Autor Thema: Lohnt sich Arbeit noch?  (Read 30615 times)

MoinMoin

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #30 am: 06.11.2023 10:26 »
In der Gesamtbetrachtung ist die Erschleichung von Leistungen zu einfach. Es wird seit Jahrzenten praktiziert und mit jedem Jahr gucken sich das mehr Leute ab.
Sicher, aber wenn euch bekannt ist, dass der BGler mit Waren dealt und G Klasse fährt, dann ist es traurig, dass dies das Amt nicht weiß und nicht von euch in Kenntnis gesetzt wird, oder sofern schon geschehen, zu dämlich ist es mit sich machen zu lassen.

Ich spiele sicherlich keine private Ordnungspolizei gegenüber Personen, die hochgradig kriminell sind. Wenn das auf irgendeine Art und Weise herauskommt, wird das sicherlich private Konsequenzen mit sich ziehen. Der Staat verkackt es mit seinen Almosen, weil einfach zu viel herausgeworfen wird, ohne die wirkliche Notwendigkeit abzuwägen. Diese Unrechtmäßigkeit bügeln wir bereits mit unseren Steuern aus, ich sehe es nicht ein aufgrund von privaten Anzeigen hier noch mein privates Wohlergehen zu riskieren.
Verständlich, das man da Angst hat verprügelt zu werden o.ä.,
als Beamter wäre es fast sträflich, wenn man Straftaten "deckt"
und als Bürger darf man sich dann nicht wundern, dass man verarscht wird, weil alle mitmachen, und Schwarzgeld unterstützen, selber schwarz arbeiten lassen und bei Straftaten wegschauen (warum auch immer) etc.
Bleibt für mich die Info:
Also der Staat soll es richten, aber durch eine anonyme Anzeige helfe ich dem Staat nicht dabei, dass er seinen Job besser machen kann, weil man keine private Ordnungspolizei sein will.

MoinMoin

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #31 am: 06.11.2023 10:31 »
Trotzdem bleibt es bei 3,9 Mio erwerbsfähigen BG-Empfängern. Es hat nichts mit Neid zu tun, diese Umstände anzuprangern.
Wovon 42% arbeitslos sind.

OrganisationsGuy

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #32 am: 06.11.2023 10:32 »

Also der Staat soll es richten, aber durch eine anonyme Anzeige helfe ich dem Staat nicht dabei, dass er seinen Job besser machen kann, weil man keine private Ordnungspolizei sein will.

Der Staat hat die Plattform geschaffen. Egal wie viele private Anzeigen ich schreiben werde, ich werde mit meinem Gutbürgertum keine Veränderung bewirken wenn die Plattform nicht beseitigt wird.

MoinMoin

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #33 am: 06.11.2023 10:37 »

Also der Staat soll es richten, aber durch eine anonyme Anzeige helfe ich dem Staat nicht dabei, dass er seinen Job besser machen kann, weil man keine private Ordnungspolizei sein will.

Der Staat hat die Plattform geschaffen. Egal wie viele private Anzeigen ich schreiben werde, ich werde mit meinem Gutbürgertum keine Veränderung bewirken wenn die Plattform nicht beseitigt wird.
Welche Plattform?
Die der Unterstützung der Hilfebedürftigen, die von nicht Hilfebedürftigen ausgenutzt wird?
Konstruktive Vorschläge wie man Spreu von Weizen trennt?
Durch wegschauen?

OrganisationsGuy

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #34 am: 06.11.2023 10:54 »

Also der Staat soll es richten, aber durch eine anonyme Anzeige helfe ich dem Staat nicht dabei, dass er seinen Job besser machen kann, weil man keine private Ordnungspolizei sein will.

Der Staat hat die Plattform geschaffen. Egal wie viele private Anzeigen ich schreiben werde, ich werde mit meinem Gutbürgertum keine Veränderung bewirken wenn die Plattform nicht beseitigt wird.
Konstruktive Vorschläge wie man Spreu von Weizen trennt?

Wer zwischen 18 und 60 Jahre alt ist, kriegt erstmal die pauschale Unterstellung, dass derjenige Arbeitsfähig ist. Diagnosen, die eine Arbeitsunfähigkeit oder eine starke Einschränkung der Arbeitsfähigkeit diagnostizieren dürften nicht von frei zugänglichen Allgemeinmedizinern getätigt werden, sondern müssten vom Amtsarzt festgestellt werden.

An dieser Stelle wird der Unmut sicherlich groß von wegen freie Arztwahl in Deutschland etc., aber wenn ich mir anschaue, wie viele Ärzte einen gelben Schein ausstellen, ohne überhaupt eine fachgerechte Überprüfung durchgeführt zu haben, dann weiß man woher der Wind weht. Frei nach dem Prinzip, wenn ich keine gewünschte Diagnose ausstelle machts sowieso der nächste Arzt und dann kann der abkassieren.

Wie viele Personen haben von Scharlatanen während Corona eine Bescheinigung zur Atemwegserkrankung bekommen, damit man sich von der Maskenpflicht befreien konnte aus Bequemlichkeit. Das wird die Minderheit sein, aber die Ärzte die solches handeln unterstützen werden auch alles andere gewünschte bescheinigen.

Als Letztes würde ich noch anführen, wer sich aufgrund von nicht aufhörendem Eigenverschulden (aktives blöd anstellen in Bewerbungsverfahren oder Probearbeiten) bei Arbeitgebern disqualifiziert, bekommt nach dem Xten mal die Leistungen gestrichen. Sollte es in der Person liegen, weil der Mensch einfach nicht sozial genug ist, um in der Arbeitswelt zu existieren, sehe ich auch keinen Grund solche Menschen im Sozialstaat zu tragen.

Klingt drastisch, sollte es auch sein. Ich habe einen Kollegen, der vom Kopf abwärts fast nichts mehr bewegen kann. Die Finger können gerade so noch zum Tippen verwendet werden. Geistig ist der absolut nicht beeinträchtigt. Der Kollege freut sich jeden Tag auf die Arbeit zu kommen und mit geistiger Leistung den Verwaltungsapparat zu unterstützen. Andernfalls läge er den ganzen Tag in der Wohnung und wäre vom sozialen Umfeld abgeschnitten. Das zeigt mir und ihm, dass es reine Willenssache ist. Da muss mir jemand mit einer Knieverletzung, dem schlimmen Rücken oder der wiederkehrenden Migräne nicht um die Ecke kommen, dass eine Teilnahme am Arbeitsmarkt nicht möglich ist. Bullshit.

MoinMoin

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #35 am: 06.11.2023 11:49 »

Also der Staat soll es richten, aber durch eine anonyme Anzeige helfe ich dem Staat nicht dabei, dass er seinen Job besser machen kann, weil man keine private Ordnungspolizei sein will.

Der Staat hat die Plattform geschaffen. Egal wie viele private Anzeigen ich schreiben werde, ich werde mit meinem Gutbürgertum keine Veränderung bewirken wenn die Plattform nicht beseitigt wird.
Konstruktive Vorschläge wie man Spreu von Weizen trennt?

Wer zwischen 18 und 60 Jahre alt ist, kriegt erstmal die pauschale Unterstellung, dass derjenige Arbeitsfähig ist. Diagnosen, die eine Arbeitsunfähigkeit oder eine starke Einschränkung der Arbeitsfähigkeit diagnostizieren dürften nicht von frei zugänglichen Allgemeinmedizinern getätigt werden, sondern müssten vom Amtsarzt festgestellt werden.
Ja, macht sinn, die fake erwerbsunfähigen mal auszusortieren.
Wie viele das von den 1,56 Mio  nicht erwerbsfähigen BGLer sind sei mal dahingestellt.

Zitat
Als Letztes würde ich noch anführen, wer sich aufgrund von nicht aufhörendem Eigenverschulden (aktives blöd anstellen in Bewerbungsverfahren oder Probearbeiten) bei Arbeitgebern disqualifiziert, bekommt nach dem Xten mal die Leistungen gestrichen.
Ok, wo ist da was neues dran? Wie viele das sind von 1,6 Mio erwerbsfähigen arbeitslosen BGlern, sei mal dahingestellt, die aktiv sich zu doof anstellen?

Zitat
Sollte es in der Person liegen, weil der Mensch einfach nicht sozial genug ist, um in der Arbeitswelt zu existieren, sehe ich auch keinen Grund solche Menschen im Sozialstaat zu tragen.
Du meinst jetzt, die, die einfach zu unfähig sind in der Arbeitswelt zu bestehen, weil sie einfach zu doof, geistig eingeschränkt oder sonst was sind sind (ist ein alkoholkranker erwerbsunfähig?), bzw. die kein Ag haben will, weil sie nicht ausreichend performen oder den falschen Beruf gelernt haben, um in der Arbeitswelt zu bestehen, die sollen dann ohne staatlicher Unterstützung leben.

Ja, kann man machen.
Zitat
Klingt drastisch, sollte es auch sein. Ich habe einen Kollegen, der vom Kopf abwärts fast nichts mehr bewegen kann. Die Finger können gerade so noch zum Tippen verwendet werden. Geistig ist der absolut nicht beeinträchtigt. Der Kollege freut sich jeden Tag auf die Arbeit zu kommen und mit geistiger Leistung den Verwaltungsapparat zu unterstützen. Andernfalls läge er den ganzen Tag in der Wohnung und wäre vom sozialen Umfeld abgeschnitten. Das zeigt mir und ihm, dass es reine Willenssache ist. Da muss mir jemand mit einer Knieverletzung, dem schlimmen Rücken oder der wiederkehrenden Migräne nicht um die Ecke kommen, dass eine Teilnahme am Arbeitsmarkt nicht möglich ist. Bullshit.
Ja, Menschen mit willen, die können arbeiten, unabhängig von ihrer körperlichen Konstitution.
Und du möchtest den "verkrachten" Existenzen, die durch Schicksale (temporär?) aus der Bahn geworfen sind.
Also körperlich fit, aber seelisch/geistig "verkrüppelt" sind, ohne staatliche Unterstützung lassen.

Ja, kann man machen.

Wenn man davon ausgeht, das es in den beiden Gruppen jeweils 10% der Menschen sind, die das System aktiv ausnutzen, dann würden wir damit 310.000 weniger "Schmarotzer" haben.

wenn es ein drittel ist, dann haben wir 1 Mio aussortiert

Organisator

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #36 am: 06.11.2023 11:59 »
Als Letztes würde ich noch anführen, wer sich aufgrund von nicht aufhörendem Eigenverschulden (aktives blöd anstellen in Bewerbungsverfahren oder Probearbeiten) bei Arbeitgebern disqualifiziert, bekommt nach dem Xten mal die Leistungen gestrichen. Sollte es in der Person liegen, weil der Mensch einfach nicht sozial genug ist, um in der Arbeitswelt zu existieren, sehe ich auch keinen Grund solche Menschen im Sozialstaat zu tragen.

Klingt drastisch, sollte es auch sein.

Finde ich gar nicht drastisch sondern deckt sich mit von mir beobachtetem Verwaltungshandeln. Allerdings habe ich auch beobachten können, dass man damit nicht allzuviel Leute erreicht. Viele, viele sind zurecht erwerbslos, weil sie einfach es nicht schaffen, ihr Leben (und eine Erwerbstätigkeit) halbwegs hinzubekommen.

Sinnvoll wäre es, diesen Personenkreis ohne viel Aufwand zu verwalten und stattdessen Willige zu unterstützen, insbesondere Zugewanderte möglichst wenig Hürden zur Arbeitsaufnahme in den Weg zu stellen.

Thomas09

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #37 am: 06.11.2023 12:04 »
Ich käme mit 563,00 Euro nicht weit.
Wenn alle Wohnkosten getragen werden, ist das für eine Person doch schon solide. Klar kann man kein Luxusleben führen, aber so ein bisschen Studentenleben ohne Arbeitsstress - ich fänd's verlockend. Allerdings hört der "Spaß" auf, wenn man Familie hat - und den Ehrgeiz, sich etwas "bürgerlicher" durchs Lebens zu bewegen.

Eine Erhellung!
Z.b. eine Familie mit Bürger-Geld!
Und ab 2024 : 12 % Steigerung!!!

1. Elternteil:   502
2. Elternteil:   451
Kind bis  5:    318
Kind bis 13:   348
Kind  bis 17 : 420

Eine exempl. Familie würde : 1 988 Euro Sozialgeld NETTO erhalten. Abzüglich des Kindergeldes, welche am Ende wieder ausgezahlt wird.
zzgl. eine entsprechend große Wohnung mit WARMMIETE um 1 500 Euro
Und die Energiekosten werden immer übernommen!
So kommt diese Fam auf über 3 500 Euro Bürgergeld inkl. Kindergeld. GESCHENKT!!
zzgl. freie Kita und Verpflegung ; weitere geldwerte Vorteile, wie Tafel, Keine GEZ; Schulzuschuss bei Reisen, …
Jedes Kind erhöht das Einkommen; jede Mieterhöhung wird übernommen! Interessiert dies Ihren Arbeitgeber? Nein!!!
Meine einzige Frage: Wer von Ihnen verdient NETTO 3 500 Euro im Monat!
Machen Sie sich Sorgen, oder gar Ängste wegen der Energiekosten?
Bei Bezug von H4 / Bürgergeld werden die Energiekosten in Realhöhe übernommen! Nicht schlecht, oder?
Die Transferleistungen sind bereits jetzt deutlich zu hoch! u
Verdienen Sie in BRUTTO  diese Beträge?

Du glaubst also ein Kind kostet nicht mehr als 420 € im Monat? Du kannst ja Kinder nicht einfach auf die Einnahme Seite stellen ohne entsprechende Ausgaben dem gegenüber zu stellen.

Würde ich meine aktuelle Eingruppierung einfach mal 2 nehmen, käme ich schon auf 4,4 Netto. Bei 3 Kindern durch Kindergeld schon auf 5 Netto. Kinderfreibeträge und so Spässchen bin ich jetzt zu faul auszurechnen aber der Betrag würde ja weiter steigen.

Ich finde ja grundsätzlich das Personen denen es am wirtschaftlichen Existenzminimum gefällt sollen doch bitte ihren Job kündigen, ihre gespartes aufbrauchen, aus ihrer zu großen und zu teuren Wohnung ausziehen und sich regelmäßig bei der Arge mit dem Secu boxen für neue Schuhe für die Kinder. Wenn das euer Lebensziel ist, bitteschön wo ist eure Kündigung? 

OrganisationsGuy

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #38 am: 06.11.2023 12:20 »
Ja, Menschen mit willen, die können arbeiten, unabhängig von ihrer körperlichen Konstitution.
Und du möchtest den "verkrachten" Existenzen, die durch Schicksale (temporär?) aus der Bahn geworfen sind.
Also körperlich fit, aber seelisch/geistig "verkrüppelt" sind, ohne staatliche Unterstützung lassen.

Ja, kann man machen.

Einzelschicksale muss man differenzieren, insofern dass denn überhaupt ermittelbar ist. Es gibt da meiner Meinung nach schon einen starken Unterschied zwischen ich hab Nahtoderfahrung gehabt, meine Kinder sind verstorben, ich habe einen unterdurchschnittlichen IQ und kann alleine nicht für mich sorgen vs. Ich hab Autismus und ADHS diagnostiziert und kann keine halbe Stunde einer Aufgabe am Stück nachgehen weil, dass zu viel Stress für mich ist.

teclis22

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #39 am: 06.11.2023 12:28 »
Die Prozesse im Bürgergeld sind mir fremd. Ich kenne aber im Bekanntenkreis zwei Langzeit-Arbeitslose und die halten sich MMn an die Vorschriften. Das würde ich eher als Überleben bezeichnen denn als Leben.

Daher glaube ich, die Sätze sind nicht zu hoch per se.
Stimme aber zu, wenn Missbrauch stärker kontrolliert wird.
Die Frage bleibt natürlich - Wie?

Thomber

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #40 am: 06.11.2023 12:34 »
Zitat
Du glaubst also ein Kind kostet nicht mehr als 420 € im Monat?

Da für dieses Kind ja weder Miet- noch Nebenkosten, weder Schulaussattung noch ÖPNV-Karte usw. usw. anfallen, sage ich mal JA - 420€ reichen.

MoinMoin

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #41 am: 06.11.2023 13:04 »
Ja, Menschen mit willen, die können arbeiten, unabhängig von ihrer körperlichen Konstitution.
Und du möchtest den "verkrachten" Existenzen, die durch Schicksale (temporär?) aus der Bahn geworfen sind.
Also körperlich fit, aber seelisch/geistig "verkrüppelt" sind, ohne staatliche Unterstützung lassen.

Ja, kann man machen.

Einzelschicksale muss man differenzieren, insofern dass denn überhaupt ermittelbar ist.
Nun, darin liegt doch im aktuellem System das Problem:
Wieviel Aufwand will man betreiben um Einzelschicksale nicht im Regen stehen zu lassen, aber die Illegalen BGler es nicht zu leicht zu machen?
Was kostet es dem Staat den Berufsbgler das Handwerk zu legen ohne die Menschenwürde der Bedürftigen zu konterkarieren.
 
Also besagtes: Spreu vom Weizen sortieren.

Das ganz natürlich ohne die Mithilfe der Bürger, die kriminelle BGler und fake Kranke nicht anonym anschwärzen wollen.
Aber alle solche Fälle kennen und deswegen gerne die Mehrzahl der BGler in diesen Topf sehen.

Davon ab, geht es doch hier im Thread eher darum:
Ist das Bürgergeld zu hoch und lohnt sich damit das arbeiten noch?

und wie bekommen wir die 1,6 Mio erwerbsfähigen arbeitslosen BGlern dazu einen Mindestlohn Job auszuüben.


Carnie

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #42 am: 06.11.2023 13:08 »
Ich würde damit anfangen das Bürgergeld Empfänger genauso wie arbeitende Leute sich morgens einstempeln und abends aus stempeln.  Damit erhält man dann auch eine vernünftige Tagesstruktur und kein morgens bis wer weiss wann pennen.

PublicHeini

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #43 am: 06.11.2023 13:17 »
Ich glaube hier müssen viele Fälle getrennt betrachtet werden.

1. Wer bekommt wie viel Geld?
Arbeitslose (kurzfristig)
- Wenn jemand gearbeitet hat und (ob selbstverschuldet oder nicht) arbeitslos wird, sollte diese Person im ersten Jahr meinetwegen zu 100% sein altes Nettogehalt vom Amt bekommen, sodass die Person nicht gleich alles verliert. Damit der Anreiz bleibt einen Job neuen Job aufzunehmen, sinkt der Anspruch auf 70%.
Arbeitslos(langfristig)
- Wer länger als zwei Jahre arbeitslos ist, bekommt ein Grundeinkommen von 1000€ pro Person für Kinder lediglich das Kindergeld.
- Wer noch nie in diesem Land gearbeitet hat, ist stets nur mit 70% der Leistung von Langzeitarbeitslosen zu betrachten.

2. Was soll finanziert werden?
Grundbedürfnisse
- Es sollen generell keinerlei Zuschüsse für Wohnung, Strom, etc. geben. Dementsprechend gibt es auch kein Anspruch auf WBS etc. Auch Vermieter machen sich mit WBS die Taschen voll. Dies begünstigt zwar eine Ghettobildung aber irgendwo muss es Abstriche geben.

3. Kontrollen gegen Missbrauch von Staatsgeldbeziehung
- Durch einen Bürokratieabbau (durch Abschaffung von Zuschüssen s.o.) wenn Positionen und Gelder frei für vermehrte Kontrollen gegen den Missbrauch von Staatsgeldbeziehern. Jeder der Staatliche Hilfen in Anspruch nimmt, gibt auch gleichzeitig die Erlaubnis ab ein gläserner Bürger zu sein. Einblicke in Konten etc. werden von Banken zur Verfügung gestellt. Hier können die Sparkassen ihre Staatlichen Dienste zur Verfügung stellen. Jeglicher Verstoß wird mit Kürzung geahndet und ab einer bestimmten Größenordnung X werden die Gelder gestrichen. Natürlich mit sämtlichen Einhalten und Androhung der Fristen. Zum Schutz der Sachbearbeitungen werden diese Anträge anonymisiert und Zentral bearbeitet. Missbrauch wird gegen Schwarzarbeit, Krankschreibungen, etc. geahndet.

4. Rentenbetrachtung
Renten für lebenslange Arbeit.
- Wer ein Leben lang gearbeitet hat, bekommt eine Rente stets 50% höher als ein Langzeitarbeitsloser. Mit jedem Arbeitsjahr weniger verliert man 1,5%p
- Langzeitarbeitslose Rentner bleiben bei Ihren Leistung wenn Sie weniger als 33 Jahre gearbeitet haben.
- Personen die nie in diesem Land gearbeitet haben bekommen lediglich 70% eines Langzeitarbeitslosen.

5. Vergütung von Arbeit (Berechnung bei StK 1)
- jeder der arbeitet sollte bei VZ stets 50% mehr als ein Langzeitarbeitsloser verdienen. Wer eine Ausbildung absolviert hat bekommt in seinem Beruf Arbeit sollte stets 25% mehr als ein ungelernter Arbeiter haben.

Generell soll und muss sich das Arbeiten wieder lohnen. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann (arbeitslos wird), muss dies stets von einem Amtsarzt beglaubigen lassen. Der Fokus ist die Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit. Langzeitsarbeitlose müssen stets einer Tätigkeit in Bereich des öffentlichen Dienstes(Parkaufräumen, Unterstützung von Bauhöfen und bei anderen Kommunalen Daseinsvorsorgen) von mindestens 3 Stunden am Tag nachgehen, die nicht extra vergütet. Dies kann auch in ein Arbeitsvertrag münden. Person die noch nie in Deutschland gearbeitet haben die gleichen Aufgaben zu erledigen. Wer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, ist verpflichtet dies mit Unterstützung der Kommunen zu erlernen (auf B1-Niveau wird spätestens nach 3 Jahren Zentral geprüft). Bei jeglicher Weigerung (mit allen Fristen etc.) wird die Person des Landes verwiesen.

Diese Sichtweise klingen aller sehr hart. Es bedarf aber einer konsequenten Arbeitsweise, damit diejenigen belohnt werden, hier Steuern zahlen. Abbau von Bürokratie und mehr die Sachlichkeit investieren.

Zudem sollten generelle Gelder wie Kindergeld abgeschafft werden. Denn der einzelne kann mit dem Geld wenig anstellen. Stattdessen sollen die Gelder für Schulen und andere Kindereinrichtung verwendet werden und dafür auch Sorge getragen werden, dass für Kinder alles diesbezüglich Kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollte

Warnstreik

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Antw:Lohnt sich Arbeit noch?
« Antwort #44 am: 06.11.2023 13:22 »
Na ja, man muss schon sehr schlecht verdienen, sodass Bürgergeld im direkten 1:1-Vergleich für jemanden besser wäre.

Diesen Fall gibt es mit dem derzeitigen Mindestlohn schlicht nicht. Wer Vollzeit arbeitet hat IMMER spürbar mehr in der Tasche als ein BG-Empfänger. (bei zwei Erwachsenen natürlich auch beide) Der Abstand wurde sogar noch erhöht, indem die Möglichkeit des Wohngeldbezuges massiv ausgeweitet wurde. Daran den Antrag zu stellen ist auch nichts Ehrrühriges.

Ansonsten, wer das wirklich erwägt: Viel Spaß, aber vorher das Vermögen bis auf einen kleinen Rest aufbrauchen. Die eventuell zu teure Immobilie verkaufen, deren Nebenkosten man aber schon kaum zahlen können wird, wenn man es behalten darf. Vielleicht ist sogar das Auto zu groß und zu teuer und muss zu Geld gemacht werden. Mietwohnungen werden nach dem ersten Jahr geprüft - die Sätze sind nicht allzu hoch. Beim dann nötigen Umzug steht man auf der Liste der potentiellen Vermieter natürlich ganz oben und die Konkurrenz unter den Bewerbern mit Wohnberechtigungsschein ist sicher eh nicht groß ;-)
Dazu kommt der soziale Druck: Spannend wenn die Kinder die Jobs ihrer Eltern in der Schule vorstellen oder beim lokalen Schulverein um Beihilfen zur Klassenfahrt bitten müssen. Für die Kids ist man auch ein tolles Vorbild. Wenigstens hat man dann genug Zeit auf den doofen Staat und die faulen Harzer zu schimpfen - oh, Mist, das ist man ja jetzt selbst.