit März noch die dritte Entgelterhöhung aus der letzten Tarifrunde zu schultern haben – wohlgemerkt für immerhin mehr als zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Dies müssen die Gewerkschaften bei den anstehenden Gesprächen berücksichtigen. Sie dürfen die kommunalen Arbeitgeber in diesen Krisenzeiten nicht überfordern."

Und täglich grüßt das Murmeltier.
Egal ob super Konjunktur, oder schlechte Zeiten....immer wieder die gleichen Aussagen und Verdi wird schon dafür sorgen dass es auf Kosten der AN abgeschlossen wird.

Nach etlichen Tarifverhandlungen, mit immer gleichem Muster,  kommt einem das Kotz......

Verdammt noch mal. Es wird Zeit den von Bsirske produzierten Mist des Jahrhundertvertrags TVÖD endlich zu ändern.

Wenn schon kurze Laufzeit dann:

100% JSZ
Erhöhung bis E8 um 2%
Erhöhung ab E9 um 10%
Beiträge für die Alltersversorgung wieder anpassen


was_guckst_du

Zitat von: FGL in 04.06.2020 09:58
Zitat von: Kaiser80 in 04.06.2020 09:38
@FGL: Die USt ist für den Unternehmer (i.d.R.) schlicht nur ein durchlaufender Posten. Scheißegal ob er 100€ +19€(=19%)=119€ einnnimt oder 100€+16€(=16%)=116. Netto hat er 100, eben weil er Steuerschuldner ist.
Für den Unternehmer sind die von ihm zu zahlenden Steuern natürlich Gestehungskosten, die er in die Preiskalkulation einstellt. Genauso wie er auch die Personalkosten für seine Mitarbeiter dort hinein kalkuliert. Dass der Käufer einen Preis bezahlt, in den auch die Gestehungskosten eingerechnet sind, macht den Käufer genauso wenig zum Steuerzahler der Umsatzsteuer wie es ihn zum Arbeitgeber des vom Unternehmer eingesetzten Personals macht.

...theoretisch richtig....aber in der Praxis beissen immer noch den Letzten die Hunde...und das ist und bleibt der Endverbraucher...und nur der kann den Kreislauf ankurbeln
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Kat

Zitat von: armerknecht in 04.06.2020 08:56
die ledigen Leistungsträger im öffentlichen Dienst bekommen vielleicht Applaus vom Balkon

Wofür? Fürs Kaffeetrinken, keine Ahnung haben und nur faul rumsitzen mit ihren dicken Bezügen, von denen sie nicht mal Steuern zahlen?