Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236958 times)

Queen of Spades

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2415 am: 20.09.2022 11:30 »
Verdi sollte fordern:

12 Monate - 15%
24 Monate - 20%

So hat man genug Spielraum, um für beide Seiten was Erträgliches heraus zu holen.

Von der Komba habe ich schon entsprechende Entwürfe gelesen. So unrealistisch ist es also gar nicht.

Leonhardt

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2416 am: 20.09.2022 12:02 »
Das stimmt aber auch nur, wenn man die Steuerentlastungen nicht in die Betrachtung mit reinnimmt.

Von welchen Steuerentlastungen sprichst du?

https://www.finanzen.de/news/zahlreiche-steuerentlastungen-fuer-2023-vom-bundeskabinett-beschlossen

Nunja, was die Steueranpassungen für das Jahr 2023 angeht, werde ich aber auch frühestens Ende Januar im kommenden Jahr (wenn es keine Berechnungsschwierigkeiten gibt) entlastet.
Es gibt sicherlich Maßnahmen für Arbeitnehmer, allerdings doch immer erst ziemlich zeitverzögert. Ist auch bei der Energiepauschale zu sehen. Am 23.03.22 im Koalitionsausschuss beschlossen und angekündigt und nun soll sie tatsächlich knapp ein halbes Jahr später auch endlich ausgezahlt werden. So schnell und unbürokratisch wie in Deutschland nur irgend möglich.

was_guckst_du

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2417 am: 20.09.2022 12:14 »
...so schnell stimmt noch nicht...das ganze Paket muss erst noch durch den Bundesrat und da haben einige Länder schon ihre Bedenken geäussert...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Leonhardt

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2418 am: 20.09.2022 12:20 »
Ich will ja auch nicht undankbar erscheinen, aber die erste Maßnahme aus einem Entlastungspaket, die bei mir angekommen ist war der Tankrabatt und dann Ende August mit der Abrechnung fürs Gehalt die steuerlichen Erleichterungen für 2022. Ich bin halt einfach scheinbar viel zu ungeduldig, um die wohlfeil versprochenen entlastungsannehmlichkeiten auch irgendwann einmal zu erhalten.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2419 am: 20.09.2022 12:37 »
Das stimmt aber auch nur, wenn man die Steuerentlastungen nicht in die Betrachtung mit reinnimmt.

Von welchen Steuerentlastungen sprichst du?

https://www.finanzen.de/news/zahlreiche-steuerentlastungen-fuer-2023-vom-bundeskabinett-beschlossen

Nunja, was die Steueranpassungen für das Jahr 2023 angeht, werde ich aber auch frühestens Ende Januar im kommenden Jahr (wenn es keine Berechnungsschwierigkeiten gibt) entlastet.

Soll man jetzt lachen oder weinen, dass isch da ne Regierung (oder miserable Journalie) Steuersenkungen herbeifabuliert
1. Der "Abbau " der Kalten progression ist lediglich ein Vermeidung von Steuererhöhungen.
2. Absetzbarkeit der Rentenbeiträge wär durch höchstrichterliche Rechtsprechung eh ab 2025 notwendig gewesen und auch nur ne Vermeidung zukünftiger Doppelbesteuerung

Ausser der Senkung des Satzes beim Gas (handwerklich auch mal wieder miserabel) hat der Gesetzgeber NÜSCHT wirklich freiwillig getan um Steuern zu senken!

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2420 am: 20.09.2022 13:18 »
Genau!

Thx für den Link, Garfield und Kaiser hat es schön zusammengefasst, dass die Steuererleichterungen gar keine sind. Allenfalls keine Erhöhungen.

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2421 am: 20.09.2022 14:00 »
Genau!

Thx für den Link, Garfield und Kaiser hat es schön zusammengefasst, dass die Steuererleichterungen gar keine sind. Allenfalls keine Erhöhungen.

Wobei eine Verpflichtung ab 2025 nicht heißt, dass die Einführung 2023 keine Entlastung ist. Ähnlich wie das beim früheren Wegfall der EEG Umlage der Fall war.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2422 am: 20.09.2022 14:14 »

Wobei eine Verpflichtung ab 2025 nicht heißt, dass die Einführung 2023 keine Entlastung ist. Ähnlich wie das beim früheren Wegfall der EEG Umlage der Fall war.

Aber es ist und bleibt nur ein vorgezogene Maßnahme zur Vermeidung von Doppelbesteuerung. Da sträube ich mich das Entlastung zu nennen. Ich hab auch jetzt nicht die Muße das Urteil erneut zu lesen, aber ich glaube der Tenor des Urteils war, dass "spätestens ab 2025 Neuregelung" da eine Doppelbesteuerung nach Renteneintritt 2040 droht.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2423 am: 20.09.2022 14:43 »

Wobei eine Verpflichtung ab 2025 nicht heißt, dass die Einführung 2023 keine Entlastung ist. Ähnlich wie das beim früheren Wegfall der EEG Umlage der Fall war.

Aber es ist und bleibt nur ein vorgezogene Maßnahme zur Vermeidung von Doppelbesteuerung. Da sträube ich mich das Entlastung zu nennen. Ich hab auch jetzt nicht die Muße das Urteil erneut zu lesen, aber ich glaube der Tenor des Urteils war, dass "spätestens ab 2025 Neuregelung" da eine Doppelbesteuerung nach Renteneintritt 2040 droht.
Sehe ich absolut auch so, ist noch nicht mal vorauseilender Gehorsam.

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2424 am: 20.09.2022 14:43 »
Der tolle Beschluss zur Steuerentlastung ab 1.1.2023 ist genauso ein Witz un Augenauswischerei. Davon hat doch nur derjenige etwas, der nie mehr als diese Pauschale an Werbungskosten (z.B. Weg zur Arbeit) abrechnen kann. Für alle Anderen bringt es - NICHTS.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2425 am: 20.09.2022 15:00 »
Augenauswischerei
Richtig

Für alle Anderen bringt es - NICHTS.
Doch, die müssen dankenswerterweise nicht noch mehr zahlen...



Emmi87

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2426 am: 21.09.2022 07:46 »
Augenauswischerei
Richtig

Für alle Anderen bringt es - NICHTS.
Doch, die müssen dankenswerterweise nicht noch mehr zahlen...

Nein bringt trotzdem nichts. Wenn deine Jährliche Werbungskosten eh schon über 2000€ sind dann bringt die Erhöhung von 1000 auf 1200€ eh nichts.

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2427 am: 21.09.2022 08:33 »
Zu diesen jetzt vorgeschlagenen "BIS 3.000€ Inflationsausgleich" fiel mir noch ein - insofern am 1.12.2022 die Länder ihren Angestellten bereits eine hohe Einmalzahlung Prämie lt Tarifabschluss auszahlen - kein Wunder, wenn sich alle unsere AGs prompt sperren. Mann könnte ja nicht frech erklären "die Länder-Angestellten kriegen das nicht" oder man müsste denen das auch auszahlen. Wenn es um solche Auszahlungen geht - sitzen wir im selben Boot ... Auszahlen will keiner, lieber kürzen. Das gilt doch schon immer für alle Branchen, diesmal insbesondere uns.

Stephan

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2428 am: 21.09.2022 10:16 »
Hinsichtlich Kürzung hätt ich kein Problem... wenns um die wöchentliche Arbeitszeit ginge...

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2429 am: 21.09.2022 15:29 »
Ich will ja auch nicht undankbar erscheinen, aber die erste Maßnahme aus einem Entlastungspaket, die bei mir angekommen ist war der Tankrabatt und dann Ende August mit der Abrechnung fürs Gehalt die steuerlichen Erleichterungen für 2022. Ich bin halt einfach scheinbar viel zu ungeduldig, um die wohlfeil versprochenen entlastungsannehmlichkeiten auch irgendwann einmal zu erhalten.

Durch die rückwirkende Steuerentlastung habe ich etwa für alle bisherigen Monate insgesamt ein drittel meines neuen monatlichen Gasabschlages bekommen. Soviel Entlastung ist das nicht.
Der Tankrabatt spielt nur Vielfahrern in die Karten.

Aber wie war das mit Homöopathie? Man muss nur dran glauben !