Autor Thema: Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?  (Read 37982 times)

Floki

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #300 am: 04.10.2022 17:56 »

Die Steuerbeamten die das Lager wechseln sind existent, aber in der Tat nicht zahlreich.

Könntest du das mit Zahlen füttern? Oder ist das mal wieder nur eine Art "Stammtisch-Gefühl". In Hessen war dieses Thema durchaus ein Problem, da viele hessische Finanzbeamte das Lager gewechselt haben.
Also in dem Behördenbereich den ich die letzten Jahre beruflich beobachten konnte sind es halt nicht zahlreiche Abgänge, aber ich bin kein Personaler.

Also doch eher nur ein "Stammtisch-Gefühl"

WasDennNun

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #301 am: 04.10.2022 19:14 »

Die Steuerbeamten die das Lager wechseln sind existent, aber in der Tat nicht zahlreich.

Könntest du das mit Zahlen füttern? Oder ist das mal wieder nur eine Art "Stammtisch-Gefühl". In Hessen war dieses Thema durchaus ein Problem, da viele hessische Finanzbeamte das Lager gewechselt haben.
Also in dem Behördenbereich den ich die letzten Jahre beruflich beobachten konnte sind es halt nicht zahlreiche Abgänge, aber ich bin kein Personaler.

Also doch eher nur ein "Stammtisch-Gefühl"
Nein, nur ein geringer Erhebungsraum.
Wenn ich mir die gelben Seiten, der Quartalsdeppesche (wo ja Beförderungen und ZU-/Abgänge Diszis etc. gelistet sind) anschaue, dann sind es halt recht wenige, die den Laden früher als Pension verlassen, aber es ist hat nur ein Ausschnitt.

Also ist meine Aussage weit weg vom Stammtisch, aber statistisch nicht aussagekräftig.

JC83

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #302 am: 04.10.2022 19:31 »

Die Steuerbeamten die das Lager wechseln sind existent, aber in der Tat nicht zahlreich.

Könntest du das mit Zahlen füttern? Oder ist das mal wieder nur eine Art "Stammtisch-Gefühl". In Hessen war dieses Thema durchaus ein Problem, da viele hessische Finanzbeamte das Lager gewechselt haben.
Also in dem Behördenbereich den ich die letzten Jahre beruflich beobachten konnte sind es halt nicht zahlreiche Abgänge, aber ich bin kein Personaler.

Also doch eher nur ein "Stammtisch-Gefühl"

Demnach ist aber die Behauptung, dass die Finanzbeamten in Scharen in pW wechseln, auch eher Stammtisch.


Floki

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #303 am: 04.10.2022 19:35 »
Und woraus nimmst du das jetzt ? Welche Aussage veranlasst dich zu dieser Schlussfolgerung ?

Meine, wo ich schrieb, dass junge und alte Finanzbeamte zum StB wechseln oder die, wo es wohl in Hessen zu Problemen gekommen ist ?

JC83

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #304 am: 04.10.2022 20:29 »
Und woraus nimmst du das jetzt ? Welche Aussage veranlasst dich zu dieser Schlussfolgerung ?

Meine, wo ich schrieb, dass junge und alte Finanzbeamte zum StB wechseln oder die, wo es wohl in Hessen zu Problemen gekommen ist ?

Naja, für beide Aussagen existieren nur unsere Erfahrungswerte, statt valider Zahlen (?)

Ausgangspunkt war ja die Behauptung vom Gewerkschafter..die hauen ja Mal gern einen raus, weil sie das so fühlen.

skiveren

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #305 am: 04.10.2022 23:25 »
Beamtenbund-Chef: Wir müssten eigentlich 20 Prozent mehr fordern
Der DBB-Vorsitzende Ulrich Silberbach über die anstehenden Tarifverhandlungen, Homeoffice für Beamte und die Gründe, warum er von der Regierung enttäuscht ist.

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ulrich-silberbach-beamtenbund-chef-wir-muessten-eigentlich-20-prozent-mehr-fordern-li.272291?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR25f0h71Nxuz8GZSxsGq6BOVptWNwhkJycpSr2s_qmGjyKjU6pE4-1WwyI#Echobox=1664774583
Erschreckend das die gleichen Leute ( Verantwortliche ) in den letzen Jahren die katastrophalen Tarifabschlüsse verantwortet haben..
Rekordsteuereinnahmen gab es und zum Dank..die erschreckend niedrigen Tarifabschlüsse im ö.D. in den letzten Jahren.

Wir stehen über der Basis im ö.D...aber in der Basis da grummelt es...da ist Wut und eine erhebliche Erwartung!
Wenn erneut ein schlechter Tarifvertrag kommt..
Mit der Mogelpackung "Einmalzahlung" !
OHA

Schmitti

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #306 am: 05.10.2022 09:14 »
Kurze Korrektur:
Rekordsteuereinnahmen gab gibt es immer noch

MalZu

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #307 am: 05.10.2022 10:20 »
Nicht wenige Kommentare beziehen sich auf die Beweissbarkeit  von Annahmen / Behauptungen! Wir "Sozialbetrieb" verfolgen seit einigen Tagen die medialen Veröffentlichungen zum Thema Bürgergeld. Leider müssen wir erkennen, dass die eigentliche Frage:" Bürgergeld vs. Morgens aufstehen", unsere Klienten mit einer klaren Entscheidung beantworten, und dies auch während der vergangenen H4- Jahre!
Mein Eindruck ist, dass manche Kommentatoren sich lieber mit der Zahl der abgwanderten / verbliebenen Stuerzahler beschäftigen ( nicht das Thema), als sich mit der realen Situation zu beschäftigen!

Garfield

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #308 am: 05.10.2022 10:26 »
Nicht wenige Kommentare beziehen sich auf die Beweissbarkeit  von Annahmen / Behauptungen! Wir "Sozialbetrieb" verfolgen seit einigen Tagen die medialen Veröffentlichungen zum Thema Bürgergeld. Leider müssen wir erkennen, dass die eigentliche Frage:" Bürgergeld vs. Morgens aufstehen", unsere Klienten mit einer klaren Entscheidung beantworten, und dies auch während der vergangenen H4- Jahre!
Mein Eindruck ist, dass manche Kommentatoren sich lieber mit der Zahl der abgwanderten / verbliebenen Stuerzahler beschäftigen ( nicht das Thema), als sich mit der realen Situation zu beschäftigen!

Das heißt die Arbeitslosenzahlen steigen seit Jahren und werden weiter steigen?

MalZu

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #309 am: 05.10.2022 10:41 »
Nicht wenige Kommentare beziehen sich auf die Beweissbarkeit  von Annahmen / Behauptungen! Wir "Sozialbetrieb" verfolgen seit einigen Tagen die medialen Veröffentlichungen zum Thema Bürgergeld. Leider müssen wir erkennen, dass die eigentliche Frage:" Bürgergeld vs. Morgens aufstehen", unsere Klienten mit einer klaren Entscheidung beantworten, und dies auch während der vergangenen H4- Jahre!
Mein Eindruck ist, dass manche Kommentatoren sich lieber mit der Zahl der abgwanderten / verbliebenen Stuerzahler beschäftigen ( nicht das Thema), als sich mit der realen Situation zu beschäftigen!

Das heißt die Arbeitslosenzahlen steigen seit Jahren und werden weiter steigen?

Gegenwärtig klagen viele Betrieb/ Institutionen über Fachkräftemangel! ich nenne es einen Fachkräfte-Gewinnungs-Problem!
In D leben MIO Menschen, welche statistisch gesehen Arbeit suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nahezu alle dieser Menschen krank; behindert, oder über 60 Jahre alt sind.
Möglicherweise fehlen hinreichende Bildungs / Berufsabschlüsse; dann müssen wir verstärkt in die Jugendberufshilfe investieren und nicht die Grenzen noch weiter öffnen.

Wenn unsere Institution Stellen ausschreiben (außer Verwaltung mit 2.LG) erhalten wir nur reduziert Bewerbungen, Hier stellen wir seit Jahren eine Tendenz fest: Die Bewerbungen sind zielgerichtet so verfasst, dass es noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch kommt. Junge Hochschuabsolventinnen ( Soziale Arbeit Bachelor) sind entsetzt, wenn ihnen die Vergütunggruppe Sue 11a / oder SD12 mitgeteilt wird und sie ausrechnen,  welcher Betrag nach Abzug der Lebenshaltungskosten, übrig bleibt. Verstärkt werden Tätigkeiten mit Bewertung nach 8b ausgeschrieben. Vor wenigen Tagen, meinte ein männlicher Bewerber, dass es ihm damit nicht möglich sei, eine Familie zu gründen!

Wie Sie sicherlich auch verfolgen, äüßern sich seit Tagen Politiker und Funktionäre über die "Sogwirkung" unserer Sozialsysteme für Menschen aus aller Welt.

Schmitti

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #310 am: 05.10.2022 11:00 »
Gegenwärtig klagen viele Betrieb/ Institutionen über Fachkräftemangel! ich nenne es einen Fachkräfte-Gewinnungs-Problem!
In D leben MIO Menschen, welche statistisch gesehen Arbeit suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nahezu alle dieser Menschen krank; behindert, oder über 60 Jahre alt sind.
Möglicherweise fehlen hinreichende Bildungs / Berufsabschlüsse; dann müssen wir verstärkt in die Jugendberufshilfe investieren und nicht die Grenzen noch weiter öffnen.
Die Deutsche Post begründet die Zunahme von Beschwerden über späte/falsche Zustellungen mittlerweile auch schon mit Fachkräftemangel. Wenn man bedenkt, wer da sonst so als studentische Aushilfe oder Vollzeitjob, erst recht auch bei anderen Zustelldiensten, diese Tätigkeiten ausübt, wird der Begriff "Fachkraft" inzwischen vielleicht auch etwas arg häufig benutzt.


JC83

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #311 am: 05.10.2022 11:02 »
Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit schließen sich ja nicht aus.

Bastel

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #312 am: 05.10.2022 11:06 »
Vor wenigen Tagen, meinte ein männlicher Bewerber, dass es ihm damit nicht möglich sei, eine Familie zu gründen!

Du hättest ihm gleich noch einen Aufstockungs- oder Wohngeldantrag mitgeben können.


Garfield

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #313 am: 05.10.2022 11:30 »
Nicht wenige Kommentare beziehen sich auf die Beweissbarkeit  von Annahmen / Behauptungen! Wir "Sozialbetrieb" verfolgen seit einigen Tagen die medialen Veröffentlichungen zum Thema Bürgergeld. Leider müssen wir erkennen, dass die eigentliche Frage:" Bürgergeld vs. Morgens aufstehen", unsere Klienten mit einer klaren Entscheidung beantworten, und dies auch während der vergangenen H4- Jahre!
Mein Eindruck ist, dass manche Kommentatoren sich lieber mit der Zahl der abgwanderten / verbliebenen Stuerzahler beschäftigen ( nicht das Thema), als sich mit der realen Situation zu beschäftigen!

Das heißt die Arbeitslosenzahlen steigen seit Jahren und werden weiter steigen?

Gegenwärtig klagen viele Betrieb/ Institutionen über Fachkräftemangel! ich nenne es einen Fachkräfte-Gewinnungs-Problem!
In D leben MIO Menschen, welche statistisch gesehen Arbeit suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nahezu alle dieser Menschen krank; behindert, oder über 60 Jahre alt sind.
Möglicherweise fehlen hinreichende Bildungs / Berufsabschlüsse; dann müssen wir verstärkt in die Jugendberufshilfe investieren und nicht die Grenzen noch weiter öffnen.

Wenn unsere Institution Stellen ausschreiben (außer Verwaltung mit 2.LG) erhalten wir nur reduziert Bewerbungen, Hier stellen wir seit Jahren eine Tendenz fest: Die Bewerbungen sind zielgerichtet so verfasst, dass es noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch kommt. Junge Hochschuabsolventinnen ( Soziale Arbeit Bachelor) sind entsetzt, wenn ihnen die Vergütunggruppe Sue 11a / oder SD12 mitgeteilt wird und sie ausrechnen,  welcher Betrag nach Abzug der Lebenshaltungskosten, übrig bleibt. Verstärkt werden Tätigkeiten mit Bewertung nach 8b ausgeschrieben. Vor wenigen Tagen, meinte ein männlicher Bewerber, dass es ihm damit nicht möglich sei, eine Familie zu gründen!

Wie Sie sicherlich auch verfolgen, äüßern sich seit Tagen Politiker und Funktionäre über die "Sogwirkung" unserer Sozialsysteme für Menschen aus aller Welt.

Nein, dazu äußert sich nur Merz um vor der Niedersachsenwahl noch auf AfD Stimmenfang zu gehen. Seine Aussagen sind längst widerlegt.

Der Fachkräftmangel ist vorhanden. Aber der liegt vor allem daran, dass das schrumpfende Deutschland keine Migration möchte und nicht weil die Leute lieber Bürgergeld beziehen als arbeiten zu gehen.

ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern. Aber uns fehlen die Menschen, die nie geboren wurden und damit nie ihren Abschluss an einer der Schulen gemacht haben. Die Abiturienten fehlen und nicht, weil sie sich nach dem Abi arbeitslos gemeldet haben. Wer das wirklich glaubt muss schon arg verblendet sein.

Aber ich warte ja immer noch darauf, dass hier mal jemand aufzeigt, dass sich nun spätestens Anfang Oktober Millionen arbeitslos gemeldet haben. Muss ja passiert sein, wenn die alle auf 01.01 gekündigt haben.

Ich bin gespannt nach wie vielen Seiten Dummgelaber mal eingesehen wird, dass die ganze Prämisse des Threads Sozialneid und "nach unten treten" ist und keinerlei Bezug zur Realität hat. Wird bestimmt noch ein bisschen dauern...

Bastel

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Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #314 am: 05.10.2022 11:44 »
Mangel an Menschen, die sich ausbeuten lassen? Bevor die Löhne nicht eklatant steigen, braucht man auch nicht den Quatsch vom Fachkräftemangel schwadronieren. Man will einfach nur billige Kräfte. Die schönen Zeiten in denen man Langzeitpraktikanten nach Lust und Laune ausbeuten konnte sind wohl vorbei.