Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489279 times)

DNFF

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3915 am: 10.11.2022 13:57 »
Ich weiß einfach ab wann es sich nicht mehr lohnt, Zeit, Mühe und Intensität zu investieren.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3916 am: 10.11.2022 14:07 »

Und die knapp 200 bis 250 k Zinsen bei 360 k Darlehen, die man aktuell bei 30 Jahren Laufzeit auf den Tisch packt, zahlt die gute Fee, oder wie? Vllt. zahlt die auch ja gleich die 40 k Kaufnebenkosten ;) ?

Wir sind also bei einer verhältnismäßigen günstigen Bude bei 250 bis 300 k Kosten, die man nie wieder sieht...

Dafür kann man ziemlich lange mieten (aktuell bei mir knapp 70 Jahre ;)...


Für meine 350 K ETW habe ich in etwa 15 K an Zinsen gezahlt. Kommt doch immer auf den Zeitraum und den Gewinn bei Immobilien an. Und da liegt der Hase im Pfeffer, steuerlich ist nichts besser als eine Immobilie und deren Gewinne.

Die ist mit Mitte 55 abbezahlt und komplett saniert und dann kann man vom Prinzip 30 Jahren kaltmietfrei wohnen. Daher wollet ich auch mit 55 auf 19 Wochenstunden, aber das ist mir dann doch zu viel Freizeit.  ;)

JC83

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3917 am: 10.11.2022 14:11 »

Für meine 350 K ETW habe ich in etwa 15 K an Zinsen gezahlt. Kommt doch immer auf den Zeitraum und den Gewinn bei Immobilien an. Und da liegt der Hase im Pfeffer, steuerlich ist nichts besser als eine Immobilie und deren Gewinne.

Die ist mit Mitte 55 abbezahlt und komplett saniert und dann kann man vom Prinzip 30 Jahren kaltmietfrei wohnen. Daher wollet ich auch mit 55 auf 19 Wochenstunden, aber das ist mir dann doch zu viel Freizeit.  ;)

Inwieweit ist eine selbstgenutzte Immobilie steuerlich das Beste?

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3918 am: 10.11.2022 14:20 »

Inwieweit ist eine selbstgenutzte Immobilie steuerlich das Beste?

Weil sie nicht besteuert wird? Weder das Wohnen selbst noch die Gewinne bei Verkauf...

Leider aber immer noch der Erwerb. Wohl auch kein Wunder, würden alle Selbstnutzer in Mietwohnungen ziehen, gäbe es erhebliche Steuereinnamhmen mehr. Ein Schelm, wer Böses denkt...

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3919 am: 10.11.2022 14:28 »
Keine Ahnung wie du kalkulierst. Muss ja nicht gleich ne Vollfinanzierung zum Horrorzins sein.

Gerechnet habe ich mit aktuellem Zins- und Preisniveau. Ich sehe da wenig "Extremes".


Und die beispielhaften 360.000 EUR holst du auf welchem Wege garantiert rein? Bitcoin? :)

Wer ist hier jetzt extrem? Ich investiere weltweit in solide Firmen, ist ja nun nicht so schwer.

Und das garantiert dir mehr Sicherheit als ein Haus?
Komm schon...
Aber HÖCHSTwahrscheinleich eine weitaus höhere Rendite in Bezug auf's eingestzte und mithin gebundene Kapital.
Nun die Eigenkapitalrendite von einem fremdfinanziertem Haus (111% Finanzierung), welches durch Miete Zins und Tilgung deckt, geht ja gegen unendlich  :o

Rumo1895

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3920 am: 10.11.2022 14:35 »
Das hilft doch ohnehin nur Städtern. Unsere Bahn-und Busverbindungen sind ohnehin so wenig frequentiert, dass sich das für die Leute hier kaum lohnen wird. Ist auch so eine typische Alles-für-Alle Entscheidung.

Aus diversen Gründen - nicht nur die Klimaproblematik sondern auch der Flächenverbrauch sowie Skalierungseffekte was die Versorgung angeht - ist eine Landflucht gesamtgesellschaftlich gesehen sinnvoll. Muss man dem Deutschen nur noch die Abkehr vom freistehenden EFH als einzig menschenwürdige Wohnform schmackhaft machen.

Wieso? Die gibts auch in der Stadt.

Naja - die genannten Probleme lösen sich ja nicht dadurch dass ich die Stadt endlos ins Umland fressen lasse und der Platz ist in der Stadt (und prinzipiell grundsätzlich) endlich. Aber ich glaube dass der Tarifabschluss auf die Thematik insgesamt keinen signifikaten Einfluss hat  ;)

JC83

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3921 am: 10.11.2022 14:36 »
Nun die Eigenkapitalrendite von einem fremdfinanziertem Haus (111% Finanzierung), welches durch Miete Zins und Tilgung deckt, geht ja gegen unendlich  :o

Hihi :-)

Ist das aktuell noch möglich, so zu finanzieren? Ggf. in der Kombi Annuitätendarlehen + Privatkredit?

DNFF

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3922 am: 10.11.2022 14:38 »

Für meine 350 K ETW habe ich in etwa 15 K an Zinsen gezahlt. Kommt doch immer auf den Zeitraum und den Gewinn bei Immobilien an. Und da liegt der Hase im Pfeffer, steuerlich ist nichts besser als eine Immobilie und deren Gewinne.

Die ist mit Mitte 55 abbezahlt und komplett saniert und dann kann man vom Prinzip 30 Jahren kaltmietfrei wohnen. Daher wollet ich auch mit 55 auf 19 Wochenstunden, aber das ist mir dann doch zu viel Freizeit.  ;)

Inwieweit ist eine selbstgenutzte Immobilie steuerlich das Beste?

Weil sie - abgesehen von einer lächerlichen Grundsteuer, die du als Mieter auch mit den NK zahlst - nicht versteuert wird. Ganz im Gegensatz zu deinen Kapitalerträgen, die ja offenbar weit über jeden Freibetrag hinausgehen und somit auch erheblich versteuert werden müssen.

Nun die Eigenkapitalrendite von einem fremdfinanziertem Haus (111% Finanzierung), welches durch Miete Zins und Tilgung deckt, geht ja gegen unendlich  :o

Soooo nämlich!

Mach doch mal eine Rechnung auf, mit der du

a) mit einem monatlichen Invest von 1000 EUR über 20 Jahre Gewinne abzüglich Steuern machst
UND
b) nebenbei nochmal 1000 EUR Kaltmiete zahlst (man will ja auch wohnen).

Wo stehst du dann finanziell ungefähr?

Würde mich wundern wenn das nachvollziehbar/belegbar das EFH schlagen würde.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3923 am: 10.11.2022 14:42 »

Wertlos können solche Gebäude sehr schnell werden, wenn sich kein Käufer dafür findet. Und das sehe ich inzischen bei zahlreichen Häusern in unserer Region, die schlicht und ergreifend kein Mensch mehr haben möchte. Da kann der Makler dann gerne 180.000 auf das Schild schreiben, wenn es keiner kauft.

Was ja aber nur schlecht ist, wenn du es jetzt aktuell verkaufen willst. Gleiches gilt derzeit auch für viele Aktien.
Vor drei Jahren hättest du so ein Haus vermutlich für 250.000 verkaufen können und wer sagt dir, dass es nicht in fünf Jahren auch wieder so ist.

Das kann ich dir gerne beantworten: steigende Energiekosten, steigende Materialkosten, Fachkräftemagel in der Baubranche.

Ganz einfaches Beispiel:

Der Gaspreis hat sich bei unserem Anbieter in den letzten 18 Monaten ungefähr verdreifacht. Nach der nächsten Erhöhung im Januar 2023 wird unser monatlicher Abschlag (ohne Gaspreisbremse) 68 Euro betragen.

Das Haus für 180.000 Euro aus meinem Beispiel kostet beim gleichen Energieversorger (Daten lt. Energieausweis) ca. 400 Euro.

Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass wir in fünf Jahren wieder den gleichen Preis wie vor dem russischen Krieg zahlen. Warum nicht? Unter anderem auf der beschlossenen CO2-Steuer.

Warum soll sich dann jemand Risiko antun und ein Haus kaufen, das völlig unwirtschaftlich ist?

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3924 am: 10.11.2022 14:43 »
Weil sie weiter betrügen können in dem sie Pauschale nutzen?

Korrigiere mich, aber war es nicht so geändert, dass nun bei Fahrgemeinschaften offiziell seit ein paar Jahren alle Mitfahrer alle Fahrten angeben können. Bei deinem Vorschlag würde diese Möglichkeit steuerrechtlich entfallen. Sie müssten also mit dem Betrügen erst anfangen.
Ich meine auch, aber die "Mitfahrer" dürfen max 4.500€ geltend machen

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3925 am: 10.11.2022 14:49 »
Nun die Eigenkapitalrendite von einem fremdfinanziertem Haus (111% Finanzierung), welches durch Miete Zins und Tilgung deckt, geht ja gegen unendlich  :o

Hihi :-)

Ist das aktuell noch möglich, so zu finanzieren? Ggf. in der Kombi Annuitätendarlehen + Privatkredit?
klar, wenn man ein überzeugendes Konzept hat und solvent erscheint und die Bank als Makler das Ding verkaufen will  ;D
Aber 100% Finanzierung ist locker noch drin.
und da geht dann die EKR auch schnell durch hoch, bei entsprechenden Mieteinnahmen.

JC83

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3926 am: 10.11.2022 15:03 »

Soooo nämlich!

Mach doch mal eine Rechnung auf, mit der du

a) mit einem monatlichen Invest von 1000 EUR über 20 Jahre Gewinne abzüglich Steuern machst
UND
b) nebenbei nochmal 1000 EUR Kaltmiete zahlst (man will ja auch wohnen).

Wo stehst du dann finanziell ungefähr?

Würde mich wundern wenn das nachvollziehbar/belegbar das EFH schlagen würde.

https://lazyinvestors.de/mieten-oder-kaufen-rechner/

EK: 125 k
Kaufpreis: 600 k
Kaufkosten: 11,57%
Effektivzins p.a.: 3%
Tilgungszeitraum: 20 Jahre
Investment-Rendite p.a.: 7%
Wertsteigerung Immobilie / Mietsteigerung p.a.: 1,5%

Kreditsumme für Immobilie: 544.420 Euro
Monatliche Rückzahlung Kredit: 3.049 Euro
Der Wert der Immobilie beträgt nach 20 Jahren 600.000 Euro (inflationsbereinigt).
Das Vermögen, das am Kapitalmarkt angelegt wurde, beträgt nach 20 Jahren 914.389 Euro (inflationsbereinigt).


Im Übrigen möchte ich sehen, wer die 3 k monatliche Rate zahlt...

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3927 am: 10.11.2022 15:18 »

Ich meine auch, aber die "Mitfahrer" dürfen max 4.500€ geltend machen

Das mit den Fahrtkosten, wenn nicht sogar mit der ganzen Absetzbarkeit wird immer ein Problem bleiben. Ich denke, man kann nicht jedem gerecht werden. Sicherlich hat (WDN?) recht, das man die tatsächlichen Kosten absetzten sollte. ABer wie soll das in der Praxis gehen? Soll der individuelle Verbrauch noch mit reinspielen?

Ich wäre eher dafür, Fahrtkosten steuerlich gar nicht mehr zu berücksichtigen und dafür den Tarif insgesamt zu senken. Aber das spielt wohl die Rechtssystematik nicht mit.


DNFF

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3928 am: 10.11.2022 15:19 »

Soooo nämlich!

Mach doch mal eine Rechnung auf, mit der du

a) mit einem monatlichen Invest von 1000 EUR über 20 Jahre Gewinne abzüglich Steuern machst
UND
b) nebenbei nochmal 1000 EUR Kaltmiete zahlst (man will ja auch wohnen).

Wo stehst du dann finanziell ungefähr?

Würde mich wundern wenn das nachvollziehbar/belegbar das EFH schlagen würde.

https://lazyinvestors.de/mieten-oder-kaufen-rechner/

EK: 125 k
Kaufpreis: 600 k
Kaufkosten: 11,57%
Effektivzins p.a.: 3%
Tilgungszeitraum: 20 Jahre
Investment-Rendite p.a.: 7%
Wertsteigerung Immobilie / Mietsteigerung p.a.: 1,5%

Kreditsumme für Immobilie: 544.420 Euro
Monatliche Rückzahlung Kredit: 3.049 Euro
Der Wert der Immobilie beträgt nach 20 Jahren 600.000 Euro (inflationsbereinigt).
Das Vermögen, das am Kapitalmarkt angelegt wurde, beträgt nach 20 Jahren 914.389 Euro (inflationsbereinigt).


Im Übrigen möchte ich sehen, wer die 3 k monatliche Rate zahlt...

Naja... Ich habe dir ja meine Rechnung "aus dem echten Leben" bereits hier aufgezeigt, und die sieht erheblich rosiger aus.

Wie du deine Weltmarkt-Invests ebenfalls "real" umsetzt und hierbei Mietkosten und Kapitalertragsteuern kompensierst, konnte ich jetzt noch nicht sehen.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3929 am: 10.11.2022 15:31 »
Weil sie weiter betrügen können in dem sie Pauschale nutzen?

Korrigiere mich, aber war es nicht so geändert, dass nun bei Fahrgemeinschaften offiziell seit ein paar Jahren alle Mitfahrer alle Fahrten angeben können. Bei deinem Vorschlag würde diese Möglichkeit steuerrechtlich entfallen. Sie müssten also mit dem Betrügen erst anfangen.
Ich meine auch, aber die "Mitfahrer" dürfen max 4.500€ geltend machen
Also vielleicht ist es falsch verstanden worden:
Mir ging es darum, dass man (so wie ein Selbstständige) die Wahlfreiheit hat eine Pauschal oder die tatsächlichen Kosten anzusetzen.