Autor Thema: [NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen  (Read 244301 times)

NWB

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Antw:[NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen
« Antwort #300 am: 10.02.2022 10:07 »
Mit dem Jobrad ist es doch ähnlich wie mit dem Jobticket - für manche sehr sinnvoll, für andere gar nicht.
Deshalb ist das auch nur ein Nebenkriegsschauplatz und keine ernsthafte Forderung der Gewerkschaften.

Der Obelix

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« Antwort #301 am: 10.02.2022 10:24 »
Jobrad ....ja dieses Thema.

Was zeigt uns das?

es zeigt, dass die Arbeitgeber selbst für dieses Minithema keine Lösung finden könnne. Wohlgemerkt es geht hier im Fahrräder mit zwei reifen und einem Rahmen. also keine weltraum oder quantenforschung.

Sehr schade.

Und wenn man bei diesem Thema schon die weisse Flagge schwenkt, kann bei anderen Themen kein großer Wurf erwartet werden.

photosynthese

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Antw:[NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen
« Antwort #302 am: 10.02.2022 11:36 »
Jobrad ....ja dieses Thema.

Was zeigt uns das?

es zeigt, dass die Arbeitgeber selbst für dieses Minithema keine Lösung finden könnne. Wohlgemerkt es geht hier im Fahrräder mit zwei reifen und einem Rahmen. also keine weltraum oder quantenforschung.

Sehr schade.

Und wenn man bei diesem Thema schon die weisse Flagge schwenkt, kann bei anderen Themen kein großer Wurf erwartet werden.

Ist aus Arbeitgebersicht nicht das größte Problem, dass das Entgeltumwandlungsprinzip hier zu einer Diversifizierung der Besoldung führt, die so nicht in einem starren System vorgesehen ist? Also egal, ob es jetzt ein Jobrad oder das anderer Stelle mal erwähnte "Job-KFZ" wäre: Manche würden die Option ziehen, andere nicht, und dadurch würde das LBV plötzlich an einer Stelle diversifizieren müssen, an der es dazu überhaupt keine Konzepte gibt. V.a. ist ja davon auszugehen, dass das erste entsprechende Angebot mehr Begehrlichkeiten weckt, der verbundene Arbeitsaufwand wäre also immens und würde wahrscheinlich relativ kurzfristig die Einrichtung ganzer neuer Abteilungen erfordern, während man jetzt anhand einiger harter Faktoren die meisten Beamt*innen klar eingruppiert hat und das LBV trotzdem schon eine riesige Behörde ist.

Das Jobticket ist ja ein losgelöstes Angebot. Ich weiß nicht, wie das in anderen Behörden gehandhabt wird, aber im Schulbereich hängt das davon ab, ob der Schulträger das anbietet oder nicht, also bedeutet es keinen zusätzlichen Verwaltungsaufwand für das LBV. Sowas in der Art wäre natürlich auch für andere Bereiche, wie das Jobrad, denkbar, betrifft aber dann nicht die Landesebene.

Aloha

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« Antwort #303 am: 10.02.2022 12:56 »
Verfolgt jemand die heutige Sachverständigenanhörung im Landtagsausschuss?

Ytsejam

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« Antwort #304 am: 10.02.2022 14:09 »
Verfolgt jemand die heutige Sachverständigenanhörung im Landtagsausschuss?

War zu spät, ist schon zu Ende...

RichardSax

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« Antwort #305 am: 10.02.2022 14:43 »
Und? Das Ergebnis?

"Danke für die Stellungnahmen, interessiert uns aber nicht...
Gesetz wird wie vorgeschlagen verabschiedet...."

Abwarten 8)

Stefan

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Antw:[NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen
« Antwort #306 am: 10.02.2022 14:51 »
Im Grunde wurden nur die Stellungnahmen wiederholt.
Die AfD fragte die Gewerkschaften: "Wenn Sie einen vorrangigen Wunsch hätten und Sie wüssten, dass dieser umgesetzt wird, welcher wäre dies?" Hierauf antworteten alle gleich: "Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf Beschäftigtenniveau."
Ich denke, dass sich an den Gesetzentwürfen nicht viel ändern wird.
Auswertung der Anhörung ist für den 17.03. geplant.

uw147

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« Antwort #307 am: 10.02.2022 16:13 »
Schön war auch wieder die Frage eines Abgeordneten (Herr Witzel?), wie die Gewerkschaften sich denn bitte die Reduzierung der Wochenarbeitszeit angesichts der zehntausenden Leerstellen vorstellen. Eine Reduzierung würde ja den Personalbedarf erhöhen, der dann wieder nicht gedeckt werden kann. So als ob das Ganze Thema nicht auch irgendwie mit der Attraktivität zusammenhängen würde...

gerzeb

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« Antwort #308 am: 10.02.2022 17:05 »
Ich war leider auch zu spät... Ich gehe mal davon aus, dass es über die Regelung für die Zeit vor dem 01.01.2022 noch immer keine Rückmeldung gibt und es einfach totgeschwiegen wird?

Ytsejam

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« Antwort #309 am: 11.02.2022 08:22 »
Schön war auch wieder die Frage eines Abgeordneten (Herr Witzel?), wie die Gewerkschaften sich denn bitte die Reduzierung der Wochenarbeitszeit angesichts der zehntausenden Leerstellen vorstellen. Eine Reduzierung würde ja den Personalbedarf erhöhen, der dann wieder nicht gedeckt werden kann. So als ob das Ganze Thema nicht auch irgendwie mit der Attraktivität zusammenhängen würde...

Zumal: Wer hat denn die Erhöhung dazu genutzt, Stellen bis zum Exitus abzubauen?

uw147

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Antw:[NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen
« Antwort #310 am: 11.02.2022 08:29 »
Schön war auch wieder die Frage eines Abgeordneten (Herr Witzel?), wie die Gewerkschaften sich denn bitte die Reduzierung der Wochenarbeitszeit angesichts der zehntausenden Leerstellen vorstellen. Eine Reduzierung würde ja den Personalbedarf erhöhen, der dann wieder nicht gedeckt werden kann. So als ob das Ganze Thema nicht auch irgendwie mit der Attraktivität zusammenhängen würde...

Zumal: Wer hat denn die Erhöhung dazu genutzt, Stellen bis zum Exitus abzubauen?

Im Zweifel war es immer die Vorgängerregierung

was_guckst_du

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Antw:[NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen
« Antwort #311 am: 11.02.2022 08:46 »
..in NRW wechselt ja inzwischen mit jeder Wahl die Regierung komplett...ich weiß schon gar nicht mehr, welche Farbe die Regierung hatte, die das damals verabschiedet hat...

...generell kann man aber als Beamter sagen, dass die Politik nur dann was für die Beamtenschaft tun will, wenn sie sich gerade mal in der Opposition befindet...

Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Floki

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« Antwort #312 am: 11.02.2022 08:58 »
..in NRW wechselt ja inzwischen mit jeder Wahl die Regierung komplett...ich weiß schon gar nicht mehr, welche Farbe die Regierung hatte, die das damals verabschiedet hat...

...generell kann man aber als Beamter sagen, dass die Politik nur dann was für die Beamtenschaft tun will, wenn sie sich gerade mal in der Opposition befindet...

Die älteren Kollegen sprachen davon, dass die Idee von Rot/Grün kam und per Verordnung umgesetzt wurde. In der Opposition von Schwarz/Geld heftig kritisiert. Nachdem dann der Regierungswechsel kam, hat eben diese Opposition wohl das mal eben gesetzlich verankert.

Spielt aber auch keine große Rolle, ausschließlich die Opposition will etwas für den öffentlichen Dienst machen.
Immerhin gab es unter Schwarz/Geld die 1:1 Übernahme von den Tarifverhandlungen, auch wenn die Ergebnisse schlecht waren. Unter Rot/Grün gab es die so öfters auch nicht. Auch Haushaltssperren, 0 Runden, etc.....
Dafür haben wir jetzt auch wieder das Debakel unter der aktuellen Regierung.....

Aus reiner Beamtensicht spielt es wohl keine große Rolle, welche Parteien man wählt. Änderungen wird es nur durch künftige Urteile geben. Und selbst diese werden, wie man gerade beobachten kann, eher eine Katastrophe.

Es sind ja tatsächlich diverse Stellen frei und können einfach nicht nachbesetzt werden. Und dabei fangen ja jetzt erst die großen Pensionierungswellen an.

Ich weiß zwar nicht, wie es in anderen Bereichen ausschaut, aber bei uns gibt es entweder nur die ganz "Alten" oder halt "Junge". Dazwischen gibt es einfach nichts.

was_guckst_du

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Antw:[NW] Besoldungsrunde 2021-2023 Nordrhein-Westfalen
« Antwort #313 am: 11.02.2022 09:24 »
...das sieht in meiner Behörde ähnlich aus...

...bei 1400 beschäftigten werden in den nächsten 10 Jahren allein aus Altersgründen über 300 Beschäftigte aufhören. Dazu kommt noch die normale Fluktuation...schon jetzt können viele Stellen nicht nachbesetzt werden, weil es einfach an Bewerbungen fehlt...obwohl seit einigen Jahren die Ausbildungszahlen drastisch erhöht wurden (hier ist übrigens ein starker Abfall des Niveaus erkennbar), wird die Situation in den nächsten Jahren sich nochmal verschlechtern...

...erschwerend kommt hinzu, dass die Schwierigkeit der Nachbesetzung sich überwiegend im Bereich des gehobenen/höheren Dienst bzw. der entsprechenden Entgeltgruppen abspielt...

...gestern war ich in Vorstellungsgesprächen...4 Bewerbungen bei 15 (!) Vakanzen...1 Bewrbung konnte überzeugen...

...die örtliche Politik hat den Schuß immer noch nicht gehört...die faseln immer noch über Einsparungen und regen sich über jede Steigerung bei den Personalkosten auf...die Landespolitik will den Schuß nicht hören ( das ist zumindest mein Eindruck)...hier bastelt man lienber an den eigenen Karrieren...

...ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich in zwei Jahren pensioniert werde und das Dilemma dann zumindest als Aktiver nicht mehr erleben muss...
« Last Edit: 11.02.2022 09:39 von was_guckst_du »
Gruß aus "Tief im Westen"

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« Antwort #314 am: 11.02.2022 09:34 »
Dann ist das schon mal identisch.

18 Stellen sind frei, 19 Bewerber. Und die Qualität der Bewerber. Uffff.......

Zudem müssen die Anwärter, die genommen werden, von den Kollegen ausgebildet werden, die selber gerade erst fertig geworden sind und noch überhaupt nicht im Arbeitsalltag angekommen sind (Wie denn auch). Einfach weil es keine anderen mehr gibt.

Und die Lösung, stand jetzt, ist eine freiwillige 44 Stunden Woche.

Ich hab leider noch ein paar Jahrzehnte vor mir. Entweder ich setze Kinder in die Welt, lohnt sich ja jetzt richtig, oder ich werde in dieser Verwaltung nicht mehr alt.
Wobei, wenn die Welle kommt, wird man ja vielleicht direkt A13. Einer muss es ja machen und es gibt einfach keinen