Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236944 times)

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1140 am: 12.07.2022 13:52 »

Tatsächlich sind in einem Zeitrahmen von 7-8 Jahren definitiv signifikante Einspareffekte zu erwarten, allein schon wenn man die rasant steigenden Preise hinsichtlich Strom/Wärmeleistungen einpreist. Dafür muss man nicht mal Besitz/Mietverhältnisse verändern.


Ja, in diesem Zeitrahmen. Für reden aber die Tarifrunde für 2023. Zumindest wurden die Argumente hier so vorgetragen.

Bernstein

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1141 am: 12.07.2022 14:05 »
In 7 Monaten dürften die Tarifverhandlungen angelaufen sein, d.h. Mitte/Ende Januar erfahren wir, was die Gewerkschaften fordern.
Ich werde mal mit meiner Bank sprechen und nachfragen, ob genug Platz noch auf meinem Konto ist, damit es durch die Tariferhöhungen nicht überläuft.

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1142 am: 12.07.2022 14:18 »
Also ich würde dir grundsätzlich ja zustimmen, aber ich habe gerade einige Wochen das 9 Euro-Ticket genutzt und bin damit quasi ohne Fahrtkosten gewesen. Was ich aber sonst auf dem Rückweg von der Arbeit mitnehme (Getränke- und Supermarkt, Hermes, Bekannte) musste ich dann nach Rückehr nochmals extra machen. Nennenswerte Zeit- und Geldersparnisse konnte ich durch wegfallende Fahrtkosten für mich nicht konstatieren.

Zusätzliche Stromkosten in Homeoffice - Weniger als 1 € am Tag. Heizung dito. Abnutzung Arbeitszimmer ebenso.

Selbst wenn man völlig kostenlos zur Arbeit anreisen würde, wären die Mehrkosten höchstens 3€ am Tag. Eher weniger.
Muss sich dann jeder selbst überlegen, bei welcher Wegedauer ein Break-Even-Point erreicht ist. Beim durchschnittlichen Einkommen wohl bei 10 Minuten oder weniger.

MaLa

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1143 am: 12.07.2022 14:26 »
[

Zusätzliche Stromkosten in Homeoffice - Weniger als 1 € am Tag. Heizung dito. Abnutzung Arbeitszimmer ebenso.

Selbst wenn man völlig kostenlos zur Arbeit anreisen würde, wären die Mehrkosten höchstens 3€ am Tag. Eher weniger.
Muss sich dann jeder selbst überlegen, bei welcher Wegedauer ein Break-Even-Point erreicht ist. Beim durchschnittlichen Einkommen wohl bei 10 Minuten oder weniger.

Und dann lassen sich auch noch Pauschal bis zu 600€ bei der Steuer für HO absetzen

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1144 am: 12.07.2022 15:26 »

Weil diese Aufwendungen im Vergleich zu den Aufwendungen für den Arbeitsweg verschwindend gering sind.

Das ist ja eine sehr individuelle Geschichten. Bei uns fahren jetzt auch einige wieder alleine mit dem PKW, da Fahrgemeinschaften durch HO der anderen Mitfahrer gesprengt wurden. Zudem hat lange nicht jeder nennenswerte Fahrtkosten.
Fahrkosten sind (so finde ich) die geringsten Aufwände.
mehr freie Zeit ist nicht unbezahlbar.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1145 am: 12.07.2022 15:47 »

Fahrkosten sind (so finde ich) die geringsten Aufwände.
mehr freie Zeit ist nicht unbezahlbar.

Da schließe ich mich an. Aber in der Zeit mit dem Zug hatte ich auch keine Zeitersparnis, weil ich dann die Zeitung nicht daheim sondern im Zug gelesen habe. Ist - wie gesagt - alles relativ.  ;)

Alfi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1146 am: 12.07.2022 16:46 »
Also ich gehe mit eher moderaten Erwartungen an die Sache ran. Aber 2,5% pa, das würde selbst ich als Frechheit empfinden.

Zur Sache mit dem Home Office: Auch da sehe ich nicht, inwiefern man dafür auf Gehalt verzichten soll. Home Office bedeutet ja nicht weniger Arbeit. Und wie schon beschrieben: der Arbeitgeber spart doch beim Home Office auch noch. Diese Ersparnis kann man ruhig an seine Mitarbeiter weiter geben.

Homeoffice heißt auch höhere Kosten für den Angestellten, zwar weniger Spritverbrauch, aber dafür daheim höhere Kosten, Strom, Heizung, Wasser.

Da eh nicht alle Bereiche im HO arbeiten können, ist das nicht möglich.
Sollen die Erzieher von Zuhause aus die Kinder behüten :)

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1147 am: 12.07.2022 19:15 »

Da eh nicht alle Bereiche im HO arbeiten können, ist das nicht möglich.
Sollen die Erzieher von Zuhause aus die Kinder behüten :)

Zumindest hier in Niedersachsen wird ein dauerhaft Online-Tag für Schüler diskutiert. Ich glaube nicht, das es die richtige Richtung ist. Vielmehr sind einerseits die AN in den letzten Jahrzehnten immer mehr bereit gewesen, längere Wege auf sich zu nehmen und stehen nur vor dem Scherbenhaufen. Zudem haben auch einige AG ihre Außenstellen geschlossen und damit längere Wegstrecken verursacht.

Ich wohne auch direkt nebenbei an einer Außenstelle, kann mich nun aber 24 km zum Arbeitsplatz bemühen.  :P

nichts_tun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1148 am: 12.07.2022 20:46 »
Zumindest hier in Niedersachsen wird ein dauerhaft Online-Tag für Schüler diskutiert.

Interessant. Aber wo soll jetzt der Vorteil für Lehrer und/oder Eltern bzw. die Kinder sein? Ich komme nicht aus Niedersachsen und hierseits sind solche Überlegungen, soweit ich weiß, nicht angestellt worden.

Übrigens:
Unsere Stadt rechnet mit 6% Tariferhöhung und plant das ordnungsgemäß in den Haushalt ein. Ich bin gespannt.  8)

Emmi87

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1149 am: 13.07.2022 07:15 »

[/quote]

Interessant. Aber wo soll jetzt der Vorteil für Lehrer und/oder Eltern bzw. die Kinder sein? Ich komme nicht aus Niedersachsen und hierseits sind solche Überlegungen, soweit ich weiß, nicht angestellt worden.

Übrigens:
Unsere Stadt rechnet mit 6% Tariferhöhung und plant das ordnungsgemäß in den Haushalt ein. Ich bin gespannt.  8)
[/quote]

Wahrscheinlich sind die 6% auf 3 Jahre gedacht.

Floki

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1150 am: 13.07.2022 07:29 »
Bei der letzten Tarifverhandlung hat NRW auch mit einer anderen Tariferhöhung gerechnet. Aufgrund des schlechten Ergebnisses kam es zu einem Überschuss von über 200 Millionen€, die nicht mehr gebraucht wurden.

Überflüssig zu sagen, dass  das eingesparte Geld trotzdem nicht in den ÖD geflossen ist.

Daher lieber nicht zu gespannt sein-

Alfi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1151 am: 13.07.2022 11:31 »
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Zusätzliche Stromkosten in Homeoffice - Weniger als 1 € am Tag. Heizung dito. Abnutzung Arbeitszimmer ebenso.

Selbst wenn man völlig kostenlos zur Arbeit anreisen würde, wären die Mehrkosten höchstens 3€ am Tag. Eher weniger.
Muss sich dann jeder selbst überlegen, bei welcher Wegedauer ein Break-Even-Point erreicht ist. Beim durchschnittlichen Einkommen wohl bei 10 Minuten oder weniger.

Und dann lassen sich auch noch Pauschal bis zu 600€ bei der Steuer für HO absetzen

das bringt aber nur denen etwas, die für die Fahrtkosten nichts bekommen würden ;-)

HO vs. Weg zur Arbeit bei der Steuer, gewinnt immer noch der Weg zur Arbeit. Zumindest bei mir.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1152 am: 13.07.2022 11:36 »
Kollegen hatten mal ausgerechnet, dass die Gewinnzone durch Absetzung Fahrtkosten gegenüber HO-Pauschale bei etwa 17/18 km einfacher Weg liegen sollte. Das trifft bei uns sicherlich auf 80 % der Kollegen zu.

Alfi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1153 am: 13.07.2022 11:40 »


Interessant. Aber wo soll jetzt der Vorteil für Lehrer und/oder Eltern bzw. die Kinder sein? Ich komme nicht aus Niedersachsen und hierseits sind solche Überlegungen, soweit ich weiß, nicht angestellt worden.

Übrigens:
Unsere Stadt rechnet mit 6% Tariferhöhung und plant das ordnungsgemäß in den Haushalt ein. Ich bin gespannt.  8)
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Wahrscheinlich sind die 6% auf 3 Jahre gedacht.
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Er meint im Haushaltsplan. dieser ist jährlich.
Wir haben da noch keine Zahlen leider.
Ist aber egal was die Stadt oder Gemeinde plant. Die Tarifrunde bringt das Ergebnis. Gespannt kann man aber natürlich trotzdem sein :)

Ich habe bei mir im Umkreis jetzt schon alles möglich gehört. Manche bekommen 8,5 % andere 6, andere 6,5 etc.
Hoffentlich muss ich ab Januar oder eher gesagt ab April (Öd ist ja nicht der schnellste), nicht berichten das wir nur 2 % bekommen  :-X :-X :-X

6 % wären bei mir knapp 150 € netto. Wäre natürlich schon fein. Aber da man nicht weiß wie es nächstes Jahr aussehen wird, ist es vielleicht auch viel zu wenig. Vielleicht haben wir eine Inflation von 25 %, dann sind 6 % Erhöhung natürlich ein Witz.

Hoffen und spekulieren können wir viel. Ich hoffe auf Verdi dass die was gutes Raushauen und der Lage in der Zeit dann entsprechend.
Stand jetzt wären 10 % Brutto Gehaltserhöhung super und ggf. 5 % ausreichend. in 6 Monaten sieht die Lage garantiert anders aus.

Alfi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1154 am: 13.07.2022 11:44 »
Kollegen hatten mal ausgerechnet, dass die Gewinnzone durch Absetzung Fahrtkosten gegenüber HO-Pauschale bei etwa 17/18 km einfacher Weg liegen sollte. Das trifft bei uns sicherlich auf 80 % der Kollegen zu.

Man muss ja effektiv alles reinrechnen. Durch HO ist ja nicht nur die Einsparrung in Sachen Sprit. Das Auto hat weniger Verschleiß, theoretisch könnte man in eine günstigere Versicherungsstufe da weniger KM im Jahr (kommt drauf an wie weit man es zur Arbeit hat) etc.
Gleichzeitig die Zeitersparnis (die mir persönlich sehr wichtig ist) und und und.
Wenn man das alles mit einrechnet ist die HO Pauschale am Ende sogar besser als die Absetzung der Fahrtkosten.

Aber bei der Steuererklärung, nur am Betrag selbst, ergibt sich (zumindest bei mir) ein Nachteil in Form von weniger Erstattung.