Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 706060 times)

cyrix42

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3285 am: 12.10.2022 09:55 »
Wo bleibt denn da der Anreiz, die Schulbank zu drücken und Verantwortung zu übernehmen?

Darin, dass man was lernt und eine Aufgabe übernimmt, die einen erfüllt? Ok, mit dem Humboldtschen Bildungsideal soll es ja bei manchen nicht weit her sein...

Zitat
irgendwann ist auch mal gut mit sozialem Denken und Solidarität...
 

Als ob du überhaupt schon damit angefangen hättest.

Nur mal als kleine Überlegung: Wenn in erster Linie die Preise für Güter des Grundbedarfs steigen, dann sind alle mehr oder minder in gleichem absolutem Umfang davon betroffen, was für eine Lohnerhöhung durch einen Sockel-Betrag sprechen würde. Wenn die Preise für *alle*, insbesondere auch die hochpreisigen und Luxus-Güter gleichermaßen anziehen, dann sind dagegen alle in gleichem relativem Maße betroffen, was für eine lineare Lohnerhöhung spräche. Nun habe ich keine differenzierte Betrachtung der Preisentwicklung verschiedener Produktsegmente vorliegen; aber vielleicht kann das ja jemand nachliefern.

veeam

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3286 am: 12.10.2022 09:58 »
Wenn 20% ohne Sockelbetrag für alle gefordert würde, wäre der Aufschrei hier auch. Mimimi, die Mitarbeiter in den unteren EGs zahlen weniger Steuern und haben dadurch mehr Netto. Für die sind 3% doch schon zu viel, da sie extrem viel Entgelt bekommen, damit wir 30% bekommen. Es ist egal wie es kommt, hier würde den lieben langen Tag lang gemeckert werden.
Würde es ab E10 aufwärts 100% geben, würde auch gemeckert werden, da ab E11 in der gleichen Steuerklasse mehr Steuern zu zahlen sind und prozentual das Netto im Vergleich nicht so stark steigen würde. Einigen kann man es nie Recht machen, sie sind vom Neid zerfressen.

Wo hat jemand so etwas behauptet?

1896

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3287 am: 12.10.2022 10:04 »
Ich sehe es ähnlich und es hat nichts mit "unsolidarischem Verhalten" zu tun, wenn der Sockelbetrag von 500,00 EUR zugunsten der EG im einfachen und mittleren Dienst im Allgemeinen kritisiert wird.

Hier stellt sich die Frage, wie man in dieser Form den öffentlichen Dienst zukunftsfähig ausbauchen möchte?
Das eh schon kaum vorhandene Lohnabstandsgebot wird in dieser Form quasi abgeschafft und die Attraktivität für Hochschulabsolventen nimmt weiter signifikant ab!

Aus eigener Erfahrung von einer Bundesbehörde kann ich sagen, dass es kaum möglich ist, neue Mitarbeitende im E13er-Bereich (bspw. Juristen, Wirtschaftswissenschaftler, IT) zu finden, weil ein Einstiegsgehalt von ca. 2.550, EUR netto (E13 Stufe 1) unter der Voraussetzung eines vorhandenen Masterstudiums bereits jetzt realitätsfern ist. Zudem ist zu beachten, dass derartige Stellen auch vermehrt in Ballungsgebieten mit höheren Lebenshaltungskosten und guten privaten Arbeitgebern vorhanden sind. Dies führt nicht dazu, dass die Bewerberzahlen steigen.

Warum die Forderungsgestaltung so vorgenommen wurde, ist ja offensichtlich. Dies wurde hier ja schon sehr gut beschrieben...

Rumo1895

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3288 am: 12.10.2022 10:06 »
Genau richtig. Man muss doch nur mal die Bewerberzahlen für offene Stellen (EG5 bis EG 9a) mit denen von (EG9b aufwärts) vergleichen.

Bei offenen Stellen ab EG 10 muss man doch froh sein, wenn sich überhaupt jemand bewirbt.

Das deutet für mich darauf hin, dass Tätigkeiten im unteren bis mittleren Spektrum der Entgelttabelle marktgerecht (oder sogar besser) vergütet werden.

Inwiefern wäre dann Gleichmacherei sinnvoll?!

Aus Sicht von Verdi offensichtlich schon - die Verteilung der Mitglieder auf die EGs dürfte ja dem oben genannten Schema entsprechen. Und wie gesagt - Verdi (und der restliche DGB) haben sich ja per Tarifeinheitsgesetz lästige Konkurrenz durch Spartengewerkschaften (in denen sich die die Ingenieure etc hätten organisieren können) vom Hals geschafft.

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3289 am: 12.10.2022 10:13 »
Anscheinend haben die VKA keine Angestellten, die vernünftig haushalten können?

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3290 am: 12.10.2022 10:15 »
Wieso? Ist die VKA in irgendwelchen Budgetschwierigkeiten?

Dean

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3291 am: 12.10.2022 10:15 »
Wenn 20% ohne Sockelbetrag für alle gefordert würde, wäre der Aufschrei hier auch. Mimimi, die Mitarbeiter in den unteren EGs zahlen weniger Steuern und haben dadurch mehr Netto. Für die sind 3% doch schon zu viel, da sie extrem viel Entgelt bekommen, damit wir 30% bekommen. Es ist egal wie es kommt, hier würde den lieben langen Tag lang gemeckert werden.
Würde es ab E10 aufwärts 100% geben, würde auch gemeckert werden, da ab E11 in der gleichen Steuerklasse mehr Steuern zu zahlen sind und prozentual das Netto im Vergleich nicht so stark steigen würde. Einigen kann man es nie Recht machen, sie sind vom Neid zerfressen.

na das ist ein Käse...

bei dem aktuellen Vorschlag seitens Ver.di sind die höheren EG´s ja noch besch*ssener dran!
die zahlen schon den höheren Steuerbeitrag und sollen dann prozentual nur die Hälfte der Erhöhung bekommen...

hier liest man gut raus, wer in EG5-8 steckt, wer in EG9a-10 steckt und wer in EG>=11 steckt ^^

Fakt ist eins:
Ver.di Mitglieder sind meist in EG<9a und daher soll hier auch mächtig was drauf gepackt werden, denn der Mitgliedsbeitrag geht prozentual vom Gehalt ab...und das liest man aus allen Abschlüssen der letzten Jahre sowie aus der aktuellen Forderung deutlich heraus!
Da ist es wieder, die Steuer kommt ins Spiel. Ich z.B. bin in EG1 Stufe 2 und fühle mich pudelwohl. Kann ich nur empfehlen, wenig Steuern und rund 25% Gehaltssteigerung demnächst.
Klar ist es recht anstrengend den Job auszuüben, besonders z.Zt. das ewige Laubgeharke ist schon recht fordernd, aber mich tröstet dann der Heizungskeller, wo ich mich recht gern aufhalte. Da ist es wesentlich wärmer gegenüber den eiskalten 19-Grad Büros.
Durch meinen komplett fehlenden Schulabschluss fahre ich hervorragend mit den 25% Plus. Mal schauen wohin der nächste Tauchurlaub gehen wird. Ich tendiere Richtung Bahamas.
Eine EG2 wäre auch drin gewesen, aber dafür fehlt mir das Sprachverständnis in Wort und Schrift. Als praktizierender Analphabet ist mehr nicht drin.

In diesem Sinne einen schönen Tag,
ich muss jetzt zur Poststelle und bis 12:30Uhr Briefmarken anlecken.

Queen of Spades

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3292 am: 12.10.2022 10:15 »
Kann man ja nur mit dem Kopfschütteln hier. Die selben Leute, die seit 20000 Beiträgen hier rumheulen, das wir nur 2 Prozent oder eine Nullrunde kriegen, regen sich jetzt auf über 10,5 Prozent bzw 500 Garantiebetrag. Seid ihr dumm? Ich nehme beide, 500 oder 10,5%. Ich erhalte zwar mehr mit 10,5 Prozent, aber es ist mir sowas von unfassbar - scheiss- Egal, das die unteren EGs 15 oder 20% damit erhalten. Was ist los mit euch? LOL

Danke! Genau auf den Punkt gebracht!

Naja, er hat damit vor allem seinen begrenzten Horizont zum Ausdruck gebracht, da seine Annahme ja nur dann korrekt wäre, wenn die zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht endlich wären. So ist ein Kuchen zu verteilen. Die Größe des Kuchens ändert sich nicht, also geht es lediglich um die Verteilung des Kuchens. Bekommt ein anderer ein größeres Stück, bleibt weniger für einen selbst. Es ist auch nicht anzunehmen, dass die Größe des Kuchens der Forderung von Verdi entspricht. Aber selbst wenn das der Fall wäre, wäre das Kuchenstück für alle, die nicht vom Mindesterhöhungsbetrag betroffen sind, größer, wenn es diesen nicht gäbe.

Stimmt zum Teil! Aktuell kommt es mir bei der Verteilung von staatlichen Mitteln und Ressourcen allerdings so vor, als wäre diese unendlich und viel mehr.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3293 am: 12.10.2022 10:18 »
Selbst wenn sie das wären, wäre das ja nur beim Arbeitgeber Bund relevant. Die Kommunen und sonstigen KAV-Mitglieder sind ja nicht staatlich.

Romsen

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3294 am: 12.10.2022 10:19 »
Ist das verdi Mitgliederforum hier unterwegs.

Als nächstes kommt noch ein dort bekannter "Fischbach" um die ecke und erzählt was davon, dass sich die oberen EG solidarisch zeigen sollten und die unteren weiterhin überproportional bevorzugt werden sollen.

Wer mit dem Hinweis auf Ausbildung, Verantwortung oder gar den "Willen zum Aufstieg" anspricht bekommt ein:" jaja downshifting is momentan total angesagt!"

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3295 am: 12.10.2022 10:41 »
Ich sehe es ähnlich und es hat nichts mit "unsolidarischem Verhalten" zu tun, wenn der Sockelbetrag von 500,00 EUR zugunsten der EG im einfachen und mittleren Dienst im Allgemeinen kritisiert wird.

Hier stellt sich die Frage, wie man in dieser Form den öffentlichen Dienst zukunftsfähig ausbauchen möchte?
Das eh schon kaum vorhandene Lohnabstandsgebot wird in dieser Form quasi abgeschafft und die Attraktivität für Hochschulabsolventen nimmt weiter signifikant ab!

Aus eigener Erfahrung von einer Bundesbehörde kann ich sagen, dass es kaum möglich ist, neue Mitarbeitende im E13er-Bereich (bspw. Juristen, Wirtschaftswissenschaftler, IT) zu finden, weil ein Einstiegsgehalt von ca. 2.550, EUR netto (E13 Stufe 1) unter der Voraussetzung eines vorhandenen Masterstudiums bereits jetzt realitätsfern ist. Zudem ist zu beachten, dass derartige Stellen auch vermehrt in Ballungsgebieten mit höheren Lebenshaltungskosten und guten privaten Arbeitgebern vorhanden sind. Dies führt nicht dazu, dass die Bewerberzahlen steigen.

Warum die Forderungsgestaltung so vorgenommen wurde, ist ja offensichtlich. Dies wurde hier ja schon sehr gut beschrieben...

Die Argumentation mit dem Netto-Lohn ist für mich Quatsch. Auch in der Industrie bekommst du auf Gehalsargumentationen, die auf dem Netto-Gehalt basieren folgende Antwort: Für Ihr Nettogehalt können wir nichts. Wenn Sie mehr netto von Ihrem vereinbarten Brutto haben möchten, empfehlen wir Ihnen einen kompetenten Steuerberater. Der hilft Ihnen da gerne weiter."

Und sehe ich das auch. Aus deiner Argumentation folgt ja, dass ein Bewerber mit Master, der drei Kinder, Steuerklasse 3 und 100 km Arbeitsweg auf der Lohnsteuerkarte ein niedrigeres Brutto ausreichend ist als für den Single in Steuerklasse, der fußläufig zur Arbeit wohnt.

Deshalb meine Bitte: Immer mit Brutto-Gehältern argumentieren.

mrkanister

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3296 am: 12.10.2022 10:42 »
Kann man ja nur mit dem Kopfschütteln hier. Die selben Leute, die seit 20000 Beiträgen hier rumheulen, das wir nur 2 Prozent oder eine Nullrunde kriegen, regen sich jetzt auf über 10,5 Prozent bzw 500 Garantiebetrag. Seid ihr dumm? Ich nehme beide, 500 oder 10,5%. Ich erhalte zwar mehr mit 10,5 Prozent, aber es ist mir sowas von unfassbar - scheiss- Egal, das die unteren EGs 15 oder 20% damit erhalten. Was ist los mit euch? LOL

So sieht's aus!

ACDSee

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3297 am: 12.10.2022 10:44 »
Leute regt euch mal nicht auf. Die Gewerkschaften vertreten lediglich ihre Mitglieder. Ich gehe mal stark davon aus, dass diese sich vorallem in den unteren Lohngruppen aufhalten, weil die höheren EG sich die zusätzlichen 1% Reallohnverlust einfach sparen, da eine Rechtschutzversicherung billiger ist.

Bei Umsetzung dieser Sockelbetragskomponente sind die Folge klar.

Bei einer gegenüber dem Markt zu gut vergüteten unteren Einkommensgruppe erfolgt halt deren Externalisierung. Also: Fahrer, Post, Hausmeister, Haushandwerker, Datenerfasser.. usw. werden dann verstärkt abgebaut und extern vergeben. - Der Trend wird sich beschleunigen.

Zudem wird der Bund enorme Probleme bekommen bei der Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf seine Beamten. Der wird dann halt, wenn er nach E13-15 keine Denker mehr bekommt das Denken in Richtung KPMG; Capgemini und co. Outsourcen. Einige brauchbare E10+-Angestellten werden dann halt von diesen Firmen aufgesaugt. Es verbleiben unzufriedene verbeamtete mit externen Beratern - Aber dass ist nicht das Problem der Gewerkschaften.

Aber warten wir mal ab, was letztlich kommt. Nach dem Ergebnissen der letzten Landesrunde habe ich für Bund und Kommunen keine Hoffnung.

Persönlicher Tipp: Laufzeit ~30 Monate; 01.01.2023 - 30.06.2025
irgendwann in 2023: 2.000 Euro steuerfreie Einmalzahlung
Anfang 2024: +4,5% mind. 200 Euro; nochmal steuerfreie 1.000 Euro Einmalzahlung
Anfang 2025: +4,0% mind. 100 Euro

Insgesamt wird das Ergebnis von beiden Seiten als >10% mehr aber mindestens +400 Euro für jeden verkauft.
-> Zitiert mich später^^
« Last Edit: 12.10.2022 10:51 von ACDSee »

burnoutWerner

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3298 am: 12.10.2022 10:47 »
Ich verstehe die Arbeitgeberseite nicht. Wieso startet man nicht das Rennen mit einer Forderung von 20% für ein halbes Jahr Laufzeit? Dann wäre die Botschaft klar. Wenn man sich in der Mitte trifft, sind alle zufrieden. Jetzt beginnen die bei 10%, was die Inflation ausmacht bei einer Laufzeit von 1 Jahr als Maximalforderung.
Ist doch klar, dass wir das niemals bekommen.
Bestenfalls sind jetzt 5% für 1 Jahr Laufzeit oder 10% bei 2 Jahre Laufzeit drin - BESTENFALLS!
Ich tippe, da gibts noch 2000-3000€ Energieprämie oder wasauchimmer als Einmalprämie im Frühjahr 23 dazu, dann halten alle die Klappe.

Das ist ne richtige Sauerei, dass wir nichtmal die Inflation ausgeglichen bekommen. Vergesst mal ne Erhöhung. Sollen die sehen, mit welcher Motivation wir das nächste Jahr ins Rennen gehen. Ich werd mein Arbeitspensum aufs Minimum reduzieren - Hauptsache die können mich nicht kündigen.

Nach mit die Sintflut.
« Last Edit: 12.10.2022 11:03 von burnoutWerner »
Zeit ist Geld. Deswegen bin ich im öD.
Arbeite sehr gerne von Zuhause aus.
Hobbykampfsportler, sieht man mir aber nicht an.

Alfi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3299 am: 12.10.2022 10:47 »
Wenn 20% ohne Sockelbetrag für alle gefordert würde, wäre der Aufschrei hier auch. Mimimi, die Mitarbeiter in den unteren EGs zahlen weniger Steuern und haben dadurch mehr Netto. Für die sind 3% doch schon zu viel, da sie extrem viel Entgelt bekommen, damit wir 30% bekommen. Es ist egal wie es kommt, hier würde den lieben langen Tag lang gemeckert werden.
Würde es ab E10 aufwärts 100% geben, würde auch gemeckert werden, da ab E11 in der gleichen Steuerklasse mehr Steuern zu zahlen sind und prozentual das Netto im Vergleich nicht so stark steigen würde. Einigen kann man es nie Recht machen, sie sind vom Neid zerfressen.

na das ist ein Käse...

bei dem aktuellen Vorschlag seitens Ver.di sind die höheren EG´s ja noch besch*ssener dran!
die zahlen schon den höheren Steuerbeitrag und sollen dann prozentual nur die Hälfte der Erhöhung bekommen...

hier liest man gut raus, wer in EG5-8 steckt, wer in EG9a-10 steckt und wer in EG>=11 steckt ^^

Fakt ist eins:
Ver.di Mitglieder sind meist in EG<9a und daher soll hier auch mächtig was drauf gepackt werden, denn der Mitgliedsbeitrag geht prozentual vom Gehalt ab...und das liest man aus allen Abschlüssen der letzten Jahre sowie aus der aktuellen Forderung deutlich heraus!
Da ist es wieder, die Steuer kommt ins Spiel. Ich z.B. bin in EG1 Stufe 2 und fühle mich pudelwohl. Kann ich nur empfehlen, wenig Steuern und rund 25% Gehaltssteigerung demnächst.
Klar ist es recht anstrengend den Job auszuüben, besonders z.Zt. das ewige Laubgeharke ist schon recht fordernd, aber mich tröstet dann der Heizungskeller, wo ich mich recht gern aufhalte. Da ist es wesentlich wärmer gegenüber den eiskalten 19-Grad Büros.
Durch meinen komplett fehlenden Schulabschluss fahre ich hervorragend mit den 25% Plus. Mal schauen wohin der nächste Tauchurlaub gehen wird. Ich tendiere Richtung Bahamas.
Eine EG2 wäre auch drin gewesen, aber dafür fehlt mir das Sprachverständnis in Wort und Schrift. Als praktizierender Analphabet ist mehr nicht drin.

In diesem Sinne einen schönen Tag,
ich muss jetzt zur Poststelle und bis 12:30Uhr Briefmarken anlecken.

Über deinen letzten Satz musste ich echt gut lachen  ;D ;D ;D

Aber jetzt mal ohne es böse zu meinen.
Warum sollten einige prozentual mehr bekommen als andere?
Mir wäre es sogar egal, da es bei mir fast gleich ist ob 10,5 oder 500 €. (Wir bekommen doch eh nichts von dem)

Aber nehmen wir mal an es wäre tatsächlich so.

durch die 10,5 % würden nur einige mehr als die gesagten 500 € bekommen und zwar:
E10 S5-6
E11 S5-6
E12 S4-6
E13 S3-6
E14 S2-6
E15 und E15Ü komplett.

durch die 500 € würden alle anderen über den 10,5 % liegen bzw. 12 Stufen der unteren Gruppen würde sogar über 20 % liegen.

Wie so oft schon gesagt, die größten Verlierer wären in dem Fall Ab E9b S3 bis E14 S1, außer die die ich ganz oben bereits erwähnt hatte.

Versteht mich nicht falsch, ich gönne es jedem, aber es muss einheitlich sein.

Die E15Ü (kenne niemanden der so eingruppiert ist), haben die 10,5 % doch genauso verdient wie die in der E1. Hier wäre es aber dann so, das die E15Ü 10,5 % bekommen würden, die E1 aber 24,81 %. Einfach ungerecht. Egal ob es nun solidarisch wäre oder nicht.

Wenn jemand solidarisch sein möchte, der kann freiwillig sein Gehalt spenden. Sonst lohnt es sich nicht mehr eine höhere Position auszuüben. 

Ich verstehe eh nicht warum die höher Eingruppierten ständig die gearschten sein sollen.
Die Jahressonderzahlung wurde bei den höheren auch gut geschrumpft. Warum? Mit welcher Begründung?
Warum sollen die unteren Gruppen mehr wert sein? Es müssen alle gleich sein und deshalb muss es gerechter Weise Prozentual steigen und nicht mit Mindestens Betrag X!!!