Autor Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche  (Read 240887 times)

öfföff

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1470 am: 20.08.2021 15:02 »
14% unter der Lohnentwicklung? Das ist krass und hätte ich nicht hat erwartet.
Da muss dringend angesetzt werden.
Von den Stufen in der Form halte ich auch nichts.
Worin soll hier die Motivation liegen? Das besonders breites Sitzfleisch gefördert wird?
Für mich persönlich kann ich nur sprechen, dass das nur frustrierend ist. Mein Kollege und ich entwickeln unseren Fachbereich enorm weiter und zeigen wirklich mehr Einsatz als erwartbar ist und bekommen deutlich weniger als Mitarbeiter die einfach nur länger körperlich anwesend sind.
Erst in 6 Jahren ist es so, dass ich den meiner Meinung nach vollen Lohn erhalte.
Ja ich weiß, theoretisch könnte mein AG. Macht er aber nicht.

Falsche denkweise zum dem Tarifgeflecht. Du bekommst bereits jetzt den vollen Lohn. Das was du jetzt bekommst ist der vorgesehene volle Lohn für deine Zugehörigkeit.

Spid

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1471 am: 20.08.2021 15:03 »
Was für eine Zugehörigkeit?

thesisko

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1472 am: 20.08.2021 17:13 »
Also gilt doch, je platter der Hintern, desto mehr Prämie gibt es dafür.
Es gibt nicht mehr Geld für Leistung, sondern für Sitzfleisch.
Kann man machen, ist aber suboptimal.

Das sind schöne Punkte im Bewerbungsgespräch. Also wir zahlen eh deutlich weniger als das was in anderen Arbeitsverhältnissen für ihren Berufsstand tariflich festgelegt ist, aber wenn sie erstmal 7 Jahre bei uns sind, dann gibt es einen großen Sprung.
Selbstverständlich entscheidet sich jeder freiwillig dafür und unterschreibt oder halt nicht. Kontraproduktiv finde ich es trotzdem. Das System trägt viel dazu bei, dass man Richtung Dienst rein nach Vorschrift geht. Was muss man leisten? Eine Leistung mittlerer Art und Güte. Mehr will der öffentliche Dienst wohl nicht. Wer sich daran hält bekommt nach 7 Jahren den großen Sprung, wer mehr leistet auch.
Da sollte man in den Tarifverhandlungen wirklich ran.

Highwaystar

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1473 am: 20.08.2021 17:19 »
Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche



plus 2% pa bis E10 und +3% ab E11

zusätzlich +2,5% in Stufe 6

und endlich die stufengleiche Höhergruppierung

ab 1.10.2021


Spid

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« Antwort #1474 am: 20.08.2021 17:20 »
Also gilt doch, je platter der Hintern, desto mehr Prämie gibt es dafür.
Es gibt nicht mehr Geld für Leistung, sondern für Sitzfleisch.
Kann man machen, ist aber suboptimal.

Das sind schöne Punkte im Bewerbungsgespräch. Also wir zahlen eh deutlich weniger als das was in anderen Arbeitsverhältnissen für ihren Berufsstand tariflich festgelegt ist, aber wenn sie erstmal 7 Jahre bei uns sind, dann gibt es einen großen Sprung.
Selbstverständlich entscheidet sich jeder freiwillig dafür und unterschreibt oder halt nicht. Kontraproduktiv finde ich es trotzdem. Das System trägt viel dazu bei, dass man Richtung Dienst rein nach Vorschrift geht. Was muss man leisten? Eine Leistung mittlerer Art und Güte. Mehr will der öffentliche Dienst wohl nicht. Wer sich daran hält bekommt nach 7 Jahren den großen Sprung, wer mehr leistet auch.
Da sollte man in den Tarifverhandlungen wirklich ran.
Es gibt doch überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Betriebszugehörigkeit und Stufe.

thesisko

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« Antwort #1475 am: 20.08.2021 17:26 »
Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche



plus 2% pa bis E10 und +3% ab E11

zusätzlich +2,5% in Stufe 6

und endlich die stufengleiche Höhergruppierung

ab 1.10.2021

Inflationsausgleich plus deine Forderung sollte es sein.

Sozialarbeiter

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« Antwort #1476 am: 20.08.2021 17:29 »
Das System trägt viel dazu bei, dass man Richtung Dienst rein nach Vorschrift geht. Was muss man leisten? Eine Leistung mittlerer Art und Güte.
Ich wiederhole mich, aber ich schätze, dass es einige Bereiche gibt, die effizienter arbeiten würden, wenn das Personal Dienst nach Vorschrift leisten würde.  ;) ::)

Spid

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« Antwort #1477 am: 20.08.2021 17:36 »
Eben. Dienst nach Vorschrift zu leisten, ist exakt, was man von einem AN im öD erwartet. Und es ist überall, wo Mitarbeiter wertgeschätzt werden und nicht etwa als Verschleißteil gesehen werden, nicht wünschenswert, wenn mehr als Leistung mittlerer Art und Güte geleistet wird.

thesisko

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« Antwort #1478 am: 20.08.2021 22:35 »
Also gilt doch, je platter der Hintern, desto mehr Prämie gibt es dafür.
Es gibt nicht mehr Geld für Leistung, sondern für Sitzfleisch.
Kann man machen, ist aber suboptimal.

Das sind schöne Punkte im Bewerbungsgespräch. Also wir zahlen eh deutlich weniger als das was in anderen Arbeitsverhältnissen für ihren Berufsstand tariflich festgelegt ist, aber wenn sie erstmal 7 Jahre bei uns sind, dann gibt es einen großen Sprung.
Selbstverständlich entscheidet sich jeder freiwillig dafür und unterschreibt oder halt nicht. Kontraproduktiv finde ich es trotzdem. Das System trägt viel dazu bei, dass man Richtung Dienst rein nach Vorschrift geht. Was muss man leisten? Eine Leistung mittlerer Art und Güte. Mehr will der öffentliche Dienst wohl nicht. Wer sich daran hält bekommt nach 7 Jahren den großen Sprung, wer mehr leistet auch.
Da sollte man in den Tarifverhandlungen wirklich ran.
Es gibt doch überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Betriebszugehörigkeit und Stufe.

Das stimmt wohl und macht das ganze noch abwegiger.

TVWaldschrat

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« Antwort #1479 am: 20.08.2021 22:58 »
Eben. Dienst nach Vorschrift zu leisten, ist exakt, was man von einem AN im öD erwartet. Und es ist überall, wo Mitarbeiter wertgeschätzt werden und nicht etwa als Verschleißteil gesehen werden, nicht wünschenswert, wenn mehr als Leistung mittlerer Art und Güte geleistet wird.

So und nicht anders. Und genau das ist das, was am öD belächelt wird. Wird es mit recht belächelt? Ja! Ist der AG gewillt was dagegen zu tun? Offensichtlich nicht. Also: Wer im öD arbeitet, hat gefälligst nicht mehr zu leisten als festgelegt. Wer mehr leistet, hat sich nicht zu beschweren, sondern kann sich woanders bewerben.

Die Entgeltstufen sind nicht nach Leistung oder Erfahrung zuzuordnen, sondern nach Sitzfleisch oder Verhandlungsgeschick. Nicht mehr, nicht weniger.

TVWaldschrat

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« Antwort #1480 am: 20.08.2021 23:03 »
Wenn der AG nach TV-L nicht kann, dann möchte er nicht.

Wenn der TV-L nicht mehr hergibt, dann möchte der AG einfach nicht. Der Steuerzahler zahlt so oder so für die untragbaren Entscheidungen der Politik. Wenn der AG nicht für Qualität bezahlen möchte, dann immer im Namen des Steuerzahlers, aber der Steuerzahler zahlt.

Spid

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« Antwort #1481 am: 20.08.2021 23:13 »
Inwiefern wäre das Dienstleisten nach Vorschrift zu belächeln? Die Bindung der öffentlichen Verwaltung an Recht und Gesetz ist eine wesentliche Errungenschaft moderner Rechtsstaatlichkeit - und auch ich erwarte von meinen Mitarbeitern genau das, obwohl wir nicht dazugehören. Bei wem Dienst nach Vorschrift mit einem Leistungsabfall einhergeht, genügt qualitativ nicht. Eine über die Leistung mittlerer Art und Güte hinausgehende Leistungserbringung ist eine, die den AN durch unangemessene Inanspruchnahme seiner Kräfte dessen Gesundheit gefährdet - denn die Leistung mittlerer Art und Güte ist eine, die der AN durch angemessene Beanspruchung seiner geistigen und körperlichen Kräfte zu leisten in der Lage ist. Mithin ist eine über die Leistung mittlerer Art und Güte hinausgehende Arbeitsleistung eben grundsätzlich nicht erstrebenswert - es sei denn, man betrachtet die AN als Verschleißteile und hat genug davon, um sie beim zwangsläufig vorzeitigen Verschleiß durch Überbeanspruchung ersetzen zu können.

Zeussowitz

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« Antwort #1482 am: 21.08.2021 08:25 »
Ich glaube es gibt teilweise unterschiedliche Auffassungen der Formulierung mittlerer Art und Güte.

Manche verstehen darunter Mittelmaß, was es aber ja grade nicht heißt.

Lothar57

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« Antwort #1483 am: 21.08.2021 14:41 »
Ich glaube es gibt teilweise unterschiedliche Auffassungen der Formulierung mittlerer Art und Güte.

Manche verstehen darunter Mittelmaß, was es aber ja grade nicht heißt.

Auf jeden Fall darf man es so verstehen, dass mittelmäßige Arbeit den Anforderungen entspricht. Und es heißt wohl auch, dass der öffentliche AG nicht verpflichtet ist, überdurchschnittliche Leistung zu fördern, gesschweige denn zu gratifizieren.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Spid

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« Antwort #1484 am: 21.08.2021 14:59 »
Nein, so „versteht“ man es nur, wenn man es nicht versteht. Eine Leistung mittlerer Art und Güte kann absolut unterirdisch, aber auch eine weit überdurchschnittliche oder auch eine durchschnittliche Leistung sein. Sie hängt nämlich von der individuellen Leistungsfähigkeit ab.