Autor Thema: Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?  (Read 37914 times)

FGL

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 380
  • Karma: +87/-380
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #315 am: 05.10.2022 12:51 »
Gegenwärtig klagen viele Betrieb/ Institutionen über Fachkräftemangel! ich nenne es einen Fachkräfte-Gewinnungs-Problem!
In D leben MIO Menschen, welche statistisch gesehen Arbeit suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nahezu alle dieser Menschen krank; behindert, oder über 60 Jahre alt sind.
Möglicherweise fehlen hinreichende Bildungs / Berufsabschlüsse; dann müssen wir verstärkt in die Jugendberufshilfe investieren und nicht die Grenzen noch weiter öffnen.
Genau das ist der Punkt. Als ich zuletzt die monatliche Statstik der Bundesagentur für Arbeit zu Arbeitslosen nach Rechtskreisen eingesehen habe, hatten ca. 2/3 aller Arbeitslosen im "Hartz IV" keine abgeschlossene Berufsausbildung und sind damit keine Fachkräfte.

Mangel an Menschen, die sich ausbeuten lassen? Bevor die Löhne nicht eklatant steigen, braucht man auch nicht den Quatsch vom Fachkräftemangel schwadronieren.
Die Löhne brauchen nicht steigen. Die Steuern und Sozialabgaben müssen nur sinken.

teclis22

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 229
  • Karma: +37/-114
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #316 am: 05.10.2022 12:59 »
Ich vermute man wird sich daran gewöhnen müssen, dass auf der einen Seite der Fachkräftemangel größer wird, und auf der anderen Seite die Zahl der Erwerbslosen steigt.

Fachkräftemangel ist m. M. n. ein inflationär genutzter Begriff. Er wird verwendetet um Spezialisten in Entwicklung, Ingenieure etc zu bezeichnen - bzw. deren nicht vorhandensein - und Personen die einen 3 Jährige Ausbildung hatten. Glaube das sind allerdings verschiedene Dinge.

Davon ab - ja Investieren in Schule und Bildung macht absolut Sinn. Da lohnt jeder Euro (Auch wenn ich mich frage warum Schulen digitalisiert werden müssen. Da sollte doch lernen gelernt werden und Fähigkeiten mit denen die Menschen sich hinterher selber Wissen aneigenen können, bzw. Grundlagen. Da braucht kein Mensch Powerpoint lernen oder digitale Tafeln. )

Kaiser80

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,287
  • Karma: +289/-941
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #317 am: 05.10.2022 13:16 »

Fachkräftemangel ist m. M. n. ein inflationär genutzter Begriff. Er wird verwendetet um Spezialisten in Entwicklung, Ingenieure etc zu bezeichnen - bzw. deren nicht vorhandensein - und Personen die einen 3 Jährige Ausbildung hatten. Glaube das sind allerdings verschiedene Dinge.

Tja, was nützt dir der dickste Benz, wenn du kein Auto fahren kannst.
An Mangel an Pflege(fach)kräften mit 3 Jähriger Ausbildung ist genauso beschissen wie der Mangel an Allgemeinmedizinern.

Und da hat @fgl halt recht. Es mangelt an (gut) ausgebildeten Leuten.

Die Löhne brauchen nicht steigen. Die Steuern und Sozialabgaben müssen nur sinken.
Zumindest die Steuern auf Erwerbseinkommen; bei den Verbrauchssteuern säbeln wir ja auch regelmäßig an der Lenkungswirkung vorbei.
Zu den ausufernden Sozialabgaben braucht man nix mehr sagen. Entweder kommt mittelfristig der "große Wurf" oder das System kollabiert.

MalZu

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 88
  • Karma: +458/-791
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #318 am: 05.10.2022 13:22 »
Nicht wenige Kommentare beziehen sich auf die Beweissbarkeit  von Annahmen / Behauptungen! Wir "Sozialbetrieb" verfolgen seit einigen Tagen die medialen Veröffentlichungen zum Thema Bürgergeld. Leider müssen wir erkennen, dass die eigentliche Frage:" Bürgergeld vs. Morgens aufstehen", unsere Klienten mit einer klaren Entscheidung beantworten, und dies auch während der vergangenen H4- Jahre!
Mein Eindruck ist, dass manche Kommentatoren sich lieber mit der Zahl der abgwanderten / verbliebenen Stuerzahler beschäftigen ( nicht das Thema), als sich mit der realen Situation zu beschäftigen!

Das heißt die Arbeitslosenzahlen steigen seit Jahren und werden weiter steigen?

Gegenwärtig klagen viele Betrieb/ Institutionen über Fachkräftemangel! ich nenne es einen Fachkräfte-Gewinnungs-Problem!
In D leben MIO Menschen, welche statistisch gesehen Arbeit suchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nahezu alle dieser Menschen krank; behindert, oder über 60 Jahre alt sind.
Möglicherweise fehlen hinreichende Bildungs / Berufsabschlüsse; dann müssen wir verstärkt in die Jugendberufshilfe investieren und nicht die Grenzen noch weiter öffnen.

Wenn unsere Institution Stellen ausschreiben (außer Verwaltung mit 2.LG) erhalten wir nur reduziert Bewerbungen, Hier stellen wir seit Jahren eine Tendenz fest: Die Bewerbungen sind zielgerichtet so verfasst, dass es noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch kommt. Junge Hochschuabsolventinnen ( Soziale Arbeit Bachelor) sind entsetzt, wenn ihnen die Vergütunggruppe Sue 11a / oder SD12 mitgeteilt wird und sie ausrechnen,  welcher Betrag nach Abzug der Lebenshaltungskosten, übrig bleibt. Verstärkt werden Tätigkeiten mit Bewertung nach 8b ausgeschrieben. Vor wenigen Tagen, meinte ein männlicher Bewerber, dass es ihm damit nicht möglich sei, eine Familie zu gründen!

Wie Sie sicherlich auch verfolgen, äüßern sich seit Tagen Politiker und Funktionäre über die "Sogwirkung" unserer Sozialsysteme für Menschen aus aller Welt.

Nein, dazu äußert sich nur Merz um vor der Niedersachsenwahl noch auf AfD Stimmenfang zu gehen. Seine Aussagen sind längst widerlegt.

Der Fachkräftmangel ist vorhanden. Aber der liegt vor allem daran, dass das schrumpfende Deutschland keine Migration möchte und nicht weil die Leute lieber Bürgergeld beziehen als arbeiten zu gehen.

ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern. Aber uns fehlen die Menschen, die nie geboren wurden und damit nie ihren Abschluss an einer der Schulen gemacht haben. Die Abiturienten fehlen und nicht, weil sie sich nach dem Abi arbeitslos gemeldet haben. Wer das wirklich glaubt muss schon arg verblendet sein.

Aber ich warte ja immer noch darauf, dass hier mal jemand aufzeigt, dass sich nun spätestens Anfang Oktober Millionen arbeitslos gemeldet haben. Muss ja passiert sein, wenn die alle auf 01.01 gekündigt haben.

Ich bin gespannt nach wie vielen Seiten Dummgelaber mal eingesehen wird, dass die ganze Prämisse des Threads Sozialneid und "nach unten treten" ist und keinerlei Bezug zur Realität hat. Wird bestimmt noch ein bisschen dauern...

Hallo!
Zu Ihrem beschriebenen Mangel an Bewerbern an den Hochschulen darf ich Ihnen entgegnen: Diakonie, Caritas und kummunale Träger, auch Kolpingwerk,...  investieren enorm  in Menschen und derern Nach-Qualifikation, damit diese wenigstens aus der Statistik sind. Und keiner von diesen Kandidaten wird jemals in die Nähe einer Hochschule kommen. Die meisten Abgänger ( auch psychische Problematik) werden niemals auch nur ansatzweise einen Mindestlohn Job ausfüllen können; insofern wird das Bürgergeld deutlich hemmend wirken, sich "auf die Socken" zu machen. Über 10 % der Schulabgänger verfügen über kein qualifizierendes Abgangszeugnis.
Und es wird wirklich noch dauern, bis dies bekannt wir.

Das Argument "nach unten treten" zieht nicht, da hier niemand diese Menschen beleidigt oder erniedrigt! Einzig der Vergleich zw. Einkommensmöglichkeiten und ALG" / Bürgergeld darf beleuchtet werden.
Also: Zur Zeit wird medial der Mangel von Hilfskräften auf den Flughäfen benangel; warum fehlen dort Arbeitskräfte; können keine gewonnen werden und der Ruf nach Immigration wird laut. Ein großer Diskonter sucht seit Monaten händeringend MA, welche für 14,00 Euro / Std. basale Beitätigkeiten erledigen ( Keine Facharbeiter!). Die drei Geschäfte in derselben Mall ebenso. Ergebnis: Null! Wie erklären Sie dies?

Zur Einwanderung: Schulisches und berufliches Ausbildunsgsniveau lässt die meisten Menschen in unserern Sozialsystemen und "Hilfsorganisationen" landen!
« Last Edit: 05.10.2022 13:30 von MalZu »

Frau

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 23
  • Karma: +12/-67
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #319 am: 05.10.2022 21:28 »

Zitat
Der Fachkräftmangel ist vorhanden. Aber der liegt vor allem daran, dass das schrumpfende Deutschland keine Migration möchte und nicht weil die Leute lieber Bürgergeld beziehen als arbeiten zu gehen.

Wer sich richtig informiert, kann lesen, dass es einen Fachkräftemangel nur in bestimmten Branchen und bei jungen Menschen gibt. Ältere Fachkräfte mit vielen Berufsjahren haben es immer noch schwer einen neuen Arbeitsplatz, mit fairem Gehalt zu finden.

Zitat
Ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern. Aber uns fehlen die Menschen, die nie geboren wurden und damit nie ihren Abschluss an einer der Schulen gemacht haben. Die Abiturienten fehlen und nicht, weil sie sich nach dem Abi arbeitslos gemeldet haben. Wer das wirklich glaubt muss schon arg verblendet sein.

Kann ich nicht bestätigen. Mein Kind hat ein gutes Abitur gemacht, aber es sind nur Bewerber mit einem Abitur von 1,00 angenommen wurden. Es hat nun nicht studiert, wurde mit goldenen Händen in einem Ausbildungsbetrieb aufgenommen, wurde hervorragend behandelt, gefördert, hat die Ausbildung mit sehr gut abgeschlossen, danach eine Aufbauausbildung gemacht, den Ausbilder-Schein und verdient nun in der IT-Branche für ein nicht studierten jungen Menschen viel Geld und schüttelt immer wieder den Kopf, dass die Werktstudenten nicht mal in der Lage sind, ein einfaches Schreiben aufzusetzen, aber Abitur mit sehr gut gemacht, so so.



Fragmon

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 586
  • Karma: +34/-285
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #320 am: 06.10.2022 08:19 »
Zitat
Kann ich nicht bestätigen. Mein Kind hat ein gutes Abitur gemacht, aber es sind nur Bewerber mit einem Abitur von 1,00 angenommen wurden. Es hat nun nicht studiert, wurde mit goldenen Händen in einem Ausbildungsbetrieb aufgenommen, wurde hervorragend behandelt, gefördert, hat die Ausbildung mit sehr gut abgeschlossen, danach eine Aufbauausbildung gemacht, den Ausbilder-Schein und verdient nun in der IT-Branche für ein nicht studierten jungen Menschen viel Geld und schüttelt immer wieder den Kopf, dass die Werktstudenten nicht mal in der Lage sind, ein einfaches Schreiben aufzusetzen, aber Abitur mit sehr gut gemacht, so so.

Das ist doch ein guter Ansatz, den Output der Studierenden zu begrenzen und Personen wieder in den anderen Bildungsweg zu befördern. Ich sage nicht das ein NC Ansatz der richtige wäre, aber er ist geeignet und effizient.

Rumo1895

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 165
  • Karma: +36/-60
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #321 am: 06.10.2022 08:27 »
Also: Zur Zeit wird medial der Mangel von Hilfskräften auf den Flughäfen benangel; warum fehlen dort Arbeitskräfte; können keine gewonnen werden und der Ruf nach Immigration wird laut.

Eines der "Probleme" bei dem Personalmangel an der Flughafensicherheit/-abfertigung ist die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach §7 LuftSiG - das dauert zum Einen, zum Anderen "reichen" zwei Geldstrafen unter 60 Tagessätze in 5 Jahren und man ist raus. Das dürfte für einige ein nicht überwindbares Vermittlungshindernis darstellen.

Schmitti

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 435
  • Karma: +54/-196
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #322 am: 06.10.2022 08:36 »
ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern.
Sind die max. Plätze der Studiengänge am tatsächlichen/real zu erwarteten Bedarf orientiert, oder eher an der Nachfrage und an der nennen wir es mal politischen Wertigkeit?
In einigen Bereichen hatte man die letzten Jahre den Eindruck, als wäre der später zu erwartende Arbeitsmarkt nicht besonders relevant. Auch so produziert man einen Fachkräftemangel.

Lady Wilmore

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 54
  • Karma: +20/-9
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #323 am: 06.10.2022 08:45 »
ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern.
Sind die max. Plätze der Studiengänge am tatsächlichen/real zu erwarteten Bedarf orientiert, oder eher an der Nachfrage und an der nennen wir es mal politischen Wertigkeit?
In einigen Bereichen hatte man die letzten Jahre den Eindruck, als wäre der später zu erwartende Arbeitsmarkt nicht besonders relevant. Auch so produziert man einen Fachkräftemangel.
Ich habe keine Ahnung, wie man den Bedarf an Studienplätzen ermittelt. Aber im Jahr 2006? sind noch Fachhochschulen geschlossen worden, welche Ingenieure ausbildeten. Credo: Bauingenieure und Architekten braucht niemand mehr, da unsere Infrastruktur mindestens 100 Jahre hält und so lange könnte man solche Standorte nicht aufrecht erhalten.
Soll heißen: imho wird der Bedarf an Studienplätzen hauptsächlich politisch ausgewürfelt und nicht am zu erwartenden Bedarf orientiert.

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8,924
  • Karma: +584/-5353
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #324 am: 06.10.2022 09:12 »
ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern.
Sind die max. Plätze der Studiengänge am tatsächlichen/real zu erwarteten Bedarf orientiert, oder eher an der Nachfrage und an der nennen wir es mal politischen Wertigkeit?
In einigen Bereichen hatte man die letzten Jahre den Eindruck, als wäre der später zu erwartende Arbeitsmarkt nicht besonders relevant. Auch so produziert man einen Fachkräftemangel.
Ich habe keine Ahnung, wie man den Bedarf an Studienplätzen ermittelt. Aber im Jahr 2006? sind noch Fachhochschulen geschlossen worden, welche Ingenieure ausbildeten.
und wurde bei uns zu Hochschulen und bilden weiterhin Ings aus die jetzt sogar dort promovieren dürfen.
Zitat
Credo: Bauingenieure und Architekten braucht niemand mehr, da unsere Infrastruktur mindestens 100 Jahre hält und so lange könnte man solche Standorte nicht aufrecht erhalten.
Höre ich zum ersten mal, unter der Hand getuschel, Stammtisch oder einfach nur eine Meinung oder Tatsächlich so kommuniziert?
Zitat
Soll heißen: imho wird der Bedarf an Studienplätzen hauptsächlich politisch ausgewürfelt und nicht am zu erwartenden Bedarf orientiert.
naja beides spielt da in die Bedarfsplanung rein.
Studienplätze die nicht besetzt sind (oder dann mit vielen Indern besetzt werden, so bei uns) sind halt auch nicht das was man Erfolg nennt.

Bob Kelso

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 205
  • Karma: +266/-1108
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #325 am: 06.10.2022 11:15 »
Also: Zur Zeit wird medial der Mangel von Hilfskräften auf den Flughäfen benangel; warum fehlen dort Arbeitskräfte; können keine gewonnen werden und der Ruf nach Immigration wird laut.

Eines der "Probleme" bei dem Personalmangel an der Flughafensicherheit/-abfertigung ist die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach §7 LuftSiG - das dauert zum Einen, zum Anderen "reichen" zwei Geldstrafen unter 60 Tagessätze in 5 Jahren und man ist raus. Das dürfte für einige ein nicht überwindbares Vermittlungshindernis darstellen.

Das heißt, unter den MIO Arbeit suchenden Menschen, sind derartig viele Menschen, welche mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind!

Bob Kelso

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 205
  • Karma: +266/-1108
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #326 am: 06.10.2022 11:17 »
Mangel an Menschen, die sich ausbeuten lassen? Bevor die Löhne nicht eklatant steigen, braucht man auch nicht den Quatsch vom Fachkräftemangel schwadronieren. Man will einfach nur billige Kräfte. Die schönen Zeiten in denen man Langzeitpraktikanten nach Lust und Laune ausbeuten konnte sind wohl vorbei.

Ist dies eine indirekte Aussage a la: " Von dem Hartz kann ich viel besser leben; ohne zu malochen"!

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 8,924
  • Karma: +584/-5353
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #327 am: 06.10.2022 17:26 »
Mangel an Menschen, die sich ausbeuten lassen? Bevor die Löhne nicht eklatant steigen, braucht man auch nicht den Quatsch vom Fachkräftemangel schwadronieren. Man will einfach nur billige Kräfte. Die schönen Zeiten in denen man Langzeitpraktikanten nach Lust und Laune ausbeuten konnte sind wohl vorbei.

Ist dies eine indirekte Aussage a la: " Von dem Hartz kann ich viel besser leben; ohne zu malochen"!
aber nur wenn man illegal noch was nebenbei verdient.
Ansonsten dürfte fast jeder arbeitend langfristig vom malochen besser zu leben.
Auch wenn es erst so weit ist, wenn die 3 Kinder aus dem Hause sind . . .

Lady Wilmore

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 54
  • Karma: +20/-9
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #328 am: 06.10.2022 17:41 »
ich arbeite im Hochschulebereich und uns fehlen massiv Bewerber. Unsere nicht ausgelasteten Studiengänge werden in ein paar Jahren das Fachkräfteproblem massiv befeuern.
Sind die max. Plätze der Studiengänge am tatsächlichen/real zu erwarteten Bedarf orientiert, oder eher an der Nachfrage und an der nennen wir es mal politischen Wertigkeit?
In einigen Bereichen hatte man die letzten Jahre den Eindruck, als wäre der später zu erwartende Arbeitsmarkt nicht besonders relevant. Auch so produziert man einen Fachkräftemangel.
Ich habe keine Ahnung, wie man den Bedarf an Studienplätzen ermittelt. Aber im Jahr 2006? sind noch Fachhochschulen geschlossen worden, welche Ingenieure ausbildeten.
und wurde bei uns zu Hochschulen und bilden weiterhin Ings aus die jetzt sogar dort promovieren dürfen.
Zitat
Credo: Bauingenieure und Architekten braucht niemand mehr, da unsere Infrastruktur mindestens 100 Jahre hält und so lange könnte man solche Standorte nicht aufrecht erhalten.
Höre ich zum ersten mal, unter der Hand getuschel, Stammtisch oder einfach nur eine Meinung oder Tatsächlich so kommuniziert?
Zitat
Soll heißen: imho wird der Bedarf an Studienplätzen hauptsächlich politisch ausgewürfelt und nicht am zu erwartenden Bedarf orientiert.
naja beides spielt da in die Bedarfsplanung rein.
Studienplätze die nicht besetzt sind (oder dann mit vielen Indern besetzt werden, so bei uns) sind halt auch nicht das was man Erfolg nennt.


Es wurde tatsächlich so kommuniziert, dass Bauingenieure und Architekten niemand mehr bräuchte und daher die Fachhochschule geschlossen gehört. Nur 8 Jahre später wurde dann festgestellt, dass vielleicht doch alsbald ein Mangel herrscht. Man hat einen ehemaligen Prof interviewt, der meinte: eine in 150 Jahren gewachsene Fachhochschule macht man nicht dicht. Aber wenn doch: kann man die nach 10 Jahren nicht wieder auf machen.
Da fehlt dann das gesamte Personal. und der politische Wille.
Politiker machen keine Fehler.

Bob Kelso

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 205
  • Karma: +266/-1108
Antw:Bürgergeld vs. Morgens aufstehen?
« Antwort #329 am: 06.10.2022 18:03 »
Mangel an Menschen, die sich ausbeuten lassen? Bevor die Löhne nicht eklatant steigen, braucht man auch nicht den Quatsch vom Fachkräftemangel schwadronieren. Man will einfach nur billige Kräfte. Die schönen Zeiten in denen man Langzeitpraktikanten nach Lust und Laune ausbeuten konnte sind wohl vorbei.

Ist dies eine indirekte Aussage a la: " Von dem Hartz kann ich viel besser leben; ohne zu malochen"!
aber nur wenn man illegal noch was nebenbei verdient.
Ansonsten dürfte fast jeder arbeitend langfristig vom malochen besser zu leben.
Auch wenn es erst so weit ist, wenn die 3 Kinder aus dem Hause sind . . .

Dann nehmen Sie diese Familien Konstellation: Mutter und Vater und zwei Kinder mit 4 und 8 Jahren und einer Warmmiete von 1300,00 ! Und  nun die Zahlen des Bürgergeldes einsetzen! Und jede Mietanpassung wird übernommen; jedes newborn erhält sofort zusätzlich Sozialgeld.

Diese Familie erhält inkl. Kindergeld: 1 568 Euro Bürgergeld. Hinzu Miete: Insgesamt 2.868 Euro Lebensunterhalt.

Ein E10; St.3  Diplom-Ingenieur  erhält brutto  4092 Euro Und netto: 2 825 Euro
Dieser E 10 arbeitet für das noch zu erhaltene Kindergeld!! Und muss noch Werbungskosten ( Fahrten; KFZ,...) finanzieren.
Weitere Kinder; Mietanpassungen; Energiekostenerhöhung werden durch den AG nicht übernommen.

Und noch einmal: Ich bin nicht neidisch; ich trete nicht nach unten! ich bin kein AfD-Mitglied, oder sympathisiere mit dieser Partei oder anderen "Braunen"!
 Es werden nur Fakten dargestellt.
Liebe Grüße