Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 490795 times)

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2400 am: 18.09.2020 13:34 »
Sei nicht so gierig. Nimm dir ein Beispiel. Tarifeinigung VERDI zu DB.
Bis 1,5% und keine Kündigungen bis 2023. Vorbildlich.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-evg-tarifeinigung-101.html

Lächerlich. Die suchen doch händeringend Leute und der Bund will massiv in die Bahn investieren.

Ingenieur

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« Antwort #2401 am: 18.09.2020 14:41 »
Geld ist mehr als genug vorhanden. Es wird auch ausgegeben. Nur in die eigenen Mitarbeiter wird nicht investiert. Daran erkennt man eine schlechte Unternehmensführung. Aber die verantwortlichen AG haben wahrscheinlich auch keinen Grund viel zu bieten. Ich habe vor Jahren den ÖD verlassen weil der ÖD zu wenig zahlt und rückständig ist. Ich habe jedoch das Gefühl das man den meisten AN im ÖD das Gehalt halbieren könnte und sie würden trotzdem weiterhin tagtäglich zur Arbeit kommen. Daher wird sich leider nichts ändern in den nächsten Jahren. Das sind schlechte Aussichten nicht nur für die Beschäftigten des ÖD sondern auch für die Bürger die geeignete und motivierte Ansprechpartner in den Rathäusern benötigen. Leider werden inein paar Jahren wohl nur noch diejenigen im ÖD arbeiten, die für andere Bereiche nicht zu gebrauchen waren . Sehr traurig.....

Yasper

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« Antwort #2402 am: 18.09.2020 14:45 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."

Ulrich Mägde

Ingenieur

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« Antwort #2403 am: 18.09.2020 14:50 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."


Ulrich Mägde


Passat zu meinem Beitrag, leider....

Meteor

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« Antwort #2404 am: 18.09.2020 15:04 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."

Ulrich Mägde

Ich finde diese komische zahlenjongliererei immer lustig. Besonders dann, wenn man kalkulatorische Kosten mit echten Aufwänden verwechselt. Generell haut das mit Mathe und Politikern nicht immer gut hin :)

Otto1

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« Antwort #2405 am: 18.09.2020 15:23 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."

Ulrich Mägde

Das Witzige ist ja, dass gleich unter seinem Interview folgender Artikel beworben wird:

Nachwuchsmangel: Geister-Rathaus ohne Mitarbeiter?
11. APRIL 2019
„In Deutschlands Rathäusern droht der personelle Ausverkauf. Fast 60 Prozent der Beschäftigten werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, Nachwuchs ist kaum noch zu bekommen.“

„ Schon jetzt können Stellen nur schwer besetzt werden – mit negativen Folgen für die Leistungsfähigkeit und das fachliche Know-how der Kommunen. Zukünftig könnten nicht nur klassische, verwaltungstechnische Bürgeranliegen länger liegen bleiben. Auch in anderen Bereichen – Forst, Grünflächen, Abwasser, Bauen, Elektrik oder Sozialarbeit – könnte es zunehmend eng werden.“

„Hoch qualifizierte Dienstleistungen wie die von IT-lern, Ärzten oder Ingenieuren können die Städte schon jetzt nur noch als externe Dienstleistung einkaufen.“

https://kommunal.de/nachwuchsmangel-newsletter-print


Es sollte aber auch jemanden in den Behörden geben der weiß was er ausschreibt, oder man macht es wie unser Nachbar-Landkreis: Dienstleister ausschreiben, der die eigentliche Dienstleistung ausschreibt. Kostet nochmal dick extra Patte und man wird übern Tisch gezogen.  >:(

schnitzelesser

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« Antwort #2406 am: 18.09.2020 15:45 »
Gibt es welche? Üblicherweise werden doch lediglich die Tariferhöhungen übertragen.
Üblicherweise ist das nicht so, was man in jeder Tarifeinigung der Vergangenheit nachlesen kann. Erstaunlicherweise habe ich aber vorher noch nie Forderungen für den TV-V wahrgenommen.

Beispiele: stufengleiche Höhergruppierung vor vier (?) Jahren oder volle 50 Euro AG-Zuschuss zur bAV durch GU.

Spid

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« Antwort #2407 am: 18.09.2020 15:54 »
Ich habe jetzt mal 2018 und 2016 angeschaut, da war es 2018 Übertragung der Erhöhung und Tarifpflegegedöns, 2016 nur Übertragung der Erhöhung, denn stufengleich war die Höhergruppierung im TV-V auch vorher schon.

schnitzelesser

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« Antwort #2408 am: 18.09.2020 15:56 »
Letzteres ist nichts Anderes als vollumfänglich falsch.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2409 am: 18.09.2020 16:00 »
Das ist unzutreffend. Die Stufe richtete sich nach der Betriebszugehörigkeit. Diese wurde durch die Höhergruppierung nicht berührt. Sahen einige KAV anders - aber, wie üblich, sahen sie es somit schlicht falsch.

Otto1

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« Antwort #2410 am: 18.09.2020 16:06 »
Interview Werneke; Zitat aus der süddeutschen Zeitung:

Frage: Was wäre denn ein respektables Angebot?
Antwort: Wir verlangen 4,8% mehr Lohn für die Beschäftigten. Aber die fast noch wichtigere Forderung ist, die Entgelte der Menschen mit relativ niedrigen Einkommen um mindestens 150€ zu erhöhen. Wir wollen einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, dass sie auf jeden Fall gut berücksichtigt werden.  >:( >:( >:( >:( >:(
 
Es ist einfach nur unfassbar.

Amtsschimmel

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« Antwort #2411 am: 18.09.2020 16:18 »
Interview Werneke; Zitat aus der süddeutschen Zeitung:

Frage: Was wäre denn ein respektables Angebot?
Antwort: Wir verlangen 4,8% mehr Lohn für die Beschäftigten. Aber die fast noch wichtigere Forderung ist, die Entgelte der Menschen mit relativ niedrigen Einkommen um mindestens 150€ zu erhöhen. Wir wollen einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, dass sie auf jeden Fall gut berücksichtigt werden.  >:( >:( >:( >:( >:(
 
Es ist einfach nur unfassbar.

Glück gehabt. Unsere E6er können die Kündigungen also wieder einpacken. Die hätten wir auch nie nachbesetzt bekommen!

Novus

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« Antwort #2412 am: 18.09.2020 17:23 »
Interview Werneke; Zitat aus der süddeutschen Zeitung:

Frage: Was wäre denn ein respektables Angebot?
Antwort: Wir verlangen 4,8% mehr Lohn für die Beschäftigten. Aber die fast noch wichtigere Forderung ist, die Entgelte der Menschen mit relativ niedrigen Einkommen um mindestens 150€ zu erhöhen. Wir wollen einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, dass sie auf jeden Fall gut berücksichtigt werden.  >:( >:( >:( >:( >:(
 
Es ist einfach nur unfassbar.

Warum ist das "unfassbar"? 
Erstens verhandelt Verdi für seine Mitglieder - und die gehören zumeist nunmal zu den unteren Gehaltsstufen.
Zweitens: man könnte durchaus auch 150€ für alle PLUS 4,8% verlangen, dann wären beide Seiten berücksichtigt. Was ist das, umgekehrter Sozialneid - wer wenig hat darf weiter nur wenig haben?
Wenn die oberen Gehaltsstufen endlich mehr verdienen wollen - dann brauchen sie dazu die "unteren" Gehaltsstufen, sonst streikt ja keiner :) 

Und falls jemand fragt: Die Erzieher haben es geschafft - die können sich jetzt mit dem "gehobenen Dienst" vergleichen was die Gehaltsstruktur angeht. Also geht schon, muss nur erstritten werden. (wie auch immer das geht)

Spid

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« Antwort #2413 am: 18.09.2020 17:27 »
Auch Sockelbeträge sind Sozialismuskomponenten. Sozialismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Novus

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« Antwort #2414 am: 18.09.2020 17:35 »
Demokratie ist auch eine Sozialismuskomponente - deiner Argumentation folgend...