Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 705212 times)

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4515 am: 01.12.2022 21:17 »
Das Thema heißt auch nicht, wie heißt das Thema. Also rechtfertige Dich für Deine eigene Missetat oder hör auf, Blockwart zu spielen.

Tarifverhandlungen und Inflation - Dein konstruktiver Beitrag?

Admin

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4516 am: 01.12.2022 22:11 »
nochmal ein paar Beiträge gelöscht wegen komplett Off-Topic

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4517 am: 01.12.2022 23:04 »

Es möge mir jetzt bitte keiner kommen mit schlechter Bezahlung im Kita-Bereich. Im Bereich TV-L verdient ein Kinderpfleger in Vollzeit nach einem (!) Jahr Ausbildung 2.730 Euro brutto in Stufe 1 und in Stufe 6 3.520 Euro.

Was genau ist jetzt nicht schlecht an einen Brutto-Lohn um die 2730 Euro?
Vergleiche dieses Gehalt, das man nach einer Einjährigen Ausbildung bekommt mit dem Einstiegsgehalt eines Handwerkers mit dreijähriger Ausbildung oder dem Einstiegsgehalt eines Bürokaufmanns.

In welchem anderen Job erhältst du mit einer einjährigen Ausbildung ein solches Gehalt?

Alien1973

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4518 am: 02.12.2022 07:58 »
Im Endeffekt benötigen wir einfach mal eine höhere Geburtenrat
eher Bildungsrate
Und wenn man den Studenten jetzt auch noch die Einräumjobs beim REWE wegnimmt.......

Wir brauchen in keinster Weise mehr Studenten...
Nö, hätte ich so was behauptet, höhere Bildungsrate fängt bei erfolgreichen Schulabschluss an um eine Hnadwerkerlehre zu machen, daran hapert es doch schon.
Zitat
Wenn man also diese 1 Million mehr Studenten seit 2000 dem Handwerk zuführen würde (und das jährlich!), dann hätten wir kaum einen Fachkräftemangel.
Und diese 1 Mio mehr Studenten stehen alle auf der Straße ohne Job?
Unsinn.
Mein Heizungsklempner seit Jahren Migrationshintergründler aus, Durchfallquote und Arschlochquote niedriger als bei den degenerierten, depperten, verwöhnten Hiergeborenenen.
Da ist er schon zum Rassisten geworden und hat kein Bock mehr auf die "weißen" Weicheier.
(Beides O-Ton von ihm)

Wie willst du eine höhere Bildungsrate erreichen wenn immer mehr Kinder in unser Schulsystem gelangen, die weder Lesen noch Schreiben können und das eben auch in höheren Klassen? Ist einfach so. Es kommen doch nicht nur Vorschulkinder bei uns an sondern alle Altersklassen. Da gefallen mir immer die Artikel in der Zeitung wenn Mohammed mal wieder eine Bäckerlehre abgeschlossen hat. Einer von 100....

Die Studenten (war ja selbst einer) stehen nicht auf der Straße, sondern hocken ihren Hintern im Zweit- und Drittstudium platt. Wenn man nämlich gecheckt hat, dass man mit Sozialgedöns auch kein Geld verdienen kann wird ein weiteres Studium dran gehängt. Diese Leute sind gemeint, die dann bis zu 10 Jahre dem Arbeitsmarkt fehlen und dann trotzdem den Rest ihres Lebens schimpfen weil sie auf das falsche Pferd beim Studium gesetzt haben.

Und zu deinem Heizungsklempner:
Ich kenne genug gegenteilige Geschichten von Handwerksbetrieben, die niemals mehr den Integrationsbeauftragten spielen wollen. Faul, unzuverlässig, verspätet und nach 4 Wochen wollen sie nicht mehr weil Arbeit zu hart.
Deine degenerierten, depperten und verwöhnten Jugendlichen gibt es auf beiden Seiten. Und nun....?

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4519 am: 02.12.2022 08:00 »
Im Endeffekt benötigen wir einfach mal eine höhere Geburtenrat
eher Bildungsrate
Und wenn man den Studenten jetzt auch noch die Einräumjobs beim REWE wegnimmt.......

Wir brauchen in keinster Weise mehr Studenten...
Nö, hätte ich so was behauptet, höhere Bildungsrate fängt bei erfolgreichen Schulabschluss an um eine Hnadwerkerlehre zu machen, daran hapert es doch schon.
Zitat
Wenn man also diese 1 Million mehr Studenten seit 2000 dem Handwerk zuführen würde (und das jährlich!), dann hätten wir kaum einen Fachkräftemangel.
Und diese 1 Mio mehr Studenten stehen alle auf der Straße ohne Job?
Unsinn.
Mein Heizungsklempner seit Jahren Migrationshintergründler aus, Durchfallquote und Arschlochquote niedriger als bei den degenerierten, depperten, verwöhnten Hiergeborenenen.
Da ist er schon zum Rassisten geworden und hat kein Bock mehr auf die "weißen" Weicheier.
(Beides O-Ton von ihm)

Wie willst du eine höhere Bildungsrate erreichen wenn immer mehr Kinder in unser Schulsystem gelangen, die weder Lesen noch Schreiben können und das eben auch in höheren Klassen? Ist einfach so.
Ich habe von einem befreundeten Lehrer gehört, dass fast 100 % aller Deutschen Kinder, die in die Grundschule kommenm weder lesen noch schreiben können. Wo ist da jetzt das Problem. Die Schule ist dafür da solche Inhalte zu vermitteln.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4520 am: 02.12.2022 08:02 »
Durchaus. Und somit müssen also bspw. 15jährige Analphabeten eben in der ersten Klasse der Grundschule anfangen, weil das das Bildungsniveau ist, auf dem sie sich befinden.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4521 am: 02.12.2022 08:12 »
Durchaus. Und somit müssen also bspw. 15jährige Analphabeten eben in der ersten Klasse der Grundschule anfangen, weil das das Bildungsniveau ist, auf dem sie sich befinden.
Oder bevor sie in eine Regelklasse kommen vorher gefördert und auf das entsprechende Niveau gebracht werden.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4522 am: 02.12.2022 08:25 »
Durchaus, also 9 Jahre Förderschule, bevor man auf dem Niveau eines Neuntklässlers ist.

armerknecht

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4523 am: 02.12.2022 09:01 »
Wenn das Bürgergeld und der Mindestlohn angemessen ist durch wissenschaftliche Studien? Oder Berechnungen wie nennt dann die Bruttolöhne , sind die noch zeitgemäss und angemessen?
"Mehr als 333.000 Bundesbürger haben nach einer Corona-Impfung gesundheitliche Schäden gemeldet."
https://www.welt.de/wirtschaft/plus243843025/Corona-Impfung-Danach-war-fuer-mich-klar-dass-ich-klagen-will.html
2,5 Millionen Patienten meldeten Corona-Impfnebenwirkungen , Quelle: welt.de

Alien1973

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4524 am: 02.12.2022 09:35 »
Durchaus. Und somit müssen also bspw. 15jährige Analphabeten eben in der ersten Klasse der Grundschule anfangen, weil das das Bildungsniveau ist, auf dem sie sich befinden.
Oder bevor sie in eine Regelklasse kommen vorher gefördert und auf das entsprechende Niveau gebracht werden.

Lebst du neben der Realität oder verschließt du vor Problemen grundsätzlich die Augen?

Wie willst durch Förderklassen jemanden an das Niveau von einer z.B. 6 Klasse bringen wenn vorher gar nix da ist? Ist doch unmöglich....

Unser Schulsystem pfeift ob akutem Lehrermangel aus dem letzten Loch, Platzbedarf kann nicht geboten werden und das Bildungsniveau sinkt unweigerlich. Und da wird davon geschwafelt, dass wir das Bildungsniveau steigern müssen. Das mag zwar das Ziel feuchter Träume sein, nur leider ist das Gegenteil der Fall...

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4525 am: 02.12.2022 09:50 »

Ich kann dir sagen warum es mehr Studenten gibt als Handwerker, weil Handwerker einen harten Job haben und kaum was verdienen in einer kleinen Firma. Und davon kann ich dir als gelernter „Handwerker“ ein lied singen. Als ich die Faxen dicke hatte, habe ich mich weiter gebildet und bin irgendwo in einer höheren Position gelandet und nun kommen wir zum entscheidenen Punkt: im öffentlichendienst ist es unmöglich als Techniker oder Meister eine Stelle zu bekommen die mit EG 13 ausgeschrieben ist weil formell ein Bachelor gefordert wird. Obwohl wahrscheinlich meine Skills, überwiegend durch Berufserfahrung oder Weiterbildungen, mit einem Bachelor mithalten könnten. Und ein Bachelor in Elektrotechnik kann immer noch den Beruf eines Elektrikers ausüben und der Elektriker eben nicht des Bachelors. Wenn der Fliesenleger gut ist, ist mir es scheiß egal ob er ein gelernter Fliesenleger ist, Hauptsache er macht seinen Job gut.

Daran alleine liegt es doch garnicht.

Ich hätte durchaus auch Bock aufs Handwerk (habe eine handwerkliche Ausbildung gemacht bevor ich studiert habe). Der Lohnunterschied ist das eine.
Der Arbeitsalltag das andere.
Ich mag es, dass ich auch mal mittags zwei Stunden Mittagspause zuhause machen kann, dass ich auch mal einen Vormittag zuhause am Schreibtisch arbeiten kann wenn ich echt keinen Bock auf die Menschen um mich habe und ruhe brauche für eine Aufgabe.
Zu den Vorzügen im Bürojob gehört es auch, dass ich mir selbst die Arbeit freier einteilen kann.

Im Handwerk bin ich auf Montage - entweder irgendwo vor Ort beim Kunden oder außerhalb. Arbeitszeiten auf dem Bau sind grob von 8-17 Uhr. Bei 99% der Gewerke ist man abhängig von anderen - mal frei einteilen, dass man spontan zwei Tage Urlaub nimmt, mal vormittags zuhause bleibt oder mittags zwei Stunden Pause macht ist nicht.

Ausnahmen bilden mit Einschränkungen höchstens die Jobs in der Montage vor Ort - aber auch da sind die Abläufe meist so durchgetaktet, dass man eigentlich Fließbandarbeit macht.

Das sind für mich ebenso wichtige Gründe wie das Finanzielle. Körperliche Arbeit ist da - zumindest für mich - nicht mal das Problem.

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4526 am: 02.12.2022 09:55 »
Durchaus. Und somit müssen also bspw. 15jährige Analphabeten eben in der ersten Klasse der Grundschule anfangen, weil das das Bildungsniveau ist, auf dem sie sich befinden.
Oder bevor sie in eine Regelklasse kommen vorher gefördert und auf das entsprechende Niveau gebracht werden.

Lebst du neben der Realität oder verschließt du vor Problemen grundsätzlich die Augen?

Wie willst durch Förderklassen jemanden an das Niveau von einer z.B. 6 Klasse bringen wenn vorher gar nix da ist? Ist doch unmöglich....

Unser Schulsystem pfeift ob akutem Lehrermangel aus dem letzten Loch, Platzbedarf kann nicht geboten werden und das Bildungsniveau sinkt unweigerlich. Und da wird davon geschwafelt, dass wir das Bildungsniveau steigern müssen. Das mag zwar das Ziel feuchter Träume sein, nur leider ist das Gegenteil der Fall...

Ich lebe weder neben der Realität, noch verschließe ich meine Augen. Ich habe hier einen Vorschlag gezeigt, der aus meiner Sicht besser dafür geeignet Personen zu qualifizieren, als diese ohne Sprachkenntnisse direkt in eine Regelklasse zu setzen. Wie wollen sie auf diese Art dem Unterrichtsgeschehen folgen und gleichzeitig die anderen nicht ablenken?

Bei dieser Förderung geht es mir primär um die Sprache als Schlüssel. Ohne Sprache ist eine Teilhabe am Unterricht und Kommunikation mit anderen nicht möglich. Wieso ist denn bei diesen Schülern gar nichts da? Welche Vorstellung hast du denn von den diesen Leuten? Dass die alle in Höhlen wohnen und geistig minderbemittelt sind? Eine solche überhebliche Arroganz habe ich ehrlich gesagt erlebt.

Neipotz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4527 am: 02.12.2022 10:10 »
Unser Schulsystem ist allgemein problematisch. Mal vorn weg, das ausländische Kind kann selbst nichts dafür. Es scheitert alles am mangelnden Konzept für etwaige Umsetzungen und dies Konzepte sollten von Lehrern entwickelt werden und nicht von Menschen, welche noch nie in der Praxis waren.

Ich hab mich mit einer Bekannten unterhalten, welche eine dritte Klasse (wohlgemerkt auf dem Dorf) unterrichtet. Sie hat derzeit 23 Schüler, von welchen 6 Stück gar kein Deutsch sprechen. Diese Kinder brauchen extrem viel Aufmerksamkeit wodurch der Rest der Klasse natürlich auch auf der Strecke bleibt. Dazu kommt natürlich noch der allgemeine Lehrermangel was es nicht leichter macht. Die ausländischen Kinder werden irgendwie durchgeschleppt, da auch von zu Hause kaum Unterstützung kommen kann. Da dort auch kaum einer Deutsch oder Englisch spricht. Dieses Sprachhindernis verursacht auch dass die Kinder ausgeschlossen werden, da Sie Elternbriefe über außerschulische Events gar nicht mit bekommen. Trotz das man weiß, dass das Bildungsniveau aufgrund solcher Konstellationen sinkt, werden die Anforderungen an die Kinder laut Lehrplan immer Höher. Beispiele 1x1 gegen Ende der dritten Klasse. In der Dritten kommt dann ein neuer Lehrer der davon ausgeht, dass das 1x1 sitzt. Dann wird einfach weitergemacht im Lehrplan ohne Bildungsstände abzurufen. Präsentationen in der dritten Klasse mit selbst im Internet recherchierten Inhalten halten.

Ich bin selbst keine Lehrer, aber ich denke wenn man mal die Basis fragen würde, wären schon Ansätze da, wie man Probleme lösen kann. Grundsätzlich ist es nicht möglich, dass man ein Kind das der deutschen Sprache nicht mächtig ist, in eine Regelklasse steckt. Hier muss erst eine Sprachgrundlage geschaffen werden. Ansonsten bleiben alle Kinder auf der Strecke. Über Brennpunktschulen will ich gar nicht reden.

Ich bin froh das unser Land ein sehr solidarisches Land ist. Aber derzeit kommt weder das Sozial noch das Bildungssystem mit der momentanen Situation klar. Wenn man damit klarkommen möchte muss man entsprechende Ressourcen bereit stellen. Aber da stellt man in Berlin lieber noch 20 Sonderbeauftragte ein und erweitert das Kanzleramt im Milliardenbereich.

Zurück zu unseren Tarifverhandlungen. Ich habe wenig Hoffnung, dass das was wird. Lass mich aber gern überraschen. Letztendlich müsste der TVÖD wirklich reformiert werden. Wenn man sich anschaut was derzeit bei den Beamten geht bzgl. Lohnabstandgebot zum Bürgergeld und den Kinderzuschlägen.


Bob Kelso

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4528 am: 02.12.2022 11:32 »
Im Endeffekt benötigen wir einfach mal eine höhere Geburtenrat
eher Bildungsrate
Und wenn man den Studenten jetzt auch noch die Einräumjobs beim REWE wegnimmt.......

Wir brauchen in keinster Weise mehr Studenten...
Nö, hätte ich so was behauptet, höhere Bildungsrate fängt bei erfolgreichen Schulabschluss an um eine Hnadwerkerlehre zu machen, daran hapert es doch schon.
Zitat
Wenn man also diese 1 Million mehr Studenten seit 2000 dem Handwerk zuführen würde (und das jährlich!), dann hätten wir kaum einen Fachkräftemangel.
Und diese 1 Mio mehr Studenten stehen alle auf der Straße ohne Job?
Unsinn.
Mein Heizungsklempner seit Jahren Migrationshintergründler aus, Durchfallquote und Arschlochquote niedriger als bei den degenerierten, depperten, verwöhnten Hiergeborenenen.
Da ist er schon zum Rassisten geworden und hat kein Bock mehr auf die "weißen" Weicheier.
(Beides O-Ton von ihm)

Wie willst du eine höhere Bildungsrate erreichen wenn immer mehr Kinder in unser Schulsystem gelangen, die weder Lesen noch Schreiben können und das eben auch in höheren Klassen? Ist einfach so.
Ich habe von einem befreundeten Lehrer gehört, dass fast 100 % aller Deutschen Kinder, die in die Grundschule kommenm weder lesen noch schreiben können. Wo ist da jetzt das Problem. Die Schule ist dafür da solche Inhalte zu vermitteln.

An DiVo: Sie wissen doch genau, wie das gemeint ist. Unsere Grundschule hat einen Migrationsanteil von 78 %. Und dies sind nicht Kinder aus Skandinavien, Japan, USA,....! Es sind überwiegend Schüler und vor allem Schülerinnen, denen kulturell, religiös vermittelt wird, dass Bildung "haram" ist. Dass dies das Terrain eines "Ungläubigen Landes" ist!
Wir kennen einige Eltern, welche einen Umzug in Betracht ziehen, damit die Kinder diese Grundschule nicht besuchen müssen. 

Alien1973

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4529 am: 02.12.2022 11:41 »
Durchaus. Und somit müssen also bspw. 15jährige Analphabeten eben in der ersten Klasse der Grundschule anfangen, weil das das Bildungsniveau ist, auf dem sie sich befinden.
Oder bevor sie in eine Regelklasse kommen vorher gefördert und auf das entsprechende Niveau gebracht werden.

Lebst du neben der Realität oder verschließt du vor Problemen grundsätzlich die Augen?

Wie willst durch Förderklassen jemanden an das Niveau von einer z.B. 6 Klasse bringen wenn vorher gar nix da ist? Ist doch unmöglich....

Unser Schulsystem pfeift ob akutem Lehrermangel aus dem letzten Loch, Platzbedarf kann nicht geboten werden und das Bildungsniveau sinkt unweigerlich. Und da wird davon geschwafelt, dass wir das Bildungsniveau steigern müssen. Das mag zwar das Ziel feuchter Träume sein, nur leider ist das Gegenteil der Fall...

Ich lebe weder neben der Realität, noch verschließe ich meine Augen. Ich habe hier einen Vorschlag gezeigt, der aus meiner Sicht besser dafür geeignet Personen zu qualifizieren, als diese ohne Sprachkenntnisse direkt in eine Regelklasse zu setzen. Wie wollen sie auf diese Art dem Unterrichtsgeschehen folgen und gleichzeitig die anderen nicht ablenken?

Bei dieser Förderung geht es mir primär um die Sprache als Schlüssel. Ohne Sprache ist eine Teilhabe am Unterricht und Kommunikation mit anderen nicht möglich. Wieso ist denn bei diesen Schülern gar nichts da? Welche Vorstellung hast du denn von den diesen Leuten? Dass die alle in Höhlen wohnen und geistig minderbemittelt sind? Eine solche überhebliche Arroganz habe ich ehrlich gesagt erlebt.

Bei der Sprache gehe ich mit. Ohne Deutschkenntnisse wird es schwierig bis gar unmöglich. Nur wie soll jemand unserem Schulsystem folgen wenn er mit, sagen wir mal 14 Jahren, bei uns ankommt und natürlich kein Wort Deutsch spricht? Meist ist die schulische Ausbildung bis dahin rudimentär bis gar nicht vorhanden. Ich rede nicht von Kindern aus der Ukraine, ich meine ein ganz anderes Klientel.

Genau so stellt es sich auf dem Arbeitsmarkt dar. Wie willst ungebildete Analphabeten in unseren Arbeitsmarkt integrieren? Habe zuletzt eine Semmel beim Bäcker gekauft, die Dame hinter dem Tresen konnte weder die Kasse bedienen, noch das Wechselgeld aus selbiger dann raus zählen. Klar, mag vielleicht noch nicht lange beim Bäcker arbeiten und soll auch nur als Beispiel dienen. 9 von 10 sind auf dem Arbeitsmarkt einfach kaum vermittelbar. Und nochmal, ich rede nicht von Ukrainern....

Glaub mir, ich weis wovon ich rede. Haben selber mehrere Sammelunterkünfte in der Stadt und da ich diese genehmigen muss und dadurch auch später mit der Feuerwehr ab und an in diesen unterwegs bin, weis ich wie es dort zu geht. Kann man sich nicht denken...

Da halte ich es mit dem Spruch von Scholl-Latour:
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta"