Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489245 times)

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2775 am: 30.09.2022 19:18 »
Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

Ich gehe von ca. 20% Organisierten aller Beschäftigen Bund/Kommune aus; bleiben ca. 80 % Nichtorganiserte. Wie hoch schätzen Sie die Anzahl der Nichtorganisierten, die tatsächlich ein höheres Entgelt erzielen als das Mindestentgelt ?

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2776 am: 30.09.2022 19:19 »
Sie sind gewerkschaftlich nicht gebunden, also frei. Oder inwiefern wären sie nicht frei?

Und wer hätte nun sowas gebrabbelt, was Du behauptest? Gerne mit Zitation des Beitrags, ist ja schließlich ein schriftliches Medium. Oder war Deine Behauptung nur Agitprop?
Hab jetzt keine Lust lange zurück zu gehen und alles rauszusuchen.

U.a. sind ein paar Begriffe hier im Kontext eine häufige Stammtischparole von stark rechtsgerichteten sowie den eher... schwierigen... wirtschaftsliberalen Personen... und noch ein paar anderen Gruppen... Die mögen Gewerkschaften sogar noch weniger als Arbeitgeber und Behördenleitungen.
Warum sollte das für freie Arbeitnehmer ein Problem sein? Die finanzieren ja nicht mit 1 Prozent ihres Gehalts Gewerkschaftsbonzen, bezahlte Gewerkschaftstrolle und Antifa-Förderung.
Das kann man nämlich so verstehen, als würdest du zu einer dieser Gruppe gehören. Gerade das "freie Arbeitnehmer" klingt nach freier Energie und Forellenturbine. Und Antifa? Ich bitte dich.

Wenn du allerdings nur ÜT und nicht mal AT bist, dann tut mir deine Abhängigkeit von den Antifa-Finanzierenderen Gewerkschaftsbonzen allerdings einfach nur noch leid. Ich hoffe du verzichtest wenigstens auf Tarifsteigerungen, sonst wärst du ja ein einfacher Mitläufer...


Gewerkschaften sind bei weitem nicht perfekt... überhaupt nicht. Und ich gebe dir in manchen deiner Aussagen Recht. Allerdings sind Steine nicht von angestellten des öD zu werfen, denn der öD gehört deutlich entschlackt. Und der Steuerzahler zahlt öD-Bonzen und deine geliebte "Antifa" und vom BfV beobachtete rechtsradikale gezwungenermaßen mit... und das eventuell mit ein bisschen mehr als 1% vom Monatsbrutto.

DAS IST JA GOTTESLÄSTERUNG- Er spricht sogar mit Ministerpräsidenten
« Last Edit: 30.09.2022 19:30 von daseinsvorsorge »

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2777 am: 30.09.2022 19:33 »
Sie sind gewerkschaftlich nicht gebunden, also frei. Oder inwiefern wären sie nicht frei?

Und wer hätte nun sowas gebrabbelt, was Du behauptest? Gerne mit Zitation des Beitrags, ist ja schließlich ein schriftliches Medium. Oder war Deine Behauptung nur Agitprop?
Hab jetzt keine Lust lange zurück zu gehen und alles rauszusuchen.

U.a. sind ein paar Begriffe hier im Kontext eine häufige Stammtischparole von stark rechtsgerichteten sowie den eher... schwierigen... wirtschaftsliberalen Personen... und noch ein paar anderen Gruppen... Die mögen Gewerkschaften sogar noch weniger als Arbeitgeber und Behördenleitungen.

Niemand hat verlangt, Du sollest alles raussuchen. Du hast konkret geschrieben:
Ich wüsste gerne was diese freien Arbeitnehmer sind, von denen du ständig redest. Ist das wieder so ein Stammtischgebrabbel, dass alle anderen unfreie Arbeitnehmer der BRD GmbH sind?

Wo also hätte jemand etwas von unfreien Arbeitnehmern der BRD GmbH gebrabbelt? Du schreibst ja "wieder", also müßte das ja irgendwo stehen. Da es nur 6 Beiträge gibt, die BRD GmbH enthalten, ist die Auswahl überschaubar. Also?

Zitat
Warum sollte das für freie Arbeitnehmer ein Problem sein? Die finanzieren ja nicht mit 1 Prozent ihres Gehalts Gewerkschaftsbonzen, bezahlte Gewerkschaftstrolle und Antifa-Förderung.
Das kann man nämlich so verstehen, als würdest du zu einer dieser Gruppe gehören. Gerade das "freie Arbeitnehmer" klingt nach freier Energie und Forellenturbine. Und Antifa? Ich bitte dich.

Für das, was Du verstehst, bin ich nicht verantwortlich. Sowohl stark rechtsgerichtet als auch wirtschaftsliberal sind zudem sehr positive Beschreibungen.

Zitat
Wenn du allerdings nur ÜT und nicht mal AT bist, dann tut mir deine Abhängigkeit von den Antifa-Finanzierenderen Gewerkschaftsbonzen allerdings einfach nur noch leid. Ich hoffe du verzichtest wenigstens auf Tarifsteigerungen, sonst wärst du ja ein einfacher Mitläufer...

Als freier Arbeitnehmer habe ich in meinem eigenhändig verhandelten Arbeitsvertrag eine dynamische Bezugnahmeklausel, sogar durch Annahme des allerersten Angebots des Arbeitgebers hätte ich das gleiche Ergebnis erzielt wie die Gewerkschaften. Und das ganz ohne Geldverschwendung für Gewerkschaftsbonzen, bezahlte Gewerkschaftstrolle und Antifaförderung.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2778 am: 30.09.2022 19:36 »
Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

Ich gehe von ca. 20% Organisierten aller Beschäftigen Bund/Kommune aus; bleiben ca. 80 % Nichtorganiserte. Wie hoch schätzen Sie die Anzahl der Nichtorganisierten, die tatsächlich ein höheres Entgelt erzielen als das Mindestentgelt ?

20% Organisationsgrad ist da aber eher so ein feuchter Gewerkschaftstrolltraum. Und selbst wer als freier Arbeitnehmer nur das Mindestentgelt erzielt, hat doch ganz allein das gleiche Verhandlungsergebnis erzielt wie die Gewerkschaften. Wofür waren die dann noch gleich gut?

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2779 am: 30.09.2022 21:36 »


Die Frage ist, wie wir mehr Druck aufbauen können. Bei 3 Mio. Beschäftigten könnte man doch Verwaltung, Kitas, Müllabfuhr lahm legen. Warum gelingt das anderen Branchen mit weitaus weniger Beschäftigten? Piloten fliegen nicht mehr, Lokführer fahren nicht mehr....

Die Antwort liegt doch glatt auf der Hand; haben Sie denn den Post des franzö. Forumsgott nicht gelesen? Dort beschreibt er ja, dass man "aus dem Phlegma der Gewerkschafter ja nicht auf das große Heer der freien Arbeitnehmer schließen kann".

Ich bin gespannt, wie die Nichtorgansierten das Heft in die Hand nehmen und Verwaltung, Kitas, Müllabfuhr lahm legen. Und das wahrscheinlich nicht nur für einen Tag, sondern über Wochen.

Ganz einfach: Corona-Lockdown reloaded. Diesmal aber richtig!

Der TV-BA ist ebenfalls am TVöD gekoppelt...
Streiken könnten theoretisch u.a. Familienkassen, ZAV, Leistungsabteilungen der JC, Operativer Service der BA, Arbeitsvermittlung, Arbeitgeberservice und Berufsberatung.

Damit hätten wir so Dinge wie Kindergeld, ALG/ALG II, Kurzarbeitergeld, Übergangsgeld/Insolvenzgeld, AG Zuschüsse, Stellenaufnahmen, Arbeitserlaubnisverfahren, Lohnzuschüsse für  Arbeitnehmer, Weiterbildungen, Berufsberatung U25 und im Erwerbsleben beisammen.

Bisher gab es trotz relativ großer Streikbereitschaft der Belegschaft eher wenig Interesse seitens der Gewerkschaften hier wirklich zu mobilisieren - auch Verdi und vbba/DGB wollten nach eigener Aussage den sozialen Frieden nicht gefährden.
In diesen Zeiten könnte alleine die Drohung der Nichtbearbeitung von Kurzarbeitergeld oder Nichtumsetzung des Bürgergelds Wunder bewirken - man muss sich nur trauen...
Was wir im ö.D. die letzten Jahre unter Bsirske und co an Euronen verloren haben..unglaublich..
Streiks von Ver.di/Komba und co. sehen so aus:
Zweimal ums Rathaus laufen das wars..
Abgesprochen mit dem Arbeitgeber..
Ver.di/Komba und co zittern sogar vor dem Rentner der sich in Streikzeiten beschwert:

Wann kommt die Müllabfuhr?
Heute leider nicht, Sie werden sicherlich Verständnis haben!
Sie kommen nicht? So etwas geht gar nicht!
Ich gucke seit Stunden aus meinem Fenster und sie kommen nicht!
Ich verklage die Stadt.
Tut uns leid.., wir kommen sofort und entschuldigen uns für die Nichtpflichterfüllung.

Ver.di/Komba und co. knicken vor Angst vor z.B. Rentnern ein..
Ver.di/Komba und co. haben kein Interesse wirksam zu streiken, sind dem Arbeitgeber unterwürfig.., beruhigen die Mitglieder mit Kugelschreibern..


WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2780 am: 01.10.2022 08:02 »
Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

Ich gehe von ca. 20% Organisierten aller Beschäftigen Bund/Kommune aus; bleiben ca. 80 % Nichtorganiserte. Wie hoch schätzen Sie die Anzahl der Nichtorganisierten, die tatsächlich ein höheres Entgelt erzielen als das Mindestentgelt ?
Meine Beobachtungen durch meine Tätigkeiten 5% in meinem Umfeld
Fast alle MINTler kommen mit Zulagen etc. und nicht mit dem Mindestentgelt.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2781 am: 01.10.2022 08:08 »
Das tarifliche Entgelt ist nur das mindeste, deswegen gibt es hier im Forum auch so viele, die bessere Verhandlungsergebnisse erzielen als Verdi es tut.

Ich gehe von ca. 20% Organisierten aller Beschäftigen Bund/Kommune aus; bleiben ca. 80 % Nichtorganiserte. Wie hoch schätzen Sie die Anzahl der Nichtorganisierten, die tatsächlich ein höheres Entgelt erzielen als das Mindestentgelt ?

20% Organisationsgrad ist da aber eher so ein feuchter Gewerkschaftstrolltraum. Und selbst wer als freier Arbeitnehmer nur das Mindestentgelt erzielt, hat doch ganz allein das gleiche Verhandlungsergebnis erzielt wie die Gewerkschaften. Wofür waren die dann noch gleich gut?
Sie erreichen aber dieses Ergebnis aber nur, weil es das Mindestangebot ist welches von den Gewerkschaften ausgehandelt wurde und jeder Depp dieses durch Mitgliedschaft in der Gewerkschaft erhält.
Gäbe es diese Zwangsweise vom AG anzubietende Mindestergebnis nicht, wäre es ein erzieltes Ergebnis, so ist es dass Ergebnis, welches sich die Leute einverleiben, ohne verhandeln zu müssen.
Die outgesourcte Putzfrau ist ja ein Ergebniss davon, sie erreicht nicht das von der Gewerkschaft ausgehandelte Ergebnis.

Also nein, der nichtverhandelnde hätte nicht das gleiche Ergebnis erzielt wie der Gewerkschaften.
Den der freie Arbeitnehmer verhandelt ja mit einem unfreien AG.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2782 am: 01.10.2022 08:13 »
Welche „zwangsweise vom AG anzubietende Mindestvergütung“ sollte das sein? Und auf welcher Rechtsgrundlage bestünde dies?

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2783 am: 01.10.2022 11:09 »

Gäbe es diese Zwangsweise vom AG anzubietende Mindestergebnis nicht, wäre es ein erzieltes Ergebnis, so ist es dass Ergebnis, welches sich die Leute einverleiben, ohne verhandeln zu müssen.
Also nein, der nichtverhandelnde hätte nicht das gleiche Ergebnis erzielt wie der Gewerkschaften.

Leider ist es so, dass es sich dabei nicht um ein zwangsweise vom AG anzubietende Mindestergebnis handelt. Der Arbeitgeber kann die Tarifergebnisse im Rahmen der negativen Koalitionsfreiheit den Nichtorgansierten anbieten, muß er aber nicht. Und wenn die Nichtorganisierten das Angebot annehmen, hat eine stillschweigende Verhandlung stattgefunden.Tja- aber was haben die AGs bloß davon, dass die Nichtorgansierten grundsätzlich das gleiche Mindestentgelt erzielen können, wie die, die überhaupt erst Tarifverhandlungen möglich machen.

Wahrscheinlich sind die AGs einfach nur Wohltäter, die nur das Besste für ihre Beschäftigten im Sinn haben. Und auch die überwiegende Anzahl der Nichtorganisierten, die ggü. dem AG keinerlei Droh-und Druckpotenital haben, was ihn bewegen würde, ihnen Zulagen zu zahlen, freut sich wenigstens darüber, 1% vom mntl. Netto gespart zu haben. Ach so - und sie stehen natürlich nicht unter der Knute der Gewerkschaften und lassen sich die Arbeitsbedingungen einfach so diktieren - aber frei dabei. Also eine schöne Win-Win-Situation ?

Unerklärlich bleibt somit zusammenfassend die Haltung der Nichtorgagnsierten, die eben nicht mit ihren AGs Zulagen aushandeln konnten, und somit "nur" das Mindestentgelt erzielen, dafür aber die Gewerkschaften verantwortlich machen. Entweder können sie sich ihr eigenes Versagen nicht eingestehen und/ oder sie verstehen einfachste Sachzuammenhänge nicht. Beides schon  für sich allein genommen sehr bedenklich, in Kombination  besonders für die Fach-und Führungskräfte >EG9 nur noch erschütternd.


teclis22

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2784 am: 01.10.2022 11:12 »
OK- Aber wie lange sind Sie denn nun bereit zu streiken ?

Warum solle das irgendjemand vorher sagen? MAcht ja kein Sinn. Lebt ja davon das die andere Seite es nicht weiß.
Also. Abwarten ob es überhaupt zu einem Streik aufruf kommt. Ich glaubs nicht. Und dann ist ja auch die frage für was man streikt. Für 3%? für 13%?

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2785 am: 01.10.2022 11:19 »

Gäbe es diese Zwangsweise vom AG anzubietende Mindestergebnis nicht, wäre es ein erzieltes Ergebnis, so ist es dass Ergebnis, welches sich die Leute einverleiben, ohne verhandeln zu müssen.
Also nein, der nichtverhandelnde hätte nicht das gleiche Ergebnis erzielt wie der Gewerkschaften.

Leider ist es so, dass es sich dabei nicht um ein zwangsweise vom AG anzubietende Mindestergebnis handelt. Der Arbeitgeber kann die Tarifergebnisse im Rahmen der negativen Koalitionsfreiheit den Nichtorgansierten anbieten, muß er aber nicht. Und wenn die Nichtorganisierten das Angebot annehmen, hat eine stillschweigende Verhandlung stattgefunden.Tja- aber was haben die AGs bloß davon, dass die Nichtorgansierten grundsätzlich das gleiche Mindestentgelt erzielen können, wie die, die überhaupt erst Tarifverhandlungen möglich machen.

Wahrscheinlich sind die AGs einfach nur Wohltäter, die nur das Besste für ihre Beschäftigten im Sinn haben. Und auch die überwiegende Anzahl der Nichtorganisierten, die ggü. dem AG keinerlei Droh-und Druckpotenital haben, was ihn bewegen würde, ihnen Zulagen zu zahlen, freut sich wenigstens darüber, 1% vom mntl. Netto gespart zu haben. Ach so - und sie stehen natürlich nicht unter der Knute der Gewerkschaften und lassen sich die Arbeitsbedingungen einfach so diktieren - aber frei dabei. Also eine schöne Win-Win-Situation ?

Unerklärlich bleibt somit zusammenfassend die Haltung der Nichtorgagnsierten, die eben nicht mit ihren AGs Zulagen aushandeln konnten, und somit "nur" das Mindestentgelt erzielen, dafür aber die Gewerkschaften verantwortlich machen. Entweder können sie sich ihr eigenes Versagen nicht eingestehen und/ oder sie verstehen einfachste Sachzuammenhänge nicht. Beides schon  für sich allein genommen sehr bedenklich, in Kombination  besonders für die Fach-und Führungskräfte >EG9 nur noch erschütternd.

Deiner gewerkschaftstypisch eher gewöhnlichen Auffassungsgabe scheint entgangen zu sein, dass es bereits seit Jahren keine „EG9“ mehr gibt. Naja, so ist das mit den bezahlten Trollen anachronistischer Organisationen: sie leben in der Vergangenheit.

Zudem räumst Du ja ein, dass freie Arbeitnehmer selbst bei Annahme des ersten Angebots des Arbeitgebers das gleiche Verhandlungsergebnis erzielen wie Gewerkschaften, was diese zu nutzlosen, unwerten Organisationen macht, sofern man nicht in der Versorgung von Gewerkschaftsbonzen, der Unterhaltung von bezahlten Gewerkschaftstrollen und der Extremismusförderung einen Sinn an sich erblickt.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2786 am: 01.10.2022 16:14 »
Welche „zwangsweise vom AG anzubietende Mindestvergütung“ sollte das sein? Und auf welcher Rechtsgrundlage bestünde dies?
Die die der AG mit Gewerkschaftlern ausgehandelt hat.
Tarifrecht.
Weil jeder der weniger angeboten bekommt halt Gewerkschaftsmitglied sein wird.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2787 am: 01.10.2022 16:20 »
Unerklärlich bleibt somit zusammenfassend die Haltung der Nichtorgagnsierten, die eben nicht mit ihren AGs Zulagen aushandeln konnten, und somit "nur" das Mindestentgelt erzielen, dafür aber die Gewerkschaften verantwortlich machen. Entweder können sie sich ihr eigenes Versagen nicht eingestehen und/ oder sie verstehen einfachste Sachzuammenhänge nicht. Beides schon  für sich allein genommen sehr bedenklich, in Kombination  besonders für die Fach-und Führungskräfte >EG9 nur noch erschütternd.
Da bin ich voll bei dir, dass ich die Deppen nicht verstehe, die über verdi sich beklagen und selbst nichts auf die Kette bekommen haben.
Bei uns sind zumindest die ach und Führungskräfte größtenteils nicht bei verdi und Co, haben entweder mehr bekommen (Zualgen) oder sind zufrieden über das Angebot des AGs und mosern nicht.
Gemosert wird bei uns zu 99% von <EG7er die nicht in der Gewerkschaft sind.

Wenn über verdi mosere, dann weil die einfach nur rumlügen und die Leute verarschen mit den Abschlüssen die sie sich schön reden.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2788 am: 01.10.2022 16:25 »
Welche „zwangsweise vom AG anzubietende Mindestvergütung“ sollte das sein? Und auf welcher Rechtsgrundlage bestünde dies?
Die die der AG mit Gewerkschaftlern ausgehandelt hat.
Tarifrecht.
Weil jeder der weniger angeboten bekommt halt Gewerkschaftsmitglied sein wird.

Also keine vom AG zwangsweise anzubietende Mindestvergütung.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2789 am: 01.10.2022 17:38 »
Welche „zwangsweise vom AG anzubietende Mindestvergütung“ sollte das sein? Und auf welcher Rechtsgrundlage bestünde dies?
Die die der AG mit Gewerkschaftlern ausgehandelt hat.
Tarifrecht.
Weil jeder der weniger angeboten bekommt halt Gewerkschaftsmitglied sein wird.

Also keine vom AG zwangsweise anzubietende Mindestvergütung.
Doch für den Gewerkschaftler, die ein jeder ratz fatz werden kann und durch die der AG nur bei den Obersten Deppen nicht diese Bezahlung bezahlen muss.
Edit:
Womit klar ist, dass der AG (sofern er im TV AG seitig vertreten ist), diese Vergütung anbietet, da er sie eh bezahlen müsste.