Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 534907 times)

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5745 am: 19.08.2020 10:55 »
GKV ist eh Unfug - oder ist man als Besserverdiener häufiger krank? Angesichts des ganzen "Armut macht krank"-Rumgeheule müßten die Beiträge mit steigendem Einkommen eher sinken. Davon ab war das keine Grenze, die mich persönlich juckt.

Ich stehe voll und ganz hinter der GKV, die prinzipiell ohne Rücksicht auf das Verhalten des Versicherten alle Einzahler gleich behandelt und nur nach dem Einkommen sozialisiert. Allerdings sind Familienversicherten finanziell nicht mehr zu stemmen. Na ja, geht vielleicht noch. Aber wenn man dann pro Person teils auf 10 bis 20 fach höhere Beiträge kommt ist der Bogen schon etwas überspannt. Spätestens in diesen Zeiten, wo weiterhin massiv umverteilt wird.

Aber selbst die Apologeten des Sozialisierens sind sich nicht mehr einig, siehe Corona-Tests.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5746 am: 19.08.2020 10:56 »
Nö. Der AG wünscht sich ja auch 0,x% und 48 Monate Laufzeit...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5747 am: 19.08.2020 11:05 »
GKV ist eh Unfug - oder ist man als Besserverdiener häufiger krank? Angesichts des ganzen "Armut macht krank"-Rumgeheule müßten die Beiträge mit steigendem Einkommen eher sinken. Davon ab war das keine Grenze, die mich persönlich juckt.

Ich stehe voll und ganz hinter der GKV, die prinzipiell ohne Rücksicht auf das Verhalten des Versicherten alle Einzahler gleich behandelt und nur nach dem Einkommen sozialisiert. Allerdings sind Familienversicherten finanziell nicht mehr zu stemmen. Na ja, geht vielleicht noch. Aber wenn man dann pro Person teils auf 10 bis 20 fach höhere Beiträge kommt ist der Bogen schon etwas überspannt. Spätestens in diesen Zeiten, wo weiterhin massiv umverteilt wird.

Aber selbst die Apologeten des Sozialisierens sind sich nicht mehr einig, siehe Corona-Tests.

Warum sollte das Einkommen eine Rolle spielen? Krankengeld macht lediglich 5% der Leistungsausgaben der GKV aus. 95% der Leistungen sind also Einkommensunabhängig, zudem steigt versicherungsmathematisch das Risiko für Erkrankungen mit geringerem Einkommen an. Wenn man also unbedingt einkommensabhängig erheben möchte, dann doch bitte mit höheren Beiträgen bei geringerem Einkommen.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5748 am: 19.08.2020 11:23 »
Es wäre fraglich, welcher Indikator abgesehen vom Einkommen ein ausgewogener Maßstab wäre für die GKV. Mir würde keiner einfallen auf die Schnelle.

Da ich keine Abwägung nach dem Versicherungsrisiko mag, gehe ich selbstredend auch auf keine Einwendungen in diesem Bezug ein.

Um den bürokratischen Zuzahlungswahn zu stoppen und um alltägliche Gebrechen wirklich zu versichern, sollte die BBG mindestens auf jene zur Rentenversicherung steigen bzw. in einen ausgewogenen Tanz mit der "Steuerkurve" stehen, diese Dependenzen in Bezug auf die Steuern übersteigen jedoch meine Denkleistung :D

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5749 am: 19.08.2020 11:26 »
Welchen Bezug zum Einkommen hätte denn die Masse der Leistungen der GKV, so daß dieses überhaupt als Beitragsbemessungsgröße in Betracht käme? Und was außer Schadenseintrittswahrscheinlichkeit und Schadensgröße sollten wohl sinnvolle Größen bei der Berechnung von Versicherungsbeiträgen sein?

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5750 am: 19.08.2020 11:27 »


Warum sollte das Einkommen eine Rolle spielen? Krankengeld macht lediglich 5% der Leistungsausgaben der GKV aus. 95% der Leistungen sind also Einkommensunabhängig, zudem steigt versicherungsmathematisch das Risiko für Erkrankungen mit geringerem Einkommen an. Wenn man also unbedingt einkommensabhängig erheben möchte, dann doch bitte mit höheren Beiträgen bei geringerem Einkommen.

Durch die Beitragsbemessungsgrenze ist es doch schon Praxis. Hohes Einkommen = niedrigerer Beitrag

FGL

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5751 am: 19.08.2020 11:30 »
Ich stehe voll und ganz hinter der GKV, die prinzipiell ohne Rücksicht auf das Verhalten des Versicherten alle Einzahler gleich behandelt und nur nach dem Einkommen sozialisiert.
Ich würde zustimmen, wenn das Individuum, das höhere Beiträge bezahlt, dafür auch höhere/bessere Leistungen bekommen würde. Das ist aber nicht der Fall. Wenn gleiche Leistungen für alle, dann auch gleicher Beitrag für alle, wenn man den Beitrag schon nicht anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und zu erwartender Leistungshöhe individuell bemessen möchte.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5752 am: 19.08.2020 11:31 »
Wenn nächstes Jahr die Kommunisten dran kommen, hat sich das mit der BBG sowieso erledigt ::)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5753 am: 19.08.2020 11:34 »


Warum sollte das Einkommen eine Rolle spielen? Krankengeld macht lediglich 5% der Leistungsausgaben der GKV aus. 95% der Leistungen sind also Einkommensunabhängig, zudem steigt versicherungsmathematisch das Risiko für Erkrankungen mit geringerem Einkommen an. Wenn man also unbedingt einkommensabhängig erheben möchte, dann doch bitte mit höheren Beiträgen bei geringerem Einkommen.

Durch die Beitragsbemessungsgrenze ist es doch schon Praxis. Hohes Einkommen = niedrigerer Beitrag

Inwiefern wäre das der Fall? TB E1 Stufe 2 GKV 153,44€, TB E10 Stufe 4 GKV 348,94€, TB E15 Stufe 6 GKV 363,28€, AT B10 GKV 363,28€. Mithin sind Deine Ausführungen also Blödsinn.

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5754 am: 19.08.2020 11:35 »
Ich stehe voll und ganz hinter der GKV, die prinzipiell ohne Rücksicht auf das Verhalten des Versicherten alle Einzahler gleich behandelt und nur nach dem Einkommen sozialisiert.
Ich würde zustimmen, wenn das Individuum, das höhere Beiträge bezahlt, dafür auch höhere/bessere Leistungen bekommen würde. Das ist aber nicht der Fall. Wenn gleiche Leistungen für alle, dann auch gleicher Beitrag für alle, wenn man den Beitrag schon nicht anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und zu erwartender Leistungshöhe individuell bemessen möchte.

Als PKV Mitglied bekommst du schneller einen Facharzttermin und darfst dich im KH vom Chefarzt betrachten lassen. Wenn das nicht bessere Leistungen sind die den 2-3 fachen Hebelsatz rechtfertigen. ;)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5755 am: 19.08.2020 11:37 »
Ich stehe voll und ganz hinter der GKV, die prinzipiell ohne Rücksicht auf das Verhalten des Versicherten alle Einzahler gleich behandelt und nur nach dem Einkommen sozialisiert.
Ich würde zustimmen, wenn das Individuum, das höhere Beiträge bezahlt, dafür auch höhere/bessere Leistungen bekommen würde. Das ist aber nicht der Fall. Wenn gleiche Leistungen für alle, dann auch gleicher Beitrag für alle, wenn man den Beitrag schon nicht anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und zu erwartender Leistungshöhe individuell bemessen möchte.

Als PKV Mitglied bekommst du schneller einen Facharzttermin und darfst dich im KH vom Chefarzt betrachten lassen. Wenn das nicht bessere Leistungen sind die den 2-3 fachen Hebelsatz rechtfertigen. ;)

Bei der PKV wird der Beitrag versicherungsmathematisch errechnet - und hat keinen Bezug zu sachfremden Erwägungen wie dem Einkommen.

FGL

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5756 am: 19.08.2020 11:39 »
Ich stehe voll und ganz hinter der GKV, die prinzipiell ohne Rücksicht auf das Verhalten des Versicherten alle Einzahler gleich behandelt und nur nach dem Einkommen sozialisiert.
Ich würde zustimmen, wenn das Individuum, das höhere Beiträge bezahlt, dafür auch höhere/bessere Leistungen bekommen würde. Das ist aber nicht der Fall. Wenn gleiche Leistungen für alle, dann auch gleicher Beitrag für alle, wenn man den Beitrag schon nicht anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und zu erwartender Leistungshöhe individuell bemessen möchte.
Als PKV Mitglied bekommst du schneller einen Facharzttermin und darfst dich im KH vom Chefarzt betrachten lassen. Wenn das nicht bessere Leistungen sind die den 2-3 fachen Hebelsatz rechtfertigen. ;)
Das hat mit Beitragsbemessung und Leistungsumfang der GKV jetzt genau was zu tun?

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5757 am: 19.08.2020 11:40 »


Warum sollte das Einkommen eine Rolle spielen? Krankengeld macht lediglich 5% der Leistungsausgaben der GKV aus. 95% der Leistungen sind also Einkommensunabhängig, zudem steigt versicherungsmathematisch das Risiko für Erkrankungen mit geringerem Einkommen an. Wenn man also unbedingt einkommensabhängig erheben möchte, dann doch bitte mit höheren Beiträgen bei geringerem Einkommen.



Durch die Beitragsbemessungsgrenze ist es doch schon Praxis. Hohes Einkommen = niedrigerer Beitrag

Inwiefern wäre das der Fall? TB E1 Stufe 2 GKV 153,44€, TB E10 Stufe 4 GKV 348,94€, TB E15 Stufe 6 GKV 363,28€, AT B10 GKV 363,28€. Mithin sind Deine Ausführungen also Blödsinn.

Ignorant! Statt der Summe einen Prozentsatz anlegen und deine argumentationsstruktur verfällt zu Staub.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5758 am: 19.08.2020 11:42 »
Nein, tut er nicht, weil der Beitrag dadurch immer noch nicht niedriger wird und des Einkommen zu 95% der Leistungen der GKV immer noch in keinem Zusammenhang steht.

Organisator

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #5759 am: 19.08.2020 11:44 »
Und was außer Schadenseintrittswahrscheinlichkeit und Schadensgröße sollten wohl sinnvolle Größen bei der Berechnung von Versicherungsbeiträgen sein?

Im konkreten Fall der Krankenversicherung als Ausfluss des Sozialstaatsprinzips das Einkommen.