Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 706839 times)

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2640 am: 28.09.2022 18:05 »
wenigstens bekommen die Leistungsträger unserer Gesellschaft im Schnitt 24% mehr  ::) :o

https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/dax-vorstaende-mit-24-prozent-einkommensplus

Alles gute Gründe im ÖD den ohnehin guten Lohn nicht übermäßig zu erhöhen ;)

Emmi87

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2641 am: 28.09.2022 19:00 »
...die Beschäftigten erwarten mindestens einen Informationsausgleich (zur Zeit 9 %) als Ergebnis und keine Forderung von 8%...
Wenn die Energiekosten etc im April im nächsten Jahr auf dem aktuellem Niveau sind, dann läuft es doch auf ne Inf Rate von -0,5% hin und was dann?

bei 50% Erzeugerpreisanstieg zieht die Inflation Stück für Stück erst nach. Alles, was späte rin der Kette kommt, wird nach und nach teurer. Daher ist das nicht so easy wie man sich das denkt :)

Mich freuts irgendwie, günstigere Aktien im Einkauf und die Immokredite verlieren schön an Wert. Der eine verliert, der andere gewinnt.

Immokredit verliert nur so lange an wert wenn am Ende deine Kaufkraft steigt. Zum Glück bin ich kurz vor dem Krieg komplett aus dem Aktienmarkt ausgestiegen. Wäre sonst ein katastrophaler Verlust

Zuvielverdiener

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2642 am: 28.09.2022 19:46 »
[....es kann aber nicht sein, dass untere Entgeltgruppen durch Mindesterhöhungen immer weiter an die höheren Gruppen herankommen. Warum haben wir studiert, arbeiten in Positionen mit höherer Verantwortung? Dann kann man die Entgelttabelle gleich abschaffen.

Man studiert damit man sich als "Elite" fühlen kann, mit Verachtung nach unten zu treten zu den nicht studierten in Positionen ohne Verantwortung denen man keinen Cent über den zu hohen Mindestlohn gönnt.
Man studiert um neidisch zu sein auf die da unten die im öffentlichen Dienst als "Klientel" einer Gewerkschaft skandalös überbezahlt sind.

Die Hetze gegen die unteren Entgeltgruppen ist und bleibt ein Markenzeichen dieses Forums.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2643 am: 28.09.2022 19:52 »
Die Neigung, überall Hetze zu sehen, bleibt ein Markenzeichen geistig minderbegüterter Wokisten.

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2644 am: 28.09.2022 20:12 »
Eine Tatiftabelle mit unterschiedlichen Entgeltgruppen... kann nicht woke sein
Nur eine Tarifmonozelle ist woke  ;D

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2645 am: 28.09.2022 21:21 »

Man studiert damit man sich als "Elite" fühlen kann, mit Verachtung nach unten zu treten zu den nicht studierten in Positionen ohne Verantwortung denen man keinen Cent über den zu hohen Mindestlohn gönnt.
Man studiert um neidisch zu sein auf die da unten die im öffentlichen Dienst als "Klientel" einer Gewerkschaft skandalös überbezahlt sind.

Die Hetze gegen die unteren Entgeltgruppen ist und bleibt ein Markenzeichen dieses Forums.

Hintergrund dieser Haltung ist ja -bis auf wenige Ausnahmen(geschätzt ca.1%)- das eigene Versagen, das man sich aber nicht eingestehen kann, wahrscheinlich weil man ja studiert hat.

Anstatt als "freie" Arbeitnehmer über die eigenen Arbeitsbedingungen bestimmen zu können, lässt man sich vom AG die Arbeitsbedingungen diktieren, ist darüber erschüttert und beschwert sich dann über das eigene Versagen bei den Gewerkschaften-für Fach-und Führungskräfte > EG 9 mehr als bedenklich.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2646 am: 28.09.2022 21:27 »
Nun ist es verbreitet aber so, dass freie Arbeitnehmer das gleiche Ergebnis erzielen wie die Gewerkschaften, und zwar selbst dann, wenn sie das allererste Angebot des Arbeitgebers annehmen. Wozu sind Gewerkschaften also zu gebrauchen? Versorgung von Funktionären? Bezahlung von Internettrollen?

Frank7777

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2647 am: 28.09.2022 21:28 »
Nein, leider ist da nicht die Tastatur kaputt bzw. hab ich mich nicht vertippt. Konnte es selbst nicht glauben und hoffe das es nicht stimmt. Aber eigentlich ist die Quelle schon zuverlässig.

Kommentar dazu war: Mit Lohnverlusten muss auf jeden Fall gerechnet werden, ohne wird es nicht gehen.

Wir werden sehen...

Und sagt die gute Quelle noch etwas zur steuerfreien Einmalzahlung? Gibts noch die 3.000 Euro auf die 8 Prozent?

Nein, sagt sie nicht. Das wurde anscheinend noch nicht thematisiert.

Ich weiß nicht woher der Glaube kommt, dass die Inflation ausgeglichen wird. Denke das wird sie bei weitem nicht. Aber schauen wir was bei rumkommt.

Johannes1893

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2648 am: 28.09.2022 21:46 »
Hallo zusammen,

Mein "Einlauftipp":

1. Sonderzahlung (einmal) bis EG 5 = 3.000 Euro , bis EG 8 = 2.400 Euro, bis EG 12 = 1.600 Euro, darüber = 800 Euro
ab 01.06.2023 = gestaffelt bis EG 5 = + 5,5 % - bis EG 8 = +4,2 %, bis EG 12 = + 3,9 %,  darüber 3,5 %
ab 01.01.2024 = einheitlich +3,6 % - 20 Monate Laufzeit

Ich glaube nicht das die Erhöhung in dieser Art gestaffelt wird. Es dürfte auf das bekannte „Mindestbetrag X oder X%“ hinauslaufen.

Die Sonderzahlung wird leider Teil der Tarifrunde und daher ein klarer Lohnverlust für alle die noch mehr als 3-5 Jahre zur Rente haben. Deutliche Tabellensteigerungen  sind anzustreben und die Sonderzahlung aus der Tarifrunde rauszuhalten.

Die Laufzeit wird mindestens 24 Monate betragen.

Daher mein Tipp:
-Sonderzahlung bis EG8 1.500€, darüber 1.000€
-Nullmonate April und Mai
-ab 01.06.23: +3,8% oder Mindestbetrag X (prozentual in den unteren EG 5-7%)
-ab 01.04.24: +4,3% für alle
-Laufzeit bis 31.03.2025

Verdi stellt über 10% der unteren EG ins Schaufenster.

Medien: 8,1% Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst. Ökonomen warnen vor Lohn-Preis-Spirale.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2649 am: 28.09.2022 21:48 »
Die Hetze gegen die unteren Entgeltgruppen ist und bleibt ein Markenzeichen dieses Forums.
Welche Hetze?

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2650 am: 28.09.2022 22:02 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
Das Geld wird nicht weg sein.. es hat dann nur jemand anderes  ;D
Was der ÖD nicht für Entgelte einfordern kann ist gut für andere Ausgaben

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2651 am: 28.09.2022 22:03 »
Hintergrund dieser Haltung ist ja -bis auf wenige Ausnahmen(geschätzt ca.1%)- das eigene Versagen, das man sich aber nicht eingestehen kann, wahrscheinlich weil man ja studiert hat.

Anstatt als "freie" Arbeitnehmer über die eigenen Arbeitsbedingungen bestimmen zu können, lässt man sich vom AG die Arbeitsbedingungen diktieren, ist darüber erschüttert und beschwert sich dann über das eigene Versagen bei den Gewerkschaften-für Fach-und Führungskräfte > EG 9 mehr als bedenklich.
Absolut korrekt,

die Masse der AN sind nicht in der Lage ihren ihren Marktwert vernünftig einzuordnen
(Egal ob > EG9 oder <EG9) und sind alleinig in der Lage anderen die Schuld dafür zu geben.

Ist es das was du sagen wolltest?


Heutzutage habe doch nur noch Sparten Gewerkschaften die Funktion, die Gewerkschaften mal hatten.
Auf Augenhöhe mit dem AG um einen Kompromiss zu kämpfen.
Die restlichen Gewerkschaften sind doch in der Tat nur folkloristisches Kokolores, damit man jemanden zum bereden hat.
Und, dass gebe ich gerne zu, 2. Funktion: Als vermeintliches Sprachrohr für ein Teil der Bevölkerung für die Presse.

Insbesondere wenn Gewerkschaften den TVs als Einzige und nicht untersterste Bezahlungsgrenze ansehen und nicht für flexibilitäten im TV kämpfen, sind sie "überflüssig".

Ich persönlich habe zwar keinen AT Vertrag, aber bekommen trotzdem mehr als mein Gruppenleiter, geht doch!
 ;D


skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2652 am: 28.09.2022 22:15 »
Das Ver.di in den letzten Jahren s. g. "Tarifabschlüsse" für den ö.D. trotz Rekordsteuereinnahmen unter Niveau erreicht hat..., ist erschreckend!
Ver.di wie schlecht seid ihr eigentlich?
Unbesetzte Planstellen..sind die Folge..
Lachhafte Werbung der Kommunen mit 6,65 € i.M. vermögenswirksamen Leistungen um Personal zu gewinnen ist die Folge..
Jetzt gehts ums Überwintern...: Ein "Energiepreisdeckel" muss und wird kommen..
Jetzt gehts ums Überleben von Industrie und Gesellschaft..
Nach/Noch Corona und jetzt dieser Krieg.., die Schuldenbremse muss unbedingt ausgesetzt werden..
Diese Krisen muss dann die nachfolgende Generation "ausbaden"..
Es geht nicht mehr ums billige Vererben von Häusern/Garagen/ein paar qm Land..
Es geht um die Zukunft Deutschlands..

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2653 am: 28.09.2022 22:17 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
Das Geld wird nicht weg sein.. es hat dann nur jemand anderes  ;D
Was der ÖD nicht für Entgelte einfordern kann ist gut für andere Ausgaben
Sie meinen sicherlich eine Preis-Lohn Spirale!

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2654 am: 28.09.2022 22:28 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
Das Geld wird nicht weg sein.. es hat dann nur jemand anderes  ;D
Was der ÖD nicht für Entgelte einfordern kann ist gut für andere Ausgaben
Sie meinen sicherlich eine Preis-Lohn Spirale!

Im Grunde Ja. Die Reihenfolge verschleiert eigentliche Interessen