Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489216 times)

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3990 am: 11.11.2022 16:43 »

Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.

Nein, diese Risiken bei Immobilien wie Flüchtlingsunterkünfte, Verkehrsstrecken, Kitas, etc. zerstreuen sich im Gesamtmarkt, sind randstänig. Ähnlich hoch dürften die Risiko bei Finanzinvestitionen, ich denke eher höher, sein (Nepper, Schlepper, Bauernfänger, eigene Dummheit, etc.)

Und was soll dieser Klumpen immer? Man kann ja Eigentum haben und zudem am Finanzmarkt unterwegs sein. Möglicherweise nach Verkauf der Immobilie ab 60 mit weit höheren Beträgen als sich andere träumen lassen dürften.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3991 am: 11.11.2022 16:47 »

Dann sind wir uns ja einig, dass es nicht immer besser ist, gelle? BAT sagte ja zunächst, dass kaufen immer besser als mieten ist. Wenn wir jetzt Einigkeit haben, dass es aufs Timing ankommt, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter.

Ich habe von fast gesprochen. Und auch nicht besser, das ist es für mich wirklich IMMER. Aber fast immer finanziell günstiger.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3992 am: 11.11.2022 17:47 »

Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.

Nein, diese Risiken bei Immobilien wie Flüchtlingsunterkünfte, Verkehrsstrecken, Kitas, etc. zerstreuen sich im Gesamtmarkt, sind randstänig. Ähnlich hoch dürften die Risiko bei Finanzinvestitionen, ich denke eher höher, sein (Nepper, Schlepper, Bauernfänger, eigene Dummheit, etc.)

Und was soll dieser Klumpen immer? Man kann ja Eigentum haben und zudem am Finanzmarkt unterwegs sein. Möglicherweise nach Verkauf der Immobilie ab 60 mit weit höheren Beträgen als sich andere träumen lassen dürften.
Der Klumpenrisiko Spruch kommt von der Seite; https://lazyinvestors.de/mieten-oder-kaufen-rechner/

Immobilien sind nun mal wirklich Klumpen: Sie sind gross, man kann sie anfassen, drin wohnen ....
Der einzige Unterschied zwischen nem Finanzmarktinvest und einer Immobilie:

Das ein kann man mit Glück in einer Sekunde verkaufen, dass andere dauert wesentlich länger.

Die Risiken die man haben kann? sehe ich gleich gross an.
Da kann man so ein golden Egg wie Yahoo im Nest haben und Schwups ist der Borkenkäfer im Gebälg

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3993 am: 11.11.2022 17:51 »
Ich habe von fast gesprochen. Und auch nicht besser, das ist es für mich wirklich IMMER. Aber fast immer finanziell günstiger.
Also Immobilieninvest ist immer besser und fast immer rentabler.

War das ist jetzt deine Aussage?

Ramirez

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3994 am: 11.11.2022 19:23 »
...
Meine besten Freunde sind beides Führungskräfte in der freien Wirtschaft (einer beim Zulieferer eines großen Autoherstellers, Freundin Führungskraft in einem Chemieunternehmen) und die können sich an ihrem Wohnort nur mit den Gehältern und angespartem, ohne möglichen Erb-Zuschuss der Eltern, kein EFH leisten.

Dann sind es keine Führungskräfte, eher Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, eine Führungskraft erkennt wenn etwas sinnlos ist und ändert es.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3995 am: 12.11.2022 08:12 »
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Meine besten Freunde sind beides Führungskräfte in der freien Wirtschaft (einer beim Zulieferer eines großen Autoherstellers, Freundin Führungskraft in einem Chemieunternehmen) und die können sich an ihrem Wohnort nur mit den Gehältern und angespartem, ohne möglichen Erb-Zuschuss der Eltern, kein EFH leisten.

Dann sind es keine Führungskräfte, eher Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, eine Führungskraft erkennt wenn etwas sinnlos ist und ändert es.
+1
letztes Jahr konnte man noch locker eine 600k Bude für 1-2k monatliche Belastung kaufen, wenn dass schon eine zu hohe Belastung ist…..

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3996 am: 12.11.2022 11:07 »
+1
letztes Jahr konnte man noch locker eine 600k Bude für 1-2k monatliche Belastung kaufen, wenn dass schon eine zu hohe Belastung ist…..
In Betracht auf die Fremdfinanzierung/Kreditzinsen bin ich da mittlerweile auch wieder etwas optimistischer. Allein die Kommunalförderdarlehen kosten Aktuell bei gleichen Laufzeiten  -0,4% bis -0,6% Punkte weniger als noch im Juli/August. Hatte ich im Frühsommer nicht mit gerechnet.
Also neben Lage, Lage, Lage gilt wie festgestellt eben auch Timing, Timing, Timing.

JC83

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3997 am: 12.11.2022 21:00 »
Und was soll dieser Klumpen immer? Man kann ja Eigentum haben und zudem am Finanzmarkt unterwegs sein.

Natürlich kann man das. Nur wer von den deutschen Hausbesitzern hat neben seinem fetten Hauskredit parallel ein fettes Aktiendepot?!

Passender aktueller Artikel von heute:

https://12ft.io/proxy?ref=&q=https://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2022-11/vermoegensberater-gerd-kommer-mieten-immobilienmarkt

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3998 am: 12.11.2022 22:14 »
Und was soll dieser Klumpen immer? Man kann ja Eigentum haben und zudem am Finanzmarkt unterwegs sein.

Natürlich kann man das. Nur wer von den deutschen Hausbesitzern hat neben seinem fetten Hauskredit parallel ein fettes Aktiendepot?!

Passender aktueller Artikel von heute:

https://12ft.io/proxy?ref=&q=https://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2022-11/vermoegensberater-gerd-kommer-mieten-immobilienmarkt
Derjenige, der neben seinen fetten Mietzahlungen es ebenfalls schafft.

Wer ein Mietobjekt kauft und dafür 2000 zahlen muss, aber das gleiche Ding für 1000 Mieten kann, der hat halt 1000 euro weniger Geld für das fette Aktiendepot.

Wer dafür nur 1000 zahlt hat gleichviel Geld dafür und schon eine Eigenheimrendite.

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3999 am: 13.11.2022 08:25 »
zudem nicht als Alleinverdiener. Im ÖD!

Hinz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4000 am: 13.11.2022 09:20 »
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Meine besten Freunde sind beides Führungskräfte in der freien Wirtschaft (einer beim Zulieferer eines großen Autoherstellers, Freundin Führungskraft in einem Chemieunternehmen) und die können sich an ihrem Wohnort nur mit den Gehältern und angespartem, ohne möglichen Erb-Zuschuss der Eltern, kein EFH leisten.

Dann sind es keine Führungskräfte, eher Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, eine Führungskraft erkennt wenn etwas sinnlos ist und ändert es.
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letztes Jahr konnte man noch locker eine 600k Bude für 1-2k monatliche Belastung kaufen, wenn dass schon eine zu hohe Belastung ist…..

Um die Rate zu haben muss min. ein Haushaltseinkommen von 6.000 Euro netto zu Grunde liegen oder ein großer Eigenkapital Anteil.

Wer hat es in dem Alter, der ein Haus baut und Familie gründet? Da ist nur der Weg über Eigenkapital Anteil

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4001 am: 13.11.2022 09:39 »
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Meine besten Freunde sind beides Führungskräfte in der freien Wirtschaft (einer beim Zulieferer eines großen Autoherstellers, Freundin Führungskraft in einem Chemieunternehmen) und die können sich an ihrem Wohnort nur mit den Gehältern und angespartem, ohne möglichen Erb-Zuschuss der Eltern, kein EFH leisten.

Dann sind es keine Führungskräfte, eher Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, eine Führungskraft erkennt wenn etwas sinnlos ist und ändert es.
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letztes Jahr konnte man noch locker eine 600k Bude für 1-2k monatliche Belastung kaufen, wenn dass schon eine zu hohe Belastung ist…..

Um die Rate zu haben muss min. ein Haushaltseinkommen von 6.000 Euro netto zu Grunde liegen oder ein großer Eigenkapital Anteil.

Wer hat es in dem Alter, der ein Haus baut und Familie gründet? Da ist nur der Weg über Eigenkapital Anteil
Bullshit, keine Ahnung bei welchen Banken ihr seit. Wenn jemand 1-2k  miete zahlt, der bekommt auch für diesen Satz ein Kredit.
Und Eigenkapital spielte da nur eine Rolle um die Kaufnebenkosten zu zahlen.
90 oder 100% Finanzierungen wurden stets auch angeboten.
Zumindest bei den beiden Projekten die ich in den letzten 3 Jahren begleitet habe.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4002 am: 13.11.2022 10:17 »
Bei 600k und 1k Rate zahlen noch die Enkel. In der Zeit darf die Hütte noch 2x saniert werden. Sehr realistisch.

Klins Kauski

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4003 am: 13.11.2022 10:45 »
Bei 600k und 1k Rate zahlen noch die Enkel. In der Zeit darf die Hütte noch 2x saniert werden. Sehr realistisch.

Und zwischendurch auf den großen Lottogewinn, den reichen Onkel aus Amerika oder - ich traue es mich kaum zu sagen - die nächste Tarifrunde warten.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4004 am: 13.11.2022 11:46 »
Bei 600k und 1k Rate zahlen noch die Enkel. In der Zeit darf die Hütte noch 2x saniert werden. Sehr realistisch.
Und? Was haben die Enkel mit meinem Eigentum zu schaffen?
Erstens kann man das Geld, was über ist, gewinnbringender als für 1,23% Zinsen anlegen und damit Sondertilgungen machen, wenn es einem wichtig ist.

Warum die Enkel beschenken, man kann es doch auch nach 30 Jahren mit Gewinn verkaufen.
Trotz 2x sanieren.
Aber dann lieber 1k Miete zahlen und nichts davon haben….
Tja,  mit einer solchen Denke muss man sich nicht wundern, dass so viele jammern sie könnten sich kein Haus leisten.
Vielleicht rechnen sie auch nur falsch.