Autor Thema: Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!  (Read 35058 times)

BAT

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #345 am: 09.12.2021 10:41 »

Was nach 50:50 Geimpft/Ungeimpft ausschaut, ist lange nicht der Fall, wenn eine Gruppe in der Gesamtheit wesentlich größer ist. Wenn man in Statistik aufgepasst hat, dann weiß man das. Mag das aber jetzt nicht zum x-ten mal wiederholen.

Statistik brauch natürlich Zahlenfutter. In Bayern hatte eine Zeitung wohl mal geschlussfolgert, das 70 % der Intensivpatentien ungeimpft sind.

Reale Welt: bei 30 Prozent stand fest, das es eine Impfung gab, bei 70 Prozent war der Status UNGEKLÄRT. ;)

Johann

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #346 am: 09.12.2021 10:48 »
Statistik brauch natürlich Zahlenfutter. In Bayern hatte eine Zeitung wohl mal geschlussfolgert, das 70 % der Intensivpatentien ungeimpft sind.

Reale Welt: bei 30 Prozent stand fest, das es eine Impfung gab, bei 70 Prozent war der Status UNGEKLÄRT. ;)

Gut, das ist der derzeitig stattfindenden Hetzjagd auf Ungeimpfte zuzurechnen.

Leider scheint es bei einigen Informationsmedien, seien sie nun privater oder öffentlich rechtlicher Natur, hin und wieder Ideologen im Redakteursteam zu geben, die Gefühle und Emotionen vor sachlich-neutrale, gut recherchierte und faktenbasierte Berichterstattung stellen. Ich habe leider den Eindruck, dass dies insbesondere in den letzten Jahren immer häufiger vorkommt.

tonystaks

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #347 am: 09.12.2021 10:49 »
Laut offiziellen Zahlen sind nahezu die Hälfte der Risikogruppe (Ü60) auf den Intensivstationen geimpft.

Was nach 50:50 Geimpft/Ungeimpft ausschaut, ist lange nicht der Fall, wenn eine Gruppe in der Gesamtheit wesentlich größer ist. Wenn man in Statistik aufgepasst hat, dann weiß man das. Mag das aber jetzt nicht zum x-ten mal wiederholen.

Das ist klar.
Das Argument, das die Intensivstationen mit Ungeimpften volllaufen, ist so aber nicht haltbar.

BAT

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #348 am: 09.12.2021 10:56 »

Leider scheint es bei einigen Informationsmedien, seien sie nun privater oder öffentlich rechtlicher Natur, hin und wieder Ideologen im Redakteursteam zu geben, die Gefühle und Emotionen vor sachlich-neutrale, gut recherchierte und faktenbasierte Berichterstattung stellen. Ich habe leider den Eindruck, dass dies insbesondere in den letzten Jahren immer häufiger vorkommt.

Wenn natürlich statt 10 % eines Jahrganges nun 50 % studieren, wird ja die Qualität der Personen nicht besser. Leider hat das Bundestatistikamt hierzu keine Zahlen.

BAT

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #349 am: 09.12.2021 11:01 »
Aber das wird nun randständig. Wir können hier vom Gesundheitsamt inzwischen keine Zahlen mehr liefern. Alles überlastet, randständige Arbeitszeiten wurden eingestellt. Ich habe letzten Samstag meine eigenen Arbeiten ausgeführt und im Corona-Zentrum war das Licht aus.  :o

Wir sind auch ein Musterbeispiel als Landkreis an Bräsigkeit.

Kein festes Personal suchen für den Corona-Dienst. Keine betriebsinteren Booster-Impfung anbieten. Jeder nur zwei Tests pro Woche vom Arbeitgeber, aber die ungeimpften bekommen deren fünf, gratis. ::) :P

Private Betriebe handeln hier wesentlich besser. Sei es bei betriebsinternen Impfung (die die Dosen bei uns bestellen :-\), aber auch bei der Kündigung von Mitarbeitern, die sich nicht testen lassen wollen.

ProfTii

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #350 am: 09.12.2021 11:46 »
Aber das wird nun randständig. Wir können hier vom Gesundheitsamt inzwischen keine Zahlen mehr liefern. Alles überlastet, randständige Arbeitszeiten wurden eingestellt. Ich habe letzten Samstag meine eigenen Arbeiten ausgeführt und im Corona-Zentrum war das Licht aus.  :o

Du kannst dir also niemanden leisten, der deine Arbeit erledigt... aus dem Weg Geringverdiener! (entschuldigt bitte den kleinen Scherz :D)


Wir haben hier gestern auch ne Rundmail reinbekommen, dass jeder darauf achten soll, dass nur 2 Tests pro Woche gestellt werden. Wer dem zuwiderhandelt wird dann vom Testbetrieb gänzlich ausgeschlossen...
Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte als ich das gelesen habe...

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #351 am: 09.12.2021 11:54 »
Das ist klar.
Das Argument, das die Intensivstationen mit Ungeimpften volllaufen, ist so aber nicht haltbar.

Doch, ist es. Wenn man die Statistik richtig interpretiert schon.

Ansonsten wäre es ja auch sicherer, betrunken Auto zu fahren. Schließlich sind ja 80 % der Unfallverursacher nüchtern!

BAT

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #352 am: 09.12.2021 11:58 »

Ansonsten wäre es ja auch sicherer, betrunken Auto zu fahren. Schließlich sind ja 80 % der Unfallverursacher nüchtern!

Wenn man nur die testet, welche besoffen sind, kommt man auf 100 % betrunkene Autofahrer. Merkste, ne?  ;)

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #353 am: 09.12.2021 12:05 »
So siehts aus ;)

WasDennNun

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #354 am: 09.12.2021 12:15 »
Ich sehe keine Veranlassung eine Patientenverfügung zu verfassen.
Laut offiziellen Zahlen sind nahezu die Hälfte der Risikogruppe (Ü60) auf den Intensivstationen geimpft.
Quelle?
Davon Geimpfte, aber leider schon 5-6 Monate alte Impfung?
Zitat
Die Impfung scheint daher nicht das Mittel der Wahl, die Überlastung der Intensivstationen zu verhindern.
Da ist der Standard Denkirrtum von dir.
Wenn also die Hälfte der Risikogruppe (Ü60) auf der Station ungeimpfte sind, dann würde die Anzahl der belegten Betten sich locker um 40% senken, wenn diese geimpft gewesen wären. Eine durchaus nennenswerte Anzahl. (Denn wenn 50% der bBetten mit einer 20% Kohorte gefüllt werden, dannn.... ach was solls wer nicht rechnen kann, soll glauben...
Und wenn dann auch noch rechtzeitig die ü60er beboostert gewesen wären, dann schätze ich hätten wir weitere 40% weniger belegte Betten.
Zitat
Wenn der Staat das Recht auf ausreichende medizinische Versorgung garantieren will (was ich befürworte), muss er dafür Sorgen, dass entsprechende Kapazitäten dafür vorhanden sind.
Also Intensivbetten für den seltenen Pandemie Fall bereit halten, auch wenn es einfachere und günstigere Lösungen gäbe.

BAT

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #355 am: 09.12.2021 12:22 »


Also Intensivbetten für den seltenen Pandemie Fall bereit halten, auch wenn es einfachere und günstigere Lösungen gäbe.

Nein. Nur das reguläre Pensum bereit halten. Nicht abbauen in der Pandemie. Da wären wir schon ein Stück weiter. Es gibt keine Überlastung von Krankenhäuser, die zuvörderst auf das Pandemiegeschehen zurück geführt werden können. Ist das so schwer zu verstehen?

Oder soll ich 2025 für einige Monate keine Autofahrten mehr unternehmen, weil die Kapazitäten in Rettungsdienst und Feuerwehr unter das Notwendige abgebaut wurden?

Merkste, ne?

tonystaks

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #356 am: 09.12.2021 12:35 »
Quelle?
Davon Geimpfte, aber leider schon 5-6 Monate alte Impfung?

Uwe Janssens, der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin,  ehemaliger Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)

Da ist der Standard Denkirrtum von dir.
Wenn also die Hälfte der Risikogruppe (Ü60) auf der Station ungeimpfte sind, dann würde die Anzahl der belegten Betten sich locker um 40% senken, wenn diese geimpft gewesen wären. Eine durchaus nennenswerte Anzahl. (Denn wenn 50% der bBetten mit einer 20% Kohorte gefüllt werden, dannn.... ach was solls wer nicht rechnen kann, soll glauben...
Und wenn dann auch noch rechtzeitig die ü60er beboostert gewesen wären, dann schätze ich hätten wir weitere 40% weniger belegte Betten.

Wenn man unterstellt, die Impfung reduziert die Übertragungsrate, ist das grundsätzlich korrekt. Wären dann wahrscheinlich weniger Alte auf der Intensiv.

Da es sich um eine Pandemie der Alten handelt, sehe ich nicht ein, mich als junger Mensch zwangsweise impfen zu lassen.


Also Intensivbetten für den seltenen Pandemie Fall bereit halten, auch wenn es einfachere und günstigere Lösungen gäbe.

Wie bereits erwähnt, wenn der Staat das Recht auf ausreichende medizinische Versorgung garantieren will (was ich befürworte), muss er dafür Sorgen, dass entsprechende Kapazitäten dafür vorhanden sind.

was_guckst_du

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #357 am: 09.12.2021 12:39 »
...irgendwie haben hier alle sehr viel Rechte aber keinerlei Pflichten... ;D ...die gibts in der Verfassung nämlich auch
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #358 am: 09.12.2021 12:42 »
...irgendwie haben hier alle sehr viel Rechte aber keinerlei Pflichten... ;D ...die gibts in der Verfassung nämlich auch
und pochen auf ihre Rechte zulasten ihrer eigenen Gesundheit.

Ist so wie - ich habe das Recht, mir mit einem Hammer auf den Fuß zu hauen. Auch wenns wehtut, aber ich habe das Recht! Fehlt nur noch ein "basta" oder "Fakt ist..." in der Argumentation  ;D

WasDennNun

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Antw:Was macht man in ihrem Amt mit Impfverweigerern?!
« Antwort #359 am: 09.12.2021 12:45 »


Also Intensivbetten für den seltenen Pandemie Fall bereit halten, auch wenn es einfachere und günstigere Lösungen gäbe.

Nein. Nur das reguläre Pensum bereit halten. Nicht abbauen in der Pandemie. Da wären wir schon ein Stück weiter.
Du meinst abgebaut, weil
a) Personal fehlt (und auch schon vorher fehlte)
b) Der Personalschlüssel erhöht wurde pro Bett, damit das Personal nicht so überlastet ist (was dummerweise mitten in der Pandemie geschah)
c) Personal kein Bock mehr hat und geht, also die Betten da sind, nur kein Personal welches es bedient.

Ja, dann hätten wir zwar nicht mehr Betten (denn die wurden weder ab noch aufgebaut) sondern mehr nutzbare Intensivbetten, da bin ich voll bei dir.
Zitat
Es gibt keine Überlastung von Krankenhäuser, die zuvörderst auf das Pandemiegeschehen zurück geführt werden können. Ist das so schwer zu verstehen?
Wenn alle geplanten und nötigen Intensivbettenbelegungen jetzt durchgeführt werden würden, wieviele Betten hätten wir dann noch für die Coronas?
Zumindest kann ich aus meinem persönlichen Umfeld vermelden, dass diverse OPs (Herzklappen etc.) wegen des Coronabedingten Füllgrades verschoben wurden.
jeder unnötiger Patient auf der Intensiv nimmt einen anderen diese Platz weg, so dass dessen geplante OP (die Standmäßig eine Übernachtung auf Intensiv zur Folge hat) nicht gemacht werden kann.
Wenn du das nicht Überlastung nennst, dann ist das nur eine Sprachwahl.
Ja bisher haben wir keine Überlastung, weil keiner wegen fehlendes Intensivbett direkt sterben musste.

Wie viele habe früher sterben werden, wg. verschobenen Termine werden uns in ein paar Jahren die Epidemiologen sagen können, aber das interessiert dann niemanden.

Merkst de ne?